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  1. Registriert seit
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von wasseroderwein Beitrag anzeigen
    Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Ich verstehe, dass die TE eine rasche Lösung möchte.

    Liebe Gugerschecken, du bist in einem Prozess. Entwicklungen brauchen ihre Zeit. Ich möchte deine Hoffnungen in den Klinikaufenthalt nicht schmälern, aber dich bitten zu bedenken, dass du ein Mensch bist und kein Auto, das man in die Werkstatt bringt und die repariert wieder abholt. Solche Dinge dauern einfach.
    Ja. Und ja. Simpleness hat es ja ähnlich beschrieben und ich glaube, das muss ich mir auch immer wieder bewusst machen - nein, ich komme nicht rundumerneuert wieder aus der Therapie. Ich wünsche mir eher eine Auseinandersetzung mit den genannten Themen Vertrauen ins Leben und in den Fluss, Selbstwert/Selbstachtung/Selbstliebe und wie kann ich das auch bei Beziehungen zu Männern (oder anderen wichtigen Beziehungen) aufrechterhalten, selbst wenn es bedeuten würde, die Beziehung im Zweifel zu verlieren.

    Das aktiv werden bezieht sich auf meine Suche nach dem richtigen Ort und dem Leben, das mich erfüllt. Nur mal in die Runde gefragt: ich bin da jetzt schon so lange dran, merke, durch Ruhe und bei MIR ankommen öffne ich mich auch neuen Perspektiven im Außen - kommt es dann wirklich noch auf zwei Monate mehr an? Ich weiß es nicht. Mein Kopf/meine Angst schreit: JAAAAAAAAAA, zwei Monate entscheiden AAAAALLES!!! Mein neu entdecktes Pflänzlein der Gelassenheit sagt - entspann dich mal. Du wirst da was lernen, was dir hilft - und welcher Job/Ort/Mann/Wasauchimmer auf dich wartet, wird auch in zwei weiteren Monaten nicht komplett vom Erdball verschwunden sein...
    Nur ich möchte so gern endlich einfach nur leben, den grauen Umhang abwerfen und loslaufen ins Leben. Denn ich möchte einfach leben und es mir gut gehen lassen dürfen...

  2. Avatar von Simpleness2
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Gugerschecken Beitrag anzeigen
    Das aktiv werden bezieht sich auf meine Suche nach dem richtigen Ort und dem Leben, das mich erfüllt. Nur mal in die Runde gefragt: ich bin da jetzt schon so lange dran, merke, durch Ruhe und bei MIR ankommen öffne ich mich auch neuen Perspektiven im Außen - kommt es dann wirklich noch auf zwei Monate mehr an? Ich weiß es nicht. Mein Kopf/meine Angst schreit: JAAAAAAAAAA, zwei Monate entscheiden AAAAALLES!!! Mein neu entdecktes Pflänzlein der Gelassenheit sagt - entspann dich mal. Du wirst da was lernen, was dir hilft - und welcher Job/Ort/Mann/Wasauchimmer auf dich wartet, wird auch in zwei weiteren Monaten nicht komplett vom Erdball verschwunden sein...
    Da Du Dich auch für einen spirituellen Ansatz interessierst empfehle ich Dir Eckhart Tolle. Videos zu verschiedenen Themen findest Du bei Youtube.

    Es ist eine weitere Illusion zu glauben, wenn sich die Dinge im äußeren entsprechend Deiner Bedürfnisse verändern (Mann,Job,Ort) würdest Du endlich in Deinem Leben ankommen.

    Nur ich möchte so gern endlich einfach nur leben, den grauen Umhang abwerfen und loslaufen ins Leben. Denn ich möchte einfach leben und es mir gut gehen lassen dürfen...
    Das kannst Du "Jetzt" in diesem Augenblick bereits, wenn Du übst in der Gegenwart zu bleiben, anstatt Dein "Heil" gedanklich in der Zukunft zu suchen.
    Das zarte Pflänzchen dieser Erkenntnis ist ja bereits da. Die Ängste werden alleine von Deinem Verstand (Ego) gefüttert, welches nach Konzepten schreit damit Du genauso, letztlich destruktiv, so weiter machen kannst wie bisher.

