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    Tagesklinik oder stationär?

    Hallo ihr Lieben,

    wie der Titel schon sagt, stehe ich im Moment vor einer Entscheidung - und wie ich es auch drehe und wende, ich komme einfach nicht zu einer Lösung bzw. eben DER Entscheidung. Meine Ärztin kann mir da leider auch nicht helfen, dummerweise, sie konnte mir nur sagen, dass beide Kliniken im Grunde eine gute Wahl wären. Vielleicht habt ihr noch den ein oder anderen Impuls, den ich beachten sollte/könnte? Vielleicht schildere ich zunächst kurz die Situation:

    Ich (42) kämpfe seit Jahren immer wieder mit Depressionen, mal mehr mal weniger, habe immer wieder über Monate Citalopram genommen, um aus den tiefsten Löchern wieder rauskrabbeln zu können. Ich lebe in einer Stadt, mit der ich seit meinem Herzug hadere (vor immerhin schon 15 Jahren ), ich habe hier zwar einen tollen Freundeskreis und auch echt sehr gutes Netzwerk - irgendwie ist/war da aber immer ein Sehnen zurück in meine Heimat, bzw. in die Nähe - Hauptsache mehr Natur. Ich habe seit ein paar Jahren eine Arbeit, mit der ich ebenfalls gehadert habe und es auch noch tue, da wünsche ich mir auch Veränderung. Mein Verhältnis zur Herkunftsfamilie ist ein gutes würde ich sagen; ich habe dennoch viele Themen, die während meiner Kindheit ausgelöst wurden, ich denke jedoch, die habe ich erkannt und vieles schon durch Therapien z. T. auflösen können. Nur ein Thema im Leben macht mir immer wieder zu schaffen - Beziehungen zu Männern. Die letzte im Sommer war von Anfang an eine einzige Achterbahnfahrt, ausgelöst auch durch seine (großen) Päckchen, die er noch durchs Leben schleppt, und obwohl ich von Anfang gespürt habe, das tut mir definitiv nicht gut, habe ich daran festgehalten. So lange, bis ich nur noch ein Häufchen Elend war, er Schluss machte und mich mühsam wieder aus dem Loch arbeiten musste. Und so lief es bislang sehr häufig. Er interessiert mich = kein "guter" Partner; guter Partner = er interessiert mich nicht.

    Ich glaube, das Kernthema ist: Selbstachtung, Selbstliebe. Ich habe offenbar gelernt, mein Normalzustand ist: Sorgen, Angst, Grübeln, Ungewissheit, Kontrollierenmüssen. Daher fühle ich mich in solchen Zuständen wohl - und einfach nur glücklich bzw. zufrieden sein...das versteht mein System nicht.

    Ich war in Therapie (Schematherapie) und muss sagen, das hat ganz viel gemacht mit mir. Ich komme mittlerweile im "täglichen" Leben gut klar, kann Dinge und Situationen einordnen, kann reflektieren und bin da wirklich sehr geduldig und nett mit mir. Nur wenn eine Beziehung bzw. eine potentielle Beziehung auftaucht, kippt alles.
    Leider hat die Therapie am Höhepunkt der letzten Geschicht im Sommer geendet, maximale Verlängerungen ausgeschöpft. Als ich dann im September komplett innerlich kollabiert bin, hat mir meine Ärztin Citalopram verordnet und meinte, eine Auszeit vom Alltag und ein paar grundsätzliche Themen anschauen täte mir gut und wäre hilfreich. Dasselbe sagte sie schon letztes Jahr...

    Die Citalopram (10mg) helfen gut, mir geht es wieder besser, und ich schaue mir auch selbst viele Themen an und habe fast jeden Tag aha-Momente, was die Zusammenhänge betrifft, vor allem im Hinblick auf meine Muster während der letzten Bekanntschaft mit dem Mann. Nur frage ich mich: was mache ich jetzt damit? Wie kann ich diese Muster auflösen, um nicht noch 30 Jahre Achterbahnfahrten zu erleben? Ich habe jetzt nicht vor, mich gleich wieder an einen Mann zu binden, möchte aber auch nicht dauerhaft alleine bleiben. Und ich möchte auch nicht dauerhaft Antidepressiva nehmen, so dass ich mir hier eine nachhaltige Stärkung durch mich selbst wünsche. Leider kämpfe ich auch seit ungefähr anderthalb Jahren mit Angstzuständen und Panik, was sich durch eine mehr oder weniger ausgeprägte Angst vor Ersticken und Atemnot äußert. (Organisch alles in Ordnung). Auch in diesem Punkt bin ich etwas ratlos und es zehrt definitiv an meinen Kräften.

