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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von Di-Di-Di Beitrag anzeigen
    Drittens- die tolle Therapeutin Alice Miller - hat es nicht geschafft - ihren Sohn von ihren eigenen Verletzungen freizuhalten.
    Trotz Therapie, trotz Supervision.
    Zu denken, dass jemand- weil er Therapeut ist- selbst keine "Fehler" macht, ist aber auch "magisches Denken"!

    Ergänzung: dass NUR die Mutter für das Leben eines Menschen verantwortlich ist
    Geändert von kenzia (02.05.2021 um 10:18 Uhr) Grund: Ergänzung

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Zu denken, dass jemand- weil er Therapeut ist- selbst keine "Fehler" macht, ist aber auch "magisches Denken"!
    Manche Klienten freuen sich über die Fehler, welche "Psychoanalytiker verursachen und weisen sie zurecht" Wie zum Beispiel, das können sie nicht machen mit mir.



    Ergänzung: dass NUR die Mutter für das Leben eines Menschen verantwortlich ist
    zutreffend geschrieben, sag das mal FREUD oder der Generation bis 1960.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Manche Klienten freuen sich über die Fehler, welche "Psychoanalytiker verursachen und weisen sie zurecht" Wie zum Beispiel, das können sie nicht machen mit mir.
    Sollte sich ein Klient über Fehler freuen, die sein Therapeut macht- stellt sich doch die Frage, mit welcher Motivation er in diese Therapie gegangen ist? Das klingt nach keiner guten Grundposition.

    Es geht doch wenn, um eine gute Mischung aus Hinwendung und Hinterfragen. Vertrauen mit einer Prise "selbst Denken und Fühlen".

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    zutreffend geschrieben, sag das mal FREUD oder der Generation bis 1960.
    Und auch hier wieder: Wer den Vater der Psychologie- der letztlich der berühmteste Vertreter war und die Psyche des Menschen zum "Untersuchungs-Gegenstand" machte- zu "Doktor Allwissend" erklärt - entzieht sich (meiner Meinung nach) jeglichem natürlichen Denken von Entwicklung und Fortschritt.

    Ich habe schon viele abwertende Aussagen zu Freud gehört und gelesen und kann diesen Herabsetzungen nicht folgen.
    Was Freud geleistet hat WAR groß und es hat immense Ausläufer, die bis zum heutigen Tag reichen.

    Dass seine Theorien heute vielfach nicht mehr standhalten, verworfen wurden oder ergänzt wurden - kann doch keine Herabsetzung von Freud bedeuten!
    Er hat gemacht, so gut er konnte und das war immerhin viel mehr als jeder andere vor ihm.
    Bei ihm konnte angesetzt werden, um weiter zu arbeiten oder neue Wege einzuschlagen.
    Und das die Menschen ihm damals gefolgt sind- ist doch einfach nur eines- total normal! Wie lange das so ging, weiß ich nicht.....aber nur, weil wir HEUTE offen für neue Richtungen und Sichtweisen sind (oft genug übrigens auch nicht, denn genug folgen selbst einer Richtung und sind gegen andere Richtungen oft anti eingestellt), braucht man den Zeitgeist von damals nicht herabzusetzen oder sich darüber erheben.

    Wer weiß, für wie blöd unsere heutigen Theorien in einigen Jahren gehalten werden?
    Und wie schade, dass man nicht alles zu seiner Zeit anerkennen kann.

    Was für mich aber auch beinhaltet, dass wir unseren gesunden Geist immer dabei haben und uns nicht an der Tür zum Therapeuten 100% aufgeben. Anerkennen was ist und Hinterfragen, schließt sich für mich nicht aus.
    Geändert von kenzia (13.05.2021 um 09:44 Uhr)

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Das finde ich auch ein äußerst merkwürdiges Verhalten deiner Therapeutin. Da würden bei mir schon die Alarmglocken angehen.

    Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr sicher, ob man tiefliegende Traumata und Probleme nur durch Tiefenpsychologie behandeln kann.

