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  1. Inaktiver User

    Psychoterror wird zur Normalität...

    ...das thema "meine mutter und ich". nein, es geht diesbezüglich ausnahmsweise um ein anderes problem, oder - sagen wir - um das problem als folgeproblem eines anderen problems.

    ich fange einmal so an:

    meine drei geschwister (brüder) und ich haben eine schwere kindheit hinter uns. eine kindheit gezeichnet von gewalt, brutalität, härte und einem vater, der die latte sozusagen immer ein stück weiter nach oben hängte, als unsereiner sie zu fassen kriegen konnte. auch wenn ihr es nicht glaubt, aber wir kommen aus einem sogenannten gebildeten elternhaus. mein vater war musiker - man sollte meinen, gerade bei solchen leuten wäre eine kindheit eitel sonnenschein- mein grossvater väterlicherseits war sogar vor dem krieg erster bratscher an der berliner philharmonie gewesen. zwei meiner brüder haben musik studiert und sind heute musiker. einer von ihnen ist sogar mitglied einer prominenten jury für nachwuchstalente (natürlich im bereich klassische musik). er unterrichtet und ist derzeit fachbereichsleiter für klavier einer musikschule.

    mein verhältniss zu meinem vater kann ich im nachhinein nicht als vater-tochter-verhältniss bezeichnen. ich war ein schweigsames und schüchternes kind. trotzdem wurde ich sehr hart verprügelt. auch als ich älter wurde, besserte sich das verhältniss zu meinem vater nie. man kann sagen, dass ich eine kindheit und jugend in sozialer kälte verbracht habe. leider wirkte sich das auch phasenweise auf mein verhältniss zu meiner unmittelbaren umgebung aus. ich habe sehr früh versucht, die kurve zu kratzen und möglichst nichtmehr von meinen eltern abhängig zu sein, bzw. habe ich den kontakt zu ihnen immer wieder abgebrochen. letztendlich war es so, dass mein vater und ich bis zu seinem tod ende 2005 in schweigender feindschaft und gegenseitiger ignoranz lebten. das führte auch dazu, dass der kontakt zu meiner lange zeit nichtmehr bestand.

    und nun komme ich zum eigentlichen problem:

    meine mutter ist keine dumme und eine sehr resolute frau. sie arbeitete sich neben ihrer mutter-tätigkeit autodidaktisch zur bildenden künstlerin hoch. heute läuft sie mit einer geschönten biografie durch die weltgeschichte, bummelt dreimal mindestens im jahr durch's ausland und stellt regelmässig bilder aus, die m.e. über ihr können aussagen, dass sie sich gut zu verkaufen weiss.

    was ihr verhältniss zu meinem vater betraf, so hatte ich schon als kind einen sehr zwiespältigen eindrucK bzgl. ihres verhaltens.
    ich spürte oft, dass sie sich einfältiger gab, als sie wirklich war. ja, sie war ihm gegenüber geradezu devot. natürlich nahm ich an, dass seine erziehungsmethoden von ihr gutgeheissen und toleriert wurden. ich habe übrigens, als ich später etwas älter wurde mitbekommen, dass sie häufigen und sehr ausgiebigen sex miteinander hatten. sie führten also in soweit eine völlig intakte ehe.

    als mein vater starb, hatte ich meine mutter 15 jahre lang nicht gesehen. ich bin natürlich zur beerdigung meines vaters eingeladen gewesen und habe mich gleich auf die socken dorthin gemacht. meine mutter war sehr gealtert (sie ist jahrgang 1939). sie verhielt sich erstmal sehr überschwenglich und war entzückt von ihrer "wunderbaren" wenn auch schon gerade vierzigjährigen tochter. unser verhältniss lies sich erstmal gut an, aber nach und nach brachte sie das gespäch auf einige dinge in der vergangenheit mit den worten wie: wir wollte ja nur das beste usw. usf. ich muss dazu erwähnen, dass sie bei einem früheren gespräch zwischen uns beiden einmal behauptet hatte, ich hätte als dreijähriges kind einen klaps auf den po bekommen, aber geschlagen hätte mich mein vater nie....

