@Schnurpsel
Loslassen ist nicht das Problem. Wenn ich wuesste, mein Sohn hat ein pralles oder wenigstens zufriedenes Leben, keine existenziellen Probleme und meldet sich nicht, weil er eben soviel Besseres zu tun hat - gut.
Ich habe laengst 'losgelassen', doch ich weiss, dass er a) nicht gluecklich ist, b) nicht erreichbar ist, weil es nichts Gutes zu erzaehlen gibt und c) dass er mit seinem Geld zwar den Hund aber nicht sich 'fuettern' kann - wer sich da keine Sorgen mehr macht und sich sagen kann, 'ist laengst erwachsen, soll er doch sehen, wie er klarkommt', kann sich gluecklich schaetzen.
In einem anderen Strang hat eine kinderlose junge Frau an Muetter erwachsener Kinder die Frage gestellt, ob Kinder haben sich 'gelohnt' hat. Klar haben alle geschrieben, es haette trotz aller Schwierigkeiten ihr Leben bereichert. Ich habe die Zeit, als mein Sohn klein war, genossen, auch als Teenager gab es keine Probleme, oder - wahrscheinlicher - er hat sie fuer sich behalten. Nun, wo man erwarten wuerde, sich wieder seinem eigenen Leben zuwenden zu koennen, kreisen notgedrungen immer noch die meisten Gedanken um dieses 'missratene' Kind, dass sich kein eigenes Leben schaffen kann. Gelohnt im Sinne von es ist was Positives in meinem Leben wuerde ich heute nicht mehr sagen.
Und man ist damit allein, das Gefuehl bei einer grundsaetzlichen Aufgabe, die man im Leben hatte, gescheitert zu sein, ist unvermeidbar. Egal wie irrational es sein mag.
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08.05.2012, 12:15
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
le gach beannacht
Trautchen
Das mit der Leiche ist zwar weniger schoen, doch muss das Leben ja weitergehen... (mehr oder weniger Hannes Wader)
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08.05.2012, 12:24Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Ganz leben Dank never_the _less. Ja, genau das ist mein Dilemma. Er war vor dem schlimmen Ereignis besser drauf, aktiver, auch Fotos damals und heute, wenn ich die vergleiche, bemerke ich den Unterschied. Heute sieht er irgendwie immer müde aus. Zu Hause bei sich Internet und PC-Spiele, ab und an Freunde treffen, mehr interessiert ihn ansich nicht. Ob und wie weit er noch depressiv ist, weiß ich ja nicht. Ich will ihn als "normal" nehmen, versuche auch so mit ihm umzugehen, weil er ja meint er ist gesund.
Wenn er gesund ist, ist er quasi faul oder will so leben, mit Hartz IV und Nixtun. Ok, auch dann muss ich das wohl so hin nehmen. Das er mich belügt, mir ausweicht ist wohl, dass er befürchtet, ich könnte Fragen stellen, was er so tut usw. Und er war schon vor Jahren so drauf, dass er unangenehmem gern ausweicht. Das sit also auch eine Charakterfrage. Aber wo fängt ggf. Krankheit an und wo ist es eine frage seines Charakters?
Meine größte Angst derzeit ist aber, dass er sich wieder in so eine Lithargie begibt, wo er sich bis zum Exzess um nichts kümmert und es so weit kommen lässt, wie damals. Die Anzeichen sind da. Neues Handy noch nicht abgeholt von Post oder Nachbarn. Vielleicht nicht mal die Abholkarte aus dem Briefkasten geholt, weil da ja noch X böse Briefe vom Amt auf ihn warten könnten? .... ich habe die Szenarien oft vor dem Einschlafen vor Augen...weil er nichts sagt, keine Hilfe zulässt, hat er irgendwann wieder kein Geld, und verliert vielleicht endgültig die Wohnung und alles und verzweifelt daran....
