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  1. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Sondern, ob sich der Therapeut in GRUPPENsitzungen vorher! Gedanken gemacht hat, wie er die Gruppe leiten will.
    Wie seine Arbeit sein soll.
    Doch, macht er.

    Das ist doch durchaus auch in anderen Branchen verbreitet: Stundenkonzipierung/Curriculum bei Lehrern.
    Sogar meine Yogalehrerin hat ein paar Notizen dabei, was sie wann wie machen will.
    Jedes Berufl. Meeting unterliegt einer Metaplanung.
    Das macht er. Daher hat er ja auch den Text aus dem FAchbuch mitgebracht, weil er sich vorher überlegt hat, was er denn in dieser Sitzung machen und sagen will.

    Aber ich fürchte, eure Treffen funktionieren nach Zuruf. Und das ist schon der Fehler.
    Es gibt einen RAhmen, aber wie der genau gefüllt wird, ist nicht vorher klar.
    Und es kann Änderungen geben, wenn gerade etwas Akutes ist.
    Ich hatte ja geschrieben, dass jeder andere Dinge mitbringt, die er bearbeiten will, und welche das von Mal zu Mal sind, weiß man halt nicht unbedingt.

    Wie soll ich es erklären, ohne jetzt ins Detail dieser Therapiemethode zu gehen?


    Vielleicht könnte es doch sinnvoll sein, sich mit "Therapie" selber zu beschäftigen.
    Meinst du mich oder bae?


  2. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wir wissen nach wie vor nicht, ob in der Richtung irgend etwas kommuniziert wurde, und falls ja, was das war, und ob das, was kommuniziert wurde, mit dem, was tatsächlich geschah, in Übereinstimmung ist, oder nicht.

    und solang man nichts weiss, kann man nichts dazu sagen. Ausser purer Spekulation
    Was könnte denn kommuniziert worden sein, das das Verhalten rechtfertigen würde?
    Mir fiele nichts ein.
    Und nein, es war nicht von provokativer Therapie oder paradoxen Interventionen die Rede, das hatte ich doch auch schon geschrieben, oder nicht?

  3. Avatar von Simpleness2
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Joaquin_ Beitrag anzeigen
    Wie soll ich es erklären, ohne jetzt ins Detail dieser Therapiemethode zu gehen?
    Was ist das für eine Therapiemethode? Kann man das googeln?

    Davon ab - es bringt nichts hier über den Vorfall und die möglichen Hintergründe zu spekulieren. Was ich machen würde ist - es ansprechen in der nächsten Gruppensitzung. Und zwar was das an Verunsicherung, Ängsten und Gefühlen in Dir ausgelöst hat. Es wird anderen Teilnehmern ähnlich ergangen sein.
    Der Therapeut muss das ernst nehmen und sich erklären. Tut er dies nicht ausreichend überzeugend würde ich die Gruppe verlassen.


  4. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Was ist das für eine Therapiemethode? Kann man das googeln?
    Ich möchte die Therapiemethode lieber nicht nennen. Vielleicht bin ich paranoid... Ich dachte eigentlich, unabhängig von der Therapiemethode ließe sich sagen, ob so etwas geht oder nicht.
    Z.B. wird es wohl egal sein, ob jemand Gesprächs- oder Verhaltenstherapie anbietet, wenn es darum geht, ob er mit einer Klientin anbandeln darf.

    Davon ab - es bringt nichts hier über den Vorfall und die möglichen Hintergründe zu spekulieren. Was ich machen würde ist - es ansprechen in der nächsten Gruppensitzung. Und zwar was das an Verunsicherung, Ängsten und Gefühlen in Dir ausgelöst hat. Es wird anderen Teilnehmern ähnlich ergangen sein.
    Der Therapeut muss das ernst nehmen und sich erklären. Tut er dies nicht ausreichend überzeugend würde ich die Gruppe verlassen.
    Ja, das stimmt. Bis zur nächsten Sitzung ist noch ein bisschen hin, aber ich gehe auch davon aus, dass das für ihn und auch uns andere Thema sein wird.


  5. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Naja, gerade Zahnärtze dürften zum Thema "traumatisierte Angstpatienten" so das eine oder andere Liedchen zu singen haben....
    was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ein grundsätziches Wohlwollen zu Beginn ist richtig (wenn man das nicht aufbringen kann, rennt man lieber sofort weg), aber Autoritätshörigkeit ist falsch.
    Wenn wir uns Hilfe erhoffen und zu einem Menschen gehen, von dem wir uns professionelle Unterstützung suchen- dann sind wir selbst immer an einem Punkt, wo unser Wissen eine Grenze hat.

    Jetzt gibt es zig Bereiche unseres Lebens, in denen es ein weitverbreitetes Wissen gibt. zB über alle gängigen Krankheiten weiß "das Volk" recht gut Bescheid.
    Erfahrungsaustausch unter Betroffenen, Erzählen im Freundes- oder Bekanntenkreis oder heutzutage das Internet- wir können uns über viele Bereiche selbst erkundigen und Wissen zum "Profi" mitbringen.
    Bedeutet: aufgrund von etwas Wissen, wird man die Behandlung beobachten und wenn das von der eigenen Vorstellung abweicht- vielleicht auch nachfragen.

    Dennoch gibt es genug Bereiche, die für den 0815- Menschen keinen Einblick möglich sind.
    Zahnarzt zb- da wird nicht viel gewusst.
    Und im Bereich der Psychologie ist das noch einmal extremer, denn "alle" weichen dem Thema Psyche aus.
    Es mag für dich bae anders sein, weil das deine Richtung ist- aber der 0815 hat von Therapie, Therapieabläufen oder Inhalten schlicht null Ahnung.
    Woher denn auch?
    Unabhängig davon, dass der Klient gerne im Dunkeln gehalten wird damit die Wirksamkeit höher sein soll.

