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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Meine Eltern würden wohl im Leben nicht auf die Idee kommen, mich um die Pflege zu bitten, wenn es bei Ihnen nötig werden sollte. Zum Glück, denn ich würde mich strikt weigern. Da könnten sie hier mit weiß der Geier wem aufkreuzen --> ich pflege sie nicht. Punkt, aus!

    Da soll sich mal schön mein jüngerer Bruder drum kümmern.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Zitat Zitat von Tahnee Beitrag anzeigen


    Da soll sich mal schön mein jüngerer Bruder drum kümmern.
    Huch?

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Was heißt hier *Huch*?

    Ich erklär's mal in der Kurzversion --> ich war bis zu meinem Auszug mit 19 stets das schwarze Schaf inkl. Prügel bis dorthinaus, was schlußendlich vor dem Landgericht verhandelt und abgeurteilt wurde. Von daher kannst Du Dir vielleicht zumindest im Ansatz mein Verhältnis zu meinen Eltern vorstellen. Seit Jahren besteht kein Kontakt bis auf 'ne Pseudokarte, die zu Weihnachten kommt (so ein vorgedruckter Text). Weder zum Geburtstag meiner Tochter noch meinem kommt was.

    Da mein Bruder (7 1/2 Jahre jünger) stets der Liebling vor allem meines Vaters war und auf gut deutsch viel hintergeworfen bekam (ob es noch so ist, weiß ich natürlich, kann es mir aber gut vorstellen), halte ich es nur für logisch, daß er sich dann bitte auch im Falle eines Falles um die Pflege kümmert. Ich werd's jedenfalls nicht tun, selbst wenn meine Eltern mich persönlich bitten würden. Das zieht nicht.
    Geändert von Tahnee (21.04.2009 um 13:10 Uhr)
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    zebra-

    Du schreibst, Du bist allein erziehend. Haben Deine Eltern mal ausgeholfen? Mit Geld oder erziehungstechnisch? Kann daher eine gewisse Erwartungshaltung kommen? Dann wird es schwierig.

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Also wenn ich das alles so lese hier, brauche ich mir ja wegen meiner Kinderlosigkeit keinen Kopp mehr zu machen. Politiker und Pflegeexperten beklagen ja, dass die Versorgung der alten Singles bei Pflegebedürftigkeit ein noch riesiges, völlig ungelöstes Problem ist, weil die ja keine Angehörigen haben, die sich für sie zuständig fühlen. Dabei übersehen diese Leute wohl, dass sich auch Angehörige aus Verpflichtungsgefühlen gegenüber pflegebedürftigen Angehörigen mehr und mehr verabschieden. Und damit möchte ich nicht diejenigen wie Tahnee kritisieren, die wirklich üble Erfahrungen mit ihren Eltern machen mussten. Aber generell scheint es ja so zu sein, dass sich keiner mehr zu irgendwas in Sachen Pflege verpflichtet fühlen mag.

    Da wird sich die Politik wohl noch was einfallen lassen müssen. Es sollte sich nur keiner Illusionen machen, dass mit der Delegation eines Pflegebedürftigen an Institutionen für diesen gut gesorgt sei. Das Trauerspiel ist ja zudem, dass selbst Pflegebedürftige, die in Heimen untergebracht sind, oftmals nicht auf die dringend notwendige zusätzliche Unterstützung durch die Angehörigen setzen können.

  6. gesperrt

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Zitat Zitat von Abendstille Beitrag anzeigen

    Aber generell scheint es ja so zu sein, dass sich keiner mehr zu irgendwas in Sachen Pflege verpflichtet fühlen mag.

    Da wird sich die Politik wohl noch was einfallen lassen müssen. Es sollte sich nur keiner Illusionen machen, dass mit der Delegation eines Pflegebedürftigen an Institutionen für diesen gut gesorgt sei. Das Trauerspiel ist ja zudem, dass selbst Pflegebedürftige, die in Heimen untergebracht sind, oftmals nicht auf die dringend notwendige zusätzliche Unterstützung durch die Angehörigen setzen können.
    Selbst wenn man wollte .. was ist denn der Preis dafür?

