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  1. Avatar von sille45
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    @brighid....

    er verletzt mich...weil er es kann....unterschreib ich.

    Dein Tip mit der Visualisierung, dem Thema werde ich mich widmen....

    Das mit der Körperhaltung hatte ich schon, um so selbstbewusster ich auftrete um so verletzender und ätzender wird er.....will mich halt kleinmachen. Und er schafft es immer wieder.

    Aber....ich werde mir ein paar Antworten aufschreiben...Versuch ist es allemal wert!


    Danke
    Hast du eine Mutter, dann hast du immer Butter. Mutter ist die beste Frau." - Helge Schneider, Buttersong

  2. Inaktiver User

    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von sille45 Beitrag anzeigen
    Altersdepression schließe ich mal aus, weil er immer schon so war. Mein Bruder hatte lange keinen Kontakt da er mit ihm genauso umgesprungen ist.

    Ja er manipuliert mich.....und ich kann mich nicht wehren...irgendwie.
    Wenn er immer schon so manipulativ war, ist die einzige Lösung, dich gezielt damit auseinander zu setzen, womit er dich "kriegt". Hier wurden schon einige gute Vorschläge gemacht.

    Klar ist: Ihn kannst du nicht ändern - aber du kannst an dir selbst arbeiten, damit er nicht mehr so gezielt deine wunden Punkte triggern kann.

    Du gibst ihm die Macht, dich zu verletzen, er hat noch immer die Definitionsmacht darüber, wie du sein solltest und was gut und schlecht ist. Du hast innerlich noch viel zu wenig Abstand von ihm.

    Vergiß nicht: Als Kripobeamter hat er ein paar ganz fiese Tricks drauf, die er an dir auslässt. Vielleicht könntest du dir in dieser Hinsicht ein wenig Information holen, damit du eine Gegenstrategie aufbauen kannst?
    Geändert von Inaktiver User (10.06.2013 um 15:57 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Fühl dich gedrückt. Dein Geduldsfass steht kurz vor dem Überlaufen.

    Auch mein Rat: Hör auf mit dem unnötigen Schuldgefühl und grenz dich ab!

    Du alles das getan, was ein Kind tun soll: Du hast einen Schulabschluss, eine Berufsausbildung (sogar zwei), hast ein Kind großgezogen, einen sicheren Arbeitsplatz und führst eine gute Partnerschaft.
    Wenn dein Vater das nicht anerkennt, ist das sein Problem. Nicht deines.

    Mach es wie dein Bruder und zieh dich zu deinem eigenen Schutz zurück.
    Dein Vater ist rüstig genug, um in der Welt umherzureisen. Dann kann er auch andere Dinge wie Beerdigung oder Behördengänge organisieren. Braucht er deine Hilfe, so muss er dich darum bitten. Tut er das nicht, ist es sein Problem. Nicht deines.
    Du brauchst ihn auch nicht auf Fest mitzunehmen. Sag ihm ruhig, dass er sich aufgeführt hat und du dir öffentliche Beleidigungen verbittest. Er ist alt genug, um alleine hinzukommen und auch wieder zu fahren.
    Du brauchst ihn auch nicht zu pflegen, sondern nur seine Pflege zu organisieren.
    Wenn er hinter deinem Rücken schlecht über dich redet, dann verbittest du dir das ebenfalls. Geglaubt wird ihm nicht. Denn jeder, der euch beide erlebt hat, weiß, wie du dich um ihn bemüht hast.
    Lass ihn ruhig eine Weile links liegen und beschränke das Kümmern auf das Mindestmaß, was du vertreten kannst. Vielleicht ist ein Anruf pro Monat für dich genug, um zu erfahren, wie es um ihn steht.

    Trauere ganz bewusst um deine Kindheit und die fehlende Anerkennung.
    Dann blicke zu deinem Sohn und zu deinem Partner. Die sehen dich und schätzen dich. Ebenso deine Kollegen in der Arbeit. Auch Nachbarn und Freunde. Diese Anerkennung sollte dich stolz machen.
    (Das Geheimnis dahinter heißt Loslassen. Wenn du auf die Anerkennung deines Vater keinen Wert mehr legst, bekommst du sie. Ganz plötzlich.)

    Kopf hoch! Du schaffst das.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  4. Avatar von brighid
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von sille45 Beitrag anzeigen

    Aber....ich werde mir ein paar Antworten aufschreiben...Versuch ist es allemal wert!


    Danke

    frage deinen mann um unterstützung und übt die situation vorher. vielleicht kann auch dein sohn einiges an "ätz-sätzen" beisteuern.

    übe!

    ist übel- aber je "gewohnter" du diese sätze hörst- desto mehr können sie dir am verlängerten steiss vorbei gehen.

    und:

    a) gehe nicht, nie niemals in die rechtfertigung mit einem menschen, der dir ansatzweise rhetorisch überlegen ist.

    b) verweigere diskussionen. mit: gesprächsthemawechsel. selektiver schwerhörigkeit, selektiver nicht- kapieren-wollen wo andeutungen hingehen sollen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  5. Avatar von brighid
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vergiß nicht: Als Kripobeamter hat er ein paar ganz fiese Tricks drauf, die er an dir auslässt. Vielleicht könntest du dir in dieser Hinsicht ein wenig Information holen, damit du eine Gegenstrategie aufbauen kannst?
    da wäre ich vorsichtig. steige nicht auf seine spielchen, auf seine ebene ein. da ist und bleibt er besser als du.

    steige aus.

    und vorallem entwickelt strategien als familie gemeinsam.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  6. Inaktiver User

    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    da wäre ich vorsichtig. steige nicht auf seine spielchen, auf seine ebene ein. da ist und bleibt er besser als du.

    steige aus.

    und vorallem entwickelt strategien als familie gemeinsam.
    Ich meinte mit "Gegenstrategie" eher die Guerilla-Strategie, die du vorgeschlagen hast, brighid. Also nicht dagegen argumentieren, sondern seine Tricks durch Verweigerung unterlaufen.

  7. Avatar von sille45
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Hi,

    werde wohl erst mal nichts hören, er wird beleidigt sein, ich weiß es nicht. Heute ist er erst mal den Enkel besuchen bis einschließlich morgen.

    Tja...da muss ich ganz nah bei mir bleiben wenn ich ihn das nächste Mal sehe bzw. spreche. !!

    Die Strategie nicht darauf einzugehen, bzw. zu ignorieren werde ich versuchen wird wahrscheinlich schwer werden.

    Oder ich steh einfach auf und wechsel das Thema.....beim bloßen Gedanken daran, klopft es bereits bei mir im Hals....ist wohl noch angestaute Wut!!

    Ich werde berichten....danke Euch

    @chryseis, trauere um meine Kindheit...ich weiß gar nicht wie.

    Meine Tränen sind irgendwie immer unterdrückt gewesen....kommen nie so richtig raus.

    Egal wer, meine Familie, Freunde etc.....achten und mögen micht wie ich bin...und manchmal kann ich das gar nicht annehmen.

    Es fiel mir furchtbar schwer zu akzeptieren das mein Partner mich mit all meinen Macken liebt.....tja diese schei......fehlende Zuneigung in der Kindheit macht soviel kaputt.

    Ichbin sooo froh das ich dass bei meinem Kind anders hinbekommen habe.

    LG
    Hast du eine Mutter, dann hast du immer Butter. Mutter ist die beste Frau." - Helge Schneider, Buttersong

  8. Inaktiver User

    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von sille45 Beitrag anzeigen
    In Ruhe sprechen ist so gut wie unmöglich.....bei kritik schreit er oder tut es ab.....

    Bei dem Versuch sagte er mir abfällig....ach du bist eifersüchtig......

    Nee bin ich nicht....aber ich verlier dann die Lust mit ihm zu sprechen....

    Warum ich mir das antue.....Pflichtbewusstsein....keine Ahnung.
    Lass dich mal drücken, Sille! ...kommt mir alles bekannt vor! Ich auch... Ende 40 , noch vor Monaten... aber ich kann doch nicht, meine Eltern sind doch so alt.

    Nein - man kann - sogar den Kontakt ganz abbrechen, wenn sie einen nicht respektieren und nur beleidigen.
    Im Privaten möchte icvh nur noch Kontakte auf Augenhöhe!!!

    Alles andere raubt Energie und macht einen kaputt. Ich nicht mehr. Und du kannst das auch. Reicht doch wenn du ihn 1x im Jahr siehst, sonst ne Karte schickst. Und bei persönlichen treffen, Anrufen, sobald er ausfallend wird - auflegen oder umdrehen und gehen....

    Sei es DIR Wert! ;-) Alles liebe!

    Und weißt du du kannst sehr stolz auf dich sein, wenn du das alles bei deinemm Kind so gut hinbekommen hast wie du im Text über meinem schreibst!!!

  9. Avatar von brighid
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    mir fällt vorallem zu deinem letzten posting nur eines ein:

    lasse ihn mental als deinen vater los. löse dich von jeglicher emotionalen verstrickung durch und mit ihm.

    das gegenteil von liebe ist nicht etwa hass- nein, es ist die gleichgültigkeit.

    lasse ihn los. er ist dein erzeuger. im amtsdeutsch: der kindsvater.

    mache dich von ihm und seiner welt unabhängig und los.

    du kannst nur gewinnen.

    es ist deine entscheidung ob und wie du ihn in deinem leben und deinen gedanken behälst.

    aber wenn er dir mehr nicht-gut als gut tut- dann lasse ihn los.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  10. Registriert seit
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    AW: Destruktiver Vater, wie verhalten?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    das gegenteil von liebe ist nicht etwa hass- nein, es ist die gleichgültigkeit.
    Ja, das sehe ich auch so.

    Man könnte meinen, Gleichgültigkeit wäre gemein und unsozial, aber in Wahrheit ist damit eine bestimmte Gelassenheit verbunden. Es heißt nicht, dass der Vater egal ist, nur die eigene emotionale Verstrickung fehlt.

    Mir ist das sehr schwer gefallen, der Kopf weiß das lange vor dem Herz.
    Inzwischen habe ich es konsequent geübt und inzwischen kann ich tatsächlich beobachten, dass sich mein Gefühl endlich auch distanziert hat. Im Verhalten hatte ich es schon lange gemacht, aber mich doch immer schlecht dabei gefühlt. Das ist auch eine Art der Abnabelung und des Erwachsenwerdens. Es heißt Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen und nicht jede Verletzung einfach hinzunehmen. Jetzt bin ich auf innere wie äußere Distanz gegangen, ohne den Kontakt ganz abzubrechen.

    Liebe Sille,
    mir hat dabei folgendes innere Bild sehr geholfen:
    ich erlaube mir, das, was mir gut tut von meinem Vater (davon gibt es nicht viel, aber es ist besser, als nichts), anzunehmen, und das, was mich verletzt und emotional behindert, schlicht abzulehnen. Ich stelle mir vor, dass er mir quasi seine Angebote macht und ich muss nicht alles ungefiltert brav über mich ergehen lassen. Es hat mich autonom ihm gegenüber gemacht und mir die alleinige Herrschaft über mein Leben und meine Gefühle zurück gegeben. Noch nicht perfekt, aber es wird immer besser.

    Vielleicht kannst Du etwas davon für Dich verwenden, Gruß, E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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