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  1. User Info Menu

    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    ....
    Geändert von Wolfman (21.09.2012 um 17:24 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Die Großeltern seitens der Schwiegertochter scheinen ja räumlich näher dran und wissen offenbar Bescheid !

    Warum tut ihr euch nicht mit denen zusammen und geht zum Jugendamt ? Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass es derart häufig zu Misshandlungen kommt und keiner schreitet ein: lieber nix sehen und hören aus Angst vor der Nachbarschaft (oder dem Gerede der Leute) als Flagge zu zeigen im Interesse eines Kindes, das ich nicht wehren kann.

    Klaro, der Sohn ist der Sohn und nicht der Gegner.... Aber ein Besuchsrecht des Enkels einklagen, das wird in Betracht gezogen ?

    Gewalt scheint ja der Stil des Hauses zu sein:
    Zitat Zitat von Wolfman Beitrag anzeigen
    ...dass sich die Eltern in Gegenwart beider Kinder (das andere Kind ist 1 1/2 Jahre alt) verbal auf das Heftigste streiten, sich gegenseitig ihre Scheidungsabsicht erklären und auch im Beisein der Kinder schlagen....
    Wie alt sind denn Sohn und Schwiegertochter ?

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (21.09.2012 um 17:37 Uhr)

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Zitat Zitat von Wolfman Beitrag anzeigen
    Es ist eine Erfahrung die ich, die wir am liebsten nie gemacht hätten. Vor kurzem hat uns unser 7-jähriger Enkelsohn eine kleine Narbe an seinem Oberarm gezeigt und erklärt, dass diese Narbe von seiner Mutter sei, die ihn dort gebissen hätte.
    In dem Moment waren wir beide sprachlos und haben nicht direkt darauf reagiert. Wir fanden das (auch heute noch) richtig.

    Allerdings haben wir vorsichtig die andere Großmutter gesprochen und wissen von ihr, dass beide Elternteile den 7-jährigen immer wieder schlagen: Schlag mit der Hand an den Kopf, mit dem Kochlöffel auf die Arme, Tritt gegen den Popo, Schlag in den Magen ... Wir sind entsetzt.
    Und wir finden es auch genau so schlimm, dass sich die Eltern in Gegenwart beider Kinder (das andere Kind ist 1 1/2 Jahre alt) verbal auf das Heftigste streiten, sich gegenseitig ihre Scheidungsabsicht erklären und auch im Beisein der Kinder schlagen.

    Immerhin habe ich meinen Sohn unter vier Augen angesprochen und ihm gesagt, dass ich wisse, dass mein Enkelsohn von ihm und seiner Frau geschlagen würde. "Na und, das machen doch alle ..." hat mir nicht gefallen und das habe ich ihm auch in sehr ruhigem Ton und auch sehr bestimmt gesagt. Ich habe ihm auch gesagt, dass alle Menschen auch immer wieder emotional reagieren, aber Schläge bei Kindern Narben auf der Seele hinterlassen. Und er hat auch gemerkt, wie traurig mich das gemacht hat, ist doch er und auch seine Schwester liebevoll erzogen worden - ohne Schläge. Und das weiss er ja auch.
    Einige Wochen später habe ich ihn erneut gefragt, wie er nun mit seinen Kindern umgehe. "Ja, ich schlage ihn nicht mehr, aber meine Frau kann es nicht lassen. Was soll ich denn tun?".
    Meine dringende Empfehlung, eine Familienberatung bzw. einen Termin mit einem Psychologen auszumachen (beide Eltern müssten m.E. eine Therapie machen ...), stiess auf Skepsis und Ablehnung. ich halte übrigens beide Elternteile für nicht therapiefähig (habe selber in einem beratenden Beruf gearbeitet).