    Sehr gute, einfache praktische Übungen für Deine bezüglich Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit findest Du auf dieser CD von Thich Nhat Hanh:

    "Alles, was du tun kannst für dein Glück: Übungen für Körper, Seele und Geist"

    kostet nur 3,99 Euronen.
    Geändert von Simpleness2 (09.11.2018 um 12:25 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Da Du Dich auch für einen spirituellen Ansatz interessierst empfehle ich Dir Eckhart Tolle. Videos zu verschiedenen Themen findest Du bei Youtube.
    Ich habe schon viel von ihm gehört, allerdings noch nicht persönlich. Ich bin vor kurzem durch ein Buch von ihr auf die Videos von Tara Brach gestoßen, die mag ich sehr gerne hören. Ist allerdings auf englisch; die Bücher von ihr gibt es jedoch auch auf Deutsch. Sie hat den Samen zu dem Pflänzlein zwar nicht ausgesäht, sie ist allerdings guter Dünger. Vielleicht höre ich mir doch auch mal Eckhard Tolle an, um hier noch Impulse zu dem Thema zu erhalten. Und Thich Nhat Hanh - oh ja, ein guter Lehrer.

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Es ist eine weitere Illusion zu glauben, wenn sich die Dinge im äußeren entsprechend Deiner Bedürfnisse verändern (Mann,Job,Ort) würdest Du endlich in Deinem Leben ankommen.
    Da habe ich tatsächlich die Erfahrung gemacht, bzw. mache sie gerade, dass das so ist. Ich fühle oft eine unendliche Leere in mir, eine Entwurzelung, ein unverbunden-fühlen - und ich setze mich tatsächlich seit dem Ende dieser letzten Bekanntschaft sehr damit auseinander - mit der Leere. Dem verlorenfühlen. Und habe gelernt, egal, an was ich mich im Außen klammere, die Leere kann ich damit nicht ausfüllen, zumindest nicht dauerhaft, da brauche ich einen anderen Umgang... und den zu lernen, dazu möchte ich mir Hilfe holen. Denn ein neuer Mann, der die Leere übertünchen soll, oder ein neuer Job, in dem ich mich gebraucht fühle, das kann es ja auch nicht sein, wenn die Basis nicht da ist, die Selbstannahme und Verbundenheit.


  4. Registriert seit
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Gugerschecken,
    in 21 oder 28 Tagen - minus die Wochenenden - kannst du egal ob Tagesklinik oder stationärer Aufenthalt
    a) weder eine rundum "Funktionierende" Selbstliebe - Selbstachtung usw. erhalten
    b) weder für alle Zeiten lernen nur richtige Entscheidungen in deinem Leben zu treffen. Du wirst auch danach noch jede Menge Fehler machen - so ist das Leben
    c) ein für allemal wissen, wo es dir besser geht
    - mit zunächst mehrere Monate bewusst alleine leben,
    mit zünchast mehrere Monate um die Baustelle Beruf kümmern,
    mit zunächst mehrer Monate um die Baustelle eigene Interessen kümmern,
    mit zunächst mehrere Monate um soziales Netzwerk kümmern,
    mit zunächst mehrer Monate um die Baustelle "Lebensort" kümmern.
    mit zunächst mehrere Monate um Beziehungsgrenzen -deine Grenzen - kümmern

    GEmeinerweise - so ist das Leben halt manchmal - greifen all die verschiedenen Punkte ineinander. Und noch Gemeinerweise- hast du dich schon darum gekümmert, im Anschluß an die stationär Therapie eine weiterführende ambulante Therapie zu machen ?

    ME spielt es keine rolle, welche Entscheidung du jetzt triffst - also kannst du auch eine Münze werfen.

  5. Avatar von Simpleness2
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von Gugerschecken Beitrag anzeigen
    Da habe ich tatsächlich die Erfahrung gemacht, bzw. mache sie gerade, dass das so ist. Ich fühle oft eine unendliche Leere in mir, eine Entwurzelung, ein unverbunden-fühlen - und ich setze mich tatsächlich seit dem Ende dieser letzten Bekanntschaft sehr damit auseinander - mit der Leere. Dem verlorenfühlen. Und habe gelernt, egal, an was ich mich im Außen klammere, die Leere kann ich damit nicht ausfüllen, zumindest nicht dauerhaft, da brauche ich einen anderen Umgang... und den zu lernen, dazu möchte ich mir Hilfe holen. Denn ein neuer Mann, der die Leere übertünchen soll, oder ein neuer Job, in dem ich mich gebraucht fühle, das kann es ja auch nicht sein, wenn die Basis nicht da ist, die Selbstannahme und Verbundenheit.
    Auch wenn es sich für Dich merkwürdig anhören mag - freu Dich über die Leere. Du merkst - das Alte funktioniert nicht mehr und das Neue ist noch nicht fühlbar da. Nimm alles so an wie es jetzt gerade ist. Sag Ja dazu, auch wenn Dein Verstand meint es sollte doch anders sein. Letztlich ist es "nur" Deine Bewertung die Dich darunter leiden lässt. Ohne innere Kommentare und Widerstände ist es einfach wie es ist.

    Ich hab eben mal nach der Autorin geschaut. Ich kenne sie nicht und auch nicht ihre Bücher. Was ich gefunden habe hört sich gut an.

    Du wirst Deinen Weg finden und gehen Guckerschecken!


  6. Registriert seit
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Gugerschecken ich habe jetzt lange über die Frage nachgedacht.

    Ich empfehle die stationäre Therapie.

    Und zwar eben weil du da so rumgrübelst und planst und so
    Ich denke, dir würde ein Cut in Form eines Ortswechsels gut tun.

    Außerdem, ich würde die Chance der Stationären Behandlung alleine schon deshalb nutzten, weil es nicht so selbstverständlich ist, dass man die Wahl überhaupt hat...
    Den Kassen ist alles ambulante immer lieber. Wer weiß, ob du später nochmal die Möglichkeit so hättest.

  7. Avatar von Vienna__
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Den Kassen ist alles ambulante immer lieber.
    Das ist nicht so. Den Kassen ist das egal - eher im Gegenteil, gibt viel mehr sationäre Einrichtungen als Tageskliniken. Man kommt eher in stationäre, wie in Tageskliniken, selbst bei entsprechendem Antrag auf Tagesklink kommt der Bescheid trotzdem meist zu sationär.

    Aber als Patient würde ich immer wieder die Stationäre vorziehen. Es ist nämlich kein Spaß, bei nicht Stationären, immer von einem Ort von A nach B und nach C zu rennen, weil die Örtlichkeiten nämlich nicht immer in einem Haus liegen. Und das auch oft sehr früh morgens. Und die Pläne sind manchmal echt eng getaktet.
    Geändert von Vienna__ (11.11.2018 um 16:54 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    @Gugerschecken
    in 21 oder 28 Tagen - minus die Wochenenden
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so funktioniert
    Ich war schon einige Male stationär und einmal Tagesklinik und nie unter 8 Wochen und ich merke stationär tut mir besser, aber es ist mir von Anfang an klar gewesen, dass ein Aufenthalt nicht reicht.
    @Vienna
    in der Tagesklinik in der ich war, war alles in einem Haus. Von 9.00 bis 16.00, trotzdem würde ich, so wie du, stationär immer vorziehen. Mich hat in der Tagesklinik am meisten gestört, dass ich keine Rückzugsmöglichkeit hatte. Stationär dann aber immer ein Einzelzimmer mit Balkon, so für kleine und große Auszeiten

  9. Avatar von Vienna__
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    AW: Tagesklinik oder stationär?

    Zitat Zitat von erdbeerherz Beitrag anzeigen
    @Vienna
    in der Tagesklinik in der ich war, war alles in einem Haus. Von 9.00 bis 16.00, trotzdem würde ich, so wie du, stationär immer vorziehen. Mich hat in der Tagesklinik am meisten gestört, dass ich keine Rückzugsmöglichkeit hatte. Stationär dann aber immer ein Einzelzimmer mit Balkon, so für kleine und große Auszeiten


    Ich hatte kein Balkon - aber es war trotzdem voll schöööööön in meinem Zimmer und überhaupt. Jederzeit wieder!

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