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  1. Moderation

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    AW: Persönlichkeitsstörung – wie damit umgehen?

    Ich denke keine Art von Diagnose wird dir wirklich helfen.

    Geh so mit ihr um, wie du es in der Situation als richtige empfindest und schau ob ihr in eine konstruktive Kommunikation kommt.
    Ich habe das vor ein paar Jahren mit einer Angestellten gehabt, ich habe auch wild diagnostiziert (und lag vermutlich auch richtig), es hat es mir wesentlich einfacher gemacht mit ihr zu kommunizieren, weil ich die negativen Dinge einfach auf die angenommene Krankheit schieben konnte und es nicht mehr persönlich nahm.


    Deswesen nimm es als Hilfe und ändere deine Kommunikation entsprechen - denn wenn du etwas veränderst, dann verändert sich das Gesamtgefüge und vielleicht findet ihr dadurch (wieder) einen Draht zueinander und vielleicht erfährst du irgendwann wirklich von ihr, wie es um sie steht - bis dahin macht es euch beiden das Leben einfacher.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  2. Moderation

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    AW: Persönlichkeitsstörung – wie damit umgehen?

    Zitat Zitat von Erbeermascarpone Beitrag anzeigen
    Danke, wildwusel, für deine Antwort, du warst doch die mit der Streitaxt, oder?


    Zitat Zitat von Erbeermascarpone Beitrag anzeigen
    Das zumindest sollte mir gelingen, da ich keinen Zorn mehr wegen ihrer Blockadehaltung oder ihren Unterstellungen verspüre. Vielleicht finden wir doch noch einen gemeinsamen Nenner.
    Ich drück dir die Daumen.

    Ich sag ja immer, man sollte bei Konflikten über Sachthemen einen klaren Standpunkt und ein oder zwei realistische Vorschläge haben und die klar kommunizieren, und sich nicht in fruchtlose Argumentationslabyrinthe verschleppen lassen -- aber das läßt immer noch viel Spielraum darin, *wie* man Verhandlungen angeht. Das ist auch gut so, denn ein Sachthema ist fast nie *nur* ein Sachthema.

    Kann es sein, daß deine Schwester mit bestimmten Situationen oder Vorgehensweisen einfach schlechte Erfahrungen gemacht hat und deswegen leicht mißtrauisch wird? Da ist die Grenze zur Neurose fließend. (In einer Lesart sind Neurosen Fehlanpassungen an erlebte Situationen. Oder sogar völlig korrekte Anpassungen an eine kranke Situation, die nicht weggehen, wenn die Situation besser wird.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Persönlichkeitsstörung – wie damit umgehen?

    Danke für eure Meinungen!

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Es gibt einen sehr alten Spruch, der Dir aber wahrscheinlich nicht weiter helfen wird:
    Vertragt Ihr Euch noch oder habt ihr geerbt.
    Der Spruch stimmt, aber so richtig vertragen haben wir uns schon vorher nicht. Erbstreitigkeiten mitten in der Trauerphase sind der reinste Horrortrip, das kannst du mir glauben!

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Deswesen nimm es als Hilfe und ändere deine Kommunikation entsprechen - denn wenn du etwas veränderst, dann verändert sich das Gesamtgefüge und vielleicht findet ihr dadurch (wieder) einen Draht zueinander und vielleicht erfährst du irgendwann wirklich von ihr, wie es um sie steht - bis dahin macht es euch beiden das Leben einfacher.
    Gekürzt von mir

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Kann es sein, daß deine Schwester mit bestimmten Situationen oder Vorgehensweisen einfach schlechte Erfahrungen gemacht hat und deswegen leicht mißtrauisch wird? Da ist die Grenze zur Neurose fließend. (In einer Lesart sind Neurosen Fehlanpassungen an erlebte Situationen. Oder sogar völlig korrekte Anpassungen an eine kranke Situation, die nicht weggehen, wenn die Situation besser wird.)
    Gekürzt von mir

    Die Kommunikation war schon immer schwierig bis nicht vorhanden. Ich kenne meine Schwester seit mindestens zehn Jahren nur so:
    Totaler familiärer Rückzug, sie verfällt dann in eine Art „Dornröschenschlaf“ und geht auch nicht ans Telefon, öffnet wochenlang keine Post.
    Aussitzen scheint ihre Lebensstrategie zu sein.
    Ruft man weiterhin an und hinterlässt Nachrichten, dann wird sie irgendwann pampig.
    Kontaktaufnahme ihrerseits gab es (in ganz seltenen Fällen) nur, wenn sie irgendetwas dringend benötigte, dann aber bitte dalli.

