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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Danke für die Antworten! Ja, ich bin nicht gut darin, Grenzen zu setzen. Und vielleicht sollte ich es ansprechen- einfach warten, bis sowas nochmal passiert. Als er mich wiederholt als sehr charmant, unglaublich charmant bezeichnet hat, war mir das total unangenehm und ich hätte eben situativ einfach sagen sollen, dass mir das gerade sehr unangenehm wird. Es jetzt anzusprechen, ist einfach schwierig, weil es damit größer wird, als es vermutlich ist. Fakt ist ja einfach, dass ich mich manchmal nicht wohl fühle und es in der Situation als für einen persönlich zu weit gehend zu beschreiben, ist vermutlich anders, als es später irgendwie aufzuwerfen und zu sagen, also: Das fand ich blöd und unprofessionell und das und das und was wollen Sie Idiot eigentlich? Darum gehts ja am Ende nicht; vielleicht denkt er mal nicht nach, vielleicht doch und kann mir erklären, was er sagen oder bezwecken will... Also bei nächsten Mal nicht unruhig werden, nervös auf dem Sessel rumrutschen, sondern den Mund aufmachen. Und dann entscheiden, ob ich weiter gucken muss. Weil das jetzt anzusprechen, dazu fehlt mir der Mut und dann mach ich es riesig- und das ist es vermutlich, hoffentlich gar nicht... Aber ich fühl mich verdammt unwohl in diesen Situationen- sonst gar nicht; sonst ist es locker und dann zack, totale Unsicherheit.

    Ganda, was meinst du damit, dass ich aus der Deckung kommen sollte- womöglich?

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Das verstehe ich gut - sich in der Situation spüren, das eigene Unbehagen in der Situation ernst nehmen und nach außen bringen ... das kann ein wichtiger Schritt sein.

    Flüchten oder standhalten ... die ewige Fragestellung im Leben

    lg

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Hi Primzahlen,

    was ist das für eine Therapie und was für ein Therapeut ist das?
    Also z. B Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologisch oder Analyse oder...
    Psych. Psychotherapeut oder ärztl. Psychoterapeut oder Heilpraktiker oder....

    Dir wäre es am liebsten, wenn das sowas einfach sein ließe, oder?

    Sag doch einfach: "Das ist mir jetzt unangenehm. Ich mag das nicht, mich verunsichert es, wenn sie mich "verführerisch" oder so nennen."
    Und dann siehst ihn groß an und machst "therapeutisches Schweigen"

    Es ist dir unangenehm. Und es ist tatsächlich seltsam. Er soll dir ruhig erklären, wieso er Begriffe dir gegenüber verwendet, die eindeutig romantisch/erotisch konnotiert sind.

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Sag doch einfach: "Das ist mir jetzt unangenehm. Ich mag das nicht, mich verunsichert es, wenn sie mich "verführerisch" oder so nennen."
    Und dann siehst ihn groß an und machst "therapeutisches Schweigen"


    Ja, wäre mir am liebsten, aber vielleicht bezweckt er damit wirklich was und ich lerne irgendwas sinnvolles über mich- oder weiß, dass ich reißaus nehmen muss. Er ist Tiefenpsychologe und psychologischer Psychotherapeut. Und die meiste Zeit über wirklich angenehm. Es ist locker zwischen uns und wir lachen bei schweren Themen... eigentlich alles gut, und dann kommt eben sowas und ich will mich situativ wegbeamen und bekomme den Mund nicht auf. Aber es hat keine anzügliche Konntoation, scheint mir manchmal irgendwie selbstvergessen.

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen

    In einem Zusammenhang vor Monaten, als es mir sehr schlecht ging, hat er mir gesagt, ich wäre verführerisch. Ganz blöd, weil ich mich dadurch sehr unwohl gefühlt habe. Danach ging es mir noch schlechter und wir haben das besprochen und er meinte, er wollte aufdeckend arbeiten. Ich weiß einfach erstens nicht, was aufdeckend ist und zweitens hab ich zumindest gelesen, dass man nicht aufdeckend arbeitet, wenn jemand sehr instabil ist. Nur, was hat er denn bitte aufgedeckt damit? Verführerisch liegt doch im Auge des Betrachters oder ist das eine feststehende Kategorie?
    Du hast es doch bereits angesprochen.

