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  1. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Ja klar, warum denn nicht? Wer will den hier wirklich sagen wie was richtig ist ein so einem Gruppe-Gesprächs-Therapierahmen!!!!
    Ich!
    Das ist weder ein rechtsfreier noch ein spontan-entstehender Rahmen. Da gibt Regeln. Und die sind auch im Fall der Fälle strafrechtlich interessant. Stichworte: Abstinenzgebot etc.

    Es gibt für alle offiziell anerkannten Therapieformen Regeln und Richtlinien. Die einzuhalten sind.
    Sogar für viele nicht überall offiziell anerkannte. Wenn man mit dem Verhalten des HPGlers nicht einverstanden ist, kann man ihn z. B. bei seiner Standesvertretung/Kammer im Zweifelsfall beim Gesundheitsamt melden.

    Deswegen frage ich ja noch Dokumentation. Settings sind keine Kaffeekranzerl, wo man sich auch mal persönlich nahe kommt.
    Das ist vielleicht der größte Irrtum. Dass es von außen so aussieht, wie ein gutes, verständnisvolles Nahe-Verhältnis bei dem Tipps und so gegeben werden.
    Aber nur weil man auch schon mal erfolgreich eine Forelle ausgenommen hat, sollte man sich nicht an Blinddarm-OPs wagen.

  2. Inaktiver User

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Danke Rokeby das ist mein Lieblingsicon - andere würden dir hier eine Blume geben. Ich ziehe mich aus der aktiven Threadbeteiligung zurück. weil es mich nicht betrifft, , dass der Betroffene ( Joaquin) sich nicht für sich einsetzt - oder die Verantwortung für sich übernimmt - oder den Therapeuten befragt, wieso-weshalb- warum. Therapien sind kein Kaffeekränzchen, kein Stammtisch, keine Geburtstagsparty . Der Therapeut hat Pflichten seinen Patienten gegenüber - der Patient hat auch pflichten - sich selbst gegenüber.

  3. Avatar von Akzent
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    • das alles vor der gesamten Gruppe
    • das geschlossene System, was dahintersteckt: wehrt sich der Teilnehmer gegen die Bewertung, zeigt er ja damit, dass er beratungsresistent ist. Akzeptiert er sie, zeigt er, dass die Einschätzung stimmt. Das Urteil steht also fest, egal wie der Teilnehmer reagiert


    Der Teilnehmer nimmt nicht an einer Einzeltherapiestunde teil, nur an der Gruppentherapie. Wenn das der Grund für Querulantismus sein soll, so ist das ziemlich unprofessionell.

    Auf der anderen Seite einen Text aus einem Fachbuch zur Verfügung zu stellen aus dem heraus die Gruppe eine Diskussion über die fachlichen Aussagen des Buches innerhalb der Gruppe diskutiert werden kann ist doch interessant. Die entscheidende Frage stellt sich dann am Schluss - wer ist hier für diese Gruppendynamik der Querulant, so in dem Sinn wer will was erreichen. Ist es der Therapeut weil er in Einzelsitzungen nicht weiterkommt und provozieren will oder sind es die Gruppenmitglieder. Geht es um Verhalten oder um individuelle Probleme.

    Öffnungsprozesse innerhalb einer Gruppe halte ich für problematisch, wenn das vom Therapeuten erzwungen wird. Das ist eine blöde Einstellung und unprofessioneller geht es nicht. Manchmal suchen die einen Einstieg über relativ stabile Leute. Aber so ohne Konzept für die Gruppe wahrscheinlicher uninteressant für die Teilnehmer.



  4. Avatar von agathe13
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    [QUOTE=R_Rokeby;34090635] Das, was Mary beschreibt und sich das Zunutze machen dieses Effekts für ein positives Therapieziel bedeutet, dass der Therapeut das bewusst und verantwortungsvoll macht - und den Probanden gegebenenfalls darüber aufklärt. Nach einem "Plan" einer geordneten Vorgehensweise.
    {/QUOTE]

    Da muss ich mal nachhaken: Also der Therapeut würde dem Klienten sagen "Achtung, ich werde Sie jetzt mal konfrontieren, provozieren und zwar aus folgendem Grunde und auf diese Weise"?

    Therapie ist nix so aus der Hüfte geschossenes. Da gibt es doch sicher Dokumentation, oder?
    Der Therapeut wird ja die Gruppensitzungen "planen" und im Nachgang auswerten und das schriftlich, oder?

    Also so eine Dokumentation: "Ausgangslage - Handlung A, weil..... (belegt durch xyz). Dann Folge B, weil Handlung A .....
    Jetzt dann: C, weil ....
    Er macht sich schon Notizen - und die sollte man als Klient einsehen können?

  5. Avatar von agathe13
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Agathe, was ist denn dein Anliegen?
    Willst du hören, das war alles nicht so schlimm, das war schon okay vom Therapeuten?

    Euer/Dein Bauchgefühl sagt doch ganz klar, was Sache ist.
    Woher weiß ich/man, was Bauchgefühl ist und was Trotz/Wegrennen vor der Wahrheit/Verdrängung/einfacher Ärger?
    Ich finde das nicht so einfach. Sonst könnte man ja alles mit Bauchgefühl erklären - einfach "ich hab da ein schlechtes GEfühl" und damit ist dann alles gerechtfertigt und man muss nicht mehr reflektieren und sich selbst auch mal in Frage stellen?

  6. Avatar von agathe13
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Ja klar, warum denn nicht? Wer will den hier wirklich sagen wie was richtig ist ein so einem Gruppe-Gesprächs-Therapierahmen!!!!
    Jemand vom Fach, wie Mary. Oder jemand mit eigener Gruppentherapie-Erfahrung.