    Daher habe ich mich angemeldet zu einer Tagesklinik hier in der Stadt, und zu einer Klinik im Allgäu (Adula, falls die jemand kennt? Die hat mich vom Gesamtkonzept her ziemlich angesprochen).

    Die Tagesklinik würde in drei Wochen losgehen, und der Vorteil ist einfach, dass ich weiterhin in meinem Umfeld bleiben könnte; auch ist es eine anthroposophische Klinik und grundsätzlich gefällt mir das Konzept und der Wochenplan.
    Die andere, vollstationäre Klinik würde erst Anfang Februar einen Platz haben, und mir gefällt sie ebenfalls sehr gut, ich war da zu einem Besuchertag und konnte mich informieren, das spirituelle und gemeinschaftsbasierende gefällt mir.

    Jetzt ist es so, dass ich, dadurch dass ich schon so lange mit der Stadt und dem Job hadere, mir "einbilde", ich müsse jetzt doch endlich mal was tun, und mir mein Umfeld schaffen, in dem ich mich wohlfühle. Also einen Job, der mich erfüllt und nicht langweilt, wie der jetzige, und einfach eine Ortsveränderung, hin zu mehr Grün ringsrum. Nur - ich schaffe das nicht. Ich komm nicht über die Klippe, ich habe Angst. Ich kann mich nicht entscheiden, genauso wie ich mich nicht zwischen den beiden Kliniken entscheiden kann - und gleichzeitig wünsche ich mir so sehr einen Shift Richtung MEINEM Leben... und ich weiß, damit untergrabe ich dauerhaft meine Selbstwirksamkeit; wünschen und tun wollen, dann aber mit angezogener Handbremse durchs Leben gehen. Vielleicht kommt auch die Atemnot daher - ich grabe mir selbst die Luft ab.

    Wäre die vollstationäre Klinik jetzt möglich - ich hätte kein Problem, mich zu entscheiden. Ich wäre sofort dort. Nur der Gedanke daran, erst im Laufe des März (frühestens) wieder raus zu sein, und erst dann aktiv werden zu können im Hinblick auf neue Stadt oder neuer Job (was ich ja immerhin die letzten Jahre nicht wirklich umgesetzt habe), versetzt mich in innere Unruhe. Ich denke, ich bin doch schon so alt, und dann muss ich noch länger warten? Ohweh...

    Nun frage ich mich: lieber in drei Wochen Tagesklinik und im Laufe des Januars zurück im Alltag zu sein und Dinge anpacken können, oder Anfang Februar vollstationär? Ich habe auch hier Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, denke, das ist jetzt eine Chance, einen Schritt in Richtung Ganzwerden zu tun - und gleichzeitig bin ich mittlerweile kirre, weil ich mich nicht entscheiden kann. Weil ich nicht weiß, was besser ist für meine Themen... und da hoffe ich, hat vielleicht die ein oder andere einen Gedanken dazu, den nich noch nicht gedacht habe (auch wenn da nicht mehr viele übrig bleiben dürften )

    In jedem Fall danke ich euch für's Lesen bis hierhin und noch mehr für einen Impuls.
    Liebe Grüße von einer ratlosen, sich im Kreis drehenden Gugerschecken.
    Geändert von Gugerschecken (08.11.2018 um 20:15 Uhr)

  2. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Gugerschecken Beitrag anzeigen
    Die Tagesklinik würde in drei Wochen losgehen, und der Vorteil ist einfach, dass ich weiterhin in meinem Umfeld bleiben könnte;
    Ist das tatsächlich ein Vorteil ? Ich habe immer gehört, dass man erst einmal aus seinem Depression-erzeugenden Umfeld heraus muß, um mit der Therapie zu beginnen. Deswegen wäre meine Empfehlung die Vollstationäre Therapie.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Ist das tatsächlich ein Vorteil ? Ich habe immer gehört, dass man erst einmal aus seinem Depression-erzeugenden Umfeld heraus muß, um mit der Therapie zu beginnen. Deswegen wäre meine Empfehlung die Vollstationäre Therapie.
    Hallo wiedennwodennwasdenn! Danke dir für deinen Input - hm...ich habe im Kopf echt die große Blockade mit dem "von Februar bis März steht mein Leben still" und eigentlich möchte ich doch jetzt endlich aktiv werden - und bilde mir ein, wenn ich in der Tagesklinik bin, kann ich dann schneller aktiv werden und mein Leben umbauen... ob ich das dann jedoch tatsächlich tue? Hm...

