Klar kommt es auf den Einzelfall an. In dem von mir beschriebenem Fall hatte ich aber schon den Eindruck, die Pflege wäre machbar gewesen.
Bemerkenswert ist ja immer, wenn gesagt wird, der Angehörige wurde so schwierig, darum musste er ins Heim. Die Wahrheit ist aber, dass Heime eine noch viel geringere Toleranz für solche störenden Verhaltensweisen haben und bislang fachlich keineswegs fähiger sind, damit umzugehen. Die ballern einfach gnadenlos Psychopharmaka rein, bis Ruhe ist. Und oft genug weit mehr als zu rechtfertigen wäre.
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Thema: Pflegewunsch des Vaters
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21.04.2009, 14:40
AW: Pflegewunsch des Vaters
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21.04.2009, 14:51Inaktiver User
AW: Pflegewunsch des Vaters
Manchmal,Abendstille,ist es halt einfach so,dass zwischen den einzelnen Familienmitgliedern eine zu enge Beziehung besteht.Das Elternteil das Hilfe braucht,kann dann sehr fordernd sein-mehr als "Kinder" ertragen können.In einem Heim besteht diese enge Bindung nicht mit dem Personal,da sind sie dann besser "zu haben".Sie getrauen sich nicht so viel wie mit den Eigenen.
Ich habe meine Mutter damals auch ins Heim gegeben,auch wenn mir das Mühe bereitete.Ich habe sie da aber auch fleissig besucht und sie übern Korridor gescheucht,damit ihr Hüftgelenk Bewegung hat.Ich habe sie nach Hause geholt,damit sie sich davon verabschieden kann,habe sie an Weihnachten zu mir genommen und im Rollstuhl mit meinem Mann in den 2. Stock hochgetragen-da wieder runter und im Heim Bettfein gemacht.Hätte ich sie bei mir unter einem Dach gehabt hätte es wohl früher oder später Tote gegeben.Wielange ein pflegebedürftiger Mensch lebt kann uns ja kein Mensch sagen-hätte ichs gewusst,hätte ich sie zu uns genommen(oder vielleicht trotzdem nicht)
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21.04.2009, 14:53Inaktiver User
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21.04.2009, 14:54Inaktiver User
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21.04.2009, 15:02
AW: Pflegewunsch des Vaters
Ich habe gepflegt, mein bester Freund hat gepflegt, mein Freund pflegt derzeit "teilzeit".
Wir alle sagen: Nie wieder.
Pflege bitte von Fachpersonal, die Verwandtschaft soll den Pflegling "bespaßen".
Anders geht man kaputt.
Ich will nicht von meinen Kindern gepflegt werden!
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21.04.2009, 15:07
AW: Pflegewunsch des Vaters
Ja, das ist schon so. Aber hast Du schon mal Tage und Nächte mit einem schreienden Angehörgen verbracht? Oder einen, der dement ist und die ganze Nacht durchs Haus wandert? Du musst aber am nächsten Tag raus. Raus um zu arbeiten, Kinder versorgen und den Kranken auch.
Ich selbst kann aufgrund dessen was ich entweder erlebt oder im Umfeld gesehen habe nachvollziehen, wenn jemand die häusliche Pflege nicht übernimmt. Was ich aber absolut nicht verstehen kann ist, wenn man die Pflegebedürftigen dann im Heim "vergisst".
Ich fand es z.B. erschreckend, dass in dem Heim in dem meine Oma war alte Menschen über Wochen und Monate hinweg keinen Besuch von ihren Angehörigen bekamen obwohl sie in der Nähe lebten.
Kennst Du das Buch "Haus der Schildkröten" von Anette Pehnt? Sie beschreibt auch ein gutes Stück der inneren Zerissenheit aller Beteiligter.
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21.04.2009, 15:10
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21.04.2009, 15:10
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21.04.2009, 15:20Inaktiver User
AW: Pflegewunsch des Vaters
Also, bislang besteht keine Gefahr, dass es zusammenbricht, denn nur ein Drittel wird heute im Heim gepflegt. Der größte Teil der Pflege findet zurzeit noch zu Hause statt.
Das ist schon eine Kostenübernahmefrage: ich Pflegeheime kommt man ohne Pflegestufe gar nicht rein, Altersresidenzen können sich die meisten nicht leisten.
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21.04.2009, 15:21Inaktiver User



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