    Pflege bedeutet doch für die meisten Frauen dann nicht nur, dass sie mehr oder weniger ihr eigenes Leben aufgeben. Es bedeutet doch auch, dass sie meist ihren Job aufgeben müssen. Und das in einem Alter jenseits der 40. Was letztendlich häufig dazu führt, dass sie nach dem Versterben des Pflegebedürftigen nicht mehr in den Job rein kommen. Und was bedeutet das? Abhängigkeit vom Ehepartner, HartzIV oder ähnliche Nettigkeiten.

    Nein, ich werde meine Mutter auch nicht pflegen können. Das was ich tun kann ist, mich verantwortlich dafür zu fühlen, dass es ihr gut geht, dass sie eine gute Pflege erhält, darauf achten, dass sie nicht vernachlässigt wird und wie man mit ihr umgeht und mir Zeit für sie nach Feierabend nehmen. Aber die eigentlichen Pflege kann und will ich nicht übernehmen. Dafür ist mir meine eigene Existenzsicherung zu wichtig.

    Nenne das Egoismus, aber ich möchte nicht - wie eine Freundin von mir - mit z.B. Mitte 50 nur noch mit Jobs über Zeitarbeiten über die Runden kommen.

    Es ist doch ein Unding. Erst humpeln die Frauen wegen Kindererziehungszeiten der beruflichen Entwicklung hinterher und dann sollen sie sich - wenn sie endlich wieder Fuss im Job gefasst haben - wieder selbst raus kicken. Und das mit der Gewissheit, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder Fuss fassen werden.

  7. Inaktiver User

    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Ich würde zu Zebra sagen dass sie sich nicht erpressen lassen soll,egal wie die Verhältnisse sind.sie ist erstmal verantwortlich für sich und ihr Kind,soweit ich weiss fliegen einem die Euronen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes nicht einfach so zu.
    Die Pflege oder Unterstützung der Eltern sollte nicht gleich null sein,aber sicher nicht zum Dauerzustand werden.Soweit ich weiss schiessen Pflegedienste etc. wie Unkraut aus dem Boden und die sollten wenns mal soweit ist in Anspruch genommen werden.
    Falls die Eltern früher oder später in ein Heim müssen,ist das Haus ja eh so gut wie weg,bei den Preisen die dafür anfallen.Bei meiner Mutter waren das locker 5000.-€ mtl..Da kann man zuschauen wie das gesammte Vermögen wegschmilzt wie Schnee an der Sonne!

  8. Inaktiver User

    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Zusammensitzen und reden kann etwas bewirken,muss aber nicht.Ich erlebe immer wieder,dass ein Eintritt in ein Heim,oder auch bloss die Anmeldung dafür,wehement abgelehnt werden.Oftmals ist es halt so,dass ein Sturz mit Schenkelhalsfraktur dann den Entscheidungsprozess beschleunigen,weil ganz einfach ein nachhause gehen nicht mehr verantwortet werden kann.soweit scheint es bei Zebra ja noch nicht zu sein,aber um Entscheidungen kommt sie wohl nicht herum-eben Entscheidung primär zu ihren Gunsten!!
    Halt die Ohren steif Zebra

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Zitat Zitat von SpezialEdition Beitrag anzeigen


    Nein, ich werde meine Mutter auch nicht pflegen können. Das was ich tun kann ist, mich verantwortlich dafür zu fühlen, dass es ihr gut geht, dass sie eine gute Pflege erhält, darauf achten, dass sie nicht vernachlässigt wird und wie man mit ihr umgeht und mir Zeit für sie nach Feierabend nehmen. Aber die eigentlichen Pflege kann und will ich nicht übernehmen. Dafür ist mir meine eigene Existenzsicherung zu wichtig.
    Wenn du das tust, ist es ja schon eine Menge. Leider ist auch das nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

    Zitat Zitat von SpezialEdition Beitrag anzeigen
    Nenne das Egoismus, aber ich möchte nicht - wie eine Freundin von mir - mit z.B. Mitte 50 nur noch mit Jobs über Zeitarbeiten über die Runden kommen.