    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Es gibt für alle offiziell anerkannten Therapieformen Regeln und Richtlinien. Die einzuhalten sind.
    Was genau meinst du mit "offiziell anerkannt" - von der Krankenkasse finanziert?
    Und wo könnte man die Regeln und Richtlinien nachlesen?


    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite einen Text aus einem Fachbuch zur Verfügung zu stellen aus dem heraus die Gruppe eine Diskussion über die fachlichen Aussagen des Buches innerhalb der Gruppe diskutiert werden kann ist doch interessant.
    So war es aber wohl nicht, wenn ich mich richtig erinnere, was Joaquin sagte. Der Therapeut nannte das als seine Einschätzung.


  7. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    In meinen Augen ist das Verhalten unprofessionell.

    Es kann schon nicht konstruktiv sein, wenn ein Teil der Gruppe nach einer Sitzung mit Verwirrung und Unsicherheit zurück bleibt (sonst gäbe es diesen Strang gar nicht).

    Nach dem, was erzählt worden ist- kling es für mich nach hilflosem Therapeut, der seinem Frust auf diesem Wege Luft macht.
    Alleine die Beschämung vor anderen ist eine Grenzverletzung und provokative Therapie, wird immer aufgelöst in einer Gruppe, damit die Intension geklärt ist (der Effekt des Irritierens liegt im unmittelbaren Gespräch und wirkt auch, wenn danach aufgelöst wurde)- kurz- das hier ist mal sicher keine provokative Therapie.

    Man kann wirklich ALLES verdrehen- das ist leider so.
    Und so wird ein genervter Therapeut auf Nachfrage, dieses niemals zugeben und dafür viele schlaue Begründungen finden.
    Genau aus diesem Grund, wäre für mich das Vertrauen nach so einer Aussage auch dahin.

    Ich würde es das nächste Mal konkret ansprechen und sehr genau zuhören, wie a- der Therapeut reagiert und b- was er sagt.
    Viiiiielleicht.......bringt er ja doch noch etwas, was das Ganze verständlich macht (das dann hier zu erzählen, wäre sehr nett). Wenn auch- in meinen Augen- mit großem Fragezeichen.


  8. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich ziehe mich aus der aktiven Threadbeteiligung zurück. weil es mich nicht betrifft, , dass der Betroffene ( Joaquin) sich nicht für sich einsetzt - oder die Verantwortung für sich übernimmt - oder den Therapeuten befragt, wieso-weshalb- warum.
    Ich versuche ja gerade herauszufinden, was "für sich einsetzen" in diesem Falle heißen kann. (Ich bin es übrigens nicht, der betroffen ist, ich bin "nur" Gruppenmitglied und war bei dem Vorfall dabei. )


  9. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    In meinen Augen ist das Verhalten unprofessionell.

    Es kann schon nicht konstruktiv sein, wenn ein Teil der Gruppe nach einer Sitzung mit Verwirrung und Unsicherheit zurück bleibt (sonst gäbe es diesen Strang gar nicht).
    Nach dem, was erzählt worden ist- kling es für mich nach hilflosem Therapeut, der seinem Frust auf diesem Wege Luft macht.
    Alleine die Beschämung vor anderen ist eine Grenzverletzung und provokative Therapie, wird immer aufgelöst in einer Gruppe, damit die Intension geklärt ist (der Effekt des Irritierens liegt im unmittelbaren Gespräch und wirkt auch, wenn danach aufgelöst wurde)- kurz- das hier ist mal sicher keine provokative Therapie.
    DAnke dir, das ist interessant mit der Auflösung in der Gruppe. Das ist nicht passiert.

    Man kann wirklich ALLES verdrehen- das ist leider so.
    Und so wird ein genervter Therapeut auf Nachfrage, dieses niemals zugeben und dafür viele schlaue Begründungen finden.
    Genau aus diesem Grund, wäre für mich das Vertrauen nach so einer Aussage auch dahin.
    Ja, das stimmt schon - aber dann kann ich das gar nicht fassen ,denn er ist langjährig erfahren und kein Anfänger. Und da frag ich mich doch "Spinn ich oder spinnt der?".

    Ich würde es das nächste Mal konkret ansprechen und sehr genau zuhören, wie a- der Therapeut reagiert und b- was er sagt.
    Viiiiielleicht.......bringt er ja doch noch etwas, was das Ganze verständlich macht (das dann hier zu erzählen, wäre sehr nett). Wenn auch- in meinen Augen- mit großem Fragezeichen.
    Ja, ich bin gespannt ,was das nächste Mal passiert.
    Ob der Betroffene das anspricht.
    Und wenn nicht, ob ich das tue.
    Ich werde auf jeden Fall berichten. Ist aber noch ein bisschen hin.


  10. Registriert seit
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    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von Joaquin_ Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt schon - aber dann kann ich das gar nicht fassen ,denn er ist langjährig erfahren und kein Anfänger.
    Es ist ein Trugschluss, wenn man deshalb annimmt, dass so ein Mensch mit anstrengenden Situationen besser umgehen kann.
    Auch ein Therapeut ist nur ein Mensch und vielleicht hat er von genau "dieser Art Mensch" einfach total die Nase voll.

    Ganz klar, wenn das so ist, würde Professionalität darin liegen, dass dieser Trigger (in Menschengestalt) mit einem anderen Profi bearbeitet wird (muss ja nicht immer eine Supervision sein).
    Aber er wäre nicht der Erste und nicht der Letzte, der seinen eigenen Themen aufsitzt- das muss man auch sagen.

    Für euch- die ihr im Kurs seid- eine gute Übung, einen Therapeuten nicht als Gottheit anzusehen und auch in Frage zu stellen.
    Und dem Ganzen schon noch eine Chance geben- klar.

    Bin gespannt, was du erzählen wirst!

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