+ Antworten
Seite 2 von 10 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 93

  1. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    5.238

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    N
    u.a. Heilpraktiker Psychotherapie und eine Ausbildung in der besagten Therapierichtung.
    das dachte ich mir.

    klingt nämlich alles bissl zurechtgeschustert und selbstgestrickt

    (ja, ich weiß, es gibt Therapeuten nach dem HPG, die gut sind.)

    So folkoristische Beschreibungen von "Typen, die es so gibt" - mei, das ist Frauenzeitschrift oder Süddeutsche Niveau.
    Gibts doch oft, hier im Forum geistern zur Zeit solche fürs Fitness-Studio rum.

    Professionell ist das nicht.

  2. Avatar von agathe13
    Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    3.032

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Ich finde es ehrlich gesagt sehr schrägt, dass ihr hier über etwas diskutiert, was der TE "zu Ohren gekommen ist".
    Ich meine, was soll das bringen? Sie war nicht dabei, sie gibt etwas wieder, was ihr jemand erzählt hat, der selbst natürlich auch nur aus seiner Perspektive Dinge erzählt und Dinge weglässt - wie der Tonfall des Therapeuten war und was genau er gesagt hat, weiß also niemand.
    Ich hätte jetzt vermutet, dass die wenigen Angaben, die ich gemacht habe, für eine Einschätzung reichen. Aber so eindeutig scheint der Fall dann ja nicht zu sein.
    Ich kann mal schauen, ob ich den Betreffenden dazu motivieren kann, sich hier anzumelden.


  3. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.580

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich hätte jetzt vermutet, dass die wenigen Angaben, die ich gemacht habe, für eine Einschätzung reichen.
    Wie sollten sie? Du kannst auf Rückfragen ja nicht antworten, weil du nicht dabei warst, also ist das irgendwie unsinnig.

  4. Avatar von agathe13
    Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    3.032

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Wie sollten sie? Du kannst auf Rückfragen ja nicht antworten, weil du nicht dabei warst, also ist das irgendwie unsinnig.
    Ich hatte gedacht, dass alleine die drei oder vier Dinge, die ich vorne aufgezählt habe, ein klares Bild zeichnen. Wie gesagt, "gefühlt" war für mich auch ohne weitere Details klar, dass das so nicht geht.

    Und ein paar Sachen konnte ich ja beantworten.

  5. Avatar von overknee
    Registriert seit
    23.12.2015
    Beiträge
    1.910

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Ich hatte auch schon Gruppensitzungen, da wäre ich froh gewesen, wenn der Therapeut (der überwiegend schweigend dabei saß), besonders der einen Teilnehmerin mal etwas "vorgebrettert" hätte.
    Die hat mit ihrer Art ihr Problem ständig und lautstark in den Mittelpunkt gestellt, wir haben sie nicht gebremst bekommen.
    Für manche sind ihre Probleme auch ein starker Gewinn.
    Der Professor hatte in einer großen Veranstaltung einer Teilnehmerin auch ziemlich harsch Grenzen gesetzt.
    Ich glaube, dass man manchen Persönlichkeiten nur mit schonungsloser Grantigkeit etwas gegen setzen kann.
    Weil diese sonst die Gruppentherapie massiv stören können.

  6. Avatar von agathe13
    Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    3.032

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich hatte auch schon Gruppensitzungen, da wäre ich froh gewesen, wenn der Therapeut (der überwiegend schweigend dabei saß), besonders der einen Teilnehmerin mal etwas "vorgebrettert" hätte.
    Die hat mit ihrer Art ihr Problem ständig und lautstark in den Mittelpunkt gestellt, wir haben sie nicht gebremst bekommen.
    Für manche sind ihre Probleme auch ein starker Gewinn.
    Der Professor hatte in einer großen Veranstaltung einer Teilnehmerin auch ziemlich harsch Grenzen gesetzt.
    Ich glaube, dass man manchen Persönlichkeiten nur mit schonungsloser Grantigkeit etwas gegen setzen kann.
    Weil diese sonst die Gruppentherapie massiv stören können.

    Also du findest, unter Umständen kann man als Therapeut sowas machen?
    Ich sehe ein, dass bestimmte Leute die Gruppen massiv stören und behindern können, aber kann man dann dem Klienten nicht unter vier Augen sagen, dass das wohl so nicht passt, statt vor versammelter Mannschaft? So wie es im Posting von allesch vorgeschlagen wurde?

  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    6.361

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich hatte auch schon Gruppensitzungen, da wäre ich froh gewesen, wenn der Therapeut (der überwiegend schweigend dabei saß), besonders der einen Teilnehmerin mal etwas "vorgebrettert" hätte.
    Die hat mit ihrer Art ihr Problem ständig und lautstark in den Mittelpunkt gestellt, wir haben sie nicht gebremst bekommen.

    Es ist Aufgabe des Therapeuten, die Prozesse in der Gruppe so zu moderieren, dass nicht einige wenige den Platz einnehmen, wenn andere Teilnehmer auch etwas einbringen wollen.

    Das muss aber gekonnt sein.

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass man manchen Persönlichkeiten nur mit schonungsloser Grantigkeit etwas gegen setzen kann.
    Weil diese sonst die Gruppentherapie massiv stören können.
    Da gibt es schon andere Möglichkeiten, zwischen Schweigen und "harschem Grenzensetzen".


