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  1. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich würde das Problem mit dem Kollegen in der Therapie besprechen, nicht im Forum.
    Würde ich ja gern. Nur habe ich erst in einem Monat wieder einen Termin. Und ich bin im Moment nicht sicher, wie ich in dieser Zeit weiter machen soll.

    Ich habe mit meinem Hausarzt gesprochen. Der schreibt mich ab morgen krank. Ob ich das in Anspruch nehme, entscheide ich noch.

    Allen anderen hier danke ich sehr. Eure Ratschläge haben mir sehr geholfen und auch ein wenig Kraft und Zuversicht gegeben, die Situation zu meistern.

    Ich kompensiere weniger seine Versäumnisse als sie zu dokumentieren. Das hilft schon sehr, auch wenn ich befürchte, dass mir das als "zickig" oder "gegen ihn arbeiten" ausgelegt wird und das irgendwann als Mobbing o. ä. zurück kommt.

    Meine Hauptfrage ist eigentlich: Soll ich mit meinem Vorgesetzten sprechen oder nicht? Auch darüber, dass ich die Therapie mache und daher momentan ein wenig angeschlagen bin. Ein Teil von mir würde da gern mit offenen Karten spielen. Oder stempelt mich das dann für alle Zeit als "nicht belastbar" ab?


  2. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen
    Oder stempelt mich das dann für alle Zeit als "nicht belastbar" ab?
    ich sag einer Autoritätsperson nie freiwillig etwas, was mir als Schwäche ausgelegt werden kann und wird.

    Chefs wünschen, dass Untergeben die Arbeit machen. Und nicht, dass Untergebene ihnen Arbeit machen durch Kümmern und Trösten und moralisch aufbauen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mit ihm musst du nicht reden. im Sinne von "sich austauschen, gemeinsam Lösungen finden" - er will nicht gemeinsam Lösungen finden, er will bloss arbeiten.
    Genau DAS wird aber von unseren Chefs erwartet. Mein Kollege ist da nur dickfälliger gegen, weil er es sich aufgrund seiner "tollen" Projekte augenscheinlich erlauben kann. Mein Kollege sitzt in dem Falle eben auch am längeren Hebel, da er am Kunden dran ist, er die Projekte liefert. Und er auf mich keinen Bock hat, dann schieb er ein Projekt auch gern mal an einen anderen Kollegen an mir vorbei (bislang nur in der Theorie, aber das ist seine ständige "Drohgebärde"). Und alle pudern ihm den Hintern, weil er ja so tolle Projekte liefert...

    Trenne fein säuberlich seine Verantwortung und deine Verantwortung. In deinem Geist, aber auch in Gesprächen mit dem Chef. Solange du sagen kannst, mit gutem Gewissen "meinen Teil der Arbeit habe ich gemacht, leider warte ich immer noch auf die ABC-Unterlagen von Harry Hirsch, bevor ich weiter machen kann" - ist alles im grünen Bereich.
    Dafür müsste er erstmal seine von meiner trennen. Das ist ja auch so etwas: Er reißt alles an sich, bezieht mich nicht ein. Nur wenn es dann an die unliebsamen Aufgaben geht, wirft er mir schlecht qualifizierte Vorarbeit hin. Vor den Chefs muss ich aber dann für Resultate gerade stehen, was am Ende in meinem lt. Stellenbeschreibung beschriebenen Verantwortungsbereich dabei raus kommt.

    Unsere Stellenbeschreibungen überlappen sich halt auch und sind da nicht klar abgegrenzt. Von daher ist das nicht so einfach. Und wenn ich im Termin z. B. sage, das war mein Kollege, sieht das auch nicht gerade professionell, sondern nach "Fingerpointing" aus, ganz zu schweigen davon, dass mein Kollege mir das Leben dann noch schwerer macht.

  4. Avatar von Aen
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen
    Meine Hauptfrage ist eigentlich: Soll ich mit meinem Vorgesetzten sprechen oder nicht? Auch darüber, dass ich die Therapie mache und daher momentan ein wenig angeschlagen bin. Ein Teil von mir würde da gern mit offenen Karten spielen. Oder stempelt mich das dann für alle Zeit als "nicht belastbar" ab?

    Würde ich erstmal nicht. Vielleicht beißt sich Dein Nach-Therpie-Ich in den Hintern, soviel offene Flanke ohne echte Not preisgegeben zu haben. Möglicherweise willst Du ja irgendwann mal wieder lustvoll in den Ring steigen.
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow


  5. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen
    Ganz zu schweigen davon, dass mein Kollege mir das Leben dann noch schwerer macht.
    Das Hauptproblem scheint mir da zu liegen: du gehst davon aus, dass der Kollege, egal was du tust, mächtiger ist als du.

    Das ist aber falsch!

    und du hast es schon einmal bewiesen, dass es falsch ist: einmal ihm die Stirn geboten, und es passierte - nichts. ausser natürlich, dass du dich durchgesetzt hast.

    und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch nichts passieren wird, wenn du dich weiterhin durchsetzt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Ich rate auch davon ab, dem Cheffe deine derzeitigen privaten Themen () auf die Nase zu binden.

    Ich lese bissl zwischen den Zeilen, dass du dir von der Eröffnung "Chef, ich bin derzeit unfit in vielen Belangen und mache eine Therapie...."
    vorallen
    Verständnis
    Empathie
    Schonung?
    Wohlwollen
    und so

    erhoffst.

    Viele viele Menschen, denen du das so sagst, werden dir das sicher geben.
    Chefs eher seltener...
    Die Gefahr, dass du Steilvorlagen für künftige dumme Kommentare a la "xy hat ja schon immer gesponnen" lieferst ist leider recht hoch. Recht niedrig ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Cheffe so zugewandt und souverän reagiert, wie du dir das vielleicht erhoffst....
    Schonraum oder -gang gibt es selten in der Arbeit. Da herrscht eher so tarifgebundener Darwinismus, wenn du verstehst....

    Also, verlagere dein Bedürfnis nach Zuwendung und Schonung in Bereiche, in denen es wahrscheinlich ist, dass du das bekommst: Freunde, Familie, Mami oder beste Freundin.

    Und in der Arbeit:

    1. zum Chef sagst du gar nix konkretes. Maximal: "Derzeit anstrengende Phase"
    2. Kollega - kannst du dir vorstellen, den komplett zu ignorieren? Also, mal zur Abwechslung gar nix zu tun / zu reagieren?
    Nein? Ist Übungssache. Wenn man anfängt Klavier zu lernen kann man sich eine Prelude auch nicht vorstellen. Keiner kommt als Herzchirurg zur Welt.
    Also, Montag versuchst du mal (nur testweise, keine Panik! ) den Knilch zu ignorieren.
    Wird schief gehen (am Montag 1.7.19). Aber wer weiß, was Montags im September schon klappt, von Dezember ganz zu schweigen. Ich wette, wenn du übst, bist du im Januar über den Berg.

    Denn ich finde, du musst mit dem Kollegen gar nichts machen. Der macht das alles alleine. Und du kannst ruhig zuschauen bis er fertig ist

    Und auch aus dem Grund: Mund halten beim BigBoss. Ausheulen und trösten lassen bei anderen.


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