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  1. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Wobei wieder einmal klar wird, wie zerstörerisch diese Eso-Scharlatanerie sein kann ...

    Aber, liebe TE, etwas naiv warst/bist du schon. Es ist einfach Kinderglaube, dass "das Gute sich schon erweist", wenn man fein die Klappe hält, sich nicht wehrt und ein "untadeliges Leben" führt.

    Die Schwäche der Guten führt zur Stärke der Schlechteren ... es ist einfach auch in der Familie wichtig, für sich einzustehen. Duckmäuserei führt genau zu solchen Geflechten, wie du sie jetzt hast - verstärkt natürlich noch durch den Eso-Unfug, den deine Schwester da treibt und auf den sie sich immer wieder beruft (und offensichtlich ja auch berufen kann. Es scheint ja zu verfangen.)

    Ich fürchte, der Drops ist gelutscht - deine Sehnsüchte nach "heiler Familie" scheinen kaum stillbar. Ich würde noch einen Versuch einer Aus-Sprache, eines Zursprachebringens der niedergeschwiegenen und weggestreichelten Konflikte und Gefühle machen (möglichst unter prof. Begleitung z.B. einer Beratungsstelle) und mich ansonsten abgrenzen.

    Das führt sonst zu nix außer vielem Leid für dich :-(

  2. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Hellinger ist ein Guru - ein Scharlatan - ein Gläubiger und gut an seinen Gläubigen verdienender äh - Mensch, der
    Menschen und Strukturen zerstört. Seine Anhänger - die Familienaufsteller - folgen ihm nach. Soweit die eine Seite.

    Ich würde meiner Schwester einen Brief schreiben. Liebe XX, ich nehme Bezug auf Dein Verhalten in den letzten
    20 Jahren. Das muss ich nicht nochmals erklären - Du warst die Täterin deines Tuns. Ich beende den Kotakt mit Dir und verbiete Dir mich in Zukunft anzusprechen. Unsere Mutter, die Tante und unser Bruder sind informiert. Mfg xxxx

    Ich würde dann eine Kopie des Briefes mit einer kleinen Erkärung an Mutter, Tante und Bruder schicken und der Schlußformel: Du bis herzlich bei mir willkommen, ich freue mich über Anrufe und Besuche. Bitte googelt zur Erklärung bei Wikipedia "Hellinger / Familienaufstellungen" falls Euch das Thema interessiert.

    Dann würde ich zuerst die Briefe an die Verwandtschaft schicken- einigeTage später den Brief an die Schwester - per Einschreiben.

    Die Formulierung ist gesülzt ung gestelzt - aber ausreichend. Du hast klargemacht was Du willst und was nicht.

    Dann darf das Schicksal seinen Lauf nehmen !

    Übrigens - ich kann mir einiges vorstellen, was Deine Schwester zu ihren Handlungen bewogen hat:
    1) Du warst Vatertochter und hast mit ihm das gemacht, was ihm am Herzen lag - diskutieren.Sie war zu faul dazu.
    2) Du hast ein Kind - hat sie Kinder ?
    3) Du hast Deiner Mutter durch die Kinderbetreuung ein großes Geschenk gemacht. Sie war dazu unfähig
    4) Dein Bruder hing an Dir. Das hat sie eifersüchtig gemacht.

    Es gibt Menschen, die sind einfach pathologisch. Auf deutsch - sehr schädlich für ihre Umwelt. Meistens kommt das Thema im Zusammenhang mit Paarbeziehungen hoch. Hier in der Briecom jedenfalls. Es ist tragisch, wenn eine nahe Verwandte auch zu diesem Typ Mensch gehört. Es ist allerdings ganz normal, dass sie ihr Sein unendlich lange und immer wieder und ohne Bereitschaft irgendwelche anderen Meinuungen auch nur zur Kenntnis zu nehmen - in der Familie auslebt.

    Das eine - die Trennung ist ein Punkt.
    Das zweite - schreib für Dich auf, was gewesen ist. Das sind alles unglaubliche Dinge. Versuch dabei nicht Deine Schwester zu verstehen, sondern zwing dich dazu Dich selbst und Deine Frustration / Demütigung / Abwertung usw. zu verstehen.
    Das dritte - such Dir Gesprächspartner. Der Anfang ist die Bricom. Es geht auch über die Telefonseelsorge. Irgendwann über eine Peergroup. Du wirst dabei öfter das Gefühl haben:Ich stell mich nur an. So schlimm war es doch nicht. Und auch meine Schwester hat ein Päckchen zu tragen. Mag seien - aber Dir schmeisst sie 100 Tonnen Steine an den Kopf und entzieht sich mit der gelogenen Wahrheit der Familienaufstellung jedem rationalen Diskurs.

    Was du tun kannst - leider auch tun musst - wenn Dir an Deinem Seelenfrieden liegt. Einen Streit ( der Brief ist eine Streitaktion) führen. Dein Wunsch, eine harmonische, durch Bindungen zusammengehaltene Familie zu haben wurde, wird und wird immer durch die Handlungen deiner Schwester zerstört werden. Bitter - aber eine ungelogene Wahrheit.


  3. Registriert seit
    12.04.2009
    Beiträge
    1.419

    AW: Mobbing in der Familie

    Hallo,

    ich habe Mal einen sehr interessanten Artikel über Geschwister- und Elternbeziehungen gelesen.
    Es scheint so zu sein, dass es schon bevorzugte Kinder für die Elternteile gibt, auch wenn sie es selbst nicht so sehen wollen. Motto: "Wir lieben alle unsere Kinder gleich".
    Es wurden dazu verschiedene Familien befragt. Heraus kam, dass die Positonen der Kinder in der Familie scheinbar doch unterschiedlich sind.

    Die Ältesten sind erst ein Mal "Einzelkinder", haben die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Eltern, werden aber auch stärker den Regeln und Normen ausgesetzt und man überträgt ihnen mehr Verantwortung auch für die dann folgenden Geschwister. Die Jüngsten, werden eher verhätschelt, besonders wenn sie sehr spät nach kommen. Außerdem wird ihnen eher gestattet bestimmte Normen und Regeln aufzuweichen.
    Die Kinder, die in ihrer Persönlichkeit einem der Elternteile ähnlich zu sein scheinen, werden scheinbar von ihm stärker vorgezogen.Auch wenn das nicht bewußt ist.