Ja, ich habe schreckliche Angst um meinen Sohn. Und ich pendle zwischen der einen art damit umzugehen und der anderen und weiß nie was richtig ist. :( Danke für dein Verständnis.
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08.05.2012, 12:26
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Ich glaube, es gibt da keine echte "Lösung".
Ich weiß ich aus einer anders gearteten Beziehung, wie schwierig es ist, sich für jemanden verantwortlich zu fühlen, der mit dem Leben nicht klarkommt. Es quält einen, dass man nicht wirklich was tun kann, denn Hilfe wird mit dem Hinweis auf das Erwachsensein abgelehnt. Andererseits ist da nicht viel erwachsenes Handeln. - Ich stelle es mir nochmal ungleich schwieriger vor, wenn man in einer solchen Situation auch noch Mutter ist.
Im Grunde bleibt nicht viel mehr als ganz deutlich zu machen, dass man im Notfall da ist. Außerdem glaube ich, dass es Sinn macht, sich für Verfehlungen in der Vergangenheit zu entschuldigen und zu sagen, dass man das Erwachsensein des anderen anerkennt.
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08.05.2012, 12:37Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Hi Schnurpsel, sorry aber es klingt schon etwas aggressiv wie du schreibst. Bist du in einer ähnlichen Situation? Nerven dich Eltern oder hast du das Gefühl, man lässt dich nicht leben, wie du es willst?
Was ich erwarte von meinem Sohn? Darf ich überhaupt etwas erwarten? Erwarten.... ist das falsche Wort.
Ich wünsche mir, dass er glücklich ist mit seinem Leben und damit was er tut. Ich wünsche mir einen guten Kontakt zwischen uns, das wir uns nicht von einander entfernen.
Wenn ich Gewissheit hätte, er ist eine starke Persönlichkeit, geht seinen Weg...meinetwegen sogar am anderen Ende der Welt, wäre es auch ok, wenn er sich nur 1x im Jahr melden würde, wie es ja viele Söhne so machen.
Ansonsten für diese Situation wünsche ich mir, dass er mir ggf. alle 3 Wochen sagt, wie der Stand ist, das wir uns 1x im Monat sehen, ins Kino gehen, oder Essen gehen, wenn er mag. Ich weiß, dass ich nichts erzwingen kann. Aber ich weiß halt auch nicht, in wie weit es ihm gut geht, und ob er klar kommt.
Wenn wir uns die Tage sehen, was ich hoffe, werde ich ihm keine Fragen zu Briefen oder zur Arge stellen.... Er kann mir davon erzählen, wenn er mag. Ich möchte das er versteht - ich bin für ihn da, aber er muss so weit es ihm möglich ist, seine Dinge selbst regeln oder sich Hilfe besorgen, wenn er es nicht kann.
Was ist, wenn es schief geht, wenn ich ihn loslasse... was wenn er sich doch eines Tages das Leben nimmt? Dann muss ich damit leben, mit dieser Ungewissheit, ob ich es nicht vielleicht doch hätte verhindern können?
Wer will damit mir tauschen, wer kann da cool und genau sagen, es ist sein Leben, halte dich da raus. Könntest du das so sagen Schnurpsel?
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will meinem Sohn nichts Böses, ich will ihn auch nicht einengen oder von mir abhängig machen oder das er sich ständig bei mir melden muss. Ich habe doch auch mein Leben, bzw. will ein eigenes Leben führen ohne ständig das Gefühl zu haben immer auch für andere irgendwie verantwortlich zu sein.
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08.05.2012, 12:40Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Im Grunde ist es so, ja. Für ihn da sein und ihn trotzdem machen lassen, wie er meint, wie er leben möchte.
Ich versuche das ab jetzt auch verstärkt.
Ich denke dieses Zeichen habe ich mit dem letzten Mailwechsel mit ihm gesetzt.
Wenn ich von Verfehlungen in der Vergangenheit wüßte....
Aber dem ist nicht so. Mein Sohn sagt selbst, es war alles ganz easy.
