Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14
  1. User Info Menu

    Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Hallo,

    wie findet man die richtige Therapie für sich. Ich habe wohl eine dependente Persönlichkeitsstörung und wer weiß, was man noch so alles diagnostizieren könnte. Z. B. eine generalisierte Angststörung usw.

    Bei mir geht immer alles so durcheinander, wenn ich zum Therapeuten komme, weil sich das alles so auf viele Bereiche ausdehnt. Jeder Mensch hat ja auch Probleme, nicht jeder muss zum Therapeuten.

    Es geht vieles darum ums Aushalten, aber ich bin ziemlich sensibel und labil. Ich kann auch nicht überall arbeiten, und hier fängt das Dilemma ja schon an. Finanzielle Unabhängigkeit. Von der noch kommenden Massenarbeitslosigkeit, die vielleicht jetzt noch kommt, mag ich gar nicht reden.

    Hat jemand Erfahrungen mit Online-Psychotherapie? Und wie lange dauert so eine Therapie so? Hilft das überhaupt?

    Würde mich über ein paar Antworten freuen....

    LG

  2. User Info Menu

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Hallo Zitteraal,
    du hast also schon einmal Therapie gemacht / einen Therapeuten gesucht. Innerhalb der ersten fünf Stunden - die zahlt bei einer psychischen Erkrankung die Krankenkasse - geht es darum, herauszufinden
    a) ob du und der Therapeut kompatibel sind
    b) ob die vom Therapeuten angebotene Therapie zu deinen Problemen / Schwierigkeiten passtl.

    Mit diesen zwei Aufgaben darf dich der Therapeut nicht alleine lassen - er muss gemeinsam mit dir an der Lösung arbeiten. Und auch dass du - wie du schreibst - in der Stunde vom Hölzchen aufs Stöckchen auf den Wald und wieder zurück zum Kamin kommst - da ist es die Aufgabe des Therapeutin dich
    a) ausreden zu lassen
    b) dir schrittweise beim Sortieren zu helfen.

    Nebenbei - der Therapeut muss die Uhr im Blick haben - also dich nicht einfach mitten im Thema rausschmeissen sondern er wir
    - wenn er sein Geld wert ist - gegen Ende versuchen dich zu stabilisieren und dich so in die Woche entlassen.
    Bei einer psychischenErkrankungwerden selbstverständlich nicht nur die ersten 5 Stunden sondern die ganze Therapie von der Kasse bezahlt. Selbstverständlich nur von einem zugelassenen Therapeuten.

    Wenn du derzeit einen Therapeuten hast und dich da so irgendwie gut aufgehoben fühlst - dann mach da weiter.

  3. User Info Menu

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    liebe zitteraal, was du schreibst, klingt einfach danach, dass du viele berge vor dir siehst , aber keinen weg aber bitte vertraue, es gibt einen weg "zwischendurch" , manchmal ist es sehr wichtig- gerade wenn man sich ängsten konfrontiert sieht - nicht noch zukünftige herbeizureden bzw. sich darüber einen kopf zu machen " bevorstehenden massenarbeitslosigkeit" zum beinspiel. versuche auf jeden fall, achtsamer druch den tag zu gehen, und vielleicht kannst du dich mit psycho-selbsthilfemthoden oder selbsthilfebüchern beschäftigen, die haben mir jedenfalls sehr gut geholfen . an büchern kann ich l.hay und "Glückskekse für ihre gestresse seele" von j.fröhlich wärmstens empfehlen , einfach verständliches aufbauendes lesfutter , jeden tag ein kapitel,ich liebe das. ( gerade wenn bei dir alles drunter und drüber geht, lernst du so , dass es meist nur um das eine thema kreist, das geheilt werden will: du bist gut so wie du bist , selbstliebe ) und an selbsthilfemethoden kann ich sehr die Methode "EFT" ( emotional freedom technique bzw. "Tappen/ Tapping" ans Herz legen........es gibt viele youtube videos zum einfach mal ausprobieren dazu , ich wünsche dir jedenfalls alles gute

  4. User Info Menu

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Hinzu kommt eigentlich noch, dass ich einen stark manipulativen, kontrollsüchtigen Partner habe - das muss ich in einer Therapie aufarbeiten bzw. daran arbeiten, mich trennen zu können. Ich schaffe den Absprung nicht - er sagt, er hat sich geändert, aber das stimmt, wie die anderen Male, auch nicht.

