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    Probleme mit dem Therapeuten

    Bin in psychotherap. Behandlung, da er auch Psychiater ist, bin ich seit längerem von ihm krankgeschrieben und
    dies wird auch in Zukunft noch notwendig sein um eine Rückkehr an meinen Arbeitsplatz, wenn es mir wieder
    besser geht, dorthin zu erhalten. Insofern bin ich in einem Abhängigkeitsverhältnis. Bei uns findet man keine
    Ärzte dieser Sparte, die neue Pat. aufnehmen. Habe diverse organ. Krankheiten u. wurde von einem anderen
    Arzt dorthin mit überwiesen. Gerade erst wurde neu eine Autoimmunkrankheit diagnostiziert. Infolge der
    Krankheiten Depressionen, Ängste usw. auch durch Traumata in der Kindheit. Da ich durch Krankschreibung bei
    der Arbeit ab und zu deswegen gefehlt habe, gibt es dort jetzt auch Probleme mit Kollegen. Durch die Gespräche
    weiß er natürlich viel über mich, u. a., dass ich alleine lebe, sozial sehr isoliert was Kontakte zu anderen
    Menschen anbelangt. In etlichen vergangenen Gesprächen(anfangs nicht) bringt er es fertig, ohne dass dies
    jemals Thema von meiner Seite gewesen wäre (und das möchte ich auch nicht, da ich es als absolute
    Privatsache sehe u. ich wegen der ganzen anderen Probleme dort hingehe, die vorrangig mein Leben
    bestimmen), anzügliche bzw. sexuelle Bemerkungen im Gespräch fallen zu lassen, einfach so. Jedes Mal
    bekomme ich einen roten Kopf. Er weiß aus den Gesprächen, dass ich wegen meiner sozialen Phobie auch
    sonst oft in Gesellschaft erröte. Habe das Gefühl, dass er das mit Absicht macht. Versuche entweder das Ganze
    zu ignorieren oder eine coole Bemerkung zu machen u. hoffe immer, dass es jetzt das letzte Mal war.
    Es ärgert mich maßlos und am liebsten würde ich da nicht mehr hingehen, da ich mich emotional missbraucht u.
    irgendwie gequält fühle. Bin enttäuscht, dass man so mit Menschen umgeht, die einem Vertrauen
    entgegenbringen u.hätte nicht gedacht, dass mir so etwas passiert. (Wundert mich jetzt nicht mehr, dass gerade
    über diese Berufsgruppe üble Geschichten zu finden sind).
    Außerdem denke ich mir, dass er ja wohl auch irgendein Problem hat, wenn er sich so auf Kosten von Pat.
    verhalten muss.
    Irgendwo Beschwerde einreichen, kann ich vergessen: Der sitzt zahlreichen Gremien vor und ist gut vernetzt,
    eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Der fühlt sich sicher. Ich habe nun ein Medikament neu verordnet
    bekommen. Er hat mir dann die ganzen Nebenwirkungen genannt. Hätte ich ja auch selbst im Beipackzettel
    lesen können. U. a. welche Auswirkungen es auf das Sexualleben hat. Er meinte dann, da ich ja nicht in einer
    Partnerschaft lebe wäre das ja für mich jetzt nicht so zutreffend, aber ich hätte es ja selbst in der Hand. Daraufhin
    entgegnete ich, dass ich momentan ganz andere Sorgen habe. Er hat sich dann rausgeredet mit der Bemerkung,
    dass er jetzt eben standardmäßig alle Nebenwirkungen genannt habe. Oder auf Schilderung von mir, dass ich
    mich in einer best. Situation nicht durchsetzen konnte, meinte er, dass ich mich auch noch nackt in der
    Fußgängerzone ausziehen würde, wenn er das sagt. Egal, um welches Thema es geht, in jeder Stunde kommt
    mind. eine entsprechende Bemerkung.
    Fühle mich als Opfer und denke, dass er in mir auch das perfekte Opfer sieht aufgrund meiner persönl.
    Lebensumstände u. wg. der benötigten Bescheinigungen. Wenn ich ihn bei der nächsten Bemerkung bitte so
    etwas zu unterlassen, weil es mir unangenehm ist, dann bin ich ja auch wieder in so einer Opferrolle.
    Ich möchte aber irgendwie Stärke zeigen.
    Was kann ich machen? Zurückfragen, warum er diese Bemerkung wieder gemacht hat oder was er damit
    erreichen will? Aufstehen und gehen? Tja und dann, was ist mit der Bescheinigung?
    Bin an Kommentaren interessiert, die vlt. ähnliches erlebt und wie sie es gelöst haben. Bitte keine Analyse
    meiner Person oder unqualifizierte Kommentare.