    sie hat öfter so eine art an sich, dinge ins spiel zu bringen, ohne dass diese jemand erwähnt hätte und sie dann zu verteidigen. eigentlich bemerke ich bei genauerem hinsehen an ihr stet und ständig diese zwanghafte verhaltensweise. nun bin ich keine devote tochter, die sich von ihrer mutter unterdrücken lässt. ich habe mich diesbezüglich zur wehr gesetzt und das mit sehr deutlichen worten und reaktionen. mit meiner mutter ist es allerdings unmöglich ernsthaft zu reden, denn sie ist es gewöhnt perversionen zur normalität zu stilisieren, in unserer familie etwas, was gang und gäbe ist, sogar z.t. in meiner verwandschaft.
    sie hat also für alles eine sofortige begründung und nimmt kein blatt vor den mund. für sie ist nur das wahr, was ihr gerade in den kram passt. und wenn es einmal anders sein sollte, dreht sie es sich entsprechend zurecht und erwartet dafür auch noch respekt und eigentlich unterwerfung. sie ist einerseits eine umgängliche frau und was den alltag und gewisse organisatorische dinge betrifft, so kann man sich gut mit ihr einigen. auf eine gewisse weise ist sie gewöhnt, immer im mittelpunkt zu stehen. sie tu das aber nicht in unbedingt vordergründig dominanter weise, sondern in der umgekehrten art. sie biedert sich überall sofort an, versucht sich interessant zu machen und das häufig in für mein empfinden peinlicher und lächerlicher art. aus irgendwelchen gründen glaubt sie, jeder mensch hätte sie sofort zu lieben. zumindest sieht so ihr zufriedenes weltbild aus.
    ich frage mich darauf hin, muss ich ihr verzeihen? muss ich ihr entgegenkommen und in kauf nehmen, dass sie die wirklichkeit meines lebens ignoriert? ist sie eine alte frau, der man auf die dauer ihrer letzten jahre den stress ersparen sollte?

    ich wollte ihr verzeihen. eigentlich hatte ich gehofft, endlich frieden mitihr zu finden, aber jedesmal, wenn wir länger zusammen sind fühle ich mich in die verzweiflung meiner kinder-und jugendtage zurückversetzt. sie werden wieder gegenwart. ihr verhalten mir gegenüber hat sich im vergleich zu damals nicht wesentlich gewandelt.

    entschuldigt, dass dieses posting so lang ist, aber es ging nicht anders. danke für's lesen.

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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Wahrscheinlich werden dir viele raten. "Verzeih ihr, komm mit ihr ins Reine, rede..." bla bla bla.
    Ich selbst verstehe nicht, warum ich jemanden verzeihen soll, der mir Gewalt angetan bzw. geduldet hat, dass dies passiert.
    Wenn mich meine Eltern geprügelt hätten, mich ständig unter hohen Druck gesetzt hätten, kurz, wenn ich mich als Kind - aus welchen Gründen auch immer - mies gefühlt hätte, würde ich hart bleiben und nicht verzeihen. Ich denke, man muss und kann nicht im Nachhinein alles schönreden. Wer Hass säht kann nun mal keine Liebe ernten - So ist das nun mal.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    ich sehe das genauso wie Marylin.. wie kann man ein solches Verhalten verzeihen? Deine Mutter macht es sich verdammt leicht finde ich.. das Verhalten deines Vaters zu beschönigen.. das ist nicht leicht finde ich.. wie willst du Frieden finden, wenn deine Mutter deinen Einspruch ignoriert?

  4. Inaktiver User

    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    marylin,

    vielen dank für dein eindeutiges statement.

    ich befürchte eigentlich aber nicht, dass mir sehr viele zum gegenteil raten werden, weil ich hier schon oft mitgelesen habe, wie differenziert schwierige bis abnorme situationen von aussenstehenden resoniert werden. also hoffe und rechne ich auf sehr unterschiedliche reaktionen.

    ich bin dir sehr dankbar, dass du dich so klar ausdrückst und nicht so verschwommen, wie ich mir manchmal selbst die situation schönzureden versuche in ermangelung des fehlenden verständnisses, dass ich fälschlicherweise von der seite erwartet habe, von der es wohl nie kommen wird.

    andererseits hätte ich von ihr etwas mehr selbstreflexion erwartet. ich habe meine mutter noch nie selbstkritisch erlebt. sie ist diesbezüglich ein völlig indifferenter mensch, zumindest, was ihr verhalten betrifft. dass sie als freundliche und entgegenkommende person aufgefasst wird, erschwert für mich das verständniss von aussenstehenden personen, bei denen ich mich bereits unbeliebt gemacht habe oder denen mein verhalten bereits unangenehm auffiel, die ich aber nicht einweihen kann bzw. will.

    würde ihr selbstreflexion ehrlicher stattfinden, wäre sie zum blick in den spiegel und zur wahrheit fähig, gäbe es für mich eine chance, unser verhältniss zu kitten, ohne dass ich deswegen mich selbst verbiegen muss. aber so, habe ich nur die möglichkeit, ihr ganz aus dem weg zu gehen - sprich den kontakt wieder abzubrechen - oder sie auf die wahrheit zu stossen. tatsächlich ecke ich damit aber mit sicherheit nicht nur bei ihr an.

    liebe grüsse
    lady_julia

  5. Inaktiver User

    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Zitat Zitat von mamasgun
    ich sehe das genauso wie Marylin.. wie kann man ein solches Verhalten verzeihen? Deine Mutter macht es sich verdammt leicht finde ich.. das Verhalten deines Vaters zu beschönigen.. das ist nicht leicht finde ich.. wie willst du Frieden finden, wenn deine Mutter deinen Einspruch ignoriert?
    sie totschlagen wäre das beste....
    nee, aber mir hilft im moment dieser ausbruch. ich hoffe, er erschreckt nicht allzusehr. ist sowieso nicht wörtlich gemeint.

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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Hallo Julia!

    Hier fehlt ein Symbol für Zorn! Das, was Du da schilderst, ist Kindesmisshandlung. Dafür gehen Eltern in den Knast und zwar zu Recht. Es ist perfide von Deiner Mutter, aus Deinem Leid eine Bagatelle zu machen und die Gewalt, die Du erlitten hast, jetzt als "Klaps" zu bezeichnen. (Ja! hau ihr mal eine rein und sag: stell Dich nicht so an, war nur ein Klaps - kein ernst gemeinter Tipp, aber eine Phantasie, die mir beim Lesen dieses Threads kommt).

    Es gehört zu den Dingen, mit denen ich mich SEHR schwer abfinden kann, dass Menschen, die so viel Leid im Leben anderer verursacht haben, sich selbst erfolgreich einreden, dass gar nichts gewesen wäre. Dann haben diejenigen, die gelitten haben, noch nicht mal die Chance, dass die Vergangenheit wenigstens im Nachhinein anerkannt wird. Das ist übel und unverzeihlich.

    Massashi

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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Scheint so, als hätte Deine Mutter sich lange verbogen, und erwartet, dass Du es auch tust. Gesund klingt das nicht. Ihr seid weit entfernt von einer gleichberechtigten Kommunikation, und ich glaube nicht, dass Du ihr die abverlangen kannst. Weil sie das gar nicht kann womöglich.

    Vergebung ist trotzdem das Schlüsselwort. Du lebst sonst mit ewigem Groll in Dir, der Dich auffrisst, ohne dass Du es merkst.

    Jemandem zu vergeben, heißt nicht, dass man ihn lieben muss. Es ist mehr ein innerer Prozeß, der trotz der Vergebung in Distanz münden kann.

    Manche Leute "verrücken" die Realität so, wie sie es brauchen. Wie gesagt, gesund ist das nicht. Ich kenne auch so jemanden und kann da nur mit Flucht reagieren. Mit "Ver-rückten" ist kein normales Gespräch möglich, und sich ständig weiter verletzen zu lassen, braucht man sich nicht abzuverlangen - Familienbande hin oder her.

    So sehe ich das.
    Liebe Grüße
    Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Zitat Zitat von Karla48
    Vergebung ist trotzdem das Schlüsselwort. Du lebst sonst mit ewigem Groll in Dir, der Dich auffrisst, ohne dass Du es merkst.

    Liebe Karla und Julia!

    Karla, was Du schreibst, macht mich nachdenklich. Und ich stimme mit dem Rest Deines Postings überein, das Zitat ausgenommen.

    Ich glaube: Es ist wichtig, sich selbst zu verzeihen und ganz und gar zu lieben. Dafür braucht man denen, die schlecht zu einem waren, nicht zu verzeihen.
    Um deutlich zu machen, was ich meine, treibe ich ins Extreme: Es gibt auch Väter, die ihre Kinder sexuell missbrauchen. Das ist unverzeihlich. Für die Betroffenen ist es wichtig, dass sie sich trotz ihrer vielen Störungen, die daraus herrühren, annehmen. Nicht aber den Täter.

    Massashi

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    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    würde ihr selbstreflexion ehrlicher stattfinden, wäre sie zum blick in den spiegel und zur wahrheit fähig, gäbe es für mich eine chance, unser verhältniss zu kitten, ohne dass ich deswegen mich selbst verbiegen muss. aber so, habe ich nur die möglichkeit, ihr ganz aus dem weg zu gehen - sprich den kontakt wieder abzubrechen - oder sie auf die wahrheit zu stossen. tatsächlich ecke ich damit aber mit sicherheit nicht nur bei ihr an.

    liebe grüsse
    lady_julia
    verständlich, dass du so reagierst.

    deine mutter stammt aus einer generation, in der es üblich war, wegzuschauen, auszuhalten, ohne mann wenig identität zu haben. wie ist sie aufgewachsen, als kriegskind? mitunter ist sie ebenfalls ein opfer.

    sich dir und deinen verletzungen zu stellen, das würde HINSCHAUEN bedeuten. bei sich selbst. das eigene leben mit allem was darin geschehen ist. zb. schuldgefühle, scham, hilflosigkeit, angst anzusehen.

    sich selbst einzugestehen, dass man fehler gemacht hat, ist hart. dass sie das genau weiss, erfährst du aus ihren andeutungen. und - es ist offensichtlich härter für sie, das vor sich zuzugeben, als sich dir zu öffnen und die objektive wahrheit zuzulassen, weil dann ihr traum zerplatzt.

    jedoch - und das weisst du sicherlich selbst - hat es keinen zweck, von deiner mutter etwas einzufordern, was sie nicht geben kann und es wird schwer sein für sie, auszuhalten, wie du ihr vorwirfst, dass das, was sie gedeckelt hat, bei dir immer noch bestürzung, verletztheit und hilflosigkeit auslöst, sie also mit ihrem versagen konfrontierst.

    das heisst nicht, dass es dir damit besser geht und es heisst nicht, dass du den kontakt aufrecht erhalten sollst, wenn du das nicht kannst. es wäre nur wünschenswert, dass du auf deine mutter ohne zorn und hass schauen könntest.

    lieben gruß,
    c.

  10. Inaktiver User

    AW: Psychoterror wird zur Normalität...

    vielen dank euch allen für eure unterschiedlichen beiträge. ich werde i.m. bestimmt das davon 'rauspicken, was mir selbst am nächsten kommt bzw. am wenigsten wehtut. aber ich stelle mich trotzdem auch den anderen meinungen und versuche im laufe der zeit, auch darüber nachzudenken:

    deine mutter stammt aus einer generation, in der es üblich war, wegzuschauen, auszuhalten, ohne mann wenig identität zu haben. wie ist sie aufgewachsen, als kriegskind? mitunter ist sie ebenfalls ein opfer.
    chris,

    ja, zwangsläufig hat meine mutter als kleinkind auch den krieg miterlebt. zu deiner anderen vermutung:
    meine mutter ist definitiv kein opfer. ich bin über ihre situation recht gut informiert und weiss von ihr selbst und mit ihren eigenen worten, dass ihre mutter gutherzig, wenn auch ab und an etwas resolut und ihr vater i.a. ein viel zu sanftmütiger mann war. ich glaube, sie suchte die prügel (im übertragenen sinn) bei einem mann, der härter als ihr vater sein konnte. ich kann mich auch noch an andere worte aus ihrem mund erinnern, die mich auf eine solch bösartige vermutung erst brachten: "männer müssen böse sein." und "bin ich froh, dass ich keinen idioten geheiratet habe."