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08.05.2012, 12:44Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Liebe Trautchen, das ist ganz traurig und tut mir sehr Leid.
Und dein Sohn ist nun schon 29.
Manchmal denke ich jetzt schon, ich halte das nicht mehr lange so aus. Ich muss einen Weg finden, mich selbst zu schützen, damit ich noch leben kann und Freude am Leben habe.
Meine Eltern sind schon ein düsteres Kapitel und nun vielleicht auch noch mein Sohn? Das ist meine Familie? Ich könnte weinen bei dieser Frage.
Aber ich weiß, ich muss da wieder raus und mein Leben leben, die anderen machen lassen. Ich stehe wenn es hart auf hart kommt sowieso für mich allein,das ist die Realität!
Ich wünsche dir auch Kraft und Hoffnung und genug Abstand, damit du ein gutes, erfülltes Leben führen kannst.
Danke dir für deine Geschichte. Auch für deinen Sohn, alles Gute.
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08.05.2012, 13:00Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Ich habe meinem Sohn gestern noch Vorschläge gemacht, ob Kino oder Essen gehen... an seinem Geburtstag. Er schrieb mir nun - er will ins Kino! Na immerhin, ich freu mich! ;)
Ich werde wenn wir uns sehen einfach den Augenblick genießen mit ihm.... und nichts nerviges fragen. Ich werde auch nicht fragen, ob er das von mir geschenkte Handy abgeholt hat....oder so.
Was ich auch sonderbar finde,... zu Weihnachten bekam er u.a. von mir Geld für eine neue Hose/Jeans. Die alte ist schon hässlich u d hat ein Loch im Knie, sie sieht schlampig aus. Er hat bis jetzt keine neue gekaft, weil die alte ja so gemütlich ist, wie er sagt und er keine solche mehr bekommt.
Das macht mich auch irgendwie traurig und ich verstehe die Art zu denken von einem jungen Menschen nicht wirklich! Aber ich lass ihn nun auch wenn er meint.... mit dieser Hose. Was soll ich sonst auch machen. Er ist mein kind und ich liebe ihn und ich kann ihn wohl nur so nehmen wie er ist, oder muss es lassen, so schwer es manchmal ist.
So lange sich nicht alles verschlimmert, werde ich diesen Weg versuchen! Ich will auch versuchen, mein Gedankenkarusell abzustellen.... meine Sorgen die ich mir mache. Ob es gelingt....
Ich kenne eine Frau, die eine wunderbare Mutter war, sie hatte 2 Söhne. Sie hatten es wirklich gut bei ihr. Zu beiden hat sie seit Jahren konsequent keinen Kontakt mehr. Der eine, weil er Alkoholiker wurde, der andere war egoistisch und wollte beizeiten schon an sein Erbe, bzw auch die Frau von ihm.
Das finde ich auch ganz traurig und furchtbar!! Da hat man mit Liebe 2 Kinder groß gezogen, und dann verliert man sie.
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08.05.2012, 13:59
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Also erstmal wünsche ich viel Spaß beim gemeinsamen Kinobesuch!
Ich finde, Dein Weg klingt gut. - Was auch immer in der Vergangenheit war - Du kannst sie nicht mehr ändern. Es ist die Aufgabe Deines Kindes, sein Leben in die Hand zu nehmen und es zu gestalten. Ich schätze, dass jeglicher gut gemeinte Rat von Dir auf heftige Abwehr stößt.
Was mir geholfen hat (aber, wie gesagt, ich bin nicht die Mutter der betreffenden Person) ist meine Überzeugung, dass jeder für sein Leben verantwortlich ist, und dass meine Möglichkeiten begrenzt sind.
Beides klingt nicht so umwälzend neu
, aber es hat gedauert, bis ich diese Tatsachen wirklich anerkannt habe.
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08.05.2012, 14:11Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Liebe Himbeerelfe,
ich finde, mit diesem Posting hast du ganz vielen Eltern aus der Seele gesprochen.