    Nun kannst du es eben nochmals ansprechen und ihn fragen, ob da auch was aufgedeckt werden sollte und was genau das bedeutet.

    Ich glaube, er verhält sich nicht professionell. Pass auf dich auf!
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen
    Ich traue mich nicht, dass mit ihm zu besprechen. Für mein Gefühl reden wir dann auf einmal über ihn und sein Verhältnis zu mir und ich will nicht wissen, was genau er denkt. Ich möchte ihm nicht sagen, dass ich das unprofessionell finde- damit setze ich ihn meiner MEinung nach unter Erklärungszwang und er soll sich nicht erklären, sondern einfach seinen Job so machen, dass er mir hilft. Deshalb weiß ich nicht, wie ich das besprechen soll...
    Das finde ich etwas schräge. Der Therapeut sollte doch in Deiner Therapie kein Thema sein. Seine Verhältnis zum Klienten sollte doch klar und eindeutig sein für ihn.

    Ich habe von Dir den Eindruck, dass Dir klar ist wie seine Rolle sein sollte. Wenn er Dir sagt, was er von Dir denkt, sollte das eine sachliche Rückmeldung sein zu einem Thema, aber diese "Komplimente" finde ich fehl am Platze.
    LG Penstemon

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen
    Es ist locker zwischen uns und wir lachen bei schweren Themen... eigentlich alles gut, und dann kommt eben sowas und ich will mich situativ wegbeamen und bekomme den Mund nicht auf. Aber es hat keine anzügliche Konntoation, scheint mir manchmal irgendwie selbstvergessen.
    ich komme sozusagen ganz frisch aus einer Fortbildung für sexualisierte Gewalt und in diesem sehr ausführlichen Vortrag wurde vor allem EINES wieder und wieder wiederholt:
    Die Entscheidung, wann etwas "zuviel" ist oder ein "Übergriff"- trifft derjenige, der konfrontiert wird!

    Es spielt überhaupt eine Rolle, welche Intension der Ausführende hat- wenn du es als zuviel empfindest, dann IST es das!

    Vertrau dir, dass das nicht geht.

    Dass er sonst ja so nett ist und ihr so vertraut- wunderbar- genau DAS gehört zu den klassischen sexuellen Übergriffen dazu. Oder meinst du, jemand könnte Übergriffe starten, wenn er von vornherein unsympathisch wirkt?

    Ich finde die Aussagen sehr grenzwertig und wenn du ihn für dich mit "selbstvergessen" entschuldigst, passt das leider ebenso wieder in das Bild
    Welcher Therapeut redet in einer Therapiestunde selbstvergessen???- Reden ist sein Job und Sprache das wichtigste Arbeitsmaterial! Dieses Argument ist das Schwächste überhaupt

    Ich will diesem Therapeuten nichts unterstellen und - das, was du beschreibst ist auf jeden Fall ein deutliches ZUVIEL.
    Und ich muss nicht studiert haben um zu wissen, dass solche Worte nicht in solche Stunden gehören. Und er muss das für dich nun aufdecken? das du niedlich bist????.......ahja- sorry, was für ein Blödsinn.
    Und solltest du- wie beschrieben- anfangen ungemütlich auf dem Stuhl rumzurutschen, frag ich mich, wie sehr dich dieser Mann im Blick hat (oder er das in dem Moment deutlich sieht und genießt?).

    Nun könnte man auch noch mit "provokativem Verhalten" argumentieren- nur ist auch das in dem Verhältnis Therapeut- KlientIN keinesfalls ein Ansatz.

    Wenn es dir schon einmal so gegangen ist- such dir eine Therapeutin und bearbeite genau DAS Thema.
    gleichzeitig würde ich bei der Krankenkasse anrufen und das Geschehen erzählen- vielleicht sich bei der Psychotherapeutenkammer melden.

