Bei der Meditation wirkt die mentale Energie nach innen gerichtet. Und deswegenmeine ich, dass diese Bereiche, die mit dieser Art von Prozessen arbeiten, in das ICH schon auch von außen andocken können. Ob und wann gut oder schlecht, kommt auf den Einzelfall und Absichten darauf an. Wenn man bedenkt, wie sich manche Menschen neu orientieren wollen, weil die bisherigen Prozesse nicht ausreichen und zufrieden machen, kommt man eigentlich nicht ohne diese Erfahrungen aus.
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26.08.2017, 02:22
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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26.08.2017, 23:39Inaktiver User
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Ich habe den von Dir verwendeten Begriff "steuern" in meiner Antwort verwendet. Er trifft nicht ganz, dass was ich meine.
Zitat von Inaktiver User
Es ist so, dass ich kein Thema vor der Trance willentlich aussuche und damit arbeite. Ich erzähle meine Symptome z. B. Angst oder Unsicherheit und dann lasse ich in der Trance zu, was aus dem Unterbewusstsein hochkommen will. Daraus ergibt sich meine Selbst-Arbeit und der Ablauf der Sitzung. Das habe ich mit "steuern" gemeint. Ich lasse mich auf mich ein, gehe nach meinem Gefühl weiter.
Beim Lesen Deines Textes merke ich deutlich, dass ich kein Thema mit Steuerung und Manipulation habe. Ist mir in meinen Sitzungen auch bisher nicht untergekommen. Und je mehr Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und Selbstwert ich für mich erarbeitet habe, desto weniger anfällig bin ich für Beeinflussung von außen.
Dem fettgedruckten Satz stimme ich voll zu. Ich vertraue meinem Gefühl, was richtig für mich ist.
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27.08.2017, 08:19Inaktiver User
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Das ist ja ein ganz wichtiger Punkt für die Ausgangsfrage: "Wem gehört das ICH?" Wie leicht bin ich beeinflussbar? Manipulierbar? Sogar steuerbar?
Ich denke, Menschen mit einer gesunden ICH-Funktion im psychologischen Sinn können gut unterscheiden, zwischen dem, was gut und richtig für sie selbst ist, und dem anderen, was von aussen kommt und vielleicht nicht so günstig für das eigene Wohlbefinden wäre, weil es mit den eigenen Werten und Moralvorstellungen kollidiert, weil es sich schlecht anfühlt. Ein gesundes ICH kann dazu NEIN sagen, ein instabiles ICH wird irritiert, fängt an zu grübeln und wird im schlimmsten Fall durch sowas aus der Bahn geworfen.
Ganz besonders gefährdet sind da Menschen mit einer schizophrenen Psychose. Da gehört es z.B. zur Krankheit, dass das ICH in manchen Phasen ganz extrem beeinflussbar wird, nicht mehr zwischen dem Eigenen und dem Fremden unterscheiden kann. Weshalb für diese Menschen Trance-Zustände auch gefährlich sein können, weil das eben ganz besondere Bewusstseinszustände sind, die ein gesundes ICH erfordern, um damit umgehen zu können.Geändert von Inaktiver User (27.08.2017 um 09:03 Uhr)
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27.08.2017, 09:41Inaktiver User
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Da hast Du eine völlig falsche Vorstellung von dem was ich meine.
Das hat mit Meditation rein gar nichts zu tun.
Mein Ansatz gründet sich auf Eckhart Tolle.
Das lässt sich durch Achtsamkeit gut in den Alltag integrieren. Es geht darum immer wieder in der Gegenwart zu sein.Die meisten Menschen wissen ja nicht mal, was damit gemeint ist, geschweige denn, sie könnten diesen Zustand auch nur für ein paar Minuten herbeiführen - was immer und unbedingt zu empfehlen wäre... Für die innere Harmonie, Stressreduktion und Selbsterkenntnis ist das eine feine Sache - aber zwischendurch muss Mensch ja mal was arbeiten, sich über den Busfahrer ärgern, mit Onkel Gustav telefonieren und Joghurt kaufen gehen
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27.08.2017, 11:03Inaktiver User
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27.08.2017, 13:12
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Das ist ja ein ganz wichtiger Punkt für die Ausgangsfrage: "Wem gehört das ICH?" Wie leicht bin ich beeinflussbar? Manipulierbar? Sogar steuerbar?Ganz besonders gefährdet sind da Menschen mit einer schizophrenen Psychose.