  4. Avatar von Vienna__
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Liebe TE - ich habe Dir eine PN geschickt

  5. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Gugerschecken Beitrag anzeigen
    und eigentlich möchte ich doch jetzt endlich aktiv werden - und bilde mir ein, wenn ich in der Tagesklinik bin, kann ich dann schneller aktiv werden und mein Leben umbauen...
    Während einer vollstationären Psychotherapie wirst Du aktiv werden, das kann ich Dir versprechen. Außerdem ist es ein Erfahrungswert, dass sich zu Beginn einer Therapie die Beschwerden intensivieren, bevor die Heilung einsetzt. Und dann ist es vielleicht besser, Du bist nicht allein.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  6. Avatar von Simpleness2
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Gugerschecken Beitrag anzeigen
    Nun frage ich mich: lieber in drei Wochen Tagesklinik und im Laufe des Januars zurück im Alltag zu sein und Dinge anpacken können, oder Anfang Februar vollstationär? Ich habe auch hier Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, denke, das ist jetzt eine Chance, einen Schritt in Richtung Ganzwerden zu tun - und gleichzeitig bin ich mittlerweile kirre, weil ich mich nicht entscheiden kann. Weil ich nicht weiß, was besser ist für meine Themen... und da hoffe ich, hat vielleicht die ein oder andere einen Gedanken dazu, den nich noch nicht gedacht habe (auch wenn da nicht mehr viele übrig bleiben dürften )
    Ich finde Du hast eine sehr hohe Erwartungshaltung an beide Kliniken. Ich will Dir Deine Illusionen nicht rauben aber es ist aus meiner Erfahrung eher unwahrscheinlich, dass Du, egal wo Du hingehst, innerhalb von ein paar Wochen noch anstehende Lebensthemen aufgearbeitet hast und völlig neu in Deinem Leben durchstarten kannst und wirst.

    Obwohl ich nicht weiß wie Tageskliniken arbeiten würde ich einen stationären Aufenthalt immer vorziehen. Schon alleine weil man in dem geschützten Rahmen intensiver an sich arbeiten kann, nicht im Alltag funktionieren muss und Abstand bekommt. Das kann eher neue Perspektiven eröffnen als im alten Trott vor Ort zu bleiben, meine Meinung!

    Wäre die vollstationäre Klinik jetzt möglich - ich hätte kein Problem, mich zu entscheiden. Ich wäre sofort dort. Nur der Gedanke daran, erst im Laufe des März (frühestens) wieder raus zu sein, und erst dann aktiv werden zu können im Hinblick auf neue Stadt oder neuer Job (was ich ja immerhin die letzten Jahre nicht wirklich umgesetzt habe), versetzt mich in innere Unruhe. Ich denke, ich bin doch schon so alt, und dann muss ich noch länger warten? Ohweh...
    Diese innere Unruhe würde ich mir an Deiner Stelle genauer ansehen, zulassen, damit sein.
    Im Augenblick wirkt es so als würdest Du nach einer schnellen Lösung suchen, um Dich genau damit nicht auseinander setzen zu müssen.
    Geändert von Simpleness2 (09.11.2018 um 00:11 Uhr)


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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Hallo Gugerschecken,

    ich war dieses Jahr in einer Tagesklinik. Als vorteilhaft habe ich empfunden, dass ich meine Themen auch in mein "normales Leben" integrieren konnte. Mein Zuhause ist mein geschütztester Ort, und ich war froh im eigenen Bett schlafen zu können und auch abends und am Wochenende weg von meinen Mitpatienten und ihren Themen zu sein.

    Ich wünsch dir, dass du den fü dich richtigen Weg findest


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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen


    Obwohl ich nicht weiß wie Tageskliniken arbeiten würde ich einen stationären Aufenthalt immer vorziehen. Schon alleine weil man in dem geschützten Rahmen intensiver an sich arbeiten kann, nicht im Alltag funktionieren muss und Abstand bekommt. Das kann eher neue Perspektiven eröffnen als im alten Trott vor Ort zu bleiben, meine Meinung!
    Das finde ich interessant- ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht.


    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Diese innere Unruhe würde ich mir an Deiner Stelle genauer ansehen, zulassen, damit sein.
    Im Augenblick wirkt es so als würdest Du nach einer schnellen Lösung suchen, um Dich genau damit nicht auseinander setzen zu müssen.
    Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Ich verstehe, dass die TE eine rasche Lösung möchte.

