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    Borderline - Trennung

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ein paar Fragen. Ob ihr mir helfen könnt...keine Ahnung. Ich schreib einfach

    Kurz zur Vorgeschichte: Wir sind seit knapp zwei Jahren zusammen. Seit einem Jahr wohnen wir auch zusammen.
    Seine Vorgeschichte: Wohl nicht so schöne Kindheit (will jetzt keine Einzelheiten aufführen)
    Ich bin seine erste "richtige" Beziehung. Davor ging wohl eher nichts. Keine Gefühle, totale Gleichgültigkeit, jkein Nähe zulassen, eine vernünftige Beziehung ging nicht. Den allergrößten Teil seines Lebens lebte er allein.

    Dann kam ich. Ahnungslos stürzte ich mich mit ihm in eine Beziehung. Er redete ganz normal. Er war irre süß, lieb. Ab und zu wunderte ich mich, wie extrem weit oben er auf Wolke 7 schwebt.
    Nach und nach outete er sich. Erzählte mir von diesem seinem Leben. Ich erschrak. Ehrlich, am Anfang dachte ich, er spinnt. Konnte vieles nicht glauben. Er sprach von EKEL! Unglaublich.
    Nach Endlosgesprächen schenkte ich ihm dann Vertrauen.

    Okay.

    Es ging nach einigen Monaten ziemlich hektisch zu. In unserer Beziehung und im Alltag wegen dem Umzug von meiner Stadt in seine Stadt.

    Es gab ab und zu Auffälligkeiten, die ich aber im Verliebtheitswahn für nicht soooo schlimm hielt. -Einmal erwachte ich nachts. Er war weg. Einfach weg. War die ganze Nacht nicht erreichbar. Morgens meldete er sich via sms. Er sei abgehauen, weil er an meinem PC eine Flirtseite entdeckt hatte.-

    Im Zusammenleben dann ging es mal gut, mal übrhaupt nicht. Wir hatten viel zu tun. Dieses Haus machte unheimlich viel Arbeit. Fraß Geld, welches nicht immer da war. Und oft fand ich ihn merkwürdig. Schnell beleidigt. Und dann richtig lange. Immer schwerer fiel es ihm, auf mich zu zu kommen. (so nach em Motto: Ich kann und will mir nicht die Blöße geben.)

    Ich kontaktierte einen Psychologen. Endlosgespräche. VORSICHTIGE Diagnose: Borderline.
    Ich war alle. Total.
    Las viel. Schrieb in Foren.

    Er versaute mir grundsätzlich alles, was mir wichtig war. Weihnachten, meinen Geburtstag, unser Einjähriges war auch nicht so das, was ich mir gewünscht hatte.

    Er fühlte sich oft unverstanden. Nicht ernst genommen. War eiskalt. Dann wieder wie ein kleiner Junge.
    Volle Aufmerksamkeit meinerseits erwünscht. Von Trennung war öfter die Rede.

    Ich muss dazu sagen, unsere Probleme hier sind ganz normale Probleme einer Familie/Beziehung/Patchwork. Aber für ihn ist das wohl alles eine Nr. zu groß.

    Im Frühjahr gab es sie, die Trennung. Er kündigte das Haus. Ich stand mit meinen Kindern da. Kämpfte. War am Ende. Mal Hass. Mal Mitleid.

    Nach einigen Wochen zeigte ich ihm die kalte Schulter. Ging meine Wege. Zeigte mich nach außen cool, obwohl ich innerlich kaputt war.
    Da plötzlich zog er die Kündigung zurück.
    Wir begannen wir zusammen zu leben.
    Immer mit Aprilwetter im Rücken.

    Ich spürte, wie er immer mehr nur damit zu tun hatte, schön cool zu bleiben. Immer schön easy. Es nervte.
    Okay, er musste viel einstecken. Ich quasselte ihn oft zu. Aber verdammt noch mal, ich wollte mit unserer Beziehung voran kommen!!!