    Die Eltern sind übrigens beide Akademiker: Er hat eine gutgehende Arztpraxis und sie ist Juristin mit Doktortitel, die seit 7 Jahren nicht berufstätig ist.
    Nun wissen wir auch aus unsere langjährigen Lebenserfahrung (wir sind beide 61), dass Gewalt in Familien kein Phänomen des Bildungsstandes ist und wirklich überall tagtäglich passiert. Das macht es aber auch nicht leichter. Und: Leider wohnt unser Sohn 380 Km von uns entfernt in Norddeutschland ...

    Wir wissen auch beide, dass wir das örtlich zuständige Jugendamt einschalten können. Aber wir wissen auch aus unserer Berufspraxis, dass das Ergebnis sehr, sehr stark davon abhängig ist, wie qualifiziert der betreffende Mitarbeiter ist. Und genau deshalb kennen wir auch die Risiken, die ein solcher Schritt beinhaltet.

    Deshalb unsere Frage:

    Wer hat ähnliches erlebt und möchte seine Erfahrungen hier mit uns und dem Forum teilen?

    wolfman
    Leute, aus dem Beitrag geht ganz klar hervor, dass die Grosseltern sich Sorgen machen, im Moment aber noch keinen Weg sehen, wie sie helfen sollen.

    Es macht irgendwie gar keinen Sinn, jetzt auf ihnen rumzutrampeln, weil sie angeblich nichts tun.

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen

    1. Aber zunächst mal meine Frage: wie kommst du zu der Einschätzung, die Eltern seien nicht therapiefähig? Wie nimmst du sie insgesamt wahr, wie miteinander, wie mit den Kindern?

    2. Und: was denkst du dazu, wie dein Sohn zu einer solchen Haltung und Praxis gelangen konnte?

    ad 1:
    M.E. bedeutet "therapiefähig sein", dass man erkennt, dass das, was geschieht, nicht in Ordnung ist und dass man den Willen, die Mindestmotivation hat, sein (hic) Verhalten ändern zu wollen, in dem man Hilfe sucht, selbst Dinge zu ändern (die Therapeutin macht de facto im realen Alltag ja nun nichts, sondern bietet nur andere Reaktionen etc. an (Verhaltenstherapie).
    Diese Einsicht (Mindestselbstkritik), diese eigene kritsiche Wahrnehmung ist bei beiden nicht vorhanden.

    ad 2:
    Das weiß ich nicht, wodurch und weshalb er sich so verändert hat. Dass er sich verändert hat, wissen wir, fühlen wir. Ich würde es schon entweder für eine krasse soziale Fehlanpassung oder für eine Erkrankung des psychischen Formenkreises halten. Auch das Spiegeln seines eigenen Verhaltens erzeugt stets massive Abwehrreaktionen, die kognitiv nicht erklärbar sind.

    Es erscheint mir und meiner Frau so, als halte er sich für "unfehlbar". Und er ist der Ansicht, dass er für die Erziehung seiner Kinder nicht verantwortlich sei, denn er arbeite den ganzen Tag hart und seine Frau erzöge ja schließlich die Kinder.
    Meine Schwiegertochter ist der felsenfesten Überzeugung, dass sie "eine gute Mutter" ist(!).

    Ach ja: Die anderen Großeltern leben 1.200 Km entfernt ...

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Als früheres Opfer von Kindesmisshandlungen und Schlägen durch meine Eltern fällt mir dazu definitiv nur eins ein -> ab zum Jugendamt und ggf. auch zur Polizei. Da überhaupt zu überlegen, ist mehr als fahrlässig.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  6. gesperrt

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Wolfman, ich kann dir aus Kindersicht sagen, was es bedeutet, wenn ein 7jähriger die Loyalität zu den Eltern aufgibt und den Großeltern Bissspuren seiner Mutter zeigt:
    Er weiß genau, dass es zuhause FALSCH läuft, er weiß sich aber selbst nicht zu helfen, ist aber schon so clever und innerlich so weit weg von seinen Eltern um sich Hilfe bei den Großeltern zu holen. Er fühlt sich außerdem für das Geschwisterchen verantwortlich, kann aber auch da nichts tun. Er ist heillos überfordert - und zwar mehr als ihr (4!) erwachsenen Großeltern zusammen, die meinen, an der Entfernung scheitern zu müssen.

