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  1. Registriert seit
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    cholerischer Mann

    Liebe Community,

    ich habe lange überlegt wo ich mein Thema hin schreiben soll. Habe mich für diese Sparte entschieden. Der Titel ist vielleicht auch etwas irreführend. es geht mir um folgende Sache:

    Ich habe mich vor anderthalb Jahren von meinem Mann getrennt und bin mit den Kindern ausgezogen. Exmann und Sohn kamen sich regelmäßig in die Quere. Vater brüllte Sohn oft an. Was mit einer von vielen Gründen für die Trennung war.
    Auch nach der Trennung hatte er sich Sohn gegenüber noch nicht wirklich im Griff. Dies brachte ich irgendwann zur Sprache, und er meinte, er brüllt unseren Sohn an, um mich zu schützen. Als ich dies etwas verständnislos und bestürzt hinterfragte, was dies bedeuten soll, wovor er mich beschützen muss und was das mit unseren Sohn zu tun hat, kam keine Antwort. Die habe ich bis heute nicht erhalten.

    Das traurige ist, das unser Sohn ihn mal fragte, warum er so viel schreit, warum er ihn anbrüllt. Und sein Vater erklärte es ihm genauso: weil ich deine Mutter schützen will. Auch hier ohne Erklärung warum/wovor.
    Sohn beschäftigt dies, weil er das immer immer mal wieder anspricht (Papa hat gesagt...).

    Mich würden einfach mal andere Meinungen interessieren, was man von dieser Aussage halten soll. Was mag in unserem Sohn jetzt vor sich gehen, der von einem Elternteil zu hören bekommt: ich schreie dich zusammen, weil ich den anderen Elternteil schützen will (ohne das dies irgendeinen Sinn ergibt. Wobei es auch sehr traurig wäre, würde es einen geben. Denn was hat das Kind damit zu tun??). Bin ich da zurecht empört und wütend und fassungslos oder ist dies übertrieben?

    Das Gebrülle hat mittlerweile aufgehört. Aber diese Aussage steht im Raum. Und diese Aussage beschäftigt innerlich und kocht phasenweise immer mal wieder hoch. Und ich kann es nicht einordnen. Vor allem mache ich mir Gedanken, wie es auf ein 9jähriges Kind wirkt. Zumal unser Sohn sehr sensibel ist und kein großartiges Selbstwertgefühl hat.

    Die Wutausbrüche kamen hauptsächlich in Überforderungssituationen (Sohn will nicht so wie Vater; Sohn will nicht das wie Vater, durch das Verhalten von Sohn könnte Vater dumm dastehen - aus Sicht des Vaters...). Er hat ihn also nicht grundsetzlich abgelehnt. Und es war auch nicht täglich so. Aber wenn er seinen cholerischen Anfall bekam, war es sehr laut und bedrohend (verbal).
    Den Bogen zum Thema "Schutz" kann ich einfach nicht ziehen.

    Vielleicht hat ja jemand eine Meinung dazu.

    Edest

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: cholerischer Mann

    Zitat Zitat von Edest Beitrag anzeigen
    Den Bogen zum Thema "Schutz" kann ich einfach nicht ziehen.
    Mußt du auch nicht. Das sind gerne Ausreden und Begründungen, warum cholerische Menschen andere anbrüllen.
    "Du reizt mich damit, du bringst mich auf die Palme,"....Der Schreier ist der Schuldige, weder du noch dein Sohn.
    Den Bogen machst du am Besten um deinen ExMann.
    Mein liebstes Wintergemüse ist die Marzipankartoffel.

  3. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: cholerischer Mann

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Mußt du auch nicht. Das sind gerne Ausreden und Begründungen, warum cholerische Menschen andere anbrüllen.
    "Du reizt mich damit, du bringst mich auf die Palme,"....Der Schreier ist der Schuldige, weder du noch dein Sohn.
    Den Bogen machst du am Besten um deinen ExMann.
    Sehe ich genauso.

    Zerbrich Dir bitte nicht jahrelang den Kopf um solch unqualifiziertes, pseudo-psychologisches Geschwurbel...

    Da will sich einer, der eigentlich weiß, dass er sich falsch verhält, mit solch "geheimnisumwitterten", nebulösen Aussagen nachträglich reinwaschen.
    Wie arm ist das denn...

    Gut, dass Du samt Sohnemann gegangen bist.

    Alles Gute für Euch!

  4. Inaktiver User

    AW: cholerischer Mann

    Hallo liebe TE,
    dein A ..... von Ex hat gebrüllt:" Haltet den Dieb" - damit er - der Dieb nicht mit seinerTat konfrontiert wird.

    Das hat absolut nichts mit Dir und Euren Sohn zu tun - sondern ist ein noch schlimmeres - größeres - unanständiges Verhalten, wie ein Kind, das nicht so will wie Vattern anzubrüllen. Und das mit Überforderung zu beghründen- von wegen - der Vater war nicht erwachsen - hatte sich nicht im Griff - und das war ist und bleibt seine Aufgabe als Vater.

    Also - erstens ich hoffe du kommst bald aus dem die Schuld bei dir suchen - da liegt sie nicht- dazu zu sagen
    mein Ex, dieser Schwachkopf .... Was mich beschäftigt - wie kann deinem Sohn geholfen werden, der die Schuld anzieht und glaubt, er wäre zurecht angebrüllt worden. Kindershcutzbund - Elternschule - Elternberatung -
    ich weiss nicht, wo es eine Gesprächsmöglichkeit für ihn gibt - niedrigschwellig und kurzfristig erreichbar.

    Vielleicht kann die BriCom helfen.

    Dir Deinem Sohn

  5. Moderation
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    AW: cholerischer Mann

    Zitat Zitat von Edest Beitrag anzeigen
    Mich würden einfach mal andere Meinungen interessieren, was man von dieser Aussage halten soll.
    Ich pack jetzt mal eine ganze Tüte Spekulatius aus :

    Die Geschcichte, die dein Mann sich selber erzählt um seinen eigenen Mangel an Beherrschung zu rechtfertigen ist, "wir müssen vor dem Kind guter Bulle/böser Bulle spielen. Die Mutter will/kann/sollte nicht den bösen Bullen spielen. Aber jemand muß es machen, denn Kinder müssen nun mal nicht nur sich ausheulen, sondern auch zusammegestaucht werden, sonst werden sie zu Haustyrannen, lügen, stehlen, und nehmen Drogen. Also mache ich es und schütze sie damit davor, gegen ihren Charakter zu handeln oder irgendwann von einem verzogenen Bengel unglücklich gemacht zu werden.



    Ich würde persönlich annehmen, es fühlt sich für deinen Ex einfach gut an, die Sau rauszulassen und sich dabei noch der Held in seiner eigenen Geschichte zu sein.

    Vermutlich hast du weder die Möglichkeit, zu verhindern, daß dein Sohn da ist, wo er angeschrien werden kann, noch, daß dein Ex da ist, wo er deinen Sohn anschreien kann?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
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    AW: cholerischer Mann

    Das ist eine infame Strategie Deines Ex-Mannes (herzlichen Glückwunsch zur Trennung übrigens).

    Überforderung - kann schon sein. So manches Elternteil fühlt sich überfordert. Die Frage ist aber doch immer die, wie man damit umgeht. Dein Ex-Mann tobt sich aus, wird verbal gewalttätig. Und um das zu beschönigen, kriegt das Kind noch die Schuld zugeschoben, die Mutter muss vor diesem gefährlichen Kind beschützt werden, so ein Schwachsinn! Natürlich kann er das nicht erklären, denn das ist eine haltlose Behauptung. Allerdings eine, die Euch zu denken gibt. Und diese Behauptung steht im Raum, so ganz rätselhaft. Wie kann sie bloß erklärt werden, was ist da nur dran?
    Echt: sich daneben benehmen und dann noch die Schuld einem 9-Jährigen überhelfen. Dieser Mann handelt einfach unverantwortlich. Ich glaube, um Schaden von Deinem Sohn abzuwenden, kommst nicht drum herum, etwa im Beisein beider Personen zu sagen: Bitte höre auf mit diesem elenden Mist. Du weißt selbst, wie komplett falsch das ist.

  7. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: cholerischer Mann

    Zitat Zitat von Edest Beitrag anzeigen
    Ich habe mich vor anderthalb Jahren von meinem Mann getrennt und bin mit den Kindern ausgezogen. Exmann und Sohn kamen sich regelmäßig in die Quere. Vater brüllte Sohn oft an. Was mit einer von vielen Gründen für die Trennung war.
    Hallo Edest und Willkommen im Forum.

    Hut ab vor Deiner Konsequenz, da könnten sich viele Mütter eine Scheibe von abschneiden.


    Auch nach der Trennung hatte er sich Sohn gegenüber noch nicht wirklich im Griff. Dies brachte ich irgendwann zur Sprache, und er meinte, er brüllt unseren Sohn an, um mich zu schützen. Als ich dies etwas verständnislos und bestürzt hinterfragte, was dies bedeuten soll, wovor er mich beschützen muss und was das mit unseren Sohn zu tun hat, kam keine Antwort. Die habe ich bis heute nicht erhalten.
    Hier frage ich mich allerdings, warum Du nicht auf eine Antwort bestanden hast?

    Denn das ist derart infam, bösartig, daß es meiner Meinung nach schon aus reinem Selbstschutz wichtig wäre, diese Behauptung aus der Welt zu schaffen und ihr nie wieder Raum zu geben.

    Das traurige ist, das unser Sohn ihn mal fragte, warum er so viel schreit, warum er ihn anbrüllt. Und sein Vater erklärte es ihm genauso: weil ich deine Mutter schützen will. Auch hier ohne Erklärung warum/wovor.
    Hat der Sohn Dir das erzählt oder warst Du dabei?

    Ehrlich gesagt bin ich lange nicht so empört, erschüttert und entsetzt gewesen über ein Verhalten wie über das hier.

    Dein (Ex)Mann brüllt den Sohn an- das ist schon furchtbar und nicht zu entschuldigen.
    Als Erklärung benutzt er dafür aber auch noch Dich und Deinen angeblichen Schutz.
    Du müssest vor dem Verhalten Deines Sohnes geschützt werden und das tut er, der Vater.

    Und das sagt Papa Sohnemann auch noch ins Gesicht, manifestiert damit also diese absurde Behauptung.

    Denn Eltern glaubt man in dem Alter erstmal fast alles, man hat ja noch keine Vergleichsmöglichkeiten und Weltsicht.

    Was für eine unglaubliche Last für die Seele eines kleinen Kindes!

    Damit bürdet er Deinem Sohn eine doppelte Veranwortung auf.

    Einerseits für Wohlverhalten, damit nicht gebrüllt wird und Papa lieb ist- und andererseits Verantwortung für Dich, denn es muß ja was dran sein, wenn Papa sich so schützend vor Mama stellt und das auch noch deutlich kommuniziert, daß es deshalb passiert, dann muß ja was ganz Böses gewesen sein.

    Gleichzeitig treibt Dein Mann damit ganz perfide einen unvorstellbaren emotionalen Keil zwischen Euch-
    denn Mama läßt zu, daß Papa so handelt.
    Mama läßt sich von Papa beschützen, obwohl es ja gar keinen verständlichen Grund gibt, daß Papa so brüllen muß.


    Puh, Edest, das empfinde ich als richtig schlimm und ich wäre da sehr hellhörig und aufmerksam, was diese unsägliche Geschichte schon in dem Kleinen angerichtet hat.

    Du schreibst es ja selbst, es beschäftigt ihn immer wieder:
    Sohn beschäftigt dies, weil er das immer immer mal wieder anspricht (Papa hat gesagt...).
    Mich würden einfach mal andere Meinungen interessieren, was man von dieser Aussage halten soll.
    Für mich ist das die unterste Schublade an emotionalen Verletzungen und ich würde mir tatsächlich da Rat bei einem Kinderpsychologen holen, wie man da am besten vorgehen sollte.

    Weil es nicht "nur" das Schreien ist, sondern Dein Mann damit auch in Eure ureigenste Vertrauensbasis eingegriffen hat und diese unsägliche Behauptung ja letztlich immer noch ungeklärt im Raum und meiner Meinung nach emotional auch zwischen Euch steht.

    Bin ich da zurecht empört und wütend und fassungslos oder ist dies übertrieben?
    Ich halte Dich tatsächlich für die Schwere, die ich darin sehe, sogar noch für zu wenig wütend und fassungslos.

    Wäre ich betroffen, würde ich zuerst meinen Ex so festnageln, daß ich eine Antwort bekomme, damit ich sein Verhalten wenigstens ein wenig einordnen kann - und dann fachliche Hilfe suchen und mich beraten lassen, wie ich damit am besten umgehen kann, damit mein Sohn nicht dauerhaft das Opfer einer solchen vollkommen lieblosen Niederträchtigkeit seines Vaters bleibt.
    Denn noch ist es für ihn ja teilweise aktuell, weil er es (logischerweise) nicht verstehen kann.

    Das Gebrülle hat mittlerweile aufgehört. Aber diese Aussage steht im Raum. Und diese Aussage beschäftigt innerlich und kocht phasenweise immer mal wieder hoch.
    Schlimm, ganz schlimm- und genau dafür würde ich mir Anregungen bei einem Kinderpsychologen holen.

    Und ich kann es nicht einordnen. Vor allem mache ich mir Gedanken, wie es auf ein 9jähriges Kind wirkt. Zumal unser Sohn sehr sensibel ist und kein großartiges Selbstwertgefühl hat.
    Ich halte es für wirklich verheerend- über das eigentliche Brüllen hinaus, das schon schlimm genug wäre,
    aber Dich dann vorzuschieben, daß Papa nur brüllt, damit es Mama "bessergeht", das ist an Entsetzlichkeit kaum zu überbieten.


    Danke, daß Du Dir Rat suchst und alles, alles Liebe und Gute für Deinen Sohn und Dich.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

  8. Inaktiver User

    AW: cholerischer Mann

    Meine Meinung ist, dass ein sensibles neunjaehriges Kind vor einem bedrohlichen, bruellenden Vater geschuetzt gehoert.

  9. Moderation
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    34.437

    AW: cholerischer Mann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Meinung ist, dass ein sensibles neunjaehriges Kind vor einem bedrohlichen, bruellenden Vater geschuetzt gehoert.
    Ja.
    Wenn das machbar ist.

    Sonst bleibt nur, dem Kind zu vermitteln: Es liegt nicht an dir. Dein Vater hat ein Problem, für das du nichts kannst. Deswegen schreit er dich an. Es ist schlimm und nicht gerecht, daß das so ist, aber du und ich können da im Moment nichts machen.

    Ist eine besch***e Lösung, aber immer noch besser, als den Eindruck, den der Vater bei dem Jungen erweckt, so stehen zu lassen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  10. Registriert seit
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    AW: cholerischer Mann

    Herzlichen Dank an alle Schreiberinnen.


    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Mußt du auch nicht. Das sind gerne Ausreden und Begründungen, warum cholerische Menschen andere anbrüllen.
    "Du reizt mich damit, du bringst mich auf die Palme,"....Der Schreier ist der Schuldige, weder du noch dein Sohn.
    Den Bogen machst du am Besten um deinen ExMann.
    Den Bogen um ihn versuche ich auch zu machen. Ganz weit. Ist aber nicht so einfach, da Kinder vorhanden sind, gerichtlich noch einiges läuft... Die Kommunikation beschränkt sich eigentlich auf email-Kontakt. Und auch hier nur das Nötigste. Und selbst da wird mir immer ganz anders, wenn von ihm eine Nachricht kommt und ich würde sie am liebsten gar nicht lesen.
    Wenn noch einige Dinge aus der Welt sind, mache ich mindestens tausend Kreuze.

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