    Mit ist vor einigen Jahren mal mein Leben um die Ohren geflogen, ich brauchte Hilfe. Also landete ich bei einer tiefenpsychologisch geprägten Psychologin. Schon gleich zu Anfang meinte sie, ich müsse so 2 - 3 Mal pro Woche kommen und das Ganze könne über ein Jahr dauern!

    Das hat mich schon mal irritiert, klar kann man grundlegende Probleme nicht in 5 Minuten behandeln, aber das kam mir dann doch etwas merkwürdig vor, wobei das wie ich jetzt weiß, durchaus normal sein kann bei der Tiefenpsychoanalyse.

    Jedenfalls ging ich dahin, jedesmal ca. 40 km Fahrt, sie saß da, sagte kein Wort und ich sollte reden. Also redete ich, erzählte meine Probleme und aus meinem Leben. Sie sagte nie etwas dazu, saß nur da. Nach ziemlich genau 50 Minuten sprang sie jedesmal auf, streckte mir die Hand entgegen und sagte, so die Sitzung ist beendet, auf Wiedersehen.

    Nach 4 Sitzungen ging ich da nicht mehr hin, ich sah da keinerlei Sinn darin und habe mich überhaupt nicht angenommen oder reflektiert gefühlt.

    Deswegen denke ich, wenn du gleich ein komisches Gefühl hast, dann solltest du die Therapie beenden, auch wenn es schwer sein wird, jemanden anderes zu finden.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Glaube ich auch.
    Die TE schreibt, dass die Therapeutin mit Übertragung arbeitet.
    Muss aber nicht unbedingt immer funktionieren.
    Vielleicht versucht die Therapeutin mit Übertragung zu arbeiten, kann es aber einfach nicht.
    Man muss auch ein Gespür für das richtige Timing haben, wann was in der Therapie angemessen ist und wann des den Klienten weiterbringt.

    Mir gefällt überhaupt nicht, dass die Therapeutin die Diagnosen nicht erst nimmt. Denn davon ausgehend muss sie doch ihre Behandlung strukturieren...bzw. die Diagnose auch im Hinterkopf haben.

    Ich würde auch zu einem Therapeutenwechsel raten. Dafür sind eben die probatorischen Sitzungen da, um zu prüfen ob es passt.

    Evtl. kannst Du Dir auch nochmal Hilfestellung bei Deinem Psychiater holen, welche Therapieform für Dich am geeignetsten ist und wo Du einen guten Therapeuten findest.

    Mit Therapeuten ist es wie in fast jeder Berufsgruppe: Es gibt ausgezeichnete Therapeuten, gute Therapeuten, mittelmäßige Therapeuten und schlechte Therapeuten.

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Sollte sich ein Klient über Fehler freuen, die sein Therapeut macht- stellt sich doch die Frage, mit welcher Motivation er in diese Therapie gegangen ist? Das klingt nach keiner guten Grundposition.
    Naja, es ist schon auch so, dass doch nicht wenige Klienten nicht wissen, wozu sie überhaupt eine Psychotherapie machen, Das fängt schon bei der Erwartungshaltung an, oder wie benehme ich mich bei meinen Therapeuten. Was tue ich da eigentlich? Gefällt mir das überhaupt. Da gibt es einige Fragen dazu. Das kannst du auch hier erfahren.


    Was Freud geleistet hat WAR groß und es hat immense Ausläufer, die bis zum heutigen Tag reichen.
    Sicher hat Freud die Menschliche Psychowelt geöffnet für Menschen, die sich dafür interessieren. Erstaunlich wie sich Freud gegenüber seiner Umwelt doch isoliert und sich mit allseinem Verhalten von Geist und Psyche und Neurologie verschrieben hat.

    Erstaunlich wie man sich über einige Zeilen darüber Gedanken machen kann, warum der rechte Nasenflügel bei Erregung anders bebt, als der linke. Freud, sicher eine Errungenschaft für die Wissenschaft, aus welcher heraus sich ebenso wertvolles von anderen Analytikern entwickelt. Aber und darauf kommt es ebenso an, man muss ihn auch mögen.





