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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    [QUOTE=jada]Meine auch! Das hat mir so gar nichts gebracht. Damals wusste ich aber noch nicht, dass ich Borderline habe, und die Therapeutin kam anscheinend auch nicht drauf. Ich hab mit in der Diagnose "Depression" sehr unwohl gefühlt und gespürt, dass das so nicht stimmt.

    Ja genau so empfand ich es damals. Ich konnte mich mit dieser Diagnose nicht identifizieren und auch mein Partner meinte immer: "da stimmt was nicht ... Warum flippst du immer so aus?" Und so viele Dinge passten nicht zusammen... Ich war dann als ich endlich die richtige Diagnose hatte so froh...
    und dachte :" Jetzt wird alles gut, jetzt weißt du ja, was du hast. "
    Dieses Gefühl hilet leider nicht lange...
    lg Sandra

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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Jada :"Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen, hatten seit jeher eine sehr intensive Beziehung. Wir haben die meiste Zeit zusammengewohnt, aber seit kurzem hat jeder wieder eine eigene Wohnung. Das ist für mich natürlich erstmal fies. Aber ich wollte das auch so haben, weil ich lernen muss, mit mir alleine zu leben und die Verlustangst auszuhalten."


    Das könnte ich nicht !!! Wir sind seit 4 Jahren zusammen würde er mich jetzt wieder "verlassen" und sei es nur eine eigene Wohnung würde ich zugrunde gehen !!!


    Jada "An alle: sagt mal, wie ist denn die Beziehung zu Euren Eltern? Meine ließe sich am besten mit "höflich-distanziert" beschreiben."


    Perfekte Beschreibung :) Genau wie bei mir. Wenn alles gut und nett läuft ist es ok, wenn nicht blocken meine Eltern ab und machen dicht. Ich habe meiner Mutter mal ein Buch über meine Krankheit gegeben, sie hat es bis heute nicht gelesen...

    Jada:" Persönliche Dinge wissen meine Eltern von mir nicht. Als ich noch jünger war (Kind/Jugendliche), haben mir meine Eltern konsequent das Gefühl gegeben, dass mir mir was falsch ist, dass ich verkorkst bin, dass ich kein liebenswerter Mensch bin. Ich war ein furchtbar trauriges und unsicheres Kind. Das sag ich jetzt nicht, um jemanden die Schuld zuzuschieben, es war halt einfach so."


    Ja und das ist typisch für Borderliner... Gefühle wurden nicht ernst genommen. Ich konnte mich bei meinen Eltern nie ausweinen. Ich habe sie schlicht weg nicht richtig interessiert .

    Jada:"Habt ihr denn viel Kontakt zu Euren Eltern?"

    Ich wohne in der selben Siedlung und der Kontakt ist freundlich oberflächlich ...

    Jada:"Und: wann hat Borderline rückblickend bei Euch "angefangen"? Könnt Ihr Euch dran erinnern?"

    Ich glaube so mit ca 18-20 Jahren sicher bin ich mir aber nicht...

    lg Sandra

    *räusper* das mit dem zitieren hat nicht so geklappt ;)

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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von sandygranada

    Das könnte ich nicht !!! Wir sind seit 4 Jahren zusammen würde er mich jetzt wieder "verlassen" und sei es nur eine eigene Wohnung würde ich zugrunde gehen !!!
    Tja, so fühl ich mich gerade auch. Als ob ich völlig am Boden wäre. Ich ertrag die Distanz nicht, ich ertrag es nicht, dass er sein eigenes Leben führt, ich ertrag das Alleinsein nicht. Das Schlimmste ist, ich kann ihm das nicht sagen, der hat wegen mir schon genug Scheiß erlebt.


    Zitat Zitat von sandygranada
    Genau wie bei mir. Wenn alles gut und nett läuft ist es ok, wenn nicht blocken meine Eltern ab und machen dicht. Ich habe meiner Mutter mal ein Buch über meine Krankheit gegeben, sie hat es bis heute nicht gelesen...
    Volltreffer! Ist bei mir ganz genauso. Von Borderline hab ich meinen Eltern nichts erzählt. Als ich damals die Therapie gemacht hab und die Diagnose Depression bekam, hab ich meiner Mutter das erzählt (sie hatte übrigens, als ich ein Kind war, auch mal eine schwere depressive Phase, aber das wurde immer totgeschwiegen, so wie man das in unserer Famile mit "Defekten" immer tut). Keine Spur von mitfühlender Reaktion für mich. Keine Fragen, kein Interesse. Nur so ein laues "Das wird schon wieder". Ich hab mich wie ein Versager gefühlt.



    Zitat Zitat von sandygranada
    Gefühle wurden nicht ernst genommen. Ich konnte mich bei meinen Eltern nie ausweinen. Ich habe sie schlicht weg nicht richtig interessiert .
    Ja. Genau. Gott, da kommen grad so viele Erinnerungen hoch. Ich könnt losheulen. (Aber ich bin im Büro, verflucht, da reiß ich mich zusammen...)
    change is the only continuous state.

  4. Inaktiver User

    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von jada
    Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen, hatten seit jeher eine sehr intensive Beziehung. Wir haben die meiste Zeit zusammengewohnt, aber seit kurzem hat jeder wieder eine eigene Wohnung. Das ist für mich natürlich erstmal fies. Aber ich wollte das auch so haben, weil ich lernen muss, mit mir alleine zu leben und die Verlustangst auszuhalten. Er wollte es auch, um für sich selbst ein bißchen eigenen Raum zu schaffen. Späteres wieder-zusammenziehen ist geplant, aber erst langfristig. Aber grad glaub ichs sowieso nicht: wieso sollte sich einer mir aussetzen wollen (nachdem er doch glücklich entronnen ist )?
    Wow, welche Uebereinstimmung, meiner haelt es zwar schon 5 Jahre mit "sowas" ;-) aus, aber wir haben auch schon zusammengewohnt und leben nun wieder in 2 Wohnungen, verbringen aber viel Zeit zusammen.

    Ich brauche meinen eigenen Platz, brauche Rueckzugsmoeglichkeit und es gab in einer Wohnung viel Streit, weil wir zu eng aufeinandersassen.

    Aber wuerden wir uns nciht (fast) taeglich sehen, dann wuerde mir diese Loesung auch sehr schwer fallen, da ich arbeitslos bin, daher schon tagsueber sehr viel Zeit alleine habe und abends die Gesellschaft dann richtig brauche.

    Zitat Zitat von jada
    Penthesileia, wie macht man es denn, dass einen jemand liebgewinnt? Wie ist man dafür offen?
    Das ist eine gute Frage, die ich mir auch immer wieder stelle. Aber so wenig lieblos koennen wir doch gar cniht sein, wenn die Jungs Zeit mit uns verbringen wollen, oder?

    Zitat Zitat von jada
    An alle: sagt mal, wie ist denn die Beziehung zu Euren Eltern? Meine ließe sich am besten mit "höflich-distanziert" beschreiben. Persönliche Dinge wissen meine Eltern von mir nicht.
    Da ich meinen Vater nicht kenne, kann cih nur von meiner Mutter sprechen und da ist zwar Interesse an meiner Person da, aber cih glaub, so genau will sie gar nciht wissen, was mit mir los ist, so nimmt einfach hin, dass sie ab und an Ueberreaktionen abbekommt, ignoriert das. Also koennte man das hoeflich-distanziert auch auf mich und sie anwenden.

    Zitat Zitat von jada
    Habt ihr denn viel Kontakt zu Euren Eltern?
    Wir telefonieren min. 2 Mal die Woche und sehen uns meist einmal im Monat, ob das nun viel ist oder nciht, kann ich schlecht beurteilen.

    Zitat Zitat von jada
    Und: wann hat Borderline rückblickend bei Euch "angefangen"? Könnt Ihr Euch dran erinnern?
    Angefangen kann ich gar nciht sagen, ich war schon immer anders, der Aussenseiter...

    Zitat Zitat von jada
    Entschuldigt bitte, dass ich Euch grad so vollabere! Mir geht nur so viel im Kopf rum
    Find cih gut, dass Du das alles einfach mal aufschreibst, so lange Dir das hilft, bist hier doch gut damit aufgehoben, so unter Gleichgesinnten.

  5. Inaktiver User

    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von jada
    Tja, so fühl ich mich gerade auch. Als ob ich völlig am Boden wäre. Ich ertrag die Distanz nicht, ich ertrag es nicht, dass er sein eigenes Leben führt, ich ertrag das Alleinsein nicht.
    Oh, das klingt jetzt aber nciht gut. Du leidest anscheinend sehr unter dieser Situation. *drueckDichMal*

    Wenn cih unter einer Situation leide, dann wird mein Allgemeinzustand rapide schlechter, dann kann ich weniger abpuffern, raste oefter aus, und fuehle mcih ncoh schlechter.

    Bin mir grad nciht sicher, machst Du momentan eine Therapie? Dann wuerde ich an Deiner Stelle versuchen, ihn mal mitzunehmen.

    Uns hat es sehr geholfen, dass mein Freund "mittherapiert" wird. Natuerlich bin cih den Grossteil der Stunden alleine in Therapie, aber er kommt ab und an mal mit und wir sprechen bestimmte Probleme an, die wir haben und versuchen moderiert, dafuer eine Loesung zu finden. Und oft hilft es auch, wenn das Problem einfach mal ausgesprochen und bekannt ist.

    Er geht sogar ab und an mal alleine zu einer Stunde und bekommt vom Therapeuten Tips, wie er mit bestimmten Dingen und Verhaltensweisen von mir umgehen kann.

    Zurueckblickend kann cih sagen, dass er anfangs da nur hin ging, weil es mir ja evtl. helfen koennte und nun selbst sieht, dass es auch ihm und uns sehr gut getan hat.

    Zitat Zitat von jada
    Das Schlimmste ist, ich kann ihm das nicht sagen, der hat wegen mir schon genug Scheiß erlebt.
    Und er hat wahrscheinlich mit Dir viel Scheiss erlebt, zumindest wenns aehnlich lief wie bei uns ;-), aber er hat mit Dir sicher auch gute Zeiten gehabt, sonst haettet ihr ja keine Beziehung, oder?

    Genau das hab ich sehr hart lernen muessen und ich muss es auch immer noch "ueben". Anfangs hab ich dafuer sogar einen kleinen Schieferstein mit mir rumgeschleppt, auf dem stand: "Ich mag mich!". Und immer wenn cih mal wieder gedacht hab, dass ich nur negative Eigenschaften hab, dann hab ich den beruehrt und mir eben ins Gedaechtnis zurueckgeholt, dass cih auch sehr liebenswerte Eigenschaften hab.

    Ich kenne nun nciht so viele Menschden mit Borderline, aber die, die ich kenne, sind sehr sehr liebenswerte Menschen, haben sehr viele gute Eigenschaften und ich bin froh, sie zu kennen, auch wenn sie durchaus anstrengender als andere Menschen sein koennen...

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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Oh, das klingt jetzt aber nciht gut. Du leidest anscheinend sehr unter dieser Situation. *drueckDichMal*

    Wenn cih unter einer Situation leide, dann wird mein Allgemeinzustand rapide schlechter, dann kann ich weniger abpuffern, raste oefter aus, und fuehle mcih ncoh schlechter.
    Ja, mir geht's im Moment echt schlecht. Ich wollte das ja auch mit den zwei Wohnungen, aber jetzt, wo es soweit ist, fällt mir die Umstellung sehr schwer. Ich weiß zwar, dass es die richtige Entscheidung war, aber mein Bauchgefühl will das nicht kapieren.



    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bin mir grad nciht sicher, machst Du momentan eine Therapie? Dann wuerde ich an Deiner Stelle versuchen, ihn mal mitzunehmen.
    Nee, mach ich nicht. Ich würd aber echt gerne. Kann ich aber erst nächstes Frühjahr anfangen. Der Grund ist sehr pragmatisch: ich brauche unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die bekomme ich aber nur, wenn meine letzte Therapie mindestens zwei Jahre zurückliegt. Und das ist erst im Frühjahr der Fall. Ich hab einen Beruf, der ziemlich risikobehaftet ist in Sachen Berufsunfähigkeit, und deshalb brauche ich diese Versicherung umso nötiger. Weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt, jedenfalls versuch ich es noch die paar Monate, alleine klarzukommen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und er hat wahrscheinlich mit Dir viel Scheiss erlebt, zumindest wenns aehnlich lief wie bei uns ;-), aber er hat mit Dir sicher auch gute Zeiten gehabt, sonst haettet ihr ja keine Beziehung, oder?
    Ja, das stimmt, aber ich war sicher von Anfang an anstrengend. Und manchmal befürchte ich, dass er einfach zuviel Energie an mich losgeworden ist und ich ihn deshalb von meinem Kram fernhalten muss, damit er sich keine "Normalo"-Frau sucht.


    Vielen lieben Dank, Penthesileia, für Deine aufbauenden Worte. Das hilft mir grad durch den Arbeitstag. Es tut mir leid, wenn ich grad so ne Jammerphase habe, ich mag mich dann selbst nicht leiden.

    Wie geht es Dir denn in Sachen Job? Hast Du Hoffnung auf eine neue schöne Stelle, oder bist Du zur Zeit in der Suchphase?


    Wie alt seid ihr eigentlich? Ich bin 29, komme mir aber wahlweise (je nach Zustand) meistens vor wie 12 oder 95.
    change is the only continuous state.

  7. Inaktiver User

    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von jada
    Ja, mir geht's im Moment echt schlecht. Ich wollte das ja auch mit den zwei Wohnungen, aber jetzt, wo es soweit ist, fällt mir die Umstellung sehr schwer. Ich weiß zwar, dass es die richtige Entscheidung war, aber mein Bauchgefühl will das nicht kapieren.
    Oh, diese Kluft zwischen Bauch und Kopf kenne ich sehr gut...

    Klingt evtl. ein bisschen bloede. aber mach Dir mal ein "Ich hab mich lieb"-Erinnermich. Egal wie, ob einfach nur ein Zettel, ein Stein, ein Stueck Stoff oder Holz auf dem das steht und stecks in die Hosentasche. Halt Dich dran fest, wenns Dir schlecht geht und Du an Dir zweifelst.

    Ist kein Patentrezept, aber wenn Du dran glaubst, kanns ein bisschen helfen, denn Du bist liebenswert und das musst Du Dir auch zeigen, das bist Du Dir wert!

    Zitat Zitat von jada
    Nee, mach ich nicht. Ich würd aber echt gerne. Kann ich aber erst nächstes Frühjahr anfangen. Der Grund ist sehr pragmatisch: ich brauche unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die bekomme ich aber nur, wenn meine letzte Therapie mindestens zwei Jahre zurückliegt. Und das ist erst im Frühjahr der Fall. Ich hab einen Beruf, der ziemlich risikobehaftet ist in Sachen Berufsunfähigkeit, und deshalb brauche ich diese Versicherung umso nötiger. Weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt, jedenfalls versuch ich es noch die paar Monate, alleine klarzukommen.
    Kannst Du schonmal anfangen zu suchen? Erfahrungsgemaess dauert das ein Weilchen, bis man jemanden findet...

    Und naechstes Fruehjahr ist nicht mehr lange, wenn Du "nur" noch bis dahin warten musst, um eine fuer Dich wichtige Absicherung zu erreichen, dann warte ncoh so lange, ich hab den Eindruck, diese Sicherheit der Versicherung ist Dir wichtig, dann mache es, aber bitte verliere dabei die Therapie nciht aus den Augen, cih denke auch das ist sehr wichtig fuer Dich.

    (Ich hoffe, cih bin nciht uebergriffig, wenn ich Dich so draenge, aber ich weiss einfach, wie man sich "alleine" damit fuehlt und wie viel mir die Therapie hilft, allein das Wissen, cih kann dann und dann wieder hin und mcih auskotzen.)

    Zitat Zitat von jada
    Ja, das stimmt, aber ich war sicher von Anfang an anstrengend. Und manchmal befürchte ich, dass er einfach zuviel Energie an mich losgeworden ist und ich ihn deshalb von meinem Kram fernhalten muss, damit er sich keine "Normalo"-Frau sucht.
    *g* Wenn Du wuesstest, was cih meinem Freund alles "angetan" hab, was der alles mit mir aushalten musste und teilweise ncoh muss. Aber er sagt auch klar, dass er es zwar manchmal nervig findet, aber im Grunde gar nciht anders will, weil ich eben viel nehme, aber im Gegenzug auch viel gebe, beides eben extremer als "Normalos". Und er hat bisher erlebt, dass seine Beziehungen sich in ein Nebeneinanderherleben gewandelt haben, was er schlimm findet, das kann mit mir nciht passieren ;-))

    Und cih entdecke bei Dir gerade eine Art zu argumentieren, die ich selbst auch gern habe: ich sehe nur das, was bloede an mir ist, Du siehst grad nur, dass Du ihm viel Energie gezogen hast. Schau doch ncohmal aus einem anderen Blickwinkel hin und guck Dir an, was Du ihm alles gegeben hast. Und cih wette, wenn Du wirklich guckst, dann findest Du da viel!

    Zitat Zitat von jada
    Vielen lieben Dank, Penthesileia, für Deine aufbauenden Worte. Das hilft mir grad durch den Arbeitstag. Es tut mir leid, wenn ich grad so ne Jammerphase habe, ich mag mich dann selbst nicht leiden.
    Gerne, zur Zeit hab ich eine halbwegs gute Phase und da freut esmcih, wenn ich anderen weiterhelfen kann.

    Und so schlimm andere jammern auch finden, cih brauche das auch ab und an mal, dann jammer ich meinen Freund und/oder meinen Psycho-Onkel voll, red mir den Muell von der Seele, lad ihn bei anderen ab und kann dann auch eher sortieren, wo cih anpacken muss, um den "Seeelenmuell" auch real loszuwerden.

    Also einfach raus damit, ich kann es gut verstehen und cih finde das auch wichtig!

    Zitat Zitat von jada
    Wie geht es Dir denn in Sachen Job? Hast Du Hoffnung auf eine neue schöne Stelle, oder bist Du zur Zeit in der Suchphase?
    Das ist mein extrem wunder Punkt. Ich habe, weil cih erst vor ca. 2 1/2 Jahren erfahren hab, was eigentlich mit mir los ist, sehr tiefe Abstuerze gehabt, hab mehr Luecken im Lebenslauf als ein Schweizer Kaese Loecher hat und bin langzeitarbeitslos ohne Chance auf einen "normalen" Beruf.

    Daher versuche ich eben das Ganze anders zu loesen, aber das ist eine lange Geschichte, die noch nciht spruchreif ist und die cih daher nicht ausbreiten moechte hier.

    Zitat Zitat von jada
    Wie alt seid ihr eigentlich? Ich bin 29, komme mir aber wahlweise (je nach Zustand) meistens vor wie 12 oder 95.
    Ich bin 33, die meiste Zeit meines Lebens hab ich aber wahlweise in der Trotzphase oder der Pubertaet verbracht und manchmal fuehle ich mich min. wie 125 ;-)) Allerdings habe ich es akzeptiert, dass cih eben Zeit meines Lebens auf gewisse Art Kind sein werde, so eine Art "Petra Pan" und es gibt ebensoviele Menschen, die das gut finden, wie Menschen, die mir sagen, cih soll endlich mal erwachsen werden!
    Geändert von Inaktiver User (24.10.2007 um 15:07 Uhr)

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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Das ist mein extrem wunder Punkt. Ich habe, weil cih erst vor ca. 2 1/2 Jahren erfahren hab, was eigentlich mit mir los ist, sehr tiefe Abstuerze gehabt, hab mehr Luecken im Lebenslauf als ein Schweizer Kaese Loecher hat und bin langzeitarbeitslos ohne Chance auf einen "normalen" Beruf.
    Oh, das tut mir sehr leid, dass ich Dir da zu nahe getreten bin. Das war sicher nicht meine Absicht. Ich kann das gut verstehen alles. Ich hab zur Zeit eine Stelle, bei der ich viele Freiheiten habe und mir viel selbst einteilen kann. Ist eigentlich ziemlich unnormal für meinen Beruf, der sonst eher sehr straff organisiert ist. Das gibt mir die Möglichkeit, ein bißchen nach meinen Befindlichkeiten zu arbeiten (bei weitem nicht immer). Jedenfalls, ich kenne und verstehe solche "Abstürze" mit allen Konsequenzen. Und deren Folgen für den Lebenslauf. Ich lebe eigentlich auch ständig in der Angst, dass mich diese Abstürze meinen Job kosten. Deshalb brauch ich auch diese Versicherung so dringend.

    Ich wünsch Dir jedenfalls nur das Beste, und dass Du bald einen Weg findest.
    change is the only continuous state.

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    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Klingt evtl. ein bisschen bloede. aber mach Dir mal ein "Ich hab mich lieb"-Erinnermich. Egal wie, ob einfach nur ein Zettel, ein Stein, ein Stueck Stoff oder Holz auf dem das steht und stecks in die Hosentasche. Halt Dich dran fest, wenns Dir schlecht geht und Du an Dir zweifelst.
    Das werde ich tun.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    (Ich hoffe, cih bin nciht uebergriffig, wenn ich Dich so draenge, aber ich weiss einfach, wie man sich "alleine" damit fuehlt und wie viel mir die Therapie hilft, allein das Wissen, cih kann dann und dann wieder hin und mcih auskotzen.)
    Nein, keine Sorge, bist Du nicht. Ich weiß ja, dass Du Recht hast und ich hab mir immerhin schon mal die Adresse von zwei Therapeuten rausgesucht, die sich schwerpunktmäßig mit Borderline beschäftigen.



    Zitat Zitat von Inaktiver User
    *g* Wenn Du wuesstest, was cih meinem Freund alles "angetan" hab, was der alles mit mir aushalten musste und teilweise ncoh muss. Aber er sagt auch klar, dass er es zwar manchmal nervig findet, aber im Grunde gar nciht anders will, weil ich eben viel nehme, aber im Gegenzug auch viel gebe, beides eben extremer als "Normalos". Und er hat bisher erlebt, dass seine Beziehungen sich in ein Nebeneinanderherleben gewandelt haben, was er schlimm findet, das kann mit mir nciht passieren ;-))
    Meiner hat es mir halt schon deutlich gesagt, dass er nicht mehr kann. Der hatte wirklich gar keine Kraft mehr. Zum Glück hat sich die Lage seitdem entspannt und er ist auch langsam wieder in der Lage, mir was zu geben. Ich weiß sogar, dass ich auch sehr viel gebe, aber vielleicht ist es nicht das, was er braucht...da regiert die Angst bei mir, von dem Gedanken komm ich gar nicht runter, dass er sich ne andere suchen könnte. Bescheuert. Natürlich sag ich ihm das nicht...
    change is the only continuous state.

  10. Inaktiver User

    AW: (Beziehungs-)Alltag mit Borderline

    Zitat Zitat von jada
    Oh, das tut mir sehr leid, dass ich Dir da zu nahe getreten bin.
    Das bist Du nicht, da hab ich mcih missverstaendlich ausgedrueckt! ;-)

    Ich meinte damit, dass das der Punkt bei mir ist, bei dem ich nciht weiterkomme, bei dem ich zum Teil resigniert habe und an dem ich dringend was aendern will, es aber nicht hinbekomme...

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