Liebe Forengemeinschaft,
falls das hier das falsche Unterforum ist bitte ich um Verschiebung.
unser Familienproblem ist für uns so groß dass ich gar nicht weiß wie und wo ich anfangen soll.
Nein, es geht nicht um Streit innerhalb der Familie oder Geld. Es geht darum das wir ein Familienmitglied haben
das krank ist und uns alle zur Verzweifelung treibt.
Keine Verzweifelung die uns wütend macht, sondern eher die Art die einen hilflos macht.
Ich versuche es in Kurzform darzustellen:
Meine Nichte ist seit längeren Jahren chronisch an der Bauchspeicheldrüse erkrant. In 2009 wurde Ihr diese
entfernt und sie ist jetzt Diabetikerin. Die Behandlung ist nicht immer leicht gewesen und ich hab sie immer dafür bewundert wie stark das "Mädchen" (22) doch ist und wie gut sie das alles schultert.
Nun seit der letzten OP stelle ich/wir fest, dass sie sich doch sehr zu Ihrem Nachteil verändert hat.
Da wir eigentlich nur froh waren sie überhaupt noch bei uns zu haben, haben wir das aber nicht wirklich richtig wahr genommen.
In den letzten Wochen ist es aber schlimmer geworden mit Ihrem "Verhalten".
Keiner in unserer Familie hat noch Zugang zu Ihr. Unterhält man sich mit Ihr geht es nur um Ihre Krankheit.
Versuche das Thema zu wechseln scheitern gnadenlos an Ihrer Sturheit. Das klingt jetzt hart, aber ich empfinde das mittlerweile so. Sie redet nur über sich.
Alle aber auch wirklich ALLE in ihrer Umgebung wissen immer zu jedem Zeitpunkt wie es Ihr geht. Ob es nun Freunde oder nur flüchtige Bekannte sind. Sind Bekannte grad nicht erreichbar wird halt ne mail geschickt mit Ihrem "Zustandsbericht". Kein Problem.
Sie sagt, Ihre Ärzte finden es toll dass sie so offensiv mit Ihrer Krankheit umgeht.
Sie wissen nicht dass Sie mit nichts anderem mehr umgeht. Sie liegt den halben Tag im Bett und tut einfach gar nichts.
(Sie ist seit fast 1,5 Jahren krankgeschrieben). Wenn man sie bittet etwas im Haushalt zu tun, wird gemosert und alles mit widerwillen erledigt, wobei sie immer wieder betont dass sie doch krank sei.
Einen geregelten Tagesablauf gibt es für sie nicht.
Und dieses "Ich bin krank" zieht sich durch das gesamte Alltagsleben. Ich verzweifel wirklich bald. Es ist einfach nicht mehr möglich über Banales mit Ihr zu reden. Keine Chance. SIE bestimmt worüber geredet wird und zwar über Ihre Krankheit. Alles muß sich um sie drehen und es ist mittlerweile schon zu sehr unschönen Szenen gekommen weil sie einfach nicht versteht oder verstehen will, dass auch andere Familienmitglieder mal im Mittelpunkt stehen.
Ihre jüngere Schwester bleibt fast völlig auf der Strecke weil SIE ja wichtig ist.
Ein Beispiel? -- kleine Schwester hat Elternsprechtag mit Termin --- SIE hat gleichzeitig einen Termin zu einer Nachuntersuchung, nichts dramatisches, keine Entscheidungen sollten gefällt werden, keine Eingriffe, "nur" eine Untersuchung. Die Hölle ist fast losgebrochen als sich Ihre Mutter zum Elternsprechtag begeben wollte. SIE wäre ja wohl wichtiger als so ein doofer Sprechtag, den müsse man dann mal absagen!!
Lauter solche Sachen.
Und nun, in den letzten 3 - 4 Wochen ist fast nichts mehr zu machen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird uns erklärt, wir wüssten ja nicht wie sie sich fühle, wir stecken ja nicht dadrin, wir hätten ja von nichts eine Ahnung. Und überhaupt wäre uns ja eh alles egal.
Und das ist eine Sache die bei mir langsam den Zorn hochkommen lässt. Seit Jahren reisst sich meine Familie den A.... auf, fährt durch halb Deutschland zu diversen Kliniken, macht und tut, um dann sowas zu hören zu bekommen.
