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  1. Registriert seit
    09.01.2019
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das seh ich nun ganz anders, solche Typen kann man sehr wohl in den Senkel stellen lernen!

    ...
    In der von der TE geschilderten psychischen Verfassung ist so ein Dauerkampf, der ihr jeden Morgen aufs Neue schon den ersten Gedanken an den Gang zur Arbeit enorm verleidet, ganz sicher alles, bloß nicht hilfreich.

  2. Inaktiver User

    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Hast du sachliche Argumente, warum die Aufgabe so nicht umsetzbar ist?
    Oder vielleicht sogar bessere eigene Ideen?
    Das ist alles, was du brauchst, _falls_ es zum Gespräch mit dem Vorgesetzten kommt.

    Dann gehst du hin, hörst erst mal zu, was Chef sagt (wichtig!), nickst, sagst "Grundsätzlich find ich das ganz gut, was Heinz-Dieter mir da aufgetragen hat. Aber in unserem Firmenprogramm 3000 fehlt die Funktion xy, und es würde ca. 67 Arbeitsstunden kosten, das so umzusetzen. Das können wir gerne machen, wenn Sie das so wollen. Mein Vorschlag: [...], das wäre in 1-2 Tagen erledigt. Was meinen Sie?"

    Du bist fein raus, Ball bei ihnen, und danach möge kommen, was wolle. Wenn sich HeinzDieter mit seiner Histrionik durchsetzt - kannst du eh nix machen, dann gibt's nur: neuen Job suchen.

    Magenschmerzen wegen einem Honk sind völlig unnötig. Die hebeln sich entweder selber aus, oder - worst case - man muss sich selbst absentieren. Dann ist die Energie aber besser in das Projekt Job(- oder Wohnungs-, oder Club- oder wo auch immer das vorkommen könnte)suche investiert.

    Der Kollege hat bei dir viel 'Raum'. Woran liegt das?


  3. Registriert seit
    15.03.2017
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Wow, danke für die super Antworten! Mal schauen, ob ich alles so beantwortet kriege, wie ich das möchte.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es wird nichts passieren.

    Er hat es versucht, du hast ihn auflaufen lassen, Ende der Geschichte. Was sollte er denn zum Vorgesetzten sagen? "Chef, ich hab versucht, der Kollegin eine Aufgabe aufzubrummen, die eigentlich ich und nicht sie machen müsste, und sie hat abgelehnt"? - da wird wohl jeder Chef in Gelächter ausbrechen, dir Recht geben, und dem Harry Hirsch sagen, er müsse da selbst ran! ist ja sein Job, nicht deiner!
    Naja, das ist eben seine Masche: Wenn jemand nicht so "funktioniert" wie er das möchte, geht er zum Chef. Problematisch (für mich) ist dabei, dass er mit dem direkten Vorgesetzten ziemlich dick befreundet ist und ich nie richtig einschätzen kann, wie dieser reagiert.

    Gerade der Kollege ist doch ein hervorragendes Übungsobjekt, damit du lernen kannst, dihc selbst wertzuschätzen, deine Bedürfnisse in dir wahrzunehmen, und die dann auch zu kommunizieren und wenn nötig einzufordern.
    Sehe ich im Grunde wie Du. Aber da ich letzte Woche echt am Boden war und auch so oft mit selbstzerstörerischen Gedanken zu kämpfen habe, sehe ich mich momentan nicht in der Lage, das dauerhaft auszuhalten. Ich möchte gerade erstmal ein wenig zu mir selbst finden, bevor ich dieses "Mammutprojekt" in Angriff nehme.

    Im Umgang mit dem Kollegen würde ich...

    - nur das allernötigste mit ihm besprechen. "Guten Tag", "Guten Abend", "Hier sind die Unterlagen für Kunde XY" - mehr nicht. Kein Smalltalk. Nichts Privates. GAR NICHTS ausser das, was du aus beruflichen Gründen nicht vermeiden kannst.

    - Wenn er versucht, mir Arbeit aufzuhalsen: kurz nachdenken "ist das mein Job oder nicht"?" (mein Job gemäss meiner Stellenbeschreibung, meinem Arbeitsvertrag...) - und wenn es nicht mein Job ist, sagen "nein, das mache ich nicht, das ist nicht mein Job".
    Das mache ich schon so. Aber es reibt mich auch sehr auf. Wir sind ein Team und müssen zusammen funktionieren. Und diese distanzierte Art... das bin ich einfach nicht. Ich bin kommunikativ und möchte mit ihm sprechen. Und da kommen wir zum nächsten Punkt:

    - @Respektlosigkeit - wie zeigt sich die denn, hast du da ein konkretes Beispiel einer solchen Situation? Nennt er dich "Mäuschen", verdreht er die Augen, wenn du was sagst, unterbricht er, weiss er alles besser...?
    Wir sind aufeinander in gewisser Weise angewiesen. Unsere Arbeitsbereiche überschneiden sich und im besten Fall funktionieren wir wie 2 Zahnräder, die ineinander greifen. Das bedeutet für mich aber auch, dass man zusammen arbeitet und kollegial zueinander ist. Und das ist er nicht, Beispiele:

    - wenn er was möchte, erwartet er von mir, dass ich den Job erledige,
    -> ich bin aber auch oft auf seine Unterstützung angewiesen. Doch meine Fragen, Hinweise etc. werden ignoriert und mit einem "Machen wir nachher" (was dann auch nicht passiert) abgewunken. Ja, und er fährt mir auch häufig über den Mund, wenn er ein Thema nicht besprechen will.

    - Generell arbeitet er sehr viel im Alleingang, ohne mich einzubeziehen. Resultat sind dann häufiger auch schlecht vorqualifizierte Projekte, die ich bearbeiten soll. Rückfragen: siehe oben...

    - Selten "bitte" und "danke"

    - Keine Absprachen mit mir, wenn es um Termine geht

    Wir hatten schon einige - von mir initiierte - Gespräche, in denen er mir erzählt, "was ich hören will", aber dann doch so weiter macht wie vorher.

    ich denke, das Problem mit dem Kollegen ist lösbar. Herausfordernd, ja, schwierig, ja, aber lösbar. und wenn es dir gelingt, dich da durchzusetzen... wird die Welt eine andere werden für dich. :-)
    Wahrscheinlich. Aber in diese neue Welt zu kommen, ist für mich gerade eine (zu) große Herausforderung für mich.

    halt die Ohren steif, weiter so!
    Danke!

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Wenn es eine Möglichkeit auf Versetzung in der Firma gibt, würde ich mich schleunigst darum bemühen. In diesem immerwährenden Kampf mit diesem Kollegen kannst Du aus meiner Sicht nur immer wieder verlieren - und eventuelle Erfolge in der Therapie sind schon zwei Tage später "für die Katz".
    Will ich nicht! Aus mehreren Gründen:

    1. Ist es ein sehr lukratives Team. So gut werde ich in keinem anderen Team verdienen und auch der Arbeitsbereich ist - bis auf den Kollegen - der attraktivste für mich.
    2. Ich habe sehr lange (>2 Jahre) darum gekämpft, mich an dieser Position zu etablieren und auch mit dem Kollegen klar zu kommen. Eine Versetzung wäre eine Strafe für mich. Das sehe ich aktuell nicht ein!


    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das seh ich nun ganz anders, solche Typen kann man sehr wohl in den Senkel stellen lernen!

    Sie hat es ja schon ein Mal erfolgreich hingekriegt, bravo dafür, warum meinst du, es ginge kein zweites Mal mehr?
    Ich sehe auch, dass ich das hinkriegen kann. Nur aktuell fehlt mir die Kraft dazu.

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    In der von der TE geschilderten psychischen Verfassung ist so ein Dauerkampf, der ihr jeden Morgen aufs Neue schon den ersten Gedanken an den Gang zur Arbeit enorm verleidet, ganz sicher alles, bloß nicht hilfreich.
    Genau.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du sachliche Argumente, warum die Aufgabe so nicht umsetzbar ist?
    Oder vielleicht sogar bessere eigene Ideen?
    Das ist alles, was du brauchst, _falls_ es zum Gespräch mit dem Vorgesetzten kommt.
    Ja, habe ich und auch formuliert sowie umgesetzt. Er wollte es halt anders haben.

    Dann gehst du hin, hörst erst mal zu, was Chef sagt (wichtig!), nickst, sagst "Grundsätzlich find ich das ganz gut, was Heinz-Dieter mir da aufgetragen hat. Aber in unserem Firmenprogramm 3000 fehlt die Funktion xy, und es würde ca. 67 Arbeitsstunden kosten, das so umzusetzen. Das können wir gerne machen, wenn Sie das so wollen. Mein Vorschlag: [...], das wäre in 1-2 Tagen erledigt. Was meinen Sie?"
    Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass aufgrund der bereits angesprochenen Freundschaft trotzdem mein Kollege am "längeren Hebel" sitzt.