    Die letzten zwei Wochen wurden eng. Probleme von außen und wir.
    Vorletzten Sonntag war es dann vorbei.
    Er tickte ab. Ich solle ihn in Ruhe lassen. Er will nicht mehr. Es gibt nix mehr zu reden, außer was Regelungen unseres Hauses betreffen. Es sei endgültig vorbei. Hassblick!
    Wie in Trance verließ ich den Raum. Er wolle ab jetzt oben schlafen!
    Ab dem Moment sprach ich ihn nicht mehr an. Im Gegenteil. Ich zeige ihm jetzt von Anfang an die Kalte Schulter.

    Neuland für ihn.

    Jetzt analysiere ich den Ist-Zustand. Wenn ich überhaupt noch die Bez. aufrecht erhalten würde, dann nur unter der Bedingung, wenn er sich helfen lässt. Wenn er endlich einsieht -manchmal sprach er ja von allein davon- dass er eine Therapie braucht.

    Ich möchte jetzt nicht den Sinn oder Unsinn über die Fortführung diskutieren.
    Ich würde gern Hilfe bekommen, zur Deutung seines jetzigen Verhaltens.
    Damals wurde mir immer gesagt, ich interpretiere ihn falsch. Glaubte an dieses coole Getue. Jetzt sehe ich sein Verhalten anders. Nicht einfach ein Verhalten, sondern immer mit einer Bedeutung dahinter.

    Am Montagmittag lag er schon das erste Mal wieder UNTEN im Bett.
    Provokation? Er kennt es, dass ich in solchen Situationen versuche, bei ihm anzukuscheln...Hab ich aber nicht.

    Dienstagabend kam er nach Hause. Hatte Geld in der Hand, welches ich bekam. Ganz lieb fragte er, Wo soll ich das hinlegen? Anstatt es einfach bei mir abzulegen.
    Gehen wir morgen zur Bank oder heute noch? Ich würd morgen lieber gehen. Weißt du, wann das Geld dann rausgeht?
    Kühle Antwort.

    Mittwochfüh, ich fahre zum Psycho. Sehe die Tonnen draußen stehen. Ich rufe ihn an, ob er unsere mal schnell rausstellen kann. Ja, dann nehme ich mal den Müll von drinnen auch noch mit. Kein Auflegen. Kein Ciao. Stille am Handy. Ich sagte dann ciao.
    Ich komme wieder zurück. Hab mich geschnitten. Fahren wir jetzt zur Bank? Geht nicht, hab ich geschnitten. Soll er allein fahren. Kein Thema. Dann...mach dir doch ein Pflaster rauf.
    Abends fuhr er kurz zu nem Kumpel was helfen. Ich bekam auch schon mit, dass er Do angeln gehen will.
    Ein Anruf. Ich keinen Empfang. SMS. Ob mein Sohn mit angeln gehen will. Ich möchte ihn doch mal fragen und ihm dann Bescheid geben. Warum fragt er ihn nicht selbst??? Außerdem, er hat ihn so gut wie NIE gefragt, ob er mit will. Warum heute?

    Freitag mein Entschluss in meine Heimatstadt zu fahren. Meine Handys waren aus. Als sie an waren, SMS, Anruf. Aber nur wegen Unterlagen. Und da mein Handy aus war, wurde er richtig sauer.

    Jetzt Sonntagabend zurück. Erster Blick, das Herzkissen ( ja ich weiß, ist Kitsch ;-)) ist aus dem Auto verschwunden. Aua!
    Doch dann der Gedanke: Entweder um mir eine zu geben, eine Reaktion hervorzurufen oder vor Frust, weil meine Handys aus waren.

    Drinnen Stille. Kein Wort.

    Heute morgen. Ich machte mein Ding. Dann quatschte er mich an wegen der Unterlagen.
    Dann irgendwann telte er. Sagte mir dann, sein Vater sei wieder in der Klinik. Okay. Aber im Frühjahr erzählte er mit mir darüber auch nicht. Er ließ mich einfach links liegen. Warum heute?

    Dann war ich ja unterwegs. Als ich wieder da war, fragte er mich, ob ich d. Unterlagen abgegeben hääte. Ja. Gut.
    Was ist denn jetzt eigentlich mit dem Unterhalt für deine Kinder? Er wusste, dass mein Ex mir Probleme machen will. Hä? Den interessiert doch jetzt nicht wirklich, was da Sache ist!

    Der Knaller kam dann am späten NM. Ich lag auf der Sonnenliege. Total relaxed.

    Da sabbelte er mich an, ob ich im I-net mal wegen Firmen zur Badsanierung schauen kann. (Eins unserer Bäder ist noch Schrott. Bevor wir ausziehen, muss das beseitigt sein. Aber das wollten wir auch so natürlich mal in Angriff nehmen.)
    Branchenbuch. Damit man mal rumtelen kann. Er will das so schnell wie möglich über die Bühne bringen.
    Aha.
    Darum soll ICH jetzt im Internet schauen. Kann er doch allein, dachte ich.
    Ja, und die Fliesen lässt er ab. Kümmert ihn nicht. Dann soll ihn doch der Vermieter verklagen!
    Ich hätte doch kein Problem damit, mal diesbezüglich im I-net zu schauen?
    Gelangweiltes Schulterzucken, ein leises Kopfschütteln.
    Für mich war das nur wieder ein Register ziehen.
    Ob sie reagiert?
    Locke ich sie hiermit aus der Reserve? Bad fertig machen? Das bedeutet Auszug!!! Ich blieb ruhig. Erst wieder völlig innerlich zerrüttet. Dann sagte ich mir: Nein! Der will dich provozieren. Er kann doch selbst schauen. Warum spricht er mich deswegen an? Weil er mir wieder Verunsicherung einjagen will.

    Verschiedene Männer haben mir das so gesagt. So interptetiert. Und ich sehe es heute aus meiner Erfahrung mit ihm auch so. Der ist einfach zu feige. Versucht ständig, eine "Basis" zu schaffen, um wieder in die Normalbahn einzulenken.

    Damals hat er mich plötzlich immer angetextet. Schön, dass ich nen Neuen hab. Er freue sich für mich. Wir sollten dann mal drüber reden, ob wir noch in einem Bett schlafen sollten....Hä??? Er wollte damals nur für sich herausfinden, wie meine Stimmung ist. Ob es jemanden gibt. U.s.w!

    Seht ihr das auch so, wie meine männlichen Ratgeber??? Ist das alles nur ein an-mich-rannkomm-versuch???

    Mein Psychologe ist sich mal wieder sicher: Er wird wieder vor ihnen stehen, wie damals.

    Sorry für die Länge.

    Im Grunde ist es scheißegal, was er wie meint, ich weiß. Taten zählen. Aber ihr kennt das doch sicher auch von euch.
    Und ehrlich. Auch wenn ich davon nicht viel habe. Aber nach diesem besagtem Sonntag, ist jedes Mal wenn er mich anspricht -was für ihn schon ein riesen Ding ist!- ein kleiner Triumph!
    Strike!
    Das hat er jetzt von seinem Abticken.
    Sorry, klingt kindisch, aber ich glaube, auch dieses Gefühl kennt ihr alle ;-)

    Sorry! Sorry! Sorry! Für die Länge :-(

    LG
    Jule

  2. Inaktiver User

    AW: Borderline - Trennung

    Hallo Jule71!

    Ich kann Dir nicht viel dazu sagen. Ich kann nur sagen, wenn einer eine schwere Kindheit hinter sich hat, hat er es nicht leicht im Leben.

    Gruß
    gila47

  3. Inaktiver User

    AW: Borderline - Trennung

    Hallo Jule

    es gibt hier schon einen Strang zu "Borderline". Ich glaube, der könnte dir Erklärungen geben. Geh doch mal über die Suchfunktion.

    LG Keela

  4. User Info Menu

    AW: Borderline - Trennung

    Hallo Jule,
    das alles kommt mir irgendwie bekannt vor. Mein Ex zeigte sehr ähnliche Verhaltensweisen.
    Du hast mich direkt zum Nachdenken angeregt mit Deinem Beitrag. Ich hatte bis dato sein Verhalten nicht mit Borderline in Zusammenhang gebracht.
    Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass wohl letztendlich DU auf der Strecke dabei bleibst. Es sind DEINE Nerven, die bis aufs äußerste strapaziert werden.
    Mein Ex und ich haben uns nun im Laufe von fast 2 Jahren etliche Male getrennt und wieder vereint. Im Moment sind wir wieder getrennt. In gewisser Weise fehlt er mir zwar, aber im Großen und Ganzen geht es mir besser ohne ihn. Es ist bedeutend streßfreier.
    Ich war auch über Monate eifrig dabei, sein Verhalten zu analysieren. Es kam so weit, dass am Ende ICH mich fragte, ob mit MIR etwas nicht stimmt. Ich hab sogar eine Therapie begonnen (ist aber auch nicht verkehrt, hab auch was aus der Kindheit aufzuarbeiten), aber dennoch ist ER immer noch ein großes Thema.

    Ich würde Dir daher raten, genau abzuwägen, ob Du weiterhin Deine ganze Energie darauf verwenden möchtest, ihn zu verstehen und Dich immer wieder in irgend einer Art und Weise mit ihm arrangieren möchtest, oder ob Du nicht doch lieber einen Schlußstrich ziehst und lieber Deine Energie in die Suche nach einem passenderen Partner investierst.
    Auf diesem Weg befinde ich mich derzeit und hoffe, ich schaffe es diesmal
    Ich denke, Du leidest, wie ich an einer Art Helfersyndrom und meinst, das alles irgendwann hinzubekommen. Doch ich hab mittlerweile erkannt, dass es wenig Erfolg hat, die "Privatpsychologin" zu sein.

    Ich wünsche Dir alles Gute, wie auch immer Du Dich entscheidest
    liebe Grüße
    Zuckerperle
    Erst wenn dir alles egal ist hast du die Freiheit, alles zu tun.

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    AW: Borderline - Trennung

    Hallo Ihr Lieben...ich bin nach stundenlangem Durchforsten auf dieses Forum gestoßen...weiß auch nicht so ganz, ob ich hier richtig bin, hoffe es aber sehr und ebenso auf zahlreiche Antworten und Hilfen. Also es ist alles nicht ganz einfach für mich und muss ganz ehrlich sagen, weiß auch nicht so recht, wo ich anfangen soll. Vor ca 5 Monaten habe ich einen tollen Mann kennengelernt wir haben uns öfter mal getroffen, was schönes unternommen. Ich wusste, dass er eine Freundin hat, ebenso aber auch, dass es bei ihnen im Moment nicht so gut läuft und sie zu dieser Zeit für einen Monat im Ausland war. Er erzählte mir recht schnell von seinen Gefühlen und auch dass es im Moment nicht gut läuft, weil sie Züge von Borderline aufwiese und es bzw sie ihn sehr verletze. Naja ich hörte ihm zu war für ihn da...mehr und mehr entwickelte sich etwas zwischen uns... naja ich kann eigentlich gar nicht in Worte fassen wie schön die Zeit mit ihm ist...er sagte mir oft, dass er froh sei mich zu haben und dass er das ohne mich nicht geschafft hätte...wie es auch kommen musste entwickelte auch ich zunehmend Gefühle für ihn...naja nun ist es so, dass wir uns unter der Wo ca 3 mal sehen und am Wochenende seine Freundin zu Besuch kommt....er ist gefühlsmäßig hin und her gerissen und auch mir fällt die Situation schwerer würde ihm so gern daraus helfen...Er hat Angst, dass sie sich was antut und ich glaube auch, dass er irgendwo die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, was sie und ihre Beziehung betrifft!Ich weiß überhaupt nicht was ich tun soll oder wie ich ihm helfen kann ...auf jeden Fall möchte ich für ihn da sein!!!Würde mich freuen, wenn ihr mir Anregungen oder Tipps geben könntet...weiß echt nicht wie ich mit der komplizierten Situation umgehen soll!! Danke... LG

  6. User Info Menu

    AW: Borderline - Trennung

    Hallo Jule, das klingt alles sehr schwierig für dich. Vielleicht auch für ihn. Ich lese aus seinem Verhalten, den Wunsch nach Macht und Kontrolle über die Beziehung. Wenn du dich selbst beobachtest, stellst du vielleicht fest, dass du gar nicht mehr unbefangen handelst, sondern taktierst und dich anders verhälst, als du es normalerweise tun würdest?
    Wenn du ihm die kalte Schulter zeigst, buhlt er um dich. Öffnest du dich ihm wieder, schafft er Distanz. Ein Wechselbad der Gefühle.

    Hast du mit deinem Freund mal über eine Therapie gesprochen?

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