Das Schlimme ist, sie hört überhaupt nicht mehr zu. Ich habe jetzt mehrmals versucht mit ihr zu reden und ihr auch klarzumachen dass es so nicht weitergeht. Wir haben sie gebeten sich doch professionelle Hilfe zu besorgen, einen Therapeuten der Ihr hilft. Ihre Antwort: Sie ist ja schließlich nicht blöd und braucht sowas nicht.
Sie blockt alles ab.
Gestern telefonierten wir miteinander und wie sollte es anders sein, sie redete über Ihre Krankheit, ich hörte zu.
Unterbrechungen meinerseits wurden ignoriert. Als ich irgendwann mal bemerkte, es müsse doch auch mal andere Themen geben rastete sie völlig aus am Telefon. Sie hat sich richtiggehend in Rage geredet und es folgten die üblichen Sätze. Irgendwann hab ich mal gesagt, es reicht und du solltest dich mal hören. Was passiert: Sie legt einfach auf.
Ich/Wir wissen nicht mehr weiter. Sie hat im Moment 2 Gesichter. Vor den Ärzten die Starke, vor uns........ich weiß nicht mal wie ich das nennen soll.
Ich will Ihr nicht unterstellen das sie depressiv ist, aber ich befürchte sie rutscht da rein und wir wissen einfach nicht mehr was wir tun sollen.
Wie sollen wir noch helfen? Wir haben uns die ganzen Jahre Mühe gegeben sie zu unterstützen aber mittlerweile wissen wir gar nicht mehr wie.
Ich liebe meine Nichte wirklich abgöttisch aber so langsam ist auch meine Geduld am Ende, und das erschreckt mich.
Sie hat Recht ich weiß nicht wie sie sich fühlt und wie das alles ist, aber so kann es nicht weitergehen.
Nur was tun wenn jemand so blockt??
Ich weiß es nicht.
Hat jemand viell. ähnliche Erfahrungen oder einfach einen Rat?
Ich danke euch für´s zulesen, gerade weils sehr lang geworden ist.
lg
Antworten
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18.03.2010, 14:32
Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
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18.03.2010, 14:48Inaktiver User
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Oh je, Sonnenschein, das hört sich ja sehr schlimm an !
Wie sehen denn die Eltern des Mädchens die Situation ? Haben die Eltern mal die behandelnden Ärzte auf das veränderte Verhalten angesprochen ?
Vielleicht gibt es in der Klinik Psychologen, die Angehörige im Umgang mit "schwierigen" Kranken beraten können ?
Bleib dem Mädchen zugewandt, aber zum Affen machen brauchst du dich nicht.
Ich wünsche dir viel Kraft !
Gruß, Elli
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18.03.2010, 14:52
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Hallo Sonnenschein 2004,
Aehnliche Erfahrungen habe ich nicht, aber das Erste das mir Einfaellt waere mit Ihrem Arzt darueber zu sprechen (ohne ihr beisein)
Ich glaube nicht, dass Deine Nichte die einzige ist, die so reagiert und daher kann vielleicht von der Seite geholfen werden, Anregungen gegeben werden.
Ist Deine Nichte anderweitig aktiv ? Geht sie weg mit Freunden, hat sie ein soziales Leben ?
Oder ziehen sich ihre Freunde von ihr zurueck, da sie keinen anderen Lebensinhalt ausser ihrer Krankheit hat ?
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18.03.2010, 14:54
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Hallo Sonnenschein! (btw was für ein schöner Nickname!!
)
Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Situation, diese Art deiner Nichte euch alle langsam auf die Nerven geht. Man will natürlich Mitleid/MItgefühl haben, hat es auch, aber irgendwann gibts Grenzen, wo auch andere mal drankommen müssen.
Das einzige, was mir einfiele (abgesehen davon, sich mal mit ihr zusammenzusetzen und offen zu reden - aber ich denke, das wurde wohl schon versucht, sonst würdest du nicht hier um Rat suchen), wäre, einen Familientherapeuten/Mediator einzubeziehen, der die Situation vielleicht mit der engeren Familie genauer beleuchtet.