    Das heißt:
    Alarmstufe dunkelrot, ihr seid gefragt, setzt euch in Bewegung.
    Wenn sich die Eltern nach Aufforderung nicht aktiv selbst um JA, Begleitung und Therapie kümmern, macht das selbst. Mischt euch ein. Und zwar so, dass es die Enkel mitbekommen - darauf warten sie nämlich. Die Enkel brauchen eure Unterstützung - das muss die Überschrift sein. Du bist ziemich überlegt unterwegs, das hilft aber keinem Enkel. Praktischer wäre, es irgendwie organisatorisch und finanziell möglich zu machen, dort eine kleine Wohnung anzumieten und regelmäßig abwechselnd vor Ort zu sein.

    Es gibt in der Situation NICHTS zu tolerieren oder zu übergehen. Und auch keine Zeit zu verlieren und genau das würde ich den Eltern ungeschönt, sofort vermitteln.

  7. Moderation

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Ja, das Jugendamt ist schon der richtige Ansprechpartner. Es kann auch sein, daß es sich engagiert, es kann aber auch sein, daß es das nicht oder nicht ausreichend tut. Der wichtige Punkt ist ja, daß die Eltern, zumindest laut Einschätzung des Großvaters, keine Einsicht zeigen und anscheinend auch nicht die Perspektive der Kinder einnehmen. Wenn man sie dazu bewegen könnte, wäre viel gewonnen -aber das kann eben ganz schwierig sein.


    Mein persönlicher beruflicher Alptraum sind Eltern mit wasserdichter Persönlichkeitsstörung, wo nichts durchdringt und alles auf unbedingte Verteidigung ausgerichtet ist, die nicht änderungsmotiviert sind und vorzugsweise ein gepflegtes Heim und stabile Finanzlage haben, was es leider gibt. Da dann das Jugendamt zu überzeigen, daß Mißhandlung vorliegt, ist sehr, sehr schwer.

    "Erschwert" oft auch durch verunsicherte und natürlich loyale Kinder, die von der Wiege an ihrer eigenen Grenzen nicht sicher geworden sind...

    (und dazu noch manche Familienrichter, die biologische Elternschaft über alles stellen...)



    Aber egal, hilft ja nix

    Ich habe nur gefragt, um ein etwas deutlicheres Bild zu bekommen.

    Ich würde gründlich überlegen, wie ich vorgehe.

    Würde, wie schon angesprochen, überlegen, ob ad hoc Beweise gesichert werden sollten (man kann Dokumentationsbögen googeln, Maßstabssicherung durch cm-Maß nicht vergessen, gut ausleuchten!), mindestens Gedächtnisprotokolle anfertigen, auch über Gespräche mit den Kindseltern.

    Dann würde ich das, zunächst mal anonym, mit dem dortigen Jugendamt besprechen. Auch wichtig: zeigen die Kinder Symptome der erlebten Mißhandlungen und familiären Konflikte?


    Wenn man später konkret & namensnennend Gespräche mit dem JA führt, würde ich danach immer ein Gesprächsprotokoll schreiben, denn was schriftlich ist, existiert und setzt das Amt anders in Verantwortung.


    Ich würde das Gespräch mit dem Sohn und der Schwiegertochter suchen, meine Sorge mitteilen. Vor allem mitteilen, wie sehr die Mißhandlungen die Enwicklung der Kinder beeinträchtigen und Hilfe anbieten, auch Hilfe dazu, Hilfe anzunehmen (z.B. JA).

    Das beste ist immer, wenn sich die Eltern selbst Hilfe holen wollen. Wenn das nicht möglich ist, würde ich mich konkret ans JA wenden, und die Eltern darüber informieren.



    Ein wichtiges Zeichen ist für mich, daß dein Enkel sich hilfesuchend an euch gewendet hat. Das ist etwas ganz Wichtiges (und auch etwas Besonderes), das ihr nicht enttäuschen dürft.


    p.s. es mag auch sein, daß die Eltern schlußendlich erleichtert sind, wenn jemand von außen kommt und den privaten, geschlossenen Alptraum öffnet...
    Geändert von maryquitecontrary (21.09.2012 um 18:28 Uhr)
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  8. User Info Menu

    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Lieber Wolfman,

    mit wachsendem Entsetzen habe ich Deinen Bericht gelesen. Ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Ihr solltet auf jeden Fall zügig das Jugendamt einschalten. Euer Sohn hat ja noch nicht einmal abgestritten, dass Euer Enkel regelmäßig misshandelt wird. Dass er sein unentschuldbares Verhalten sofort nach Eurer Ermahnung eingestellt hat und jetzt "nur noch" seine Frau Euren Enkel schlägt, glaube ich nicht eine Sekunde.

    Natürlich könntet ihr mit Eurem Enkel auch einen Kinderarzt aufsuchen und die sichtbaren Blessuren begutachten lassen. Bei Verdacht auf Kindesmisshandlung dürfte doch wohl jeder verantwortungsbewusste Arzt hellhörig werden. Ich halte es auch für sehr wichtig, das ihr das Vertrauen, welches Euer Enkel in Euch gesetzt hat, nicht enttäuscht.

    Wie Kubus schon sagte, wenn ein siebenjähriges Kind die Angst überwindet, das man ihm seine "Geschichte" nicht glaubt und es weitere körperliche Bestrafungen in Kauf nimmt, weil es Euch erzählt hat, was seine Eltern mit ihm anstellen, ist die Alarmstufe wirklich mehr als dunkelrot.
    Ich weiß leider sehr genau, wovon ich rede, denn ich konnte diese Angst erst mit 17 Jahren überwinden, nachdem ich vor meiner lieben Pseudomutter in ein Internat nach Westdeutschland geflüchtet bin.

    Mach Deinen Sohn darauf aufmerksam, das die Prügelstrafe in Deutschland im Jahr 2000 gesetzlich verboten worden ist. § 1631 BGB.
    Auf Sprüche wie "Na und, das machen doch alle" gibt es daher nur eine passende Antwort, nämlich dass sich damit "alle", auch er und seine Frau strafbar machen! Deshalb finde ich die Überlegung von Tahnee, ggf. sogar die Polizei einzuschalten keineswegs abwegig.

    Ich möchte Euch wirklich eindringlich bitten, unternehmt etwas! Und zwar bevor auch Euer 2. Enkelkind in den "Genuss" der speziellen Erziehungsmethoden seiner Eltern kommt. Falls dies nicht bereits passiert ist.

    Mehr kann und möchte ich dazu im Moment nicht schreiben. Mir ist nämlich wirklich unsagbar übel, wenn ich mir vorstelle, was Euer armer Enkel zuhause jetzt womöglich erleidet, nach dem er sich Euch so mutig offenbart hat.

    Liebe Grüße

    Nachtschwalbe
    Geändert von Nachtschwalbe (21.09.2012 um 19:53 Uhr)
    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar".
    Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)

    Gute Mädchen kommen in den Himmel und weil ich mich dort sicher zu Tode langweilen würde, will ich da auch gar nicht hin und darf ruhig ein bisschen böse sein.

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    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    ...
    Alarmstufe dunkelrot, ihr seid gefragt, setzt euch in Bewegung.
    ... Du bist ziemich überlegt unterwegs ... Praktischer wäre, es irgendwie organisatorisch und finanziell möglich zu machen, dort eine kleine Wohnung anzumieten und regelmäßig abwechselnd vor Ort zu sein....

