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  1. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Du meinst, jetzt soll der Klient für den Therapeuten anfangen mitzudenken?
    Das Denken soll man gar nie abstellen. Auch Experten sind Menschen, auch Experten irren sich, haben blinde Flecken, etc.


    Dennoch reden wir hier nicht von einem Zahnarzt oder Hausarzt, der mal einen schlechten Tag hat
    Wenn Zahnärzte schlechte Tage haben, ist das wohl eher noch weniger lustig und noch schmerzhafter für den Kunden, als wenn der Psychotherpeut oder Heilpraktiker einen schlechten Tag hat.


    Der Punkt dabei ist:
    Vertrauen geht nur einmal kaputt.
    Und wenn ein Riss drin ist- und das kann durch so eine Situation entstehen- dann bleibt dieser.
    Ein Konflikt, der konstruktiv gelöst wird, kann durchaus auch das Vertrauen festigen, Missverständnisse ausräumen... von einem naiven Vorschussvertrauen umgewandelt werden in ein berechtigtes Vertrauen aufgrund von Erfahrung und Wissen darüber, wie der andere Mensch tickt.

    kann so sein, muss nicht unbedingt so sein.

    Wir reden auch nicht über eine kognitive Entscheidung sondern über ein Gefühl und DAS holst du mal nicht mit guten Worten aus der Ecke
    man muss ein Gefühl nicht "aus der Ecke holen"; es reicht, es ernst zu nehmen, wenn möglich zu formulieren, worum es geht (um es vom Unbewussten ins Bewusste zu holen), die Situation gründlich zu betrachten, dann zu entscheiden...

    "Gefühl" heisst nicht "man kann nichts machen" und auch nicht "es ist unveränderbar" und auch nicht "es ist grundlos".




    Es ist eben doch eine besondere Verantwortung - und wenn der Job das Reden ist- dann muss ich eben genauso sorgsam reden wie ein Chirurg schneiden würde.
    Theorie und Praxis... Chirurgen schneiden gelegentlich daneben. Therapeuten reden gelegentlich daneben. Passiert halt.


    selbst WENN das so wäre- ist er als Therapeut doch nun wirklich gefragt, damit umgehen zu können!
    Er müsste dazu aber auch tatsächlich befragt werden, und mir scheint, dies sei bisher nicht geschehen.

    Im übrigen glaube ich nicht, dass der Durchschnittdeutsche weiß, was ein Therapeut alles sollte, könnte, müsste.
    Woher auch?
    Aus dem Internet, zum Beispiel. Google ist dein Freund!

    Welche Qualifikation welche Kompetenzen mit sich bringt (theoretisch), und wie lange die Ausbildung dauert, was die Inhalte sind - kann man doch alles nachlesen gehen. Wenn man sich dafür interessiert und das will.


    ist das deine tatsächliche Meinung?
    Dass Heilige extrem selten sind? Klar ist das meine Meinung, es ist doch offensichtlich so!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Avatar von agathe13
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Theorie und Praxis... Chirurgen schneiden gelegentlich daneben. Therapeuten reden gelegentlich daneben. Passiert halt.
    Das klingt, als hätte der Therapeut halt mal unbedacht einen unpassenden Spruch rausgehauen "im Eifer des Gefechts".
    Das war ja aber nicht so, wie mir berichtet wurde.
    Sondern in zweierlei Hinsicht ganz anders:
    Der Therapeut hat das vorbereitet, die Stelle in dem Buch rausgesucht und das dann in dieser Eingangsrunde dem Klienten vorgelesen.
    Und er hat das sozusagen "ex cathedra" vorgetragen, so im Sinne von "Hier ist das Fachbuch, da steht das drin, ich bin der Experte und daher sag ich das mit aller Autorität so".

    Das ist es ja gerade, was ich so heftig finde, dass ich hier poste zu einem Vorgang, von dem ich selbst nur gehört habe.

    Joaquin kann das ja korrigieren, falls ich das falsch wiedergegeben haben sollte.