Ja, wir sind alle so.
Kriegen Kinder um später mit ihnen zusammen sein zu können.
Obwohl das ja soo viele abstreiten und von sich weisen.
Ich weiß, du suchst Zuspruch und Trost - und hast ihn auch bitter nötig.
Mach, womit du dich wohl fühlst.
Meiner Einer denkt aber an einen Paragraphen in unserem Grundgesetz: die Würde des Menschen ist unantastbar.
Soll praktisch übersetzt heißen: ich würde irre werden wenn ich mich so leisetreterisch wie du verhalten würde. Machst Geschenke, die er gar nicht beachtet geschweige denn erwähnt oder nutzt.
Da wär mir dann irgendwann mein Geld zu schade für.
Natürlich ist mir das auch passiert.
Irgendwann reagiere ich. Meiner Ältesten sagte ich mal: ob ich dir was schenke oder das Geld in den Gulli werfe ist dasselbe. Die war und ist nicht unselbständig und brauchte nie diese Hilfe wie dein Sohn.
Aber, alles was von mir kam war selbstverständllich und nicht der Rede wert. Anderen Menschen ist sie wegen jeden Pups um den Hals gefallen.
Ich wünsche dir und deinem Sohn auf jeden Fall alles Gute.
Meiner Meinung nach braucht man als Mutter Geduld - aber auch einen Kern aus Stahl.
Irgendwann würde ich denken oder auch sagen: wenn du wie ein Doofer leben willst, bitteschön.
Momentan gehst du doch zu jedem Treffen mit dem Gefühl: oh Gott, was passiert jetzt wieder.
Ganz profan würde ich auch erwähnen: bei Problemen mit den Kindern oder einfach nur bei mangelndem Kontakt gibt die Umwelt immer - wenn auch unterschwellig der Mutter wenigstens eine Teilschuld.
Damit ist sehr, sehr schwer zu leben.
Erpressen oder mich auf Dauer zum Affen machen würde ich mich aber trotzdem nie.
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08.05.2012, 15:03Inaktiver User
AW: Erwachsenes Kind kümmert ggf. nicht genug um seine Angelegenheiten
Hilft Euch die Sichtweise einer depressiven Tochter, die sich auch öfters mal mit dem Unverständnis ihrer Mutter rumschlagen muß ?
Entschuldigt bitte, wenn ich nicht sehr strukturiert schreibe, das geht derzeit bei mir nicht, ich hoffe, Ihr versteht mich trotzdem.
Wahrscheinlich kann sich niemand, der nicht selber diese Krankheit hat, wirklich vorstellen, was "Alltag mit Depressionen" bedeutet, auch eine / die eigene Mutter nicht.
Das meine ich keinesfalls böse, sondern nur als wertneutrale Aussage.
Liebe Himbeerelfe, das, was Du in Deinen ersten Postings schreibst, kam bei mir als völlig überfordernd / übergriffig an.
Nach allem, was Du beschreibst, kann ich mir durchaus vorstellen, daß die Diagnose "Depression" bei Deinem Sohn zutrifft und wem dem tatsächlich so sein sollte, dann - Entschuldigung ! - hast Du ihn mit manchen Handlungen wirklich arg in die Enge getrieben.
Depressionen sind eine potentiell tödliche Erkrankung und es kann Phasen geben, wo der Erkrankte 24 Stunden am Tag nichts anderes tut, als sich selber mit aller Macht vom Selbstmord abzuhalten.
Kannst Du nachempfinden, wie es ist, von morgens bis abends auf ein und demselben Stuhl zu sitzen - für Unbeteiligte sieht das dann gerne mal nach "Löcher in die Luft starren" bzw "faul sein" aus - und sich innerlich in jeder einzelnen Sekunde immer und immer wieder vorzubeten: " Nein, jetzt in diesem Moment werde ich mich NICHT umbringen. Nicht jetzt, und wenn ich diese eine Minute geschafft habe, dann geht es vielleicht auch noch eine weitere Minute gut. ICH will ja eigentlich leben, aber die Krankheit NICHT und solange ich noch ein Fitzelchen Kraft aufbringe, muß ich einfach versuchen, der Krankheit nicht nachzugeben. Nur eine Minute noch - vielleicht noch eine... "
Liebe Himbeerelfe - wie soll Dein Sohn, wenn er diesen furchtbaren Kampf kämpfen muß, noch in der Lage sein, irgendetwas anderes zu regeln, egal, ob ein Handy abzuholen oder eine Hose zu kaufen oder "nur" Mutterns Telefonanruf entgegenzunehmen ist.... ?!????
Nein, er kommt nicht klar, momentan und nein, es ist vermutlich nichts okay.
Und da Depressionen eine furchtbar langwierige Erkrankung sind, wird sich das in 3 Wochen auch noch nicht geändert haben.
Ich schätze mal, daß er deshalb lieber ins Kino als Essengehen möchte, weil man im Kino nicht reden kann und die Dunkelheit besser verbirgt, wie es ihm geht.
Ich weiß, daß es für Angehörige wahnsinnig schwierig ist, mitanzusehen, was diese Krankheit aus einem geliebten Menschen macht, aber ich fürchte, damit müssen die Angehörigen alleine fertig werden - als depressiver Mensch hat man wirklich keine Kraft (und keinen Nerv), auch das noch auf sich zu nehmen.
Liebe Himbeerelfe, wenn Dein Sohn eines Tages - was ich Euch wirklich nicht wünsche !!! - nicht mehr weiterkämpfen kann, dann gibt KEINEN Grund, daß Du Dir deshalb Vorwürfe machen mußt !!!
Depressionen sind eine tödliche Erkrankung wie andere tödliche Erkrankungen auch und wenn ein Angehöriger an Lungenentzündung oder Krebs stirbt, sucht ja auch niemand die Schuld dafür bei sich, oder ??
Das ist ganz, ganz wichtig und versuche wirklich, Dir das klarzumachen: Deinen Sohn hat ein schwerer Schicksalsschlag getroffen, für den niemand etwas kann.
Du nicht - aber er selber auch nicht !
ER möchte ganz sicher auch nicht so leben ..... keiner möchte das....
Ich finde es ganz toll, daß Du schreibst, daß Du versuchen wirst, ihn so zu nehmen, wie er ist.
Bestimmt ist das für Dich als Mutter nicht leicht, aber gerade, wenn nicht klar ist, wieviel Zeit Ihr miteinander habt, wäre es doch doppelt schade, wenn Ihr nicht in Frieden miteinander leben könntet.
Solange noch Freunde nach Deinem Sohn schauen - es ist großartig, daß er in der Lage ist, überhaupt noch Kontakte zu anderen Menschen aufrecht zu erhalten (da darfst Du einerseits stolz auf ihn sein und andererseits Hoffnung draus schöpfen ) -, ist ja irgendwie gewährleistet, daß er nicht völlig vor die Hunde geht.
Vielleicht gibt Dir auch dieses Wissen ein bißchen Kraft und Mut.
Und sollte sich seine Krankheit weiter verschlimmern, gibt es viele Möglichkeiten, einzugreifen.
Die sind dann zwar teilweise nimmer wirklich schön - wenn er nicht mehr geschäftsfähig ist, muß er unter Betreuung gestellt werden - , aber teilweise auch hilfreich, z.B. betreute Wohngruppen oder auch die Festlegung einer Pflegestufe (hat bei mir die Krankenkasse vorgeschlagen).
Er sollte auf jeden Fall in den VdK eintreten und eventuell auch schon seinen GdB feststellen lassen.
Dir von Herzen alles Liebe,
ich hoffe, ich konnte Dir ein bißle weiterhelfen.
Jau


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