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich sehe ein, dass bestimmte Leute die Gruppen massiv stören und behindern können, aber kann man dann dem Klienten nicht unter vier Augen sagen, dass das wohl so nicht passt, statt vor versammelter Mannschaft?
    Die Frage ist doch, warum sitzt der Klient in der Gruppe, was wurde als Ziel ausgemacht, was ist die Problematik? So geschildert, klingt das nicht professionell. Das ist ja kein Kaffeeklatsch, wo Frau Meier so viel von ihrer Karibikreise erzählt, dass Herrn Hubers Brockentour keinen Platz mehr findet.

    Ob und wie man dann als Therapeut was sagt, hängt ja wohl davon ab, worum es mit dem Klienten überhaupt geht. Und meistens hat ja das auch damit zu tun, wenn ein Klient eine Gruppe "sprengt".
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  8. Registriert seit
    06.05.2019
    Beiträge
    23

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Hallo zusammen,

    also ich bin Joaquin und war in der Gruppe auch dabei und bin auch so ratlos wie Agathe.
    Aber ich kann ein paar Fragen beantworten.

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Dann die Frage, welche Wirkung die Intervention auf den Klienten hat. Wenn es sich um eine eher konfrontative Intervention handelt, ist der Klient stabil genug, um nach einem Überraschungsmoment (das dann beabsichtigt wäre), die Intervention für sich nutzen zu können?
    Also der Teilnehmer war schon ziemlich überrascht, hat dann aber nichts weiter gesagt, sondern nur, dass er darüber nachdenken will. Aber ich weiß natürlich nicht, ob er das tun wird.

    Ind glaube ich einige andere waren schon etwas geschockt. Und ich weiß auch nicht, wie ich das finden soll und wie ich da weitermachen kann, ich hätte das nie erwartet. Und heißt es jetzt, dass jeder, der keine Einzelstunden macht, "sich nicht richtig öffnet"? Das wäre auch finanziell ein Problem.

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich hatte auch schon Gruppensitzungen, da wäre ich froh gewesen, wenn der Therapeut (der überwiegend schweigend dabei saß), besonders der einen Teilnehmerin mal etwas "vorgebrettert" hätte.
    Die hat mit ihrer Art ihr Problem ständig und lautstark in den Mittelpunkt gestellt, wir haben sie nicht gebremst bekommen.
    Also das ist bei dem Teilnehmer nicht der Fall. Er spielt sich nicht in den Vordergrund mit seinen Themen, sondern nimmt ganz normal teil. Aber unser Therapeut ist eben der Meinung, er wäre nicht weit genug, würde sich nicht öffnen etc.


    Die Frage ist doch, warum sitzt der Klient in der Gruppe, was wurde als Ziel ausgemacht, was ist die Problematik?
    Die meisten von uns haben so die typischen Probleme: Man kämpft um die Anerkennung der Eltern, oder man hat ein Selbstwertproblem, oder man geht immer die falschen Beziehungen ein oder so was halt.

    Das Ganze ist passiert bei der Eingangsrunde. Also am Anfang einer Gruppenstunde erzählt jeder, was er so erlebt hat und wie es ihm geht, bevor die eigentliche Sitzung anfängt.
    Und da hat der Therapeut als Reaktion darauf eben diese Sache vorgelesen.

  9. Inaktiver User

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Joaquin - merkst du was ? Du sagst, dein sogenannter Therapeut - der Heilpraktiker - sagt, alle, ihm nicht zusätzlich zu dem Gruppenstundenkosten auch noch Geld für eine Einzelstunde bezahlen "öffnen sich nicht weit genug".

    Und - die Forderung / Verpflichtung sich zu öffnen ist - schräg. Der Patient muss mitarbeiten - aber wenn etwas nicht sagen kann
    a) weil er sich so schämt, dass er das nicht über die lippen bringt
    b) weil er traumatisiert ist und das aussprechen eine weitere Traumatisierung mit sich bringt- siehe Zeugenaussagen im Strafprozess
    c) weil der Therapeut bei Mitpatienten Öffenheit zur Lächerlichmachung benutzt hat
    dann hat der Patient das Recht zu schweigen.

    Übrigens - es ist nicht so, daß jemand sein Trauma -/ sein Problem in einer Therapie erzählt und dann löst sich das Problem in Luft auf.

  10. Inaktiver User

    AW: Verhalten eines Psychotherapeuten - unethisch, unprofessionell?

    Der Patient darf IMMER schweigen.
    Sogar in Gruppentherapien.

    Das geschilderte Vorgehen liest sich tatsächlich in dem speziellen Fall kontraproduktiv und wenig durchdacht. Prinzipiell unethisch finde ich es nicht. Wie @Mary bereits schrieb, ist es mitunter durchaus hilfreich, Menschen mit ihren speziellen Eigenheiten zu konfrontieren. Dabei sollte es allerdings wertschätzend bleiben, auch wenn ein „Fachbuch“ zitiert wird, sonst treibt man den Patienten nur in den Widerstand, was dann ja nicht mehr hilfreich ist.
    Der beschriebene Mann hat sich ja letztlich auch elegant aus der Affäre gezogen mit seinem „Ich denke drüber nach“. Die Zukunft wird es zeigen. Nimmt er weiterhin teil?
    Geändert von Inaktiver User (07.05.2019 um 06:22 Uhr)

+ Antworten
Seite 2 von 10 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •