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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Danke für Deine Antwort!
    Ich werde mich da mal weiter umhören/umlesen, denn das Thema interessiert mich doch sehr.

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Zitat Zitat von Inbetween Beitrag anzeigen
    Und jetzt sitze ich im Hier und Jetzt und habe nur diese EINE Welt.
    ha, Ja, das fühlt sich manchmal so an, wenn man über Wirklichkeiten so nachdenkt. Wenn dir "die Eine Welt" zu wenig ist, versuche dich doch mit den Wirklichkeiten anderer Menschen zu befassen und wenn es nur als "Gast zu einer anderen Wirklichkeit sein wird. Eine andere Welt, welche so mit deiner (weniger) zu tun hat. Also so als Ersatzwirklichkeit für eine Parallelwelt mit einer Portion Realitätsflucht im positiven Sinne. Interessante Filme eigenen sich auch recht gut dazu. Da für eine Zeitlang einzutauchen und als Zeitläufer nicht nur in der eigenen Welt bleiben. Wenn du so viel mit Psychoschmerz und Trauer zu tun hast, schau doch ob es doch eine
    "off und on " Option geben kann und wenn es nur imaginäre "Beispiele " sind, welchen den Schmerz nicht mehr so interessant machen. Psychoschmerz und Trauer als Teil deiner Persönlichkeit gibst du ziemlich viel Raum. Warum willst du das nicht mit anderen Absichten organisieren?

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Zitat Zitat von Oktoberin Beitrag anzeigen
    Danke für Deine Antwort!
    Ich werde mich da mal weiter umhören/umlesen, denn das Thema interessiert mich doch sehr.
    Ich möchte hier zu dieser Position noch einmal ganz bewusst eine Gegenposition betonen: Ich rate jedem, der mich zu meiner Meinung fragt, von einer Psychoanalyse ab. Ich habe wie geschrieben noch nie erlebt, dass dieses übermäßige Wühlen in der Vergangenheit irgendjemanden weiter gebracht hat. Im Gegenteil, die Leute waren an den Therapietagen nicht mehr ansprechbar. Und falls es zu Abbrüchen kam, wurde es richtig schlimm. Es entstanden Abhängigkeiten zu den Therapeuten über das Positive hinaus.
    Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ich mit einer Verhaltenstherapie, in der auch EMDR angewandt wurde, die auf Lösung fokussiert war, und nicht nur auf die Vergangenheit, am besten zurecht gekommen bin.
    Ich habe auch Psychologie studiert, wenn auch nur im Magister-Nebenfach.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Was war in den vier Jahren in Brandenburg besser/anders als jetzt?
    Was vermisst Du?
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    @ Sundays, Du scheinst in Deinem MA Nebenfachstudium nicht aufgepasst zu haben: die moderne Analyse, durchaus bisweilen Freudianisch, kommt lange nicht mehr im Gewand der Vergangenheitswühlerei daher.
    Und eine Analyse hast Du nicht selbst gemacht, sondern argumentierst hier auf der Basis von Aussagen irgendwelcher "Leute".
    Beinahe keimt der Verdacht, Du bekämst Provision fürs Anpreisen von EMDR.
    Deine Aussagen nehme ich mal nicht ernst, nicht mal mit Humor.

    Zu Dir, Akzent: Du scheinst ganz gut zu verstehen, worüber wir hier reden. Kennst Du selbst auch das Gefühl, dass die eine Realität Dir zu eng ist irgendwie? Ich jedenfalls vermisse die Flucht in eine Parallelwelt, weshalb ich mir jetzt einen Blog zugelegt habe und zu den Themen, di mich beschäftigen, schreibe. Ein dürrer Ersatz für meinen Therapeuten oder treffender: für die Sphäre jenseits des banalen Hier und Jetzt (nicht wertend gemeint!)

    Du schreibst, dass ich "Psychoschmerz und Trauer als Teil" meiner Persönlichkeit ziemlich viel Raum gebe. Ja, das stimmt, und das gefällt mir nicht. Ich glaube, auf Deine Frage, warum ich das nicht "mit anderen Absichten organisieren" mag, gebe ich eine Antwort, in dem ich von meinem Blog erzählte, weiter oben. Grundsätzlich finde ich die Überlegung, mich mit einer anderen Figur zu identifizieren sehr brauchbar, möchte sie verfolgen, habe das auch schon in unterschiedlicher Form probiert. Das schaffe ich aber erst, wenn überhaupt, nach dem Abschluss meiner individuellen Aufarbeitung bzw. Versprachlichung (und damit Materialisierung) meiner jüngeren Vergangenheit.

    Und damit zu Dir, Tabea: nix war besser in Brandenburg, außer der Landschaft. Mir ist aber in den letzten Tagen immer wieder die Frage durch den Kopf gegangen, warum mein Rückblick - auch auf ein paar andere Gegebenheiten und Konstellationen - sich so dermaßen sentimental geriert. Auch mir wird von Jahr zu Jahr klarer, dass das Leben endlich ist. Die Zeit, auf die ich zurückschaue, ist deutlich über dem Zenit meines Lebens, mit Glück habe ich vielleicht noch 35 bis 39 Jahre. Hinter mir liegen fast 60. Und diese 60 waren immer mit Aufbruch, Optimierung, Problemlösungen aller Couleur (auch beruflich) verbunden. Das zum Beispiel fehlt mir. Ich kann vielleicht nicht mehr erfolgreich sein (war ich aber mal, vor 2012) Und bevor jetzt gefragt wird: ja, ich bin sehr leistungsorientiert, leider gleichzeitig auch faul.

    Danke für Eure Gedankenanstöße

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Zitat Zitat von Inbetween Beitrag anzeigen
    @ Sundays, Du scheinst in Deinem MA Nebenfachstudium nicht aufgepasst zu haben: die moderne Analyse, durchaus bisweilen Freudianisch, kommt lange nicht mehr im Gewand der Vergangenheitswühlerei daher.
    Und eine Analyse hast Du nicht selbst gemacht, sondern argumentierst hier auf der Basis von Aussagen irgendwelcher "Leute".
    Beinahe keimt der Verdacht, Du bekämst Provision fürs Anpreisen von EMDR.
    Deine Aussagen nehme ich mal nicht ernst, nicht mal mit Humor.
    Sehr interessante Auslegung. Vor allem das mit der Werbung. Ich bin eben modernen Methoden aufgeschlossen und halte nicht an Vorgehensweisen fest, die zu Zeiten entstanden, als Kinder ihre Eltern noch siezten. Dass Freud drogensüchtig war, ist ja auch keine Neuigkeit.

    Dass bei Dir die Meinung feststeht, der Analyse gegenüber, war mir völlig klar. Ich wollte nur davor waren, diese Lobeshymne unkritisch weiterzugeben.

    Und dass ich von Leuten rede, oder Personen, ist der Tatsache geschuldet, dass ich hier ja keine Liste hinschreiben kann. Datenschutz und so. Ich wiederhole mich: von fünf Patienten mit Psychoanalyse ging es keinem innert mehrerer Jahre besser, sondern immer nur schlechter.
    Mir hat das gereicht, um es nicht selbst auszuprobieren. Ich habe eben die positive Erfahrung mit anderen Therapieformen, die kann ich guten Gewissens weitergeben. Das ist alles.
    Humor ich bei deiner schwermütigen Schreibe auch nicht von dir erwartet.
    Geändert von sundays (29.09.2020 um 15:33 Uhr)
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Es ist keine Lobeshymne und ich bin nicht schwermütig. Ich nehme Dich als sehr unerfahren, oberflächlich und unempathisch wahr.

    Dann bin ich die erste auf Deiner Liste, der es nach der Analyse besser geht, steht auch weiter oben...