Diese ICH-Positionen sind in der Tat sehr wichtig. Was ist jetzt, wenn zwei (gesunde) ICH-Persönlichkeiten eine Schizophrenie in der Situation erkennen. Da passiert in der Regel keine Zerstörung oder doch die Verführung der ICH-Struktur von beiden? Welche ICH-STruktur will was erreichen? Für mich nach wie vor ein interessantes Thema. Auf gleicher Ebene ohne der gleichen Meinung zu sein zu müssen, gibt Stoff und Zoff aber Energie für Gemeinsamkeiten.
Eine Schizophrene Psychose erst dann wenn die Situation als solche schizophren ist, nicht eindeutig sichtbar erklärbar realistisch umsetzbar. Dann muss sich ein instabiles ICH auf jeden Fall neu sortieren um eine realistische Orientierung zu haben. Es gibt in der Tat schizophrene Situationen. Eine Wahrnehmung hat solange Bestand, solange sie nicht eindeutig als nichtig erklärt wird.
Ich denke gefährdet ist jeder Mensch, nicht nur Menschen mit Psychose, sondern auch Menschen, die mit Psychosen nichts zu tun haben. Ein Mensch mit Psychose wird auf jeden Fall aus einer Schizophrenen Situation flüchten, weil er sie erkennt, er wird sich wehren, was auch immer. Begibt er sich in die Situation gibt es kein Entkommen aus dieser Wahrnehmung. Ist klar. Kann jeder für sich selbst entscheiden.
Eine Ordnung in der mentalen Matrix ist für ein ICH sehr wichtig. Die mentale Stärke ist variabel je nach Wahrnehmung.
Da könnte der Komplex von ICH und WIr und diese Zusammenhänge jetzt so allgemein ausgedrückt in der Realität besser verstanden werden. Aus einem realen Leben heraus erkannt. (Hat jetzt in erster Linie nichts mit dieser Kommunikation hier zu tun) Merkwürdig ist, dass ich mir über das Gedanken mache. Und ich lese gerne eure Ansichten über das ICH.
Ein ICH existiert als Eigenbesitz, ist allerdings immer im Kontext mit dem WIR oder/und Außenwelt verbunden. Wann wird etwas realisiert und soweiter. Wie handeln ICH-Persönlichkeiten?
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von Bruce Lee
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27.08.2017, 13:47
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Das heisst, du blendest während dieser Trance-Phase die reale Außenwelt komplett aus? Das bedeutet aber doch Selbststeuerung (oder welch anderer Begriff trifft dazu) deines ICH´s mit dem Unterbewusstsein.
Angst und Unsicherheit sind doch Begriffe und Emotionen, die nur mit der Außenwelt wirken. Ein ICH alleine hat doch keine Angst und kennt die Angst doch erst im Zusammenhang mit der Außenwelt.
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27.08.2017, 19:52Inaktiver User
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Hm. ich hab deinen Text nicht so wirklich verstanden... Ich versuche daher mal, einfach im Detail zu antworten... Ist ja Sonntag, da hab ich Zeit

In einer schizophrenen Situation? Ich denke, dass sich da jeder Mensch erstmal unwohl fühlt. Die berühmte Aufforderung der Mama ans Kind: "Komm, geh." - double bind... Was tun? Ist ungut. Für jeden Menschen. Und die Reaktionen auf so eine Situation sind wahrscheinlich so vielfältig wie es Menschen gibt. Von Flucht, über Wut bis hin zu Verzweiflung - gibt es wahrscheinlich alle Möglichkeiten auf eine schizophrene Situation zu reagieren.
Hier verstehe ich nicht ganz, was du meinst. Welches ICH? In einer schizophrenen Situation? Ich weiss gar nicht, ob ein gesundes ICH da überhaupt was erreichen möchte, ausser vielleicht, dass das double-bind aufhört. Wenn man sich dessen bewusst werden kann - in der Situation - dann kann ein Mensch sich an so einer Situation natürlich sogar stärken, sein ICH schärfen durch Abgrenzung von der Absurdität der Situation.Welche ICH-STruktur will was erreichen? Für mich nach wie vor ein interessantes Thema. Auf gleicher Ebene ohne der gleichen Meinung zu sein zu müssen, gibt Stoff und Zoff aber Energie für Gemeinsamkeiten.
Nicht nur ein instabiles ICH. Auch ein gesundes ICH kann eine schizophrene Situation nur schwer aushalten. Es braucht auf jeden Fall ein Innehalten und einen Realitäts-Check - was passiert hier gerade, warum fühle ich mich unwohl, wer übertritt hier meine Grenzen? Das ist auch für ein gesundes ICH nicht immer leicht, ihm stehen wahrscheinlich für diese Art der Realitätsprüfung mehr und schneller in der Kindheit erlernte Denkvorgänge/Instinkte zur Verfügung, um sich besser in Sicherheit vor der schizophrenen Situation zu bringen.Eine Schizophrene Psychose erst dann wenn die Situation als solche schizophren ist, nicht eindeutig sichtbar erklärbar realistisch umsetzbar. Dann muss sich ein instabiles ICH auf jeden Fall neu sortieren um eine realistische Orientierung zu haben.
Ein instabiles ICH hingegen mag vielleicht sogar in einen Wahn ausweichen, weil es die entsprechende genetische Disposition hat und auch in der Kindheit und Jugend nicht lernen konnte, aus double-binds oder anderen belastenden Situationen zu entkommen.
Ja. Realitätsprüfung ist immer wichtig.Es gibt in der Tat schizophrene Situationen. Eine Wahrnehmung hat solange Bestand, solange sie nicht eindeutig als nichtig erklärt wird.
Ich weiss nicht, ob ein Schizophrenie-Patient in so einer Situation wirklich selbst entscheiden kann... Schwierig. Also er kann schon entscheiden, aber ob das dann immer noch Realitätsbezug hat, wenn der psychische Druck zu gross ist - leise Zweifel...Ich denke gefährdet ist jeder Mensch, nicht nur Menschen mit Psychose, sondern auch Menschen, die mit Psychosen nichts zu tun haben. Ein Mensch mit Psychose wird auf jeden Fall aus einer Schizophrenen Situation flüchten, weil er sie erkennt, er wird sich wehren, was auch immer. Begibt er sich in die Situation gibt es kein Entkommen aus dieser Wahrnehmung. Ist klar. Kann jeder für sich selbst entscheiden.
Volle Zustimmung. Und ergänzend: Die mentale Stärke ist auch stark abhängig von inneren Abläufen (genug Schlaf? Drogen? Gene? Stress? etc.)Eine Ordnung in der mentalen Matrix ist für ein ICH sehr wichtig. Die mentale Stärke ist variabel je nach Wahrnehmung.
Da verstehe ich nicht, was du meinst.Da könnte der Komplex von ICH und WIr und diese Zusammenhänge jetzt so allgemein ausgedrückt in der Realität besser verstanden werden. Aus einem realen Leben heraus erkannt.
Sehr philosophisch. Ja. Ich bin Ich. Und ich kann nur Ich sein, weil es ein Nicht-Ich, ein Ausserhalb von Mir gibt. An dieser Grenze erkenne Ich Mich.Ein ICH existiert als Eigenbesitz, ist allerdings immer im Kontext mit dem WIR oder/und Außenwelt verbunden. Wann wird etwas realisiert und soweiter. Wie handeln ICH-Persönlichkeiten?
Oder so...
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27.08.2017, 20:26Inaktiver User
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Hm. Ich denke, Angst entsteht erst mal im Gehirn - als Re-Aktion auf eine Wahrnehmung der Aussenwelt. (Mal von Angsterkrankungen abgesehen, die ja kein passendes Pendant im Außen "brauchen".)
Bei Unsicherheit gilt das Gleiche. Ich habe in der Aussenwelt eine Aufgabe vor mir - und mein Gehirn macht Unsicherheit bis hin zu Angst...
Deshalb versucht ja ein Hypnose-Therapeut, den Patienten in Trance in einem so entspannten Zustand zu halten, dass das Bewusstsein sich die Erinnerungen ohne Angst oder Unsicherheit anschauen kann und mit dem Unterbewussten zusammen andere Verhaltensstrategien entdecken kann, die dann in der Außenwelt Angst oder Unsicherheit unnötig machen.
Und wenn ich tiefenentspannt bin, kann ich einfach nicht gleichzeitig Angst haben oder unsicher sein... Funktioniert nicht. Würde mein Hirn anfangen zu quietschen
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27.08.2017, 22:01
AW: Ich - wem gehört das Ich als Persönlichkeit - uns, wir und mich ist nicht ICH
Schönen Sonntag noch. Doch du hast den Text gut verstanden.
Hier gehe ich von zwei ICH- Persönlichkeiten aus. Also zwei unterschiedlichen Menschen. Nicht von einem Menschen mit multipler Persönlichkeitsstruktur. Dieser kommt in der Regel gut zurecht.Hier verstehe ich nicht ganz, was du meinst. Welches ICH? In einer schizophrenen Situation? Ich weiss gar nicht, ob ein gesundes ICH da überhaupt was erreichen möchte, ausser vielleicht, dass das double-bind aufhört.
Double-bind in der Kommunikation. Also zwei ICH-Persönlichkeiten müssen gemeinsam etwas tun, haben aber die Information für sich selbst nicht darüber, was tun. klar, wichtig ist, dass überhaupt eine ungute Situation verändert wird.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee


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