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Zitat Zitat von silver_pixy Beitrag anzeigen
    Was kann ich machen?
    Dir einen anderen Therapeuten suchen. Dieser wird sich und sein Verhalten deinetwegen nicht ändern.

    Zitat Zitat von silver_pixy Beitrag anzeigen
    Zurückfragen, warum er diese Bemerkung wieder gemacht hat oder was er damit
    erreichen will?
    Und ? Was fängst Du mit der Antwort an ? Wenn Du überhaupt eine bekommst.

    Zitat Zitat von silver_pixy Beitrag anzeigen
    Aufstehen und gehen?
    Das wär das Beste.

    Zitat Zitat von silver_pixy Beitrag anzeigen
    Tja und dann, was ist mit der Bescheinigung?
    Die sollte Dir doch einer Deiner anderen Ärzte auch ausstellen können, so, wie Du Deinen Gesundheitszustand beschrieben hast.
    Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens, wie Kartoffeln oder Eintopf kochen, nicht zu kurz kommen (Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede vor den Landfrauen).

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Hallo,

    du musst ihm ganz klar sagen, wie du dich fühlst. Das es Dir unangenehm ist und auch wütend macht.
    Er ist eine Vertrauensperson und durch seine "unbedachten" Äußerungen, fühlst du dich fehl am Platz


    Wenn du ihm das nicht persönlich sagen kannst - schreibe es auf und gib es ihm zum Anfang der nächsten Stunde.

    Ein normaler Psychiater wird sich nicht rechtfertigen oder Ausreden für sein Handeln suchen.

    Sollte er das doch machen dann ist er sowieso der falsche und musst dich von ihm trennen.

    Als Psychiater kann er dich auch ohne Therapie weiterhin Krankschreiben und für die Therapie suchst du dir jemand neues ( auch wenn es Wartezeit bedeutet)
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Logich denkend würde ich für mich entscheiden: bringt nichts. Würde einfach wegen Befindlichkeit die Krankschreiben weiterhin nutzen und mich bei anderen Therapeuten auf die Warteliste setzen lassen.

    Erst mal auch mit der Krankenkasse abklären wegen Therapeutenwechsel.

    Ich bin früher auch mal 200 km zum Therapeuten gefahren. War es mir wert. Ich würde auch nie und nimmer bei einem Psychiater in Therapie gehen, die haben doch schon genug mit ihrer Praxis zu tun. Ich habe da auch nur schlechte Erfahrung gemacht.

    Ein Psychotherapeut mit entsprechendem Angebot, Verhaltenstherapie etc. hat bei mir gepaßt.

    Wäre der Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik eine Möglichkeit, einmal ganz tief ins Geschehen einzugreifen?

    Die besten haben natürlich auch lange Wartezeiten, bis zu einem Jahr, trotz Akuteinweisung. Würde ich aber immer wieder machen trotz Wartezeit, weil es sich im Endeffekt lohnt.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Du gehst ja nicht einfach so zu einem Psychiater. Wenn du so eine Palette von Krankheiten und Diagnosen mit dir rumschleppst, brauchst du doch Unterstützung bzw. Hilfe damit zurecht zu kommen. Vielleicht muss dir dieser Psychiater alles aus der Nase ziehen, damit du mal ins Gespräch kommen willst mit ihm. Der muss dich ja auch erstmal kennenlernen und nicht nur mit Papierdiagnosen arbeiten.