Ich denke, so eine schwere Erkrankung ist für ein junges Mädl sehr schwer zu verkraften und zu verarbeiten. Es täte ihr bestimmt gut, mal wirklich offen über alles reden zu können - vielleicht würde der Therapeut ja auch vorschlagen, dass sie alleine kommt, aber vielleicht ist es anfangs einfacher, wenn die ganze Familie mitmacht, damit sie nicht das Gefühl hat, SIE sei das Problem bzw sie hätte ein Problem. Das würde sie dann ev. nur bockig machen. Vielleicht könnte man sagen, dass die ganze Sache für alle sehr belastend war (Ängste, Stress etc etc) und die Familie sehr strapaziert hat und man daher versucht, alles wieder etwas ins Lot zu bringen oder so.
Jedenfalls, dass man es so ausdrückt, dass sie nicht dahingehend gedrängt wird, eine Therapie zu machen, sondern dass es einfach allen gut täte, mal zu reden...
Weiss nicht, ob ich das jetzt gut erklären konnte, was ich meine.
Ich hoffe jedenfalls für euch, dass ihr eine gute Lösung findet - vielleicht haben andere hier ja noch andere Ideen!
Alles Liebe!
"Erwachsene verstehen nie etwas und für Kinder ist es ermüdend, ihnen immer und ewig Dinge zu erklären." (Der kleine Prinz, A. de Saint Exupéry)
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18.03.2010, 14:58Inaktiver User
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Meint ihr, ihr könntet sie dazu bewegen, einmal Kontakt mit einer Diabetiker-Selbsthilfegruppe aufzunehmen?
Nicht, damit sie sich noch mehr in ihrer Krankheit weidet, sondern dass sie sieht, wie andere mit dieser Krankheit umgehen. Und da gibt es viele, die sehr tough sind, auch junge Leute.
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18.03.2010, 15:49
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Danke schön für euere schnelle Reaktion.
Sicher ist es unglaublich schwer gerade für ein junges Mädchen so eine schwere Krankheit zu verkraften.
Ich denke das sie einfach auch am Ende Ihrer Kräfte angekommen ist. Ich verstehe nur einfach nicht warum sie sich
nicht helfen lassen will. Aber ich stecke ja auch nicht drin.
Ihre sozialen Kontakte haben schwer nachgelassen, sind fast gar nicht mehr da. Sie hatte in der Vergangenheit sehr oft Schmerzen und hat sich dann halt immer zurückgezogen. Nur will sie wohl jetzt auch keine Kontakte. Warum weiß ich nicht. Vorsichtiges nachfragen ergab immer - ich bin krank, mir gehts nicht gut.
Ihre Eltern sind geschieden, jeweils beide neu verheiratet. Sie kommt mit allen vieren klar - solange es nach Ihrer Nase geht. Fühlt sie sich von Ihrer Mutter vernachlässigt geht sie zum Vater und bekommt sämtliche Aufmerksamkeiten die er geben kann. Ihr Vater redet Ihr so gut wie gar nicht quer. Also fühlt sie sich dort ganz wohl. Seine Frau hält sich weitgehenst raus(was nicht böse gemeint ist). Meine Schwester hat soweit eigentlich die Ruhe weg.
Sicherlich wird sie auch mal laut und deutlich, aber meist schweigt sie.
Noch so eine Sache die ich nicht verstehen kann, ich glaube ich wäre schon lange explodiert, aber das ist wohl das Mutterherz was da schlägt. Mein Schwager ist da jemand der schön öfter mal den Mund aufmacht, aber nicht in böser Absicht, er ist ein vernünfiger Mensch der einfach auch nur helfen will. Leider endet das sehr oft in Streit. Sie fühlt sich dann mal wieder unverstanden.
Ich habe meiner Schwester mal vorgeschlagen mit dem Arzt zu reden, aber ich hatte den Eindruck sie hat da Hemmungen. Schließlich ist Ihre Tochter ja eigentlich erwachsen und sie weiß nicht so recht wie sie sich dem Arzt erklären soll.
An Klinik Psychologen hab ich überhaupt noch nicht gedacht, das werde ich mal ansprechen. Viell. gibt es ja dort einen.
Ich werde heute abend nochmal mit meiner Schwester reden und fragen was sie davon hält.
Ich bin überzeugt meine Familie macht sofort mit.