    Ich glaube, durch mein stetiges Nicht-Lockerlassen habe ich sie in die Enge getrieben und einen ganzen Schwall von misstrauisch-absurden Antworten hintereinander provoziert.
    Ohne diese Botschaften wäre ich weiter davon ausgegangen, dass sie einfach nur keinen Bock auf den letzten Rest ihrer Kernfamilie hat und sich deshalb allem verweigert.

    Hier stapeln sich mittlerweile viele Briefe, die in einem Tag abgearbeitet und somit erledigt wären.

    Im Moment herrscht bei uns wieder Sendepause. In ein paar Tagen unternehme ich einen neuen Kommunikationsversuch.

    Keine Ahnung, wie man aus so einer Nachlasssache herauskommt, wenn man kraft Gesetz „aneinandergekettet“ ist.

    Wenn das noch monatelang so weitergeht, brauche ich selbst bald psychologische Hilfe oder zumindest eine Selbsthilfegruppe.

  4. Moderation

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    AW: Persönlichkeitsstörung – wie damit umgehen?

    Zitat Zitat von Erbeermascarpone Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, wie man aus so einer Nachlasssache herauskommt, wenn man kraft Gesetz „aneinandergekettet“ ist.
    Anwalt nach Optionen fragen.
    Eine aussuchen.
    Umsetzen.

    "Aussitzen" ist auch eine Option. Man tut einfach mal gar nichts und guckt, was passiert.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Persönlichkeitsstörung – wie damit umgehen?

    Liebe Erdbeermascarpone

    warum hirnst du herum, ob die Schwester evenuell eine Persönlichkeitsstörung haben könnte, was ist deine Intention?

    Fühlst du dich verantwortlich?

    Suchst du den Draht, der schon früher nicht da war?

    Geht es dir darum, auf wenig konfrontative Weise das Problem Nachlass zu lösen?

    Nummer 3 ist etwas ganz anderes als die Nummern 1 und 2 nicht wahr? Ich würde mir an deiner Stelle daher zuerst einmal darüber klar werden was DU willst.

    Ansonsten bin ich kein Freund von Diagnosen aus Laienhand, das gilt auch dann, wenn Wohlwollen dabei ist. Man verrennt sich in Modediagnosen (zumindest oft) und konstruiert sich die Welt schön, sorry. Die Bricom lehrt, dass vor ein paar Jahren alle hochsensibel oder Borderliner waren, demnächst müsste der Abwechslung halber etwas neues anstehen. Ich will damit nicht sagen, dass du ähnlich drauf bist. Aber ich möchte mit diesem Beispiel darauf hinweisen, wie schwierig es ist, eine Diagnose zu finden. Damit meine ich allerdings nicht nachgeben auf ganzer Linie.

    Ich rate wie Wildwusel dazu, das ganze über den Anwalt zu regeln und sie einfach zu akzeptieren wie sie ist, auch mit Kontaktabruch. Auch für Menschen mit (vermuteter) Persöndlichkeitsstörung gilt das BGB und sie müssen sich selbst mit sich auseinandersetzen, wenn sie etwas ändern wollen.

    liebe Grüße

    türkis

    Darüberhinaus ändert eine Diagnose erst einmal gar nichts am Menschen, zumindest solange er nicht geschäftsunfähig ist.

    Du verplemperst womöglich viel Zeit und Energie. Ich rate daher, deine Diagnosen nicht zu ernst zu nehmen, aber möglicherweise helfen sie dir dabei, eine Umgangsweise mit der Schwester zu finden, die dich weniger stresst.

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