    Welche Qualifikation welche Kompetenzen mit sich bringt (theoretisch), und wie lange die Ausbildung dauert, was die Inhalte sind - kann man doch alles nachlesen gehen.
    Und da steht dann drin: "es kann passieren, dass Sie vor der ganzen Gruppe vorgeführt werden?" Oder was genau könnte da stehen, das so ein Verhalten vorhersehbar macht?


  3. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn Zahnärzte schlechte Tage haben, ist das wohl eher noch weniger lustig und noch schmerzhafter für den Kunden, als wenn der Psychotherpeut oder Heilpraktiker einen schlechten Tag hat.
    Darüber kann man streiten- ein Mensch der "durch einen schlechten Tag" zB retraumatisiert wurde, wird das wohl anders sehen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    naiven Vorschussvertrauen umgewandelt werden in ein berechtigtes Vertrauen aufgrund von Erfahrung und Wissen darüber, wie der andere Mensch tickt.
    Ist Vorschussvertrauen tatsächlich naiv?
    Und ich verstehe unter Vorschussvertrauen das vorsichtige Zulassen von Nähe und Verbindung, die sich erst im Laufe der Zeit zu einem tatsächlichen berechtigten Vertrauen umbaut.

    Hier wurde aber Vertrauen erschüttert- und das ist doch nochmal eine andere Situation.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    "Gefühl" heisst nicht "man kann nichts machen" und auch nicht "es ist unveränderbar" und auch nicht "es ist grundlos".
    hab ich auch nicht gemeint oder geschrieben. Es ist halt schwerer zu verändern als Gedanken.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Theorie und Praxis... Chirurgen schneiden gelegentlich daneben. Therapeuten reden gelegentlich daneben. Passiert halt.
    Du hast Recht und doch empfinde ich diese Formulierung als zu lax.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Er müsste dazu aber auch tatsächlich befragt werden, und mir scheint, dies sei bisher nicht geschehen.
    Da bin ich bei dir und wir sind gespannt, was wir davon erfahren werden.
    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Welche Qualifikation welche Kompetenzen mit sich bringt (theoretisch), und wie lange die Ausbildung dauert, was die Inhalte sind - kann man doch alles nachlesen gehen. Wenn man sich dafür interessiert und das will.
    Ja man kann- und doch, wer tut das?
    Oder weißt du, was dein Zahnarzt alles für Inhalte während seines Studiums hatte? Was dein Hausarzt für Qualifikationen hat? also ich nicht. Und als ich zum Psychologen gegangen bin, wusste ich nur, dass er Psychologe ist- ist hab auch von meinem Maler keinen Nachweis gefordert.

    Kurz: ich bleibe dabei, dass kaum einer genau wissen wird, was ein Therapeut alles "mitbringt". Noch dazu sind gerade in dem Bereich Fortbildungen weit verbreitet- durch diesen Dschungel an Methoden und Vielfalt- blickt doch kaum ein Fachmensch durch.

    Nachfragen konkret, wäre dabei ein guter Weg .

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass Heilige extrem selten sind? Klar ist das meine Meinung, es ist doch offensichtlich so!
    Nein- ich meinte, dass du glaubst, diese Personen hätten ihre inneren Baustellen alle "aufgeräumt"?


  4. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Joaquin_ Beitrag anzeigen
    Aber das alles beantwortet nicht meine Frage, ob man als Therapeut so etwas bringen kann, ob das professionell und akzeptabel ist oder nicht.
    Gut, dann Klartext: nein. Nicht akzeptabel, nicht professionell, nicht gedeckt durch sonstwas.
    Bei eine paradoxen Intervention fängt der Therapeut den Probanden auf, wenn der bedröppelt dahockt.
    Da passiert nicht, gehe hin und denke über dein Querulatentum nach daheim.
    Sondern da wird thematisiert, welche Gefühle z. B. auftauchen (durchaus bei beiden). Das wird erklärt und eingebunden in das Konzept, in die therapeutische Arbeit. So kann daraus was produktives werden. Davon ausgehend, dass die Bindung Therapeut-Proband bereits so stabil und sicher ist, dass z. B. Kritik angenommen werden kann. Dass man das eben in einer geschützten Sitzung übt.
    Das ist nicht: Therapeut redet dumm daher und beleidigt Proband öffentlich. Das ist keine Therapie. Das ist sicher üblich und verbreitet unter Menschen (in Büros, OP-Sälen, Klassenzimmern, Kasernen...) wo es halt auch ein Machtgefälle gibt.