    Liebe Gugerschecken, du bist in einem Prozess. Entwicklungen brauchen ihre Zeit. Ich möchte deine Hoffnungen in den Klinikaufenthalt nicht schmälern, aber dich bitten zu bedenken, dass du ein Mensch bist und kein Auto, das man in die Werkstatt bringt und die repariert wieder abholt. Solche Dinge dauern einfach.


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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Ich finde Du hast eine sehr hohe Erwartungshaltung an beide Kliniken. Ich will Dir Deine Illusionen nicht rauben aber es ist aus meiner Erfahrung eher unwahrscheinlich, dass Du, egal wo Du hingehst, innerhalb von ein paar Wochen noch anstehende Lebensthemen aufgearbeitet hast und völlig neu in Deinem Leben durchstarten kannst und wirst.
    Hallo liebe Simpleness, da hast du einen wichtigen Aspekt getroffen: ich glaube, das ist im Moment ziemlich als fixer Gedanken in meinem Kopf verankert - ich MUSS die richtige Wahl treffen, weil davon mein zukünftiges Leben abhängt. Natürlich, rein rational betrachtet, vollkommen Quatsch - aber diese Angst steckt in mir. So ist es übrigens bei mir mit ganz vielen Entscheidungen, die schwerwiegender sind als "Pizza oder Pasta?" - und wahrscheinlich stecke ich daher an dem Punkt im Leben an dem ich eben stecke. Unfähig, eine Entscheidung zu treffen aus Angst, dass es die falsche ist und ich ab dann nie wieder glücklich bin und dazu noch Zeit verplempere. (mal ganz übertrieben und überspitzt formuliert). Denn du hast völlig recht, ein paar Wochen werden mich nicht zu einem neuen Menschen machen - und auch da wieder ein altes Thema, das mit reinkommt: ich MUSS an mir arbeiten, mich "perfektionieren", um die nächste Beziehung endlich auf die Reihe zu kriegen...puh. Soviel, das sich da mit reinmischt, gefühlt.

    Ich habe in den letzten Wochen auch gemerkt, ansatzweise, dass ich mit spirituellen Themen immerhin einen Zugang zu dieser Unruhe und diesem Drang zur schnellen Veränderung finden kann; und zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte ich wirklich Phasen, wo ich mit allem innerlich ruhig war - mit dem Job, mit der Stadt, mit dem Leben. Und merke, wenn ich ruhiger bin, dann kann ich besser sehen, welche Bedürfnisse ich wirklich habe. Nur das hält noch nicht an, momentan - wo der Termin der Tagesklinik näherrückt - komme ich wieder ins Straucheln und verliere diese Gelassenheit leider.


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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von wasseroderwein Beitrag anzeigen
    Hallo Gugerschecken,

    ich war dieses Jahr in einer Tagesklinik. Als vorteilhaft habe ich empfunden, dass ich meine Themen auch in mein "normales Leben" integrieren konnte. Mein Zuhause ist mein geschütztester Ort, und ich war froh im eigenen Bett schlafen zu können und auch abends und am Wochenende weg von meinen Mitpatienten und ihren Themen zu sein.

    Ich wünsch dir, dass du den fü dich richtigen Weg findest
    Liebe WasseroderWein - genau das meinte ich mit "im Alltag" bleiben können...denn mir geht es wie dir, ich brauche viel Raum, um Dinge für mich zu sortieren und glaube, das kann ich besser, wenn ich nach einem Tag wieder Abstand nehmen kann von den anderen und am Wochenende vielleicht mal vollkommen gedanklich loslassen kann. Gleichzeitig sehe ich den stationären Aufenthalt als Chance, mich eben nicht in mein Schneckenhaus zurückziehen zu können, mich mit anderen Menschen auseinandersetzen zu müssen, und eben weniger um mich selbst zu kreiseln, denn das habe ich in den letzten Jahren auch schon fast meisterhaft betrieben. Nur klar ist es ein Lotteriespiel, wer da mit mir im Zimmer landet - könnte eine neue Freundin werden oder zu schlaflosen Nächten führen Nur, der spirituelle Charakter dieser Klinik reizt mich; ich merke, ich möchte lernen, Vertrauen ins Leben aufzubauen, eben in den Kontakt mit Menschen und einer Gemeinschaft gehen und dazu ist das Konzept - zumindest vom Prinzip her - wirklich gut geeignet. Und die räumliche Umgebung wäre eine, die mein Herz einfach schon immer berührt hat - die Berge. Nur dieses verdammte Warten bis dahin und das Gefühl, Zeit und die aufwallende Energie in Richtung Leben "ungenutzt" verstreichen lassen zu müssen

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