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  1. Inaktiver User

    Stirnrunzeln Mein schlechtes Gewissen

    Hallo liebe Bricom,

    ich hatte vor einigen Jahren eine schwere persönliche Krise, ausgelöst durch das Scheitern meiner langjährigen Ehe. Ich bin in eine Depression und tiefe Trauer gefallen.

    Meine Eltern waren in dieser Zeit immer für mich da und gerade meine Mutter hat sich viel um mich gekümmert. Vorneweg, ich liebe meine Eltern. Trotzdem war ich in dieser Zeit oftmals ungerecht gerade zu meiner Mutter. Ich weiß gar nicht so recht warum, ob ich mir bevormundet vorkam? Ich hatte eigentlich keinen Grund dazu. Sie hat sich einfach Sorgen gemacht und gekümmert und ich bin ihr auch sehr dankbar dafür. Ich habe sie meine Ungerechtigkeit und meine Abwehr-Gedanken (hoffentlich) nicht allzu oft spüren lassen. Aber ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, weil ich eben diese Gedanken hatte.

    Immer wieder kreist das in meinem Kopf herum. Meine Mutter ist sehr krank und ich habe Angst sie zu verlieren und ich komme mit meinem schlechten Gewissen nicht zurecht.

    Kaffeemeisterin

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    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Warum sprichst Du nicht mit Deiner Mutter und sagst ihr genau das?

    Viele Grüße,
    Clarissa
    Unser Leben ist, wozu unser Denken es macht.
    -Marc Aurel-

  3. Inaktiver User

    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Ja, sprich mit Deiner Mutter.
    Geändert von Inaktiver User (16.04.2009 um 12:46 Uhr) Grund: Schreibfehler

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    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Oder schreib ihr einen Brief!

    Tabea

  5. Inaktiver User

    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Ich denke, meine Mutter hat das gar nicht so mitbekommen. Ungerecht war ich hauptsächlich in meinen Gedanken. Ich war oft genervt, habe mich "bevormundet" gefühlt, wenn sie einen Vorschlag für die neue Wohnung gemacht hat, mich fürs Wochenende eingeladen hat etc. Ich habe nie was ausgesprochen, aber hatte immer Abwehrgedanken. Das macht mir zu schaffen und nagt an mir.

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    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Dann erst recht: schreib einen Brief. Erst mal für Dich.

    Und sei jetzt für deine Mutter da!

    Bist Du gläubig?

    Tabea

  7. Inaktiver User

    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Den Tipp mit dem Brief werde ich versuchen. Sich mal alles von der Seele schreiben. Ich habe mich auch noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu reden, ich befürchte, mein Problem hört sich für einen Außenstehenden ein wenig "verrückt" an, da ja nicht wirklich was passiert ist.

    Nein, gläubig bin ich nicht.

    Meine Trennung und die Zeit dieser negativen Gedanken ist schon einige Jahre her. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen beiden Eltern. Aber dieses Nagen in mir, das bekomme ich nicht los.

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    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, gläubig bin ich nicht.
    Nur zur Erklärung: ich habe nachgefragt, weil man als Christ so Sachen ja "nach oben" abgeben kann...

    Ich kann Dich gut verstehen - auch, wenn "nach Außen"gar nichts passiert ist.

    Wie gesagt - sei für deine Mutter da. Und: jeder Mensch macht solche Fehler - wir sind alle nicht fehlerlos und niemand ist perfekt!!!

    Tabea

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    AW: Mein schlechtes Gewissen

    Liebe Kaffeemeisterin,

    hat Dir damals niemand erklärt, dass Aggression und Trauer, die zur typischen Depression gehören, sich in solchen Gedanken äußern können? Sie sind Teil dieser Krankheit. Und oft richten sie sich auf die Menschen, die uns am nächsten sind, weil diese eben da sind und andere nicht. Wenn ein Kind kotzt, landet es oft auf der Mutter.

    Du schreibst, Du hast ein sehr gutes Verhältnis zu Deinen Eltern. Sie waren damals für Dich da und Du möchtest jetzt für sie da sein. Das ist das, was zwischen Euch real ist.

    Deine Schuldgefühle beziehen sich auf etwas, was in dir drinnen vorging, was Du möglichst nicht nach außen getragen hast. Du hast darum nur Dich selbst, nicht Deine Eltern verletzt mit diesen Gedanken. Schreibe es gerne auf, aber gib den Brief bitte jetzt nicht Deinen Eltern: sie haben gerade selber große Probleme und brauchen von Dir keinen zusätzlichen Kummer. Was hast Du mit dem anderen psychischen Mist damals gemacht, hast Du eine gute Therapeutin? Geh dorthin mit dem Brief!

    Deiner Mutter gegenüber tue, was ihr und Dir gut tut. Es ist möglich, dass sie jetzt Dir negative Gedanken verschweigt und die positiven zeigt - Du nimmst dann wahr, dass es ihr nicht gut geht. Ihr habt jetzt praktisch einen Rollentausch vorgenommen. Wir bekommen nur selten Gelegenheit, unseren Eltern die empfangene Liebe mit gleicher Münze zurückzuzahlen: Tue es!

    Lieben Gruß und gute Besserung -
    Halbnomadin
    Uns hat ein Goldstück gefunden.

  10. Inaktiver User

    AW: Mein schlechtes Gewissen

    hallo,

    bitte entschuldigt, wenn ich vom Thema abschweifen sollte:

    Kann man sagen, dass Aggression ein Symptom des Trauerns oder einer Depression ist?

    Kann es sein, dass ein Witwer Aggressionen gegen seine Kinder entwickelt?

    Liebe Kaffeemeisterin,
    ich würde auch sagen : Ergreif die Chance, Deiner Mutter die empfangene Liebe zurückzugeben. Tätest Du es nicht, wäre Deine Wunde im Falle es könnte zu spät dazu sein, noch viel schmerzvoller als sie es jetzt ist.

    Herzlich

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