Die Selbsthilfegruppe finde ICH eine gute Idee - aber ehrlich gesagt mag ich mir die Reaktion meiner Nichte jetzt gar nicht vorstellen. Ich fürchte ein "sowas brauch ich nicht"
Das ist es ja...dieses unheimliche "Sturstellen" dieses Abblocken. Wie kann man ihr denn begreiflich machen das sie Hilfe braucht ohne das sie sich gleich angegriffen fühlt. Jedes dritte Gespräch endet in Tränen. Man traut sich ja schon gar nicht was zu sagen.
Danke auf jedenfall schonmal für euere Anregungen.
Lg
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18.03.2010, 17:18Inaktiver User
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Es beschäftigt sie offensichtlich im Kopf so arg, daß sie mit nichts anderem mehr was anfangen kann. Gedanklich..und in Folge auch den Themen.
Da der Gedanke immer dem Sprechen im voraus geht, läßt sich das meiner Meinung auch so sagen.
Wenn sie sagt,. ihr habt keine Ahnung wie es sich anfühlt.. gebe ich ihr recht.
Eure Hilfe, die ihr bisher gegeben habt war enorm und super engagiert. Das ist alles. was ihr ihr geben könnt.
Das Bewundern wegen dem "stark schultern".. in Ehren. Aber die Schulter wird irgendwann einfach nicht mehr so stark schultern.
Das was jemand wegsteckt, bleibt auch vorhanden. Nämlich weggesteckt in ihm drin. Es fliegt nicht einfach so davon.
Neben dem nicht rausgehen wollen ist es ein "in sich zurückziehen" mit verschiedenen Gedanken im Kopf. Ein dauerndes Kreisen.. sehr unangenehm.
Es geht einfach alles weg..Freude am Leben. Hobbys.
Der Ansporn und die Lust am Leben, das Interesse an allem drumherum.. kommt erst wieder,,wenn der innere Kern - die Freude von innen wieder da ist.
Das Empfinden von Freude.
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18.03.2010, 17:54
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Auch wenn es Deiner Schwester schwerfaellt ist das vielleicht der einzige Weg an Deine Nichte heranzukommen.
Auf Ihre Familie hoert sie nicht, aber sie hat viel Zeit mit Aerzten zugebracht. Wenn der sagt sie muss die und die Medikamente nehmen klappt das ja auch.
Mit allen anderen Personen scheint sie ja sehr ich-bezogen zu sein und bestimmt auch immer das Gespraechsthema.
Deswegen denke ich , dass der Weg ueber den Arzt eine Moeglichkeit waere.
Auch wenn die Tochter - eigentlich erwachsen ist - sie verhaelt sich momentan nicht so.
Auch den Klinikpsychologen kann man Deiner Nichte wahrscheinlich auch nicht so einfach verkaufen. Wie Du auch sagt mit der Selbsthilfegruppe. Sie hoert nicht auf Euch, so die Frage ist auf wen sie hoert - und da faellt mir momentan nur der Arzt ein.
Vielleicht ist es ein Versuch wert.
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18.03.2010, 18:48Inaktiver User
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Hallo Sonnenschein,
ich finde es toll, dass du dich für deine Nichte engagierst und sie, trotz ihrer derzeit schwierigen Art,noch nicht "abgehakt" hast !
Das schwere Krankheit "egoistisch " machen kann, ist bekannt, denn es geht schlicht um das Kostbarste was ein Mensch hat: sein Leben.
Deine Nichte ist noch jung,hat noch keine eigene Famile, in sofern fehlt auch ein Stück weit Forderung,Alltag . Ich selber war
vor längerer Zeit mehrere Jahre schwer krank und hatte damals schon Familie, bei mir war es damals eher umgekehrt, ich habe es verdrängt, soweit es eben ging, vor allem um meine Kinder außen vor zu halten, am Ende hat es die Situation jedoch verschlimmert.
Ein "Mittelweg" wäre, Informationen über die Krankheit, im Rahmen wirklicher Informationen, mit den Angehörigen und engen Freunden zu besprechen, auch Ängste (sehr wichtiger Faktor") zu benennen,
denn diese zu leugnen, verstärkt nur den Teufelskreis.Das Ganze jedoch möglichst "nüchtern und sachlich",ohne Ausschmückung und unbedeutende Details, die eh jeder kennt.
