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  1. Registriert seit
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    Mobbing in der Familie

    Liebe Alle,
    ich möchte fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen mit Mobbing in der Familie gemacht hat.
    Ich (47 J.) bin das älteste von 3 Kindern, ich habe noch eine Schwester und einen um einige Jahre jüngeren Bruder.

    Seit einigen Jahren ist es so, dass meine Schwester gegen mich intrigiert. Sie schürt Verdächtigungen, nicht die, der unmittelbar offensichtlichen Art, aber subtil, mit Bemerkungen, Kommentaren etc.

    Angefangen hat es damit, dass mein Bruder, mit dem ich ein wunderbares Verhältnis hatte, zu mir ziehen wollte er ca. 17 Jahre alt war, meine Schwester mit ihm gesprochen hat und ihm mitgeteilt hatte, dass ich ein schwieriger Mensch sei und wir bestimmt irgendwann Streit bekommen würden und das unserer guten Beziehung schaden würde.
    Ich war damals sehr gekränkt, habe aber Nichts gesagt. Einfach gar Nichts. Ich wollte mich nicht darauf einlassen und hatte Angst vor einer Konfrontation und einem Riss in der heilen Familienwelt. Mein Bruder hatte es mir damals erzählt ( ich war 27 J.) und ich habe ihm gesagt, dass ich mich sehr freuen würde, wenn er zu mir ziehen wolle und ich ihm auch helfen würde. Er hat sich dann doch noch einmal mit meinen Eltern zusammengerauft und ist bei meinen Eltern geblieben; ich fand das auch besser, da er zum Studium 1,5 Jahre später sowieso weg wollte.
    So ging es weiter....
    Als mein Sohn drei Jahre alt war, war meine Schwester, die ca. 600 km weit weg wohnt, wieder einmal in unserer Heimatstadt und hat mit meiner Mutter über die Erziehung meines Sohnes gesprochen. Meine Mutter hat zur damaligen Zeit fast täglich stundenweise auf meinen Sohn aufgepasst. Sie wollte dies unbedingt und war enttäuscht, wenn es einmal nicht klappte.
    Nun, jedenfalls kam eines Tages meine Schwester zu mir gefahren ( ich wohne nur ca. 3 km von meinen Eltern entfernt) und machte mir schwere Vorwürfe, was mir einfiele meinen Sohn so oft zur Oma zu geben, diese wäre ja total überfordert, etc.
    Ich habe daraufhin zu ihr gesagt, dass unsere Mutter mir ganz im Gegenteil Vorwürfe machen würde, wenn ich meinen Sohn nicht zu ihr, sondern zu meiner Tante brächte ( die wiederum auch gerne auf ihn aufpassen wollte) und sie gebeten in einem vernünftigen Ton mit mir zu sprechen. Falls sie das nicht schaffe solle sie lieber gehen und wir sprechen, wenn sie sich beruhigt hat.
    Daraufhin hat sie meinen Vater und meinen Bruder angerufen und behauptet ich hätte sie aus der Wohnung geschmissen und dass dies das Allerletzte sei.
    Ich war damals so verletzt und so fertig, weil mir meine Familie so viel bedeutet und sie kommt nun und behauptet solche Dinge, um die Beziehungen zu beeinträchtigen. Es war sehr schlimm für mich.
    Mein Vater und mein Bruder haben sich damals noch relativ herausgehalten, haben aber signalisiert, dass sie schon verunsichert waren, was nun stimmte.

    Na ja, so ging es über Jahre hinweg weiter;was Alles passiert ist, schreibe ich später noch, das würde jetzt den Rahmen sprengen.
    Ende der Vorstellung ist, dass sie es geschafft hat die Beziehung, die ich zu meinem Bruder und zu meiner Mutter hatte, zu zermürben. Ich habe nämlich nie etwas gesagt, weil mir mein Anstand verboten hat, irgendetwas zu sagen und ich dachte, irgendwann läuft sie von selbst gegen die Wand. Meine Eltern und mein Bruder würden spüren, von wem diese Verleumdungen stammen und sie würden sehen, dass ich Nichts tue.
    Aber scheinbar hölt der stetige Tropfen doch den Stein aus und ich mache mir Vorwürfe, dass ich nie reagiert habe. Ich habe keine Grenzen gesetzt und nun ist meine mir so wertvolle Familie gebrochen.
    Habt Ihr auch so Etwas erlebt und wie soll ich nun, so spät, reagieren. Ich merke langsam, dass es mir an die Substanz geht und habe Angst, dass ich krank werde.

    Ganz lieben Dank,
    Inge

  2. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Das klingt unheimlich tragisch, ich wüsste auch nicht wie man das jetzt noch kitten kann.

    Nur - woher soll Deine Familie bitte wissen dass Deine Schwester lügt wenn Du ihr NIE widersprichst?

  3. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Deine Schwester wohnt 600 km weit weg und du lässt dich so von ihr beeinflussen, obwohl du viel näher bei deinen Eltern wohnst und diese sicher sehr oft siehst?

    Deine Eltern und dein Bruder können sich doch ein eigenes Urteil bilden, sie sind erwachsen. Bist du sicher, dass du den Einfluss deiner Schwester auf sie nicht überbewertest?

    Könnte es sein, dass es dir nicht gut geht und du deswegen alles so schwarz siehst?


  4. Registriert seit
    24.03.2014
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    23

    AW: Mobbing in der Familie

    Hallo Ihr Lieben,

    lieben Dank für Eure Rückmeldung.

    Der Weg zur Situation, wie sie jetzt ist, hat zwar sehr früh begonnen, war jedoch ein schleichender Prozess.
    Noch einige Beispiele:
    - meine Schwester hatte den Kontakt zu mir vollständig abgebrochen, sie sagte sie komme mit mir nicht zurecht und kann mir auch nicht sagen,warum. Dasselbe hat sie im Übrigen mit meinen Eltern getan, zwar nicht so lange aber dafür heftig ( sie wurden z.B. nicht zur Hochzeit eingeladen, ich schon…) Ihr Verhalten war unberechenbar….. ca. 1,5 Jahre nach Ihrem Kontaktabbruch, unter dem ich sehr gelitten habe, rief sie mich an uns sagte es tue ihr leid. Sie habe eine Familienaufstellung gemacht und wüsste nun, dass sie sich getäuscht hätte und ich ihr gar nichts Schlechtes will. Ob wir den Kontakt wieder aufnehmen könnten. Ich bin gutmütig uns habe mich ja auch gefreut und sagte natürlich ja.
    Dann ging es mit dem Mobbing weiter.
    Jedes Mal, wenn sie bei meinen Eltern für einige Tage zu Besuch war, hat sie versucht Unfrieden zu stiften. Ich habe einmal mitgehört, wie sie sich über mich lustig machte und sie darauf angesprochen. Ihre Reaktion darauf war, dass sie mich vor meinem Vater beschimpft hat und verdächtigt hat, ich würde lauschen.
    Dann hat sie wieder versucht meinen Bruder ins ihr Boot zu holen. Mein Bruder und ich hatten immer ein gutes Verhältnis. Die Manipulation ging so weit, dass mein Bruder zu mir sagte, er verstehe auch nicht, warum ich so viel bei meinen Eltern wäre, wir sogar gemeinsam in den Urlaub fahren würden und dass dies doch total übertrieben sei. Mein Vater war ein wilder Intellektueller und mir hat es einfach Freude bereitet mit ihm zu diskutieren und auszutauschen. ich glaube es war einfach nur Neid und Eifersucht im Spiel und meine Schwester wollte mit Hilfe von Intrigen dasselbe Verhältnis zu meinen Eltern aufbauen, das ich schon hatte. Dies ging für sie scheinbar nur, indem sie mich sozusagen aus dem Weg räumte.
    Leider habe ich das viel zu spät erkannt. Mein Vater ist vor 2 Jahren verstorben und danach wurde es noch viel Schlimmer.
    Ich weiss nicht wie ich es wieder herstellen soll. Das Verhältnis zu meinem Bruder und zu meiner Mutter ist weitestgehend zerstört worden. Der Grund ist, dass ich mich nicht gewährt habe und trotzdem immer wieder meiner Schwester vertraut habe.
    Habt Ihr eine Idee, was ich machen kann?

    Danke und liebe Grüße,
    Inge

  5. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Leb Dein Leben und lass die Leute ihres leben. Wie ist Deine familiäre Situation ansonsten, hast Du einen Partner? Freunde?


  6. Registriert seit
    24.03.2014
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    23

    AW: Mobbing in der Familie

    Hallo an Euch,

    wenn es so einfach wäre, die Familie abzuhaken, dann wäre ich ja nicht in diesem emotionalen Ausgebranntsein. Aber es ist halt sehr schwer. An manchen Tage kann ich nur noch weinen, dass Alles so gekommen ist. Und das Schlimme ist, es gab nie einen offenen Konflikt. Wenn dies wenigstens gewesen wäre.

    Ich habe einen Sohn, einen guten Beruf, ein eigenes Haus mit Garten. Oberflächlich betrachtet geht es mir sehr gut. Aber da ich ein Familienmensch bin und ich emotionale Bindungen zur Herkunftsfamilie habe, fällt es mir schwer sie irgendwie " abzuhaken".
    Das möchte ich auch gar nicht oder meint ihr, das wäre der einzige Weg zur Ruhe zu kommen?

    Ich habe immer gedacht, wer Unfrieden sät, wird irgendwann mit sich selbst konfrontiert und andere würden es auch sehen. Deshalb habe ich mich immer herausgehalten und nichts gesagt, um nicht Öl ins Feuer zu giessen. Aber ich glaube das war falsch. Denn so hat sich vielleicht der Verdacht bei meiner Mutter und meinem Bruder erhärtet, dass an den Anschuldigungen etwas dran sei. Wenn man subtil immer wieder manipuliert wird( wie meine Mutter und mein Bruder), merkt man es vielleicht auch erst gar nicht, aber irgendetwas scheint hängen zu bleiben. Ich hatte weder mit meiner Mutter noch mit meinem Bruder einen Streit und habe bis jetzt auch keinen Streit mit Ihnen. Trotzdem gehen Sie auf Abstand.
    Meine Schwester macht ständig Familienaufstellungen und bespricht diese dann mit meiner Restfamilie, jedoch nie mit mir. Ich weiss also auch gar nicht, was da ständig über mich kursiert.
    Natürlich habe ich mir auch gesagt, wenn ich nichts falsch mache und ich nichts Falsches sage, werden die anderen es irgendwann merken. Leider ist es nicht so. Und dieser Prozess war sehr schleichend und diese Familienaufstellungen gehen nun schon über 12 Jahre.
    Dasselbe hat sie im Übrigen mit meiner Tante ( die Schwester meiner Mutter) gemacht, als mein Onkel gestorben ist. Sie hat meiner Mutter verboten, dass ihre Schwester ( also die Tante) kommen darf, wenn sie aus HH angereist ist. Meiner Tante haben sie auch nicht gesagt warum; nur, dass etwas in einer Familienaufstellung herausgekommen sei.

    Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich liebe meine Familie und stehe vor einer Wand.

    Was würdet Ihr denn tun?
    LG
    Inge

  7. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Ich würde einen Cut machen.....Bei mir ersetzen gute Freunde die Außerhalbkernfamilie.....Bin grad mitten im Prozess:

    Manipulative Mutter......die gefühlt 100te

    Kannst Du gern nachlesen, wenn Du ganz viel Zeit hast....

    Menschen, die einem nicht gut tun, versuche ich, aus meinem Leben zu kicken....

  8. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Ich glaube nicht daran, dass eine einzelne Person mit dummem Gequatsche ein ansonsten perfektes Familiengefüge zerstören kann. Vielleicht schaust Du Dir mal den Anteil der übrigen Beteiligten an.


  9. Registriert seit
    24.03.2014
    Beiträge
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    AW: Mobbing in der Familie

    Danke, für Eure Antworten..

    Nein, es ist schon so, dass sicher meine Mutter eine Rolle spielt.
    Sonst hätte sie sich ja damals nicht bei meinen Geschwistern beschwert, wegen der Betreuung meines Sohnes.
    Ich wollte es damals lösen und hatte ein Kindermädchen engagiert, damit meine Mutter nicht jeden Tag auf meinen Sohn aufpassen muss. Dies wiederum hat dazu geführt, dass sie sich bitterlich beschwert hat, ich wolle ihr meinen Sohn nicht mehr geben. Es war zum Haareausraufen…damals. Sie hat darauf bestanden, dass Alles so bleibt wie bisher. Mein Vater hatte mich dann auch darum gebeten, da er wörtlich sagte, meine Mutter brauche eine Beschäftigung, sonst würde er alles abbekommen.
    Es ist wie verhext.

  10. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    warst du alleinerziehend?

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