    Was ich mit einbeziehen möchte ist, dass wir hier nicht den konkreten Wortlaut erfahren haben.
    Insofern können Worte auch anders interpretiert werden als sie gemeint waren.
    Dennoch finde ich die gewählten Worte "niedlich, verführerisch, unglaublich charmant" keine passenden Beschreibungen eines Therapeuten für den Klienten.

    "in der Verleugnung niedlich" ist eine wirklich "nette Herabsetzung"- ganz schön verschleierte Demütigung!

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen


    Ja, wäre mir am liebsten, aber vielleicht bezweckt er damit wirklich was und ich lerne irgendwas sinnvolles über mich- oder weiß, dass ich reißaus nehmen muss. Er ist Tiefenpsychologe und psychologischer Psychotherapeut. Und die meiste Zeit über wirklich angenehm. Es ist locker zwischen uns und wir lachen bei schweren Themen... eigentlich alles gut, und dann kommt eben sowas und ich will mich situativ wegbeamen und bekomme den Mund nicht auf. Aber es hat keine anzügliche Konntoation, scheint mir manchmal irgendwie selbstvergessen.
    Um herauszubekommen, was hinter der Geschichte steckt, muß du sie ansprechen. Wenn du sie nicht ansprichst wird sie wochenlang, monatelang, jahrelang in deinem Gehirn herumspucken. Bevor du nicht weiß, was da los ist, ist alles andere Spekulation und völlig unnütz. Wenn du ein Problem damit hast, Grenzen zu setzen, unangenehme Dinge anzusprechen, dann nutze genau diese Gelegenheit um zu üben, um über deine Angst hinauszuwachsen und zu lernen wie man es macht und vor allen Dingen hinzuhören, daß es nicht so schlimm ist, wie in deinen Vorstellungen, und daß man so Dinge klären kann, die im Kopf herumspuken.

    Es ist völlig egal, was sich der Therapeut dabei gedacht, wenn du die Vorfälle nicht ansprichst, dann wirst du es nie erfahren. Und wenn dir diese Ansprache unangenehm ist, dann ist sie dir unangenehm. Du denkst an den Therapeuten, weil du Angst hast, die Vorfälle anzusprechen.

    Und ich sage es noch einmal, solche Sätze, solches Verhalten gehört nicht in eine Therapie. Wenn vielleicht dabei herauskommt, daß er dich provozieren wollte, dann bekäme er von mir eine ordentliche Ansage. Eine Provokation hat so nicht auszusehen. Die Aussagen sind unprofessionell und unangemessen und ja, ich würde sagen sexistisch.

    Dein Therapeut wird hier kritisiert und angegriffen und du verteidigst ihn. Ich wollte es gesagt haben.
    Geändert von linsemo (12.05.2019 um 08:28 Uhr)
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Ich finde es schwierig eine unangemessene Intention oder Nachlässigkeit bei dem Therapeuten festzustellen ohne den Zusammenhang zu kennen.

    Unabhängig davon ist dein Gefühl bei der Sache maßgeblich: wenn du es unangenehm empfindest, dann solltest du das auch ernst nehmen und vor allem artikulieren.
    Denn genau das könnte auch ein Sinn sein.

    Wenn ich das lese:

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen
    In einem Zusammenhang vor Monaten, als es mir sehr schlecht ging, hat er mir gesagt, ich wäre verführerisch. Ganz blöd, weil ich mich dadurch sehr unwohl gefühlt habe. Danach ging es mir noch schlechter und wir haben das besprochen und er meinte, er wollte aufdeckend arbeiten. Ich weiß einfach erstens nicht, was aufdeckend ist und zweitens hab ich zumindest gelesen, dass man nicht aufdeckend arbeitet, wenn jemand sehr instabil ist. Nur, was hat er denn bitte aufgedeckt damit? Verführerisch liegt doch im Auge des Betrachters oder ist das eine feststehende Kategorie?
    dann halte ich es für möglich dass dich der Therapeut mit einer deiner gewohnten Bewältigungsstrategien konfrontieren wollte.
    Dass er dir zeigt (aufdeckt) wie du dich zeigst in Situationen der Hilfsbedürftigkeit. "Charmant" und "niedlich" könnten bedeuten dass du dich klein machst, schutzbedürftig wirken willst, wo du dich eigentlich stark und grenzziehend ("So nicht!") geben könntest/solltest.

    In der Psychoanalyse wird auch bewusst mit Übertragung/Gegenübertragung gearbeitet, es könnte zum Zweck der Aufdeckung auch in diese Richtung gehen: dann hat der T. die Rolle des Vaters oder des Geliebten, ohne diese tatsächlich zu erfüllen.
    Es ist allerdings ein schmaler Grat.
    Ich würde mich an deiner Stelle fragen: warum kam eine Abwehr nicht spontan und in der Situation selbst?

    Meine Empfehlung: das auf jeden Fall thematisieren und zwar bei der nächsten Sitzung und nicht erst dann, wenn es wieder passiert. Es ist ja akut, wenn du darüber nachdenkst deswegen den Therapeuten zu wechseln.

    Ich würde ihm klar sagen dass es für dich unangenehm ist wenn er dich mit solchen Attributen bezeichnet und ich würde auch wissen wollen wozu das konkret gut sein soll.
    Wenn er dir das nicht schlüssig erklären kann, so dass du selbst verstehen kannst warum das einen Sinn macht, dann kannst du dir immer noch einen anderen T. suchen (ich rate dir auch zu einer weiblichen T.) weil für dich die Vertrauensbasis nicht (mehr) gegeben ist.

    Die Therapie macht m.E. keinen Sinn mehr wenn du diesen unausgesprochenen "Haken" für dich behältst weil du damit unbewusst jede unangenehme Seelenarbeit in der Therapie auf sein Fehlverhalten zurück führen würdest.
    Think before you print.

  10. Moderation

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    AW: Komische Therapiesituationen- sollte ich mir jemand anderen suchen?

    Zitat Zitat von Primzahlen Beitrag anzeigen
    Ich traue mich nicht, dass mit ihm zu besprechen. Für mein Gefühl reden wir dann auf einmal über ihn und sein Verhältnis zu mir und ich will nicht wissen, was genau er denkt. Ich möchte ihm nicht sagen, dass ich das unprofessionell finde- damit setze ich ihn meiner MEinung nach unter Erklärungszwang und er soll sich nicht erklären, sondern einfach seinen Job so machen, dass er mir hilft. Deshalb weiß ich nicht, wie ich das besprechen soll...
    "Was Sie gesagt haben hat mich sehr verunsichert und in mir das-und-das ausgelöst. (Hier ggf. aus konkreter werden -- Irritation, Abscheu, Mißtrauen, Scham, schlechte Erinerungen). Mit dem Schlagwort 'aufdeckend' kann ich nichts anfangen. Ich empfinde es als nicht hilfreich und ein Belastung für das Vertrauen, daß ich zu Ihnen habe. Können wir über das dahinterliegende Konzept und den erwateten Nutzen reden und darüber, wie sich die angewendete Methode von dem abgenzt, als was ich sie empfinde, nämlich objektivierend und bedrohlich?"

    Und dann merk dir, was er sagt, spiel dir das noch mal vor, wenn du eine Nacht drüber geschlafen hast, und frage dich, wie geht es dir mit der Interaktion? Fühlst du dich auf sicherem Boden? Oder manipuliert und ruhigestellt? Sind mehr Unsicherheiten und Unklarheiten da als vorher? Hat er abgelenkt oder bestritten, daß du mit seinem Verhalten ein Problem haben darfst?

    Du sagst, du respektierst ihn als Therapeuten, aber bist dir nicht sicher, ob die Therapie für dich gut ist? Man kann jemanden als Koch respektieren und trotzdem nicht mögen, was auf den Tisch kommt. Und es klingt für mich ein bißchen durch, daß du vor allem froh bist, daß er nicht so ein Desaster ist wie dein voriger -- aber was hilft das, wenn die Therapie nicht für dich gut ist?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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