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Nun, Analyse als "Königsdisziplin" ist schon hoch gelobt.
    Ich schrieb nicht, dass du schwermütig seist, sondern deine Schreibe. Obwohl das hier:
    Seit 10 Jahren nehme ich das Gefühl der Traurigkeit, des Verlustes mehr oder weniger ganz an - eine andere Möglichkeit habe ich ja auch nicht. Der Umgang damit ist immer wieder schwer und lässt mich bisweilen zurückfallen in Verhaltensmuster, die mich nicht glücklicher machen, eher im Gegenteil.
    schon nicht so schön klingt.
    Und dass deine Störung bestehen blieb trotz Therapie schriebst du ja auch. Deswegen ist es schwe rzu verstehen, dass du so darauf schwörst.
    Ich las deine Worte und hatte eben den Eindruck, dass dir eine andere Therapieform besser getan hätte, nicht mehr und nicht weniger.
    Wie Du mich wahrnimmst, ist dir überlassen. kann ihc nicht ändern. Du kennst mich ja nicht.
    Ich teilte Dir lediglich mit, wie deine Worte auf mich wirkten und dass ich es schade finde, dass es dir trotz der langen Therapie nicht besser geht. Das Problem, dass durch die Therapie eine sehr enge Bindung entsteht, die durch das Ende der Therapie neue Probleme aufwirft, ist leider auch nicht so selten.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Zitat Zitat von sundays Beitrag anzeigen
    Nun, Analyse als "Königsdisziplin" ist schon hoch gelobt.
    Eine Psychoanalyse einem einzigen Menschen zu überlassen, halte ich auch für etwas problematisch auf jeden Fall unvollkommen. Außer der Klient ist damit und mit dem Ergebnis völlig einverstanden. Bei der Entstehung einer solchen können sicher aus der Perspektive eines Dritten noch weitere Differentialaspekte zu vermerken sein, welche bestimmte Merkmale aus der Analyse eine Manifestierung heikler Problematiken verhindern können. Das obliegt aber doch der Klientin, mit welcher Hingabe sie sich bereiterklärt da einzusteigen. Noch dazu ist Analyse vom Prinzip her eine lebenslange Aufgabe, damit zu arbeiten. Der weitere Lebensinhalt hört ja mit der Beendigung der Settings nicht auf. Selbst kann man sich doch am besten analysieren, wenn man sich die Zeit dafür nehmen würde.

    Irgendwann geht man diesen Weg alleine weiter, weil offensichtliche analytische Vorgehensweisen sich nicht für ein friedliches Miteinander mit anderen Mensch unbedingt eignen. Wer will schon permanent analysiert werden und dieses in den Vordergrund von Beziehungen stellen.


    Inbetween, was ist es was dich daran so reizt und du eine professionelle Bezugsperson dafür eigentlich dein Leben lang haben möchtest. Dieser wird dich immer und meist nur aus der Sicht eines Therapeuten begleiten, selbst dann, wenn eine besondere Nähe aufgebaut ist. Ist es nicht besser, dein eigenes Leben so zu leben, welches dir mehr Freiheiten erlaubt? Die Aufmerksamkeit welche du brauchst über einen Blog ist doch okay. Oder auch hier.

    Mir selbst ist meine Realität nicht zu eng oder zu wenig. Ich brauche sehr viel Zeit für meine eigene Realität. Es interessieren mich andere (auch persönliche) Realitäten oder allgemeine Weltparallelen. Für Realitäten gibt es viele Beispiele. Die meisten in dieser Parallelwelt möchte ich selbst nicht erfahren oder leben. Mir reicht es schon zu wissen dass es sie gibt und wie es darin aussieht. Das meine ich mit "off und on" eine Option wenn Parallelwelten begleitend sein können, mit der Option die eigene Realität ohne Komplikationen wieder zu leben. Vielleicht dieses Parallelwelten auch als Füllstoff für persönliche Auszeiten zu benutzen. Damit komme ich gut zu recht. Ich habe zur Zeit nichts, mit was ich nicht zurechtkomme.

    Was hast du vor, wenn du jetzt noch nicht so recht weisst, wie du damit umgehen wirst. Das Hier und Jetzt dir zu wenig ist. Die Vergangenheit voll von Handlungen und Ereignissen war. Welches Ergebnis brauchst du noch? :) Um dich wohler zu fühlen? Klar weisst du, dass das Hier und Jetzt in einiger Zeit auch wieder Verganheit sein wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Vergangenheitsleben schon viel Raum einnehmen kann und wenn dieses nicht mehr gewertet wird, Zeit für anderes bleiben kann. Wertungen verbrauchen auch Zeit. Kann man glaube ich nur machen, wenn nichts anderes mehr interessant ist.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Langzeitwirkung einer Psychoanalyse

    Ich habe zum Thema Psychotherapie und - analyse unterschiedliche Erfahrungen gehört und gelesen. Von meinen Freunden höre ich, dass sie zwar danach mehr über ihre Vergangenheit wussten, aber dieses Wühlen darin hat ihren überhaupt nicht geholfen zu erkennen, wie man es besser machen kann.
    Tatsächlich glaube ich auch, so etwas nur bedingt erfolgreich sein kann. Letztlich müssen die bekannten Bilder und Mechanismen im Kopf umgeschrieben werden, auf etwas Positives oder zumindest Entlastendes hin. Man braucht Alternativen.
    Eine Freundin von mir versucht es nun mit NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Vielleicht ist das auch ein Weg für dich?
    Geändert von Pasdedeux (30.11.2020 um 23:04 Uhr)

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