    Ich glaube: Es ist wichtig, sich selbst zu verzeihen und ganz und gar zu lieben. Dafür braucht man denen, die schlecht zu einem waren, nicht zu verzeihen.
    Um deutlich zu machen, was ich meine, treibe ich ins Extreme: Es gibt auch Väter, die ihre Kinder sexuell missbrauchen. Das ist unverzeihlich. Für die Betroffenen ist es wichtig, dass sie sich trotz ihrer vielen Störungen, die daraus herrühren, annehmen. Nicht aber den Täter.
    massashi, danke

    du sprichst mir aus der seele. ich bin hin- und hergerissen, weil ich nicht weiss, wie ich meine mutter eigentlich richtig einschätzen soll. ein freund von mir sagt immer: "ich glaube, du fühlst dich von ihr regelrecht zusammengefaltet." das konnte er garnicht besser ausdrücken.

    geschwister von mir - mein jüngster bruder - verhalten sich anders als ich. er redet übrigens sogar das verhalten meines vaters schön. bzgl meiner mutter sagte er mir mal: " aber andere menschen verdrängen doch auch. und sie ist immerhin eine sehr empfindsame person. " was hält er an ihr für ein empfindsames verhalten, frage ich mich nur. mit ihm zu reden, wage ich garnicht. ich weiss, dass meine haltung nur schwer akzeptiert wird.

    Hier fehlt ein Symbol für Zorn! Das, was Du da schilderst, ist Kindesmisshandlung. Dafür gehen Eltern in den Knast und zwar zu Recht. Es ist perfide von Deiner Mutter, aus Deinem Leid eine Bagatelle zu machen und die Gewalt, die Du erlitten hast, jetzt als "Klaps" zu bezeichnen.
    genau das tut sie: "du siehst immer nur das negative", ist ihre antwort. ihre tricks, zu bagatellisieren sind übrigens noch viel raffinierter, als ihr euch das jetzt vorstellen könnt.

    ein beispiel:
    sie brachte das gespräch auf meine kinderzeit in einem alter als ich etwa fünf jahre alt war. ich hatte damals angst vor einem nachbarsmädchen, das mich schwer terrorisiert hat. mein vater kannte das problem, reagierte mal mit verständniss, mal mit abwehr: "wenn du vor der angst hast, kriegst du von mir noch eine dazu!"

    meine mutter erfragte diese antwort und reagierte mit gespieltem entsetzen: " warum bist du denn nicht zu mir gekommen? ich kann doch nichts dafür, wenn du es mir nicht gesagt hast? ein normales kind wäre doch zu seiner mutter gegangen ? das verstehe ich nicht. und überhaupt, was ist denn das für ein ton?"

    sie brachte mich damit noch zu der äusserung: "du interpretierst da etwas in meinen ton hinein, was ich garnicht meinte."

    rückzug meinerseits. es tut mir in der seele weh. sie versteht nicht, dass ein eingeschüchtertes und manipuliertes kind nicht alternativ zu seiner mama rennt und schreit: der papa spinnt!!!
    sie kennt eben nur ihre eigene normale familie. sie waren sechs kinder, fünf mädchen und ein junge.

    Scheint so, als hätte Deine Mutter sich lange verbogen, und erwartet, dass Du es auch tust. Gesund klingt das nicht. Ihr seid weit entfernt von einer gleichberechtigten Kommunikation.
    eben karla, das spüre ich nur allzu oft.
    Geändert von Inaktiver User (06.06.2007 um 17:30 Uhr)

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