    Prima, da werd ich mal meinen Fallmanager kontaktieren und ihn fragen, ob ich eine Erhöhung meines ALG2-Satzes bekomme ...

    Nehmt einfach zur Kenntnis: Nicht jeder verfügt über die finanziellen Mittel mancher Forumsteilnehmer.

  10. User Info Menu

    AW: Mein Sohn schlägt seine Kinder: Ich fühle mich hilflos und suche Rat

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ja, das Jugendamt ist schon der richtige Ansprechpartner. Es kann auch sein, daß es sich engagiert, es kann aber auch sein, daß es das nicht oder nicht ausreichend tut. Der wichtige Punkt ist ja, daß die Eltern, zumindest laut Einschätzung des Großvaters, keine Einsicht zeigen und anscheinend auch nicht die Perspektive der Kinder einnehmen. Wenn man sie dazu bewegen könnte, wäre viel gewonnen -aber das kann eben ganz schwierig sein.
    ... Mein persönlicher beruflicher Alptraum sind Eltern mit wasserdichter Persönlichkeitsstörung, wo nichts durchdringt und alles auf unbedingte Verteidigung ausgerichtet ist, die nicht änderungsmotiviert sind und vorzugsweise ein gepflegtes Heim und stabile Finanzlage haben, was es leider gibt. Da dann das Jugendamt zu überzeigen, daß Mißhandlung vorliegt, ist sehr, sehr schwer. "Erschwert" oft auch durch verunsicherte und natürlich loyale Kinder, die von der Wiege an ihrer eigenen Grenzen nicht sicher geworden sind... Ich würde gründlich überlegen, wie ich vorgehe.
    Würde, wie schon angesprochen, überlegen, ob ad hoc Beweise gesichert werden sollten (man kann Dokumentationsbögen googeln, Maßstabssicherung durch cm-Maß nicht vergessen, gut ausleuchten!), mindestens Gedächtnisprotokolle anfertigen, auch über Gespräche mit den Kindseltern.
    Dann würde ich das, zunächst mal anonym, mit dem dortigen Jugendamt besprechen. Auch wichtig: zeigen die Kinder Symptome der erlebten Mißhandlungen und familiären Konflikte? .... Ich würde das Gespräch mit dem Sohn und der Schwiegertochter suchen, meine Sorge mitteilen. Vor allem mitteilen, wie sehr die Mißhandlungen die Enwicklung der Kinder beeinträchtigen und Hilfe anbieten, auch Hilfe dazu, Hilfe anzunehmen (z.B. JA).
    Hallo maryquitecontrary,

    schönen Dank für deine wichtigen Anmerkungen!

    Wo stehen wir momentan?

    Wir haben eine städtische Beratungsstelle in ihrer Stadt für Eltern gefunden. Und wir werden beiden erklären, dass wir JETZT erwarten, dass sie die Hilfe, die Beratung dort kostenlos & anonym in Anspruch nehmen sollen und auch müssen.

    Wir werden ihnen erklären, dass wir auf Schläge nicht mehr mit wegschauen reagieren werden. Und wir wollen auch wissen, was dort erreicht wurde. Und wir werden auch in Betracht ziehen, eine Schweigepflichtsentbindung gegenüber uns einzufordern.
    Aber wir werden in jedem Fall zuerst das Gespräch mit beiden Elternteilen führen und UNSERE Forderungen deutlich erklären.
    Dass dies nur zum Wohle der Kinder geschieht, ist uns klar und deshalb werden wir das auch so sagen.

    Was wir nicht tun werden: Wir werden das Kind jetzt nicht einbeziehen und ihm nichts erzählen. Dazu wäre - wenn überhaupt - auch später noch Zeit ...

    Und den zweiten Schritt überlegen wir uns nach dem ersten Schritt.

    An dieser Stelle schon einmal Dank an die vielen Anregeungen, Erfahrungsberichte und gutgemeinte Ratschläge.
    All das hat uns schon jetzt geholfen.

    wolfman

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