    Das Machtgefälle ist der Casus Knacktus. Gerade im ärztl. / therapeutischen Kontext. Der Proband ist in der machtloseren Position (sieht man ja deutlich an eurer Sitzung und sogar noch an deiner und Agathas Reaktion hier)

    @Bae - du argumentierst aus deiner Rolle als "Komplementär-Therapeutin" - ein augenfälliger, automatischer Schulterschluss mit dem Therapeuten hier. Da bist etwas überidentifiziert fürchte ich. Du solltest auch für deine eigene Arbeit als Therapeutin versuchen, das distanzierter zu betrachten.


  5. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Das klingt, als hätte der Therapeut halt mal unbedacht einen unpassenden Spruch rausgehauen "im Eifer des Gefechts".
    nun ja, das wird's wohl sein, nehme ich an. Therapeuten sind nicht notwendigerweise reflektierter als ihre Kunden, oder so reflektiert, wie sie im Idealfall sein sollten.


    Der Therapeut hat das vorbereitet, die Stelle in dem Buch rausgesucht und das dann in dieser Eingangsrunde dem Klienten vorgelesen.
    Und er hat das sozusagen "ex cathedra" vorgetragen, so im Sinne von "Hier ist das Fachbuch, da steht das drin, ich bin der Experte und daher sag ich das mit aller Autorität so".
    Es klingt danach, ja.

    Und warum sollte dies nicht "im Eifer des Gefechts rausgehauen" sein?


    Und da steht dann drin: "es kann passieren, dass Sie vor der ganzen Gruppe vorgeführt werden?" Oder was genau könnte da stehen, das so ein Verhalten vorhersehbar macht?
    Der Therapeut ist ein MENSCH.

    Menschen machen Fehler.

    Und wie Kenzia richtig sagt: wenn man sogar von Leuten wie Jesus und Buddha nicht erwarten kann, dass sie all ihre Themen und Trigger bearbeitet haben - warum sollte man diesen Anspruch an einen gewöhnlichen Menschen stellen, der zufälligerweise Therapeut als Beruf hat?

    Vermeiden tut man Schmerzhaftes und Peinliches, indem man erst mal eher vorsichtig ist, und über längere Zeit ein dann gerechtfertigtes Vertrauen aufbaut. Oder feststellt: dieser Mensch ist mir nicht vertrauenswürdig genug, und dann geht.

    Feststellen tut man dies auch indem man die am Anfang formulierten Ziele der Therapie (und solche wurden hoffentlich formuliert!) mit dem tatsächlichen Ablauf vergleicht, und feststellt, ob das übereinstimmt oder nicht.

    Aber wir wissen immer noch nicht, welche Ziele es gibt (für die ganze Gruppe, und/oder individuelle Ziele für Einzelpersonen), von daher kann man auch nicht sagen, ob das Verfahren zu den im Vorfeld kommunizierten Zielen und Methoden passt oder nicht.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Mit "therapeutischem Hinterbau/Kontext" meinte ich nicht ein Drehbuch.

    Sondern, ob sich der Therapeut in GRUPPENsitzungen vorher! Gedanken gemacht hat, wie er die Gruppe leiten will.
    Wie seine Arbeit sein soll.
    Auch und gerade, wenn da die verschiedensten Personen sitzen, ist das doch notwendig.

    Das ist doch durchaus auch in anderen Branchen verbreitet: Stundenkonzipierung/Curriculum bei Lehrern.
    Sogar meine Yogalehrerin hat ein paar Notizen dabei, was sie wann wie machen will.
    Jedes Berufl. Meeting unterliegt einer Metaplanung.

    Aber ich fürchte, eure Treffen funktionieren nach Zuruf. Und das ist schon der Fehler.
    Es ist z. B. so, dass bei einer Einzeltherapie anfangs geklärt wird, worum es geht. Ggfs. Diagnose. Dann sagt der Therapeut auch wie und mit welchen Methoden er dem Probanden zu helfen versucht. Wie das laufen wird. Das ist kein obskures Ding.
    Das ist was handfestes. Sogar bei analytischen Therapien kann man genau erklären, wie sie funktionieren. Was passiert.
    Das gibt doch auch Sicherheit?

    Ich meine, würdest du dir von einem Heilpraktiker mit Zusatzquali den Blinddarm raus nehmen lassen?
    Ich möglicherweise ja. So ists nicht. Aber vorher würde ich mich schon informieren, ob der das kann.
    Bei Chirurgen sowieso

    Vielleicht könnte es doch sinnvoll sein, sich mit "Therapie" selber zu beschäftigen.


  7. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Barbara, um vor lauter Menschsein, nicht die Probanden reihenweise zu (re)traumatisieren gibt es Supervision und fundierte Ausbildung. Z. B. Lehr-Therapien. Da kann man dann seine eigenen Dämonen versuchen so in den Griff zu kriegen, dass man anderen nicht weh tut.

    "Raus hauen"
    "im Eifer des Gefechts"

    Ist schon in Freundschaften oft das Aus.

    In einem professionellen ärztlichen oder therapeutischen Arbeiten hat das nichts verloren.

    Das wird dir nicht zu vermitteln sein.


  8. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Darüber kann man streiten- ein Mensch der "durch einen schlechten Tag" zB retraumatisiert wurde, wird das wohl anders sehen
    Naja, gerade Zahnärtze dürften zum Thema "traumatisierte Angstpatienten" so das eine oder andere Liedchen zu singen haben....




    Und ich verstehe unter Vorschussvertrauen das vorsichtige Zulassen von Nähe und Verbindung, die sich erst im Laufe der Zeit zu einem tatsächlichen berechtigten Vertrauen umbaut.
    So sollte es sein.

    Ein grundsätziches Wohlwollen zu Beginn ist richtig (wenn man das nicht aufbringen kann, rennt man lieber sofort weg), aber Autoritätshörigkeit ist falsch.


    Ja man kann- und doch, wer tut das?
    Oder weißt du, was dein Zahnarzt alles für Inhalte während seines Studiums hatte? Was dein Hausarzt für Qualifikationen hat? also ich nicht.
    ich geh mal davon aus, dass die an der Uni waren und dort sowohl praktisch wie theoretisch über viele Jahre ihren Beruf lernten. An Fächern wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Heilmittelkunde etc..



    Kurz: ich bleibe dabei, dass kaum einer genau wissen wird, was ein Therapeut alles "mitbringt". Noch dazu sind gerade in dem Bereich Fortbildungen weit verbreitet- durch diesen Dschungel an Methoden und Vielfalt- blickt doch kaum ein Fachmensch durch.
    ich selbst lege auch mehr Wert darauf, dass die Chemie stimmt, und bin nicht sehr papierchengläubig; frage aber durchaus nach, wenn ich etwas nicht kenne, was das denn ist und wie es funktioniert. Wenn mir die Antwort plausibel scheint, und die Person Kompetenz ausstrahlt, will ich's gern mal versuchen.

    Aber ich hab auch schon herausgefunden, bei einer Therapeutin, bei der ich gelegentlich bin, dass gewisse Themen mit ihr einfach nicht gehen. Ich kann zB super Dinge besprechen, die den Beruf betreffen, aber definitiv nichts, wenn es um Liebesbeziehungen geht. Hatte ich einmal versucht, war ein Desaster.

    Therapeuten sind Menschen. Mit Fehlern. Das darf man nie vergessen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao
    Geändert von Bae (16.05.2019 um 12:00 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Sondern, ob sich der Therapeut in GRUPPENsitzungen vorher! Gedanken gemacht hat, wie er die Gruppe leiten will.
    Wie seine Arbeit sein soll.
    Auch und gerade, wenn da die verschiedensten Personen sitzen, ist das doch notwendig.
    Wir wissen nach wie vor nicht, ob in der Richtung irgend etwas kommuniziert wurde, und falls ja, was das war, und ob das, was kommuniziert wurde, mit dem, was tatsächlich geschah, in Übereinstimmung ist, oder nicht.

    und solang man nichts weiss, kann man nichts dazu sagen. Ausser purer Spekulation


    Ich meine, würdest du dir von einem Heilpraktiker mit Zusatzquali den Blinddarm raus nehmen lassen?
    Wenn die Zusatzqualifikation heisst "voll ausgebildeter Chirurg mit Spezialität innere Organe", aber sicher doch

    Barbara, um vor lauter Menschsein, nicht die Probanden reihenweise zu (re)traumatisieren gibt es Supervision und fundierte Ausbildung. Z. B. Lehr-Therapien. Da kann man dann seine eigenen Dämonen versuchen so in den Griff zu kriegen, dass man anderen nicht weh tut.
    Gibt es, aber wir wissen IMMER NOCH NICHT, ob dieser Therapeut so etwas tut, und falls ja, in welchem Rahmen.

    Bevor man das weiss, ist doch jede weitere Diskussion über dessen Professionalität müssig.

    Ausserdem verhindert auch die beste Bildung und Weiterbildung und Fortbildung nicht, dass Leute gelegentlich Dummes tun. Ja, auch in ihrer Eigenschaft als Therapeuten.

    Das wird dir nicht zu vermitteln sein.
    Wie kommst du nun auf dieses schmale Brett?
    LIest du eigentlich, was ich schreibe? - ich glaube, eher nicht so genau, sonst würdest du nicht sowas im Eifer des Gefechts raushauen.

    Man darf auch fair und korrekt bleiben, ohne Therapeutin zu sein.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Und warum sollte dies nicht "im Eifer des Gefechts rausgehauen" sein?
    ??
    Das hab ich doch geschrieben: weil er es vorbereitet hat. Das Buch ist ihm nicht durch Zufall in die Hände gefallen, sondern er hat das zuhause vorbereitet! Wie gesagt, es war in der Eingangsrunde, jeder sagt, wie geht es ihm, was hat er "mitgebracht", was war seit letztem Mal,hat was nachgewirkt etc. Auf den Beitrag des Teilnehmers kam dann von unserem Therapeuten "Ja, ich habe auch über dich nachgedacht und zwar...." und dann kam eben das Besagte.
    Ich verstehe nicht, wie du darauf kommst, dass daran was spontan war.

    Feststellen tut man dies auch indem man die am Anfang formulierten Ziele der Therapie (und solche wurden hoffentlich formuliert!) mit dem tatsächlichen Ablauf vergleicht, und feststellt, ob das übereinstimmt oder nicht.

    Aber wir wissen immer noch nicht, welche Ziele es gibt (für die ganze Gruppe, und/oder individuelle Ziele für Einzelpersonen), von daher kann man auch nicht sagen, ob das Verfahren zu den im Vorfeld kommunizierten Zielen und Methoden passt oder nicht.
    Das überzeugt mich nicht.
    Nehmen wir ein simples Beispiel. Jemand geht in einen Kurs für Rückengymnastik oder was auch immer.
    Als Kursziele werden definiert "Stärkung der Rückenmuskulatur, Vorbeugung von Rückenbeschwerden, etc."
    Als Methoden werden definiert "Übungen aus dem Bereich <bla>, Dehnübungen, Übungen mit Hanteln etc.".

    Und dann sagt der Trainingsleiter eines Tages vor allen zu einem Teilnehmer "Ich habe mal über Sie nachgedacht. Sie sind ein typischer Bewegungslegastheniker, Sie kriegen es nicht hin".

    Inwiefern hilft es dir jetzt, durch Kenntnis von Methoden und Zielen zu beurteilen, ob der Trainer sich korrekt verhält?

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