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  1. Inaktiver User

    Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    (Hallo alle,)


    .... durch das Schreiben zu Themen innerhalb der Familie radikal geändert.

    Gut, ich habe auch Therapie gemacht, das war auch hilfreich und impulsgebend. Aber eine andere Sichtweise auf mein ursprüngliches Familiensystem haben eigentlich erst Impulse aus verschiedenen Foren ermöglicht.

    Ich könnte z.B. auch im Strang "Schwierige Mutter" mitschreiben, dort habe ich mich in vielen Postings wiedergefunden. Aber dieses (wirklich schwierige Thema) habe ich weitgehend in der Realität bearbeitet und kann auch einigermaßen damit leben.

    Mittlerweile ist mir klar geworden, dass ich diese Entwicklung niemals ohne diesen Input von völlig unterschiedlichen Sichtweisen auf die gleiche Situation hätte nehmen können. Früher gab es dafür allenfalls Gruppentherapie, ein vergleichsweise langwieriger und schwieriger Weg mit einem einzigen wöchentlichen Treffen. Dort waren zwar auch Erkenntnisse möglich aber der Zeitraum ist doch überhaupt nicht vergleichbar, wo mir z.B. hier im Familienforum innerhalb weniger Tage ein Licht aufgeht und ich meine Gefühle und mein Verhalten mal überprüfen kann.

    Ohne diese Möglichkeit wäre ich wahrscheinlich ein Leben lang in meiner familiären Ursuppe geschwommen, wie meine Eltern z.B.
    Und obwohl dies nichts an meiner Einstellung zu ihnen ändert tut es mir trotzdem leid, dass sie diese Entwicklungsmöglichkeiten nicht hatten. Andere Zeiten, keine Informationsmöglichkeiten, kein Austausch mit Anderen etc.

    Ich wollte einfach mal wissen, ob und wie sich bei Euch Eure Position in der Familie durch die Impulse aus Foren und die Auseinandersetzung mit familienrelevanten Problemen geändert hat.

    LG PleinSud

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich wollte einfach mal wissen, ob und wie sich bei Euch Eure Position in der Familie durch die Impulse aus Foren und die Auseinandersetzung mit familienrelevanten Problemen geändert hat.
    nicht unbedingt an erster stelle durch den austausch in foren (aber auch), sondern mehr wegen einer gemachten und umfassend genutzten therapie: grundlegend.

    "leider".

    und gleichzeitig auch "zum glück".


    welchen kontakt hast du jetzt mit deiner familie?
    ich mit denjenigen, die eine negative rolle spielen, gar keinen mehr. zumindest derzeit.

    lgS

  3. Inaktiver User

    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Eingeschränkten Kontakt (und nur zu Zeiten, wo ich es will).

    Mein Vater ist vor einigen Monaten verstorben, meine Mutter lebt noch. Hätte ich das Gerüst an Informationen nicht gehabt, hätte ich ihren Vereinnahmungsversuchen überhaupt nichts entgegenzusetzen gehabt. Und ich wäre untergegangen.

    Aber ich habe gelernt mich abzugrenzen. Das ist mir durch viele Lebensbeispiele in Foren gezeigt worden, wie es geht und dann habe ich es selbst probiert. Alleine hätte ich das nie geschaft, wie auch, dafür war überhaupt kein Bewusstsein

    Ich habe auch viel über mich selbst und die Beziehung zu meinen Kindern durch die unterschiedlichen Feedbacks gelernt. Und auch da gelingt es mir mittlerweile, mich abzugrenzen.

    Ich bin ein "richtiger Egoist" geworden. Komischerweise habe ich das Buch von Josef Kirschner "Die Kunst ein Egoist zu sein" bereits mit 17 Jahren gelesen. Damals haben meine Eltern einen Aufstand gemacht der einem Weltuntergang gleichkam. Den Bedarf hatte ich wohl schon in diesen jugendlichen Jahren.

    Mit dem Begriff Egoisten meine ich jetzt nicht die klassische Sichtweise von jemanden, der seine Interessen unabhängig von Anderen durchsetzt, auch wenn diese dabei zu schaden kommen.

    Nein, ich bin jemand geworden, der auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und diese ganz oben auf die Agenda gesetzt hat.

    Ulkigerweise meinte mein Vater einige Monate vor seinem Tod in einer Situation, wo ich mein ureigenes Bedürfnis umgesetzt habe "Du bist ein ganz schöner Egoist geworden" .

    LG PleinSud
    Geändert von Inaktiver User (23.07.2010 um 18:32 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ulkigerweise meinte mein Vater einige Monate vor seinem Tod in einer Situation, wo ich mein ureigenes Bedürfnis umgesetzt habe "Du bist ein ganz schöner Egoist geworden" .
    du warst nicht mehr ausnahmslos für ihn da und bist nicht unvoreingenommen gesprungen, als er ein stöckchen hinhielt.
    hätte er zugegeben, dass das dein recht ist, hätte er ja sich hinterfragen müssen, statt dich. das ist zu unbequem...
    ist bei meiner mutter haargenau so.

    ich grenze mich mittlerweile auch sehr gut ab und hab mich in meiner mitte eingependelt, statt in extremen zu agieren. das hilft, dinge sehr differenziert betrachten zu können.

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    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Hast du keinen Kontakt mehr oder grenzt du dich während des Kontakts ab?

  6. Inaktiver User

    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Hast du keinen Kontakt mehr oder grenzt du dich während des Kontakts ab?
    wen meinst du?

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    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich grenze mich mittlerweile auch sehr gut ab und hab mich in meiner mitte eingependelt, statt in extremen zu agieren. das hilft, dinge sehr differenziert betrachten zu können.
    Na dich!

  8. Inaktiver User

    AW: Meine Sicht auf meine Familie und mich selbst hat sich ....

    ich habe zu den zweien, die ausschließlich negativ intervenieren derzeit keinerlei kontakt. was nicht heißt, dass wir ihn nicht wieder irgendwann haben könnten. dann jedoch auch unter beachtung meiner bedingungen...

    zu meinem bruder habe ich wenigen, aber gefühlt sehr innigen kontakt.

    die abgrenzung, von der ich sprach, findet dennoch statt: ich sehe die anteile der anderen seite; früher habe ich mir einreden lassen, dass nur ich an allem schuld bin.
    weiterhin grenze ich mich bei den seltenen kontaktversuchen ab; zuletzt wars eine geburtstagskarte voller verlogener, falscher, passiver vorwürfe. früher hätte mich das getroffen und ich wäre angespungen. heute empfinde ich keinen drang mehr dazu - und das ist sehr gut.

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