    Es ist doch ein Unding. Erst humpeln die Frauen wegen Kindererziehungszeiten der beruflichen Entwicklung hinterher und dann sollen sie sich - wenn sie endlich wieder Fuss im Job gefasst haben - wieder selbst raus kicken. Und das mit der Gewissheit, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder Fuss fassen werden.
    Soetwas meine ich auch nicht.
    Aber wenn zum Beispiel eine kinderlose Kollegin in den Vorruhestand geht und ziemlich parallel ihre Mutter in einem Pflegeheim unterbringt, das noch nicht mal sorgsam ausgesucht wurde, weil man im Rahmen einer Notsituation das (winzige) Zimmer nehmen musste, was zu kriegen war, und sie dann gemeinsam mit ihrem Mann, ebenfalls Ruheständler, im schönen Häuschen ihren Ruhestand genießt, und sie erzählt, dass ihre Mutter immer wieder klagt, sie wolle nicht im Heim bleiben, oder bei einem Besuch bei der Tochter nicht mehr zurück will ins Heim, sowas finde ich schon traurig. Die Mutter ist dann auch nach ca. zwei Jahren gestorben. In Heimen stirbt's sich schneller. Da frage ich mich schon: Hätte die Tochter nicht zwei, drei Jahre lang für ihre Mutter dasein können?

  10. gesperrt

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    AW: Pflegewunsch des Vaters

    Zitat Zitat von Abendstille Beitrag anzeigen
    Aber wenn zum Beispiel eine kinderlose Kollegin in den Vorruhestand geht und ziemlich parallel ihre Mutter in einem Pflegeheim unterbringt, das noch nicht mal sorgsam ausgesucht wurde, weil man im Rahmen einer Notsituation das (winzige) Zimmer nehmen musste, was zu kriegen war, und sie dann gemeinsam mit ihrem Mann, ebenfalls Ruheständler, im schönen Häuschen ihren Ruhestand genießt, und sie erzählt, dass ihre Mutter immer wieder klagt, sie wolle nicht im Heim bleiben, oder bei einem Besuch bei der Tochter nicht mehr zurück will ins Heim, sowas finde ich schon traurig. Die Mutter ist dann auch nach ca. zwei Jahren gestorben. In Heimen stirbt's sich schneller. Da frage ich mich schon: Hätte die Tochter nicht zwei, drei Jahre lang für ihre Mutter dasein können?
    Na ja, auch da ist die Frage, kann man das überhaupt leisten.

    Meine Mutter wollte z.B. gerne meine Oma zu Hause pflegen und hat es auch versucht. Das Problem war nur .. meine Oma schrie die ganze Nacht, schrie wenn meine Mutter mal einkaufen gehen musste die halbe Nachbarschaft zusammen, war später nicht mehr in der Lage zu sitzen geschweige denn zu gehen und damit ein Problem beim Heben, Wickeln, Waschen. Und dank Altersdemenz konnte meine Oma auch reichlich gemein werden.. Hinzu kam, dass meine Mutter starke Rücken- und Gelenkprobleme hat.

    Für beide Seiten war das Heim besser. Meine Mutter hat sie zwar jeden Tag mehrere Stunden lange besucht oder ging mit ihr im Rollstuhl spazieren (so lange das noch möglich war), aber sie musste sie nicht heben und sie hatte auch Zeiten für sich.

    Meine Mutter hätte auch so ein Fall sein können über den Du sagst "sie hätte doch". Um so etwas beurteilen zu können, muss man schon auch die Hintergründe kennen. Nicht jeder der in den Ruhestand geht ist auch in der Lage zu Pflegen. Abgesehen davon, dass nicht jeder Ehepartner das mit macht. So manche Ehe ist an der Pflege Angehöriger zerbrochen. Das passiert nicht heute, das passiert nicht morgen.. aber irgendwann, durch die Dauerbelastung und dadurch, dass man als Paar keine Zeit mehr für sich hat.

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