    Du bist fein raus, Ball bei ihnen, und danach möge kommen, was wolle. Wenn sich HeinzDieter mit seiner Histrionik durchsetzt - kannst du eh nix machen, dann gibt's nur: neuen Job suchen.
    Tja, eigentlich keine Option, da es mein Traumjob ist, für den ich hart gekämpft habe.

    Der Kollege hat bei dir viel 'Raum'. Woran liegt das?
    Weil wir direkt zusammenarbeiten und er mich mit seiner unsympathischen und teilweise auch unkooperativen Art mittlerweile sehr nervt. Ich sitze 8 Stunden am Tag mit ihm im Büro und muss 6-stellige Projekte mit ihm wuppen. Das ist viel Verantwortung, die ich ohne seine Kooperation nur schwer tragen kann.

  4. Inaktiver User

    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Für vieles von dem, was du beschreibst, gibt - gäbe - es Lösungen.
    Und sei es die, sich einen neuen Job zu suchen - auch wenn du das als Zumutung, Niederlage, Strafe, Rückschlag - was auch immer- empfinden würdest.
    Hart, natürlich, aber so läuft's leider manchmal im Leben.
    Es gibt das Sprichwort 'pick your battles' - im Moment scheinst (!) du dich in eine Situation reinzumanövrieren, in der du aufgerieben wirst. Ob von realen Begebenheiten oder befürchteten.
    Das ist auch eine Form der Selbstauslöschung, bzw. der Grundgedanke ist derselbe.

  5. Avatar von Aen
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für vieles von dem, was du beschreibst, gibt - gäbe - es Lösungen.
    Und sei es die, sich einen neuen Job zu suchen - auch wenn du das als Zumutung, Niederlage, Strafe, Rückschlag - was auch immer- empfinden würdest.
    Hart, natürlich, aber so läuft's leider manchmal im Leben.
    Es gibt das Sprichwort 'pick your battles' - im Moment scheinst (!) du dich in eine Situation reinzumanövrieren, in der du aufgerieben wirst. Ob von realen Begebenheiten oder befürchteten.
    Das ist auch eine Form der Selbstauslöschung, bzw. der Grundgedanke ist derselbe.
    Das sehe ich auch so. Du versuchst Dich im Moment auf einem Tanzbereich, der zu Deinem Vorhaben eines umwälzenden (Besser)Kennenlernens Deiner selbst, das mindestens sollte Therapie im Erfolgsfall leisten können, nicht gut passt. Auch dann nicht, wenn Du die Tanzschritte kennst und theoretisch bis zur Perfektion weiter ausbilden könntest. Praktisch suchst Du zur Zeit schon nach dem Blasenpflaster, wenn Du in die Tanzschuhe schlüpfst.

    Alles zu seiner Zeit.
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow


  6. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Du kannst wahrscheinlich am Besten das Problem in deiner Therape besprechen und Lösungen erarbeiten.

  7. Inaktiver User

    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Der gleichen Meinung bin ich aich.

  8. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Ich würde das Problem mit dem Kollegen in der Therapie besprechen, nicht im Forum.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  9. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen

    [...]
    Ich habe es dann mal so gehandhabt wie er es umgekehrt machen würde und die Aufgabe einfach abgelehnt. Er ist mir nicht vorgesetzt und kann mir somit keine Anweisungen geben.
    [...]
    Glückwunsch zu dieser großartigen, richtigen Reaktion.

    Ich meine, was soll schlimmstenfalls passieren? Außer, dass er sich blöd vorkommt.
    Schlagen wird er dich ja nicht


    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen

    [...]
    Nach dieser "Ablehnung" hatte ich totales Herzrasen und Magenschmerzen vor Angst, was da jetzt evtl. noch kommt. Ich hatte erwartet, dass er nun zu unserem Vorgesetzten geht und dort die Erfüllung der Aufgabe einfordert, was bis jetzt allerdings noch nicht passiert ist.[...]
    Und das wird der nächste Schritt: Du wirst dich nach einer großartigen und richtigen Reaktion auch großartig fühlen und stolz auf dich sein! Es fehlt nur passende richtige Gefühl. Ein Gutes auf jeden Fall!
    Denn wenn du etwas richtig gemacht hast, darfst du dich gut fühlen!

    Du darfst zu Recht stolz darauf sein, deine Interessen vertreten zu haben.
    Bestenfalls hast du irgendwann sogar Spaß daran, solchen Menschen die Stirn zu bieten.


    Ich muss immer an einen eigentlich blöden provozierenden Spruch denken, den ich oft zu hören bekam:
    "Passt dir das nicht?" und dann mit blödem Grinsen hinterher: "Tja, dann tu mal was dagegen!"

    Zuerst hab ich immer dagestanden und hab geheult vor Wut und Machtlosigkeit.

    Bis ich begriffen habe, dass mein Gegenüber genauso machtlos ist, wenn ich mich einfach seinem Willen nicht beuge. Mein Gedanke war dann irgendwann wirklich: Was kann jetzt im Moment schlimmstenfalls passieren, wenn ich "nein" sage.

    Meistens ist rein gar nix passiert. Auch später nicht.

    Es ist wie in dem Lied der WiseGuys:

    Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert,
    Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.

    Dir alles Gute

    Bin sicher, dass du das schaffst, dich dauerhaft besser zu fühlen.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  10. Registriert seit
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    AW: Psychotherapie - Verschlechterung

    Zitat Zitat von Anky-v-G Beitrag anzeigen
    Naja, das ist eben seine Masche: Wenn jemand nicht so "funktioniert" wie er das möchte, geht er zum Chef.
    nein, tut er eben nicht!
    nicht in jedem Fall.

    Problematisch (für mich) ist dabei, dass er mit dem direkten Vorgesetzten ziemlich dick befreundet ist und ich nie richtig einschätzen kann, wie dieser reagiert.
    Du hast einen Arbeitsvertrag, eine Stellenbeschreibung. Das ist dein Schutz und dein Schild. Wenn er etwas von dir willl, was nicht dazu gehört - kannst du auch dem Chef sagen "Chef, das ist nicht mein Job."


    Sehe ich im Grunde wie Du. Aber da ich letzte Woche echt am Boden war und auch so oft mit selbstzerstörerischen Gedanken zu kämpfen habe, sehe ich mich momentan nicht in der Lage, das dauerhaft auszuhalten. Ich möchte gerade erstmal ein wenig zu mir selbst finden, bevor ich dieses "Mammutprojekt" in Angriff nehme.
    ich kann verstehen, manchmal wird alles viel zu viel.

    Andererseits: es IST dein Traumjob! es IST wofür du gekämpft hast. es IST was du machen willst.

    und, mir scheint, du siehst das Problem aktuell immer noch grösser und schlimmer, als es tatsächlich ist.

    Und diese distanzierte Art... das bin ich einfach nicht. Ich bin kommunikativ und möchte mit ihm sprechen.
    Im Job geht es nicht darum, "ich" sein zu können. Das ist ein netter Bonus, wenn man das kann.

    Aber gerade Stellen mit einer gewissen Verantwortung beinhalten oft, dass man sich selbst beherrscht, im Dienst der Sache, und auf eine kalkulierte Weise agiert, nicht spontan, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Das auch unabhängig vom doofen Kollegen, das ist sowieso immer ein Thema.

    - wenn er was möchte, erwartet er von mir, dass ich den Job erledige,
    in dem Fall hörst du dir die Erwartung an, gleichst das ab mit deinem Stellenprofil, und gibst eine klare eindeutige Antwort. Sei das "ja mach ich gleich" oder "nein, nicht mein Job" oder "mach ich, aber frühestens übermorgen, muss erst meinen eigenen Job erledigen".

    Männer kommen mit eindeutigen, klaren Aussagen oft gut klar. hat sich ja schon einmal auf diese Weise so gezeigt.

    und es wird mit jedem Mal leichter, der Kraftaufwand geringer!


    -> ich bin aber auch oft auf seine Unterstützung angewiesen. Doch meine Fragen, Hinweise etc. werden ignoriert und mit einem "Machen wir nachher" (was dann auch nicht passiert) abgewunken.
    Da würde ich:
    - einmal nett fragen
    - ein zweites Mal etwas dringender fragen, "bis wann wirst du mir XY liefern, ich brauche das, um weiter zu machen?"
    - und wenn das nicht geschieht zum angekündigten Termin, eskalieren. "Chef, ich brauche XY von Harry Hirsch, wenn ich das nicht kriege, geht der Auftrag flöten/wird nicht rechtzeitig fertig/ wird der Kunde reklamieren. Wie soll ich weiter vorgehen?"

    Ja, und er fährt mir auch häufig über den Mund, wenn er ein Thema nicht besprechen will.
    der scheint besser auf Handlungen zu reagieren als auf Worte. Männer



    - Generell arbeitet er sehr viel im Alleingang, ohne mich einzubeziehen. Resultat sind dann häufiger auch schlecht vorqualifizierte Projekte, die ich bearbeiten soll.
    zurück geben. "damit ich daran arbeiten kann, brauche ich X, Y und Z. Bitte vervollständigen und mir dann geben, wenn es vollständig ist, vorher kann ich nicht daran arbeiten."

    Mir hilft es manchmal, wenn ich mir vorstelle, ich würde Kindergartenkinder zur Kooperation bringen wollen. ist irgendwie blöd und ich denk mir "muss das denn sein ", aber ja, des öftern muss es sein und es funktioniert dann auch, mit diesem Ansatz.

    - Selten "bitte" und "danke"
    Selbst immer höflich sein färbt mit der Zeit ab.

    - Keine Absprachen mit mir, wenn es um Termine geht
    nun, dann sitzt er halt gelegentlich allein irgendwo, wenn er vergisst, sich mit dir abzusprechen. Du wirst dann hoffentlich nicht deine eigene Termine absagen und rumschieben, damit du in seinen Kalender passt? Wenn er was von dir will, soll er es rechtzeitig melden. Sonst gibt es nichts.

    Wir hatten schon einige - von mir initiierte - Gespräche, in denen er mir erzählt, "was ich hören will", aber dann doch so weiter macht wie vorher.
    mit ihm musst du nicht reden. im Sinne von "sich austauschen, gemeinsam Lösungen finden" - er will nicht gemeinsam Lösungen finden, er will bloss arbeiten.

    Du teilst ihm mit, was du brauchst - in welcher Form er die Unterlagen vorbereiten und dir zur Verfügung stellen muss - alles, was die Form nicht erfüllt, geht unbearbeitet zurück an ihn, mit Erklärung, was noch fehlt.

    Wahrscheinlich. Aber in diese neue Welt zu kommen, ist für mich gerade eine (zu) große Herausforderung für mich.
    Du sagst, du bist jetzt an deiner Traumstelle, mal abgesehen von Harry Hirsch. Du hast gekämpft dafür, dich eingesetzt, getan, was du tun musstest, um dahin zu kommen.

    Dieses letzte Hindernis kannst du auch noch nehmen. Schütze dich - nimm dir die dafür notwendige Zeit - experimentiere - lerne.

    Es muss nicht perfekt sein.

    Es ist ok, wenn du mal die Contenance verlierst, oder in Tränen ausbrichst (am besten auf der Toilette).

    Du wirst feststellen: sich durchzusetzen, das GIBT Kraft. Du hast es einmal geschafft - du hast gezeigt, dass du das sehr wohl in dir hast, dass das sehr wohl auch DU bist!


    Ich sehe auch, dass ich das hinkriegen kann. Nur aktuell fehlt mir die Kraft dazu.
    Dann, in Deckung gehen, langsam deine Kräfte sammeln, immer einen Schritt am andern.


    Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass aufgrund der bereits angesprochenen Freundschaft trotzdem mein Kollege am "längeren Hebel" sitzt.
    Sieht so aus, als ob nein, nach dem, was du erzähltest.

    Auch der Chef muss am Schluss Resultate abliefern, also erfolgreich durchgeführte Projekte vorzeigen können. Und wenn er der Auffassung ist, dass du ihm dabei hilfst, dass deine Arbeit funktioniert - wird er nicht auf dich verzichten wollen.


    Weil wir direkt zusammenarbeiten und er mich mit seiner unsympathischen und teilweise auch unkooperativen Art mittlerweile sehr nervt. Ich sitze 8 Stunden am Tag mit ihm im Büro und muss 6-stellige Projekte mit ihm wuppen. Das ist viel Verantwortung, die ich ohne seine Kooperation nur schwer tragen kann.
    Trenne fein säuberlich seine Verantwortung und deine Verantwortung. In deinem Geist, aber auch in Gesprächen mit dem Chef. Solange du sagen kannst, mit gutem Gewissen "meinen Teil der Arbeit habe ich gemacht, leider warte ich immer noch auf die ABC-Unterlagen von Harry Hirsch, bevor ich weiter machen kann" - ist alles im grünen Bereich.

    Keiner kann von dir mehr verlangen, als dass du deine (deine! nur deine!) Arbeit tust. Und du kannst voraussetzen, dass Kollegen, die dir zuarbeiten oder mit dir arbeiten, ihren Teil der Arbeit tun. und wenn das nicht geschieht - kannst du sehr wohl auch darauf hinweisen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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