    Wer weiß, für wie blöd unsere heutigen Theorien in einigen Jahren gehalten werden?
    Und wie schade, dass man nicht alles zu seiner Zeit anerkennen kann.
    Mir ist es zum Beispiel lieber, wenn man noch Mensch sein darf mit all seinen Macken und nicht alles unter die Lupe genommen wird, bzw. behandelt werden muss. Der Zeitgeist zu Freuds Zeit war auch geprägt von Opium und Kokainismus, selbst Heroin gegen Schmerzen legale Medizin. Es gab also auch genug an Verhaltensweisen zu studieren. Ich meine jede Zeit hat schon die richtigen Zusammenhänge, und dennoch waren die Psychiater und Psychologen von damals noch mit sehr quaelenden Behandlungen unterwegs, da auch er immer noch an Heilung über diese hinaus dachte. Selbst Freud tat sich nicht leicht mit seiner eigenen Psychoanylyse. Auf jedenFall ein sher mitteilsamer Wissenschaftler,der den Dingen auf die Spur kommen wollte.

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    von Bruce Lee



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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Naja, es ist schon auch so, dass doch nicht wenige Klienten nicht wissen, wozu sie überhaupt eine Psychotherapie machen, Das fängt schon bei der Erwartungshaltung an, oder wie benehme ich mich bei meinen Therapeuten. Was tue ich da eigentlich? Gefällt mir das überhaupt. Da gibt es einige Fragen dazu. Das kannst du auch hier erfahren.
    Das stimmt- hat aber ja mit dem, was ich schrieb, gar nix zu tun.

    Ich bezog mich auf deine Worte, nach denen sich ein Klient über Fehler des Therapeuten freut- und da glaube ich eben,, dass sowas die allerwenigsten machen oder auch nur anstreben.
    Was wäre das für ein zerstörerisches Verhältnis, wenn ich bei dem Menschen, dem ich vertrauen soll- auf der Suche nach Fehlern bin?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Sicher hat Freud die Menschliche Psychowelt geöffnet für Menschen, die sich dafür interessieren.
    Dir begegnet Psychologie, wo du hinschaust- auch, wenn du es selbst gar nicht weißt. So ist z.B. Werbung zutiefst psychologisch fundiert.
    Man muss sich also keineswegs dafür interessieren, um in einer geöffneten "Psychowelt" zu leben.
    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Erstaunlich wie sich Freud gegenüber seiner Umwelt doch isoliert
    Wieso hat er sich seiner Umwelt gegenüber isoliert?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    und sich mit allseinem Verhalten von Geist und Psyche und Neurologie verschrieben hat.
    Erstaunlich wie man sich über einige Zeilen darüber Gedanken machen kann, warum der rechte Nasenflügel bei Erregung anders bebt, als der linke. Freud,
    Was ist daran erstaunlich?
    Jeder Wissenschaftler, der in seinem Gebiet aufgeht, macht es genauso!
    Und ich vermute- genau so muss man sein, um ein Gebiet auch wirklich zu ergründen.
    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    sicher eine Errungenschaft für die Wissenschaft, aus welcher heraus sich ebenso wertvolles von anderen Analytikern entwickelt. Aber und darauf kommt es ebenso an, man muss ihn auch mögen.
    Wieso muss man Freud mögen?
    Vor allem WIE kurzsichtig wäre es, wenn ich den Vater einer Richtung "nicht mag" (schon das eine seltsame Formulierung, denn konnte einer von uns ihn denn kennenlernen und "mögen"??)- und damit die ganze Richtung ablehne

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Mir ist es zum Beispiel lieber, wenn man noch Mensch sein darf mit all seinen Macken und nicht alles unter die Lupe genommen wird, bzw. behandelt werden muss.
    Zum Glück bleibt die letzte Einheit, der Mensch für sich und er kann immer noch selbst entscheiden, was er will oder nicht

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Auf jedenFall ein sehr mitteilsamer Wissenschaftler,der den Dingen auf die Spur kommen wollte.
    Ein Glück- oder wie sollte sich Wissenschaft verbreiten, wenn man sie für sich behält?

    ps. ich habe einige Biographien von ihm gelesen, es gibt auch einen Film über ihn- ich fand das und ihn sehr interessant.
    Logisch war er ein Kind seiner Zeit- wie sollte es auch anders sein?
    Dass er Kokain genommen hat, war damals einfach normal- man wusste es nicht besser.
    Wie die Röntgenstrahlung, deren tödliche Dosis am Anfang auch keiner ahnte.

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wieso hat er sich seiner Umwelt gegenüber isoliert?
    Freud war zuerst Neurologe und die Disziplin der Psychoanalyse zumindest in den Anfängen seiner Studien zur Psychoanalyse, das war so 1887 bis 1902, fand in der Zeit nicht unbedingt Begeisterung. Eine gewisse Gleichgültigkeit, fast feindselige Ablehnung der Umwelt liess in doch in seiner Begeisterung und Forschungsdrang alleine.Die sozialen und politischen Verhältnisse standen dem gleichgültig gegenüber.

    Ich habe ein Buch über Briefe an seinen eng vertrauten Freund, Wilhelm Fliess (dieser selbst war Biologe) , in dem Freud über die Anfänge der Entstehung der Psychoanalyse schrieb und er Fliess an seinen Gedankengängen, wie Schlussfolgerungen und seiner eigenen Verfassung während dieser Zeit teilhaben liess.

    Eine gewisse Isolation für dieses Thema lässt Freud in diesen Briefen mitteilen. Er umging diese "Isolation " ind dem er sich sehr intensiv ausschliesslich mit Fliess ausstauschte.

    Ein kleiner Auszug daraus: Quelle Sigmund Freud 1887 - 1902 Abhandlungen und Notizen

    Teurer Wilhelm! "Traum und Hysterie" ist gestern fertig geworden, heute fehlt es mir bereits an einer Betäubung. Es ist ein Bruchstück einer Hysterieanalyse, in der sich die Aufklärungen um zwei Träume gruppieren, also eigentlich eine Fortsetzung des Traumbuches
    usw. wie gesagt, aus den Anfängen der Psychoanalyse.

    Ich finde diese Briefe insofern interessant, als dass es so zu lesen ist mit dem was er so damit verstehen will, weil auch freundschaftlich geschrieben und nicht als reine wissenschaftliche Abhandlung, sondern seine Gedankengänge dazu als Möglichkeit erwähnt sind und nicht wie in einer wissenschaftlichen Arbeit als allgemeingültiges Gut besteht.

    Ein jonglieren an Schlussfolgerungen Entdeckungen und Irrwege in diesen Briefen. Wie auch immer, ich befasse mich eigentlich überhaupt nicht mit Psychoanalyse, mich interessiert auch mehr der Mensch Freud und sein Leben.

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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Man muss sich also keineswegs dafür interessieren, um in einer geöffneten "Psychowelt" zu leben.
    Zu der damaligen Zeit war es schon etwas Ungewöhnliches und etwas detailiertes Neues entstand. Das Psychische hatte doch vor Freud etwas Unbekanntes, meist Negatives oder auch "Über sowas spricht man nicht" so an sich. Hatte mit Verfolgung zu tun oder mit Scharlatanerie.

    Die Auswirkung, damals kannst du nicht mit der Heutigen Zeit vergleichen, so grundsätzlich mal. Wenn sich jemand heute nicht für Psychische Angelegenheiten interessiert, dann bekommt er es über Beziehungen, Schule, Kindergarten Dienststelle ziemlich schnell als unausweichbare Option mit. Vieles dreht sich doch heute um Verhalten in bestimmten Situationen und Orten, von dem dann jeder weiss um was es geht.

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    von Bruce Lee



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    AW: Tiefenpsychologische Therapie

    Danke für diese Infos- sehr interessant!
    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ein jonglieren an Schlussfolgerungen Entdeckungen und Irrwege in diesen Briefen. Wie auch immer, ich befasse mich eigentlich überhaupt nicht mit Psychoanalyse, mich interessiert auch mehr der Mensch Freud und sein Leben.
    Jepp- generell finde ich Biografien sehr interessant.

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