    Eine Verhaltenstherapie wäre da nicht schlecht, oder? Wird aber ein langes Stück Arbeit nach so langer Zeit in dieser Beziehung. Kein Wunder, dass ich kein Selbstwertgefühl habe. Ich kann die Beziehung doch nicht weiterführen, wenn ich so oft belogen werde. Die Dinge sind ja irgendwie nicht so, wie sie scheinen. Ich bin völlig orientierungslos. Aber ich kann nicht weg. Schaff' ich nicht.

    Jemand Erfahrung damit? Oder gibt es doch gute Foren, Bücher zum Thema, die jemandem geholfen haben? Chats, wo man sich darüber austauschen kann?

    LG

  5. Inaktiver User

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Liebe Zitteraal,

    vielleicht hat hier ja jemand andere Erfahrungen gemacht, aber in meiner persönlichen und beruflichen Umgebung sah ich bei Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen in therapeutischer Behandlung befanden, bisher keinen durchschlagenden Erfolg. Vielleicht kann es ein Anstoß sein, mehr aber auch nicht. Das ist aber nur meine persönliche Meinung und sicher nicht auf alle zutreffend.

    Wenn ich jedoch eine Therapie machen würde, würde ich auch eher den verhaltenstherapeutischen Ansatz bevorzugen. Ich hatte das im Rahmen einer gesundheitlichen Problematik mal in den 90ern ausprobiert. Das scheint mir am lösungsorientiertesten zu sein. Was zu dir passt, kann ich nicht beurteilen.

    Ich war selbst vor ein paar Jahren in einer (euphemistisch ausgedrückt) ungünstigen Beziehung. Das war auch der Grund, warum ich in diesem Forum vor einigen Jahren aufschlug. Ich war wirklich verzweifelt, erkannte mich selbst nicht wieder und fand da lange nicht raus. Wahrscheinlich kann das auch Menschen passieren, die gar nicht so dependent sind. Vor dieser Beziehung hatte ich das jedenfalls nicht erlebt.

    In dieser Zeit hatte ich bestimmt alle Bücher zu dem Thema verschlungen (es gibt verdammt viele zu dem Thema) und auch unregelmäßig eine Selbsthilfegruppe zu der Thematik besucht. Die anderen Frauen der Gruppe waren alle in Therapie und trotzdem hat es in den zwei Jahren, die ich dort war, keine aus ihrer toxischen Beziehung geschafft.

    Bei mir selbst war es so, dass ich in der Gruppe von der schrecklichen Beziehung berichten konnte, sicherlich Entlastung fand und direkt danach wieder zu ihm gefahren bin, um mich schlecht behandeln zu lassen.

    Die Mechanismen in einer toxischen Beziehung sind kompliziert und nicht einfach zu durchbrechen.

    Mein erstes Buch zu dem Thema war übrigens "Jein" von Stefanie Stahl, später die Bücher von Rainer Sachse zu Persönlichkeitsstörungen und alles über Narzissmus (in aller Munde, ich weiß) und toxische Beziehungen. Ich hatte alle Informationen, wurde quasi Expertin, die Gründe waren mir auch klar, Kontaktsperren waren mir auch vertraut.. und trotzdem konnte ich nicht konsequent sein.

    Was mir letztendlich zum Ausstieg verholfen hat, weiß ich gar nicht genau. Günstig war, dass wir nicht zusammenwohnten (allerdings in einer Straße) und ich mir neue Inhalte und Kontakte suchte. Außerdem engagierte ich mich mehr im Job. Mittlerweile brauche ich die alternativen Kontakte nicht mehr und bin gerne alleine. Dazu kamen gesundheitliche Probleme (die aber nichts mit der Beziehung zu tun hatten) und ich hatte keine Kraft und Lust mehr, den Kontakt zu ihm zu suchen.

    Retrospektiv kommt mir die Zeit dieser Beziehung fast absurd vor und würde einfach nicht mehr in mein Leben passen. Es war zwar immer was los in dieser Beziehung und ich habe mich viel mit seinen Problemen beschäftigt. Jetzt begeistern mich andere Sachen und ich genieße die Ruhe. Da spielt auch der Faktor Zeit mit rein und die Gewohnheit.

    Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht!

  6. Inaktiver User

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Zum Thema Hilfe in Foren:

    Es gibt z.B. das Forum re-empowerment (sehr einfühlsame und selbst betroffene User) oder die Seite "Trennungsschmerzen".

    Auch hier im Forum können Fragen gestellt werden. Aber es gibt leider auch das Phänomen, dass User schnell mit Tipps sind und ungeduldig reagieren, wenn du dich nicht schnell genug trennst. Wer selbst nicht drin steckt, kann schwer verstehen, warum eine Trennung nicht leicht fällt.
    Auch könnten von dir beschriebene Ereignisse schnell fehlinterpretiert werden, auch weil es schwer ist, schriftlich alles verständlich rüber zu bringen. Du könntest dich missverstanden fühlen und enttäuscht sein. Gerade, wer in einer schwierigen Beziehung steckt, ist meist empfindsam und verletzlich.
    Aber einige hilfreiche Beiträge gibt es trotzdem immer. Hier im Forum sind auch viele informierte, gebildete, lebenserfahrene, geduldige und einfühlsame Menschen.

    Nachtrag: Ok, ich sehe jetzt erst, dass du hier bereits einen Strang zur emotionalen Abhängigkeit eröffnet hast.

  7. User Info Menu

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Zitat Zitat von Zitteraal Beitrag anzeigen
    wie findet man die richtige Therapie für sich.
    Zitat Zitat von Zitteraal Beitrag anzeigen
    Eine Verhaltenstherapie wäre da nicht schlecht, oder?
    @Zitteraal, zwischen diesen beiden Aussagen liegen immerhin sieben Monate.

    Hast Du in all der Zeit so rein gar nichts unternommen bezüglich Therapie?

    Du möchtest Dich trennen von einem manipulierenden, kontrollsüchtigen, lügenden Partner. Ich gebe zu bedenken, dass jegliche Art von Therapie, die tief in die eigene Persönlichkeit eingreift, meist eine sehr langwierige Angelegenheit ist, die sich über Jahre hinziehen kann.

    Du würdest also während dieser ganzen Zeit weiterhin an der Seite dieses Partners sein.
    Würdest Du das aushalten können? Würde die Vorstellung dieses Szenarios nicht ausreichen, um Dich auch unabhängig von einer Therapie trennen zu können?

    Einen wirklich Rat habe ich nicht für Dich, es ging mir eher um den Denkanstoß.

  8. Inaktiver User

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Mein Tipp für dich wäre: ein guter und stabiler Freundeskreis und die Beschäftigung mit Dingen, die dir Freude bereiten.
    Bücher zum Thema lesen find ich auch ganz gut, Stefanie Stahl wurde ja schon genannt.
    Von Therapien halte ich persönlich nicht so viel.
    Aber ist halt meine subjektive Meinung....

  9. Inaktiver User

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Tipp für dich wäre: ein guter und stabiler Freundeskreis
    Gibts bei amazon - nur eingeben, bestellen und drei Tage später, sitzen alle bei dir happy am Frühstückstisch

  10. Inaktiver User

    AW: Welche Therapie oder lieber doch Bücher lesen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gibts bei amazon - nur eingeben, bestellen und drei Tage später, sitzen alle bei dir happy am Frühstückstisch
    Ich hab grad herzlich gelacht, danke kenzia

    (Ist meine eigene Erfahrung...ohne gute Freunde hätte ich vieles nicht hinbekommen.)

Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •