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  1. Avatar von einzigARTig
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    AW: Familien Aufstellung

    Danke für deine gute Erklärung in #48, Kenzia.

    Der Grund, warum die Familienaufstellung als unseriös erscheint, ist, dass sich leider viele schlecht ausgebildete Laien dazu berufen fühlen, diese anzubieten. Und dann ist sie auch unseriös.

    Ich habe zwar noch nicht an einer Aufstellung teilgenommen, aber im Rahmen meiner Ausbildung an einer Art Psychodrama, in dem mir von einem "Fragesteller" eine Rolle (Mutter) zugeordnet wurde. Dabei ging es nicht so sehr um Gefühle, aber ich habe die Intention meiner Rolle verstanden, warum sie damals so und so gehandelt hat und konnte damit die Frage des Kollegen beantworten, die ihn schon länger beschäftigte. Ich fand das faszinierend.

  2. Avatar von Julifrau
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    AW: Familien Aufstellung

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Jetzt muss ich doch mal Quirin in Schutz nehmen. Von Arroganz lese ich nämlich nichts! In Zeiten gefühlter Wahrheiten und alternativer Fakten muss es ja Kriterien geben, an die man sich halten kann!
    Und Behauptungen mit weiteren Behauptungen zu erklären ist nicht seriös, wenn man einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt! So kann man höchstens von seinen persönlichen Erfahrungen berichten...
    Rataronga, ohne Ausrufezeichen hinter jedem Satz würdest du ebenso gehört werden. Es liest sich schlecht mit diesem erhobenen Zeigefinger vor Augen.

    Was sind Fakten? Das etwas nicht funktionieren soll, weil es nicht kann - nicht belegbar ist? Gerade in der Physik gibt es noch unzählige Fragezeichen. Dinge, die geahnt werden, aber nicht bewiesen sind.

    Wohin gehen wir nach dem Tod - noch nicht bewiesen.

    Was ich als Arroganz bezeichne, sind diese Salven abgefeuerter Fragen. Das ist z. B. auch eine Taktik, die gerne verwendet wird, um die eigene Position nicht angreifbar zu machen - die Gegenseite mit Fragen zu beschäftigen. Wobei die Relevanz dieser Fragen ebenso zweifelhaft ist.

    Aber ich möchte nicht über Quirin diskutieren, sondern über die Haltung, alles, was nicht 'wissenschaftlich' erklärbar ist, per se abtun zu wollen und als nicht existent zu betrachten. Das ist in meinen Augen eine Vermeidungsstrategie.

    Außerdem unterstellt sie die eigenen Fähigkeiten und Glaubensrichtlinien als die einzig wahre Realität anzusehen.

    Es gibt sicherlich Menschen, die eine erhöhte Sensibilität haben. Diese könnte z. B. eben dazu führen, in Familienaufstellungen tatsächlich mehr wahrzunehmen als andere, die dann gerne - aus welchen Motiven auch immer - das ganze Format, die Herangehensweise negieren möchten.

    Ich kann wirklich nur aus eigener Erfahrung sprechen - es ist erstauntlich und zum Teil tiefst berührend, was sich auf diesen Familienaufstellungen - werden sie gut geführt - zeigen kann.

    Zu einer Belegbarkeit gehört auch eine Wiederholbarkeit, und die ist hier überhaupt nicht gegeben.
    Die Wiederholbarkeit ist zu belegen, sonst gäbe es keine Familienaufstellungen mehr.

    Hingegen ist bekannt dass viele Menschen stark auf Suggestion reagieren ( bis hin zu falschen Erinnerungen) das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass viele Beteiligte sich entsprechend vermuteter oder gefühlter Erwartungen äußern. Und das dann eben als Beweis für die Methode gewertet wird.
    Nochmals - mit diesen Behauptungen unterstellst du z. B. auch mir, ein Opfer von Suggestion zu sein - und damit eine verminderte Fähigkeit der Wahrnehmung und Bewertung.

    Bei einer Aufstellung war ich nicht persönlich anwesend, wurde aber als Nebenrolle dargestellt. Was mir in den Mund gelegt wurde fand ich nicht besonders zutreffend, zwar nicht komplett falsch, hatte aber den Fokus auf den falschen Aspekten.
    Mich persönlich zu fragen wäre viel besser gewesen 
    Hast du diese Rückmeldung denn nicht gegeben - dass es besser gewesen wäre, dich selbst zu fragen? Dies hätte doch zu einer Klärung geholfen und du hättest auch die entsprechende Verantwortung voll übernommen.


    Das ist übrigens ein weiterer Punkt der mich stört:
    Weshalb fragt man die Familienmitglieder nicht persönlich?!
    Die meisten werden doch noch leben...
    Sicherlich wären auch alle begeistert, ein Problem, das sie in der Regel gar nicht sehen wollen, gemeinsam zu bearbeiten.
    Mit Verlaub, diese Ansicht ist naiv. Ich zumindest kenne wenige Familien, meine eingeschlossen, bei denen alle Familienmitglieder über den selben emotionalen Reifegrad verfügen, geschweige denn über den Willen, Familienmuster und -schicksale betrachten und verändern zu wollen. Das heißt, die eigene Komfortzone zu verlassen.


    ]Arrogant ist doch eher die Haltung, man sei superschlau und würde über den Trick mit den Stellvertretern und dem Anzapfen des "kollektiven Unbewussten" mehr über die Personen rauskriegen als sie selber wissen oder bereit sind zu sagen...
    Wieso bringst du dies mit einer solchen Wertung in Verbindung. Niemand sollte sich für superschlau halten - und die eigene Sicht der Dinge als die einzig mögliche Wahrheit und Meinung ansehen. Dazu gehört allerdings auch eine gewisse Demut, die nicht immer nach Beweisen schreit, wo es vielleicht wirklich keine gibt. Oder noch nicht gibt.
    ************************************************** **
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  3. Avatar von taggecko
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    AW: Familien Aufstellung

    Ich kenne ja ganz ähnliche Techniken aus dem klassischen Psychodrama nach Moreno in der Ausbildung-ist zwar schon etwas her und ich habe nicht mehr alles in Erinnerung- aber das funktioniert auch gut ohne irgendwelche angenommenen Felder und Schwingungen.

  4. Avatar von schafwolle
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    AW: Familien Aufstellung

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen
    Niemand sollte sich für superschlau halten - und die eigene Sicht der Dinge als die einzig mögliche Wahrheit und Meinung ansehen.
    Ich greife nur mal diesen Satz heraus - weil er exemplarisch dafür ist,
    worum es mir eben nicht geht.

    Der einzige Maßstab, um eine Methode als erfolgreich zu bezeichnen,
    liegt für mich darin, ob sie etwas im Hinblick auf positive Veränderungen
    bewirkt.

    Jeder Patient wird einen Arzt auch nur dann als guten Arzt bezeichnen,
    wenn er eine treffende Diagnose stellen und mit der Behandlung eine
    Verbesserung erzielen kann.

    Analog dazu musste ich leider zu der Erkenntnis gelangen, dass
    Familienaufstellungen bei mir (!) zu keinem Ergebnis geführt haben, mit
    dem ich "arbeiten" konnte.

    Mir war es damals konkret um Dissonanzen mit meiner Mutter gegangen,
    die ich nur allzu gerne aufgelöst hätte.

    Nachdem das Familienstellen für mich keine brauchbaren Lösungswege
    aufzeigte, näherte ich mich dem Thema anders, indem ich mich mit der
    Vergangenheit und dem Lebensweg meiner Mutter auseinandersetzte.

    Der kognitive Zugang erweiterte sich automatisch auf die Gefühlsebene.
    Das war in so fern gut und hilfreich, weil ich damit einen anderen Zugang
    zu meiner Mutter fand - und unser Verhältnis empfinde ich seither als "geheilt"
    und bereinigt.

    Ich mache den nicht eingetretenen Erfolg des Familienstellens definitiv
    nicht an einer mangelnden Sensibilität meinerseits fest. Auch nicht an der
    vermeintlichen Unseriosität der Aufsteller, denn meine Auswahl war alles
    andere als willkürlich.

    Dennoch finde ich es, eben aufgrund persönlicher Erfahrungen, völlig legitim,
    die Methode als solche anzweifeln zu dürfen.

  5. Avatar von Raratonga
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    AW: Familien Aufstellung

    Wenn nur nach dem Grundsatz argumentiert wird "Wer heilt hat recht" und die Tatsache, dass Familienaufstellungen, nur weil sie eben öfters durchgeführt werden, wiederholbar und damit seriös sind, vergisst, dass diese Methode durchaus Risiken birgt. Es ist nicht so, dass im schlimmsten Falle gar nichts passiert!

    Fangen wir gleich mit Herrn Hellinger an: Bei ihm hat sich eine Klientin umgebracht, nach einer Familienaufstellung bei ihm. Herr Hellinger hat die Methode populär gemacht und kann nicht als schlecht ausgebildeter Hobbyaufsteller vom grauen Markt gelten.
    Sein patriarchalisches, frauenfeindliches Weltbild ist unerträglich. Dieser Ordnung soll man sich fügen, dann gehen die Beschwerden weg? Seine Eltern ehren und sich vor ihnen verbeugen, dann hat man keine Rückenschmerzen mehr?

    Meine schon zitierte Freundin, die approbierte Psychologische Psychotherapeutin, hat in ihrer Praxis öfters Notfälle aufzunehmen, die nach so einer Aufstellung in eine Depression oder tiefe seelische Krise gestürzt worden sind.

    Wie weiter oben erwähnt: "Missbrauch" durch eine Familienaufstellung aufzudecken, aufgrund der Aussage eines Stellvertreters, halte ich für sehr unseriös und extrem gefährlich!
    Man stelle sich vor, was passiert, wenn grundlos Anschuldigungen dieses Kalibers vorgebracht werden!

    Das war, so schlimm das Thema auch ist, vor einiger Zeit regelrecht Mode, hinter allem und jedem sexuellen Missbrauch in der Kindheit zu wittern...
    Seit neuestem, habe ich gehört, wird in Familienaufstellungen gerne ein im Mutterleib verstorbener, unentdeckter Zwilling für alles mögliche verantwortlich gemacht.

    In meiner Familie hat übrigens mal jemand in der Missbrauchs-Hysterie vor ca. 20 Jahren (Entschuldigung an alle tatsächlichen Opfer, aber so habe ich es empfunden) in einer Reinkarnationstherapie entdeckt, sie sei von einem Familienmitglied als Zweijährige (!) vergewaltigt worden und alle hätten es verdrängt. Selbst die damals 10-jährige große Schwester, die ihre kleine Schwester sehr geliebt und immer vor allem beschützt hat... auch die Mutter, die beim Wickeln ja hätte sehen müssen war los war... dann sagte sie, auch ICH sei betroffen gewesen und auch vergewaltigt worden, was ich definitiv verneinen kann!

    Man kann sich vorstellen, welches Erdbeben es auslöst, wenn solche ungerechtfertigten Beschuldigungen in die Welt gesetzt werden!
    Geändert von Raratonga (19.09.2018 um 14:16 Uhr)

  6. Avatar von Spadina
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    AW: Familien Aufstellung

    Es wurde schon erwähnt, dass es bessere Methoden als die von Hellinger gibt. Seriöse diplomierte Psychotherapeuten arbeiten damit.

    À la Hellinger ist nicht zu empfehlen.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


  7. Registriert seit
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    AW: Familien Aufstellung

    @raratonga

    Hellinger hat doch sicher unzählige Leute in seinen Seminaren gehabt und da ist eine Frau, die sich umgebracht hat doch eher ein Zeichen, dass er seinen Job gut macht.

    Wenn man ganz böse ist, könnte man auch sagen, dass die Überlebenschance eines Hellingeseminar- Besuchers höher ist als der Besuch einer Klinik, wo sich doch viel mehr Leute prozentual umbringen nach einem Aufenthalt.

    Ich habe nur vor Jahren mitbekommen, dass die Wirkung auf die Menschen, die an diesen Workshops teilnehmen, enorm ist.

    Auch sehe ich ihn nicht als frauenfeindlich. Ich glaube vielmehr, dass es ewige Wahrheiten gibt und wenn man gegen diese verstößt, kommt man nicht weiter.

    Wenn man sich vor seinen Eltern verneigen soll, so verstehe ich Hellinger, dann bedeutet es doch nur, dass man sie in Eltern in ihrer Funktion ehren und sie auf ihrem Platz belassen soll, nicht aber, dass man all ihre Fehler oder Ungerechtigkeiten gut finden muss.


  8. Registriert seit
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    AW: Familien Aufstellung

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Es ist nicht so, dass im schlimmsten Falle gar nichts passiert!
    ich denke, das ist inzwischen hinreichend gesagt worden und das hat auch nie einer behauptet.

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Sein patriarchalisches, frauenfeindliches Weltbild ist unerträglich.
    Hellinger ist jetzt 93!! Jahre alt und diese Äußerungen liegen viele viele Jahre zurück. Er hat sich davon schon lange - auch öffentlich- distanziert!
    Eher ist es geradezu absurd witzig, dass 50- Jahr-alte Aussagen noch für bar genommen werden, obwohl in unserer Zeit geradezu ALLES der Erneuerung unterliegt. (mal unabhängig, dass er es selbst nicht mehr so postuliert).

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Dieser Ordnung soll man sich fügen, dann gehen die Beschwerden weg?
    Es geht nicht um eine Ordnung, die sich Hellinger ausgedacht hat sondern eine "höhere Ordnung", der wir letztlich alle unterliegen.
    Hellinger hat sein Wissen aus anderen Quellen - es wäre sinnig, sich seine Lebenslauf einmal durchzulesen, statt sich nur auf Uraltes zu verlassen, was noch immer herum geistert.
    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Seine Eltern ehren und sich vor ihnen verbeugen, dann hat man keine Rückenschmerzen mehr?
    Um das zu verstehen, braucht es Hintergrundwissen. Ohne das, klingt es tatsächlich seltsam. Tatsächlich macht das jedoch sehr viel Sinn (wenn man die Zusammenhänge kennt).

    Ich habe vor einiger Zeit ein Seminar bei Hellinger mitgemacht- es war wirklich sehr beeindruckend. Und Welten von dem entfernt, was über ihn im Umlauf ist.

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Meine schon zitierte Freundin, die approbierte Psychologische Psychotherapeutin, hat in ihrer Praxis öfters Notfälle aufzunehmen, die nach so einer Aufstellung in eine Depression oder tiefe seelische Krise gestürzt worden sind.
    nochmal- kann geschehen und nicht alle Aufsteller sind deshalb Mist.

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Wie weiter oben erwähnt: "Missbrauch" durch eine Familienaufstellung aufzudecken, aufgrund der Aussage eines Stellvertreters, halte ich für sehr unseriös und extrem gefährlich!
    ein wirkliches Aufdecken ist doch nur dann real, wenn es tatsächlich Beweise gibt- zB dass sich die Teilnehmerin daran bewusst erinnert.
    Missbrauch in "weiterer Vergangenheit" kann immer nur vermutet werden und genau so sollte es auch ausgesprochen werden.
    Und natürlich kann es sein, dass sich so ein Hintergrund zeigt- dann gilt es, dieses mit höchstem Feingefühl in die Fragezeichen zu packen und definitiv eine weitere Bearbeitung anzubieten.

    Ein wirklich guter Aufsteller, wird so eine Entwicklung durchaus beobachten und kann frühzeitig eingreifen. Das muss man nicht bis ins Letzte treiben.
    Noch dazu weiß man, dass zB Missbrauchsgefühle auch auftreten können, wenn gar kein tatsächlich üblicher Missbrauch vorliegt. Schon dahingehend sollte man mit dem Thema hochsensibel umgehen.

    Und wir kommen wieder dahin- es braucht einen guten Begleiter und nicht den Nächstbesten!

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor, was passiert, wenn grundlos Anschuldigungen dieses Kalibers vorgebracht werden!
    Absolut schlimm- vollkommen richtig!


  9. Registriert seit
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    AW: Familien Aufstellung

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    À la Hellinger ist nicht zu empfehlen.
    Die Systemiker sagen sich einerseits von Hellinger los- andererseits würde es schwer, wenn wir genau aufdröseln wollten, was nun "Hellinger" ist und was nicht. Ist an mancher Stelle sehr verschwommen.

  10. Avatar von Julifrau
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    AW: Familien Aufstellung

    Es würde sicherlich Diskussionen über solch' kontroverse Themen helfen, die Einmaligkeit der _eigenen_ Erfahrungen zu akzeptieren und anderen Erfahrungen das selbe Recht zuzugestehen.

    Hellinger halte ich für gut. Klar, dass er auch - wie übrigens viele andere, die auf den Sockel kamen - möglicherweise sich selbst überholte und überspannte. Dieser Selbstmord allerdings ist ein Selbstmord, der durchaus in's Verhältnis gezogen werden dürfte, wie oft diese Therapie auch erfolgreich war.

    Ich hatte übrigens bei einem Schüler Hellingers ebenfalls eine Aufstellung, die durchaus etwas grenzwertig war - denn er konfrontierte mich auch mit einer Situation, die in Richtung Überforderung ging. Im Nachhinein verstand ich sie - doch nicht in diesem Moment. Wäre jemand labiler gewesen, hätte dies - sicherlich nicht in Selbstmord - aber in große Zweifel stürzen können. Gleichzeitig, war es einfach die Wahrheit.

    Es geht bei Aufstellungen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit, das ist der Beginn, Verwirrungen, Familienmuster und übertragenen Schicksale zu heilen.

    Trotzdem, würde ich nie behaupten, Familienstellen sei ultimativ. Sicherlich nicht, eher empfand ich sie als ein weiteres Gewürz in dem Potpurri von verschiedenen Methoden, die mich persönlich aus einer Familiendramatik und damit meiner Dramatik lösten.

    Es gibt Dinge, die ich nicht verstehe. Ich kann sie verdammen oder akzeptieren, dass ich sie nicht verstehe. Damit stehe ich niemandem im Wege, seine eigenen Erfahrungen zu machen.

    Sich über eine mangelnde Beweisbarkeit zu echoffieren, mag mehr mit einem selbst zu tun haben. Ich finde es einfach schade, anderen eine möglicherweise gute Erfahrung zu nehmen oder ihnen zumindest die Eigenverantwortung zu überlassen.

    Wie ich auch überzeugt bin, dass es mehr gute als schlechte Therapeuten gibt und wir immer das bekommen, was gerade angesagt ist. Hier wirkt das Gesetz der Resonanz. Auch nicht wissenschaftlich belegt, soweit ich weiß - aber wer sich dahingehend etwas sensibilisiert und (selbst) beobachtet, wird wahrscheinlich auf den wissenschaftlichen Beweis verzichten können.
    ************************************************** **
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