Man steht sich dann selber, automatisch etwas "neutraler und sachlicher" gegenüber. Was wiederum Ängste, die nicht berechtigt sind, zu vermeiden hilft, man zentriert sich sozusagen auf das wirklich Wesentliche und Begründete.
Eine Selbsthilfegruppe ist unbedingt anzuraten, da wird man verstanden und kann auch selber Erfahrungen und Hilfen für andere einbringen, das Prinzip "Geben und Nehmen" wird dadurch wieder aktiviert, sie merkt das es auch andere gibt, die mit diesem Leiden zu kämpfen haben, gerade auch für Leute ohne Bauchspeicheldrüse gibt es sehr gute Gruppen.
Soviel normales Leben entwickeln wie irgend möglich, in kleinen Schritten anfangen, fragt doch mal,was sie sich ggf
zutrauen würde an Hilfe im Haushalt, mit kleinen Aufgaben anfangen, am besten Tätigkeiten,die ihr Spaß machen .
Oder liegen ihr mehr schriftliche Aufgaben, was ja auch vorkommt,
irgendwelche Korrespondenz mit Behörden, Firmen, KK und so ?!
Geht sie denn mal aus, mit anderen jungen Leuten ?
Hat sie Hobbys, Interessen ?
Es ist wichtig, das der Alltag strukturiert abläuft, dass es "highlights" zwischendrin gibt, worauf sie sich freuen kann,
aber es sollte nicht in Übervorderung enden, sie muß dafür wieder ein Gefühl bekommen: was geht ohne das ich dadurch Probleme haben werde, was will ich, was gibt es noch im Leben ,außerhalb der Krankheit, wie lebe ich möglichst normal damit, was kann ich für mich
tun um das zu erreichen ?Dann kommt sie automatisch raus aus dem Egotrip, wird wieder normaler im Umgang: die Krankheit darf nicht mehr ihr komplettes Denken beherrschen, viel Glück !
LG, Cella
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19.03.2010, 09:19
AW: Wir wissen nicht mehr weiter (evtl lang)
Guten Morgen und ein herzliches Danke schön an euch.
Dummerweise bin ich mit meinem "Hilfsangebot" total gescheitert. Was passiert ist:
Ich bin gestern zu meinen Eltern um auch nochmal mit Ihnen zu reden und die Dinge zu erörtern.
Nach diesem unerfreulichen Telefongespräch hatte aber meine Nichte SOFORT meine Eltern angerufen und
Ihnen weisgemacht ICH hätte sie "niedergemacht".
Als ich gestern dort ankam wurde ich empfangen mit "Was mischt Du Dich eigentlich da ein" ...."das Kind ist krank und sie braucht einfach nur Ruhe.......alles wird sich geben........auf sie einreden wäre das falscheste was ich hätte tun können....
Laß sie in Ruhe und hör einfach auf..."
Auf meinen Einwand das ich ja wohl die letzte sei die jemanden "runtermacht" und das ich die Befürchtung habe dass es arg abwärts geht mit ihr, kam einfach nur...."ich sehe schwarz....sie braucht Ruhe usw.." Sie haben mir nicht mal wirklich die Chance gegeben das Gespräch mit Ihr wiederzugeben. Ich habe versucht ruhig und sachlich die Lage darzustellen wie ich sie sehe. Aber ich war automatisch die Böse und ach das arme Kind.
Sorry aber ich fands heftig.
Ich war so entäuscht, gerade von meinen Eltern, die mich doch nu wirklich lang genug kennen.
Aber ganz offensichtlich sehen sie andere Dinge als ich und nehmen sie in Schutz gegen alles und jeden.
Was wahrscheinlich als Großeltern normal ist. Aber alles hat seine Grenzen, und Krankheit ist keine Entschuldigung für schlechtes Benehmen.
Sie haben nicht mal ansatzweise in Frage gestellt ob es wirklich so gewesen ist wie meine Nichte schildert.
Und sie muß mich dargestellt haben wie das personifizierte Böse.
Danach hatte ich keine Lust mehr mit meiner Schwester zu reden.
Wende dich nicht ab ..hat hier jemand geschrieben. Sorry aber fällt mir im Moment echt schwer.
Schönen Tag für euch


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