    Insofern: du erwartest in meinen Augen viel zuviel an Eigenverantwortung von einem Klienten.
    Noch dazu ist doch das Vertrauen vom ersten Moment an eine größere Dimension als zu jedem? anderen Behandler- geht es doch für den Menschen darum, sein Verletzlichstes zu zeigen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich geh mal davon aus, dass die an der Uni waren und dort sowohl praktisch wie theoretisch über viele Jahre ihren Beruf lernten. An Fächern wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Heilmittelkunde etc..
    Und die Teilnehmer sind davon ausgegangen, dass sie dort gut versorgt sind

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich selbst lege auch mehr Wert darauf, dass die Chemie stimmt, und bin nicht sehr papierchengläubig; frage aber durchaus nach, wenn ich etwas nicht kenne, was das denn ist und wie es funktioniert. Wenn mir die Antwort plausibel scheint, und die Person Kompetenz ausstrahlt, will ich's gern mal versuchen.
    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Aber ich hab auch schon herausgefunden, bei einer Therapeutin, bei der ich gelegentlich bin, dass gewisse Themen mit ihr einfach nicht gehen. Ich kann zB super Dinge besprechen, die den Beruf betreffen, aber definitiv nichts, wenn es um Liebesbeziehungen geht. Hatte ich einmal versucht, war ein Desaster.
    Du gehst zuviel von dir aus- dir scheint das leicht zu fallen, aber für viele Menschen ist das Reden über sich selbst und in dieser Verletzbarkeit- unmöglich das noch offen aufzugreifen oder laut anzufragen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Therapeuten sind Menschen. Mit Fehlern. Das darf man nie vergessen.
    ich habs ja schon geschrieben- für mich klingt das zu locker.
    So als ob man was macht- nach dem Motto "wird schon gut gehen". In meinen Augen, ist das keine stimmige Grundhaltung für jemanden, der mit soviel Verantwortlichkeit arbeitet.

    Die Story erinnert mich an einen workshop, den ich vor Jahren in Gestalttherapie besucht habe.
    Da saß dann auch eine junge Frau, schon recht aufgelöst von ihrem schwierigen Leben am erzählen und wandte sich dem "Therapeuten" zu, der dann allen ernstes zu ihr meinte "na- da kann man nichts machen- da hast du Pech gehabt"!
    ich war echt fassungslos.

    Heute würde ich dazu wohl einen Ton sagen- damals war ich nur entsetzt.


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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Joaquin, to cut a long story short: du weißt es selber.
    und bestätigt wurde deine eigene Einschätzung von mehreren hier (nicht allen )

    Dein Vergleich mit der Rückenschule ist gut. Sehr gut sogar.

  7. Avatar von Simpleness2
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Joaquin_ Beitrag anzeigen
    Ich möchte die Therapiemethode lieber nicht nennen. Vielleicht bin ich paranoid... Ich dachte eigentlich, unabhängig von der Therapiemethode ließe sich sagen, ob so etwas geht oder nicht.
    Ich möchte die Therapiemethode nicht von meiner Einschätzung abhängig machen. Die Geheimniskrämerei darum hat mich einfach neugierig werden lassen.

  8. Avatar von Julifrau
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Mich wundert nur eines, nämlich dass der Therapeut ein Fachbuch zitieren muss, um seine Einschätzung und Wahrnehmung wiederzugeben.
    ************************************************** **
    What if I fall?
    Oh, but my darling, what if you fly?






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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Ich hatte euch ja versprochen, zu berichten wie es gelaufen ist.
    Also der Therapeut hat das nicht von sich aus angesprochen, aber halt der Teilnehmer.
    Die beiden haben das dann unter vier Augen geklärt und dann war alles soweit wieder okay, zumindest für diesen Termin.
    Der Therapeut meinte auch, dass er sich entschuldigt, wenn er den Eindruck erweckt hätte, er wollte jemanden demütigen. (Erinnert sich noch jemand an Möllemann?)
    Tja, ich weiß nicht so recht... wenn es für den Teilnehmer jetzt erstmal okay ist, dann sollte es das für mich auch sein. Aber die Gruppe endet sowieso, bzw. man kann sich in einem bestimmten Turnus entscheiden weiterzumachen oder nicht. Und ich werde wohl aufhören, und der andere Teilnehmer auch.


  10. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zuerst einmal danke für die Rückmeldung- sehr schön, dass du dich noch einmal meldest.

    Zitat Zitat von Joaquin_ Beitrag anzeigen
    Tja, ich weiß nicht so recht... wenn es für den Teilnehmer jetzt erstmal okay ist, dann sollte es das für mich auch sein. .
    Sagt wer?

    Es geht ja nicht darum auf etwas rumzureiten sondern nur um dein Gefühl.
    Wenn das für dich nicht passt, IST es so und solltest du ernst nehmen.

    Diese Geschichte wurde offen in der gesamten Runde behandelt und jeder geht damit in Berührung.
    Es bleiben also soviele Eindrücke wie Menschen zurück und keiner davon ist besser oder schlechter- mehr oder weniger gerechtfertigt.

    Und es wurde also keinesfalls offen über die seltsame und unklare Situation gesprochen- der Therapeut hat sich nur entschuldigt- für den Fall, dass.......
    Schade, dass es nicht offen besprochen worden ist- da hätte sicher jeder etwas von haben können- samt Therapeut.

    Dir alles Gute und viel Glück bei hoffentlich einer neuen Gruppe, in der du dich wohl fühlst.

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