    Das Psychiater keine Alleinunterhalter sein wollen, ist doch für diese Berufssparte verständlich. Die könenn auch provozieren, wenn sie sich als Alleinunterhalter fühlen. Wenn du sozial so isoliert bist, wer, wenn nicht dein Psychiater kann dich auch auf Sexualität ansprechen? Ich finde, der hat sich doch sehr dezent ausgedrückt. Beipackzettel zusammen zu lesen finde ich auch gut, wenn du schon ein neues Medikament nimmst.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Die könenn auch provozieren, wenn sie sich als Alleinunterhalter fühlen. Wenn du sozial so isoliert bist, wer, wenn nicht dein Psychiater kann dich auch auf Sexualität ansprechen? Ich finde, der hat sich doch sehr dezent ausgedrückt.
    Was ist denn für dich "dezent" und wo geht Provokation in Belästigung über?
    Keiner von uns war dabei. Keiner von uns weiß, ob es wirklich Provokation oder vielleicht doch Therapiemissbrauch ist.
    Fakt ist, die TE fühlt sich bei dem Mann äußerst unwohl.

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Nein ich war nicht dabei, wie kommst du darauf. Ich frage mich bei dem Text wieso dieser Psychiater belästigend war? Die TE kriegt ihre Krankschreibung wie gewollt. Mit wem soll sie denn sonst über ihre psychosozialen Themen reden? Denn darum geht es doch. Die TE fühlt sich wahrscheinlich mit jedem Menschen nicht besonders wohl.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Psychosoziale Gespräche sind doch kein: wie schmiere ich mein Butterbrot. Der Psychiater fühlt sich wahrscheinlich auch nicht wohl mit der TE aufgrund der Psycho Einstellung. Ich gehe davon aus, dass die TE erwachsen ist.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Wie weit ist der nächste Psychiater entfernt?
    Therapie kann doch auch ein Therapeut übernehmen- davon gibt es mehr.

    Ich würde auf dein Gefühl hören und zB bei der Therapeutenkammer anrufen und nachfragen.
    Du musst keine Namen nennen und kannst dennoch erzählen.
    Ich weiß, du redest von einem Psychiater, aber sie können dir sicherlich weiterhelfen- und sei es nur, wo du dich hinwenden musst.

    Wenn er soviel Macht hat, wie du sagst, dann wäre es ein sehr klassisches Bild von Missbrauch, denn an so einem Ast sägt man mal nicht so einfach - erst recht nicht, wenn man Patient ist.
    Und ich bin bei Killeshandra, es geht nur darum wie DU dich fühlst.
    Vielleicht wärst du grundsätzlich bei einer Frau besser aufgehoben?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Psychosoziale Gespräche sind doch kein: wie schmiere ich mein Butterbrot.
    Das Thema, der Inhalt- all das kann schwierig sein - mit dem Therapeut (Psychiater in dem Fall), muss ich mich aber wohl fühlen.
    Außerdem ist es nicht zwangsläufig immer schwierig.

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Der Psychiater fühlt sich wahrscheinlich auch nicht wohl mit der TE aufgrund der Psycho Einstellung.
    Wieso "wahrscheinlich"? woran machst du das jetzt fest?
    Wenn es ihm nicht passt, liegt es in seiner Macht- den Patienten woanders weiterzugeben.

    Mit dem Satz stellst du es so hin als ob die TE "selbst Schuld" wäre- ich finde, sowas geht gar nicht!
    Sie ist in der unterlegenen abhängigen Position und das WEISS dieser Psychiater!
    Es ist sein Job, wenn er eine Einstellung mitbekommt, die nicht förderlich ist- darauf einzugehen und mit dem Patienten daran zu arbeiten- oder sie an Kollegen weiterzugeben.

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon aus, dass die TE erwachsen ist.
    Was soll das aussagen?
    Sie schreibt von ihrer Abhängigkeit und fragt, was sie tun kann.
    Ihr zu unterstellen, es läge nur an ihrer Einstellung, ist sicherlich der "perfekte Weg" um ihr noch mehr das Gefühl von "alleine sein" und ausgeliefert zu vermitteln.
    Geändert von kenzia (12.04.2020 um 07:50 Uhr)

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    AW: Probleme mit dem Therapeuten

    Der Psychiater fühlt sich wahrscheinlich auch nicht wohl mit der TE aufgrund der Psycho Einstellung. Ich gehe davon aus, dass die TE erwachsen ist.[/QUOTE]

    Wie sich der Psychiater fühlt, muss die TE nicht interessieren. Das ist sein Problem. Im Übrigen ist auch er erwachsen.

    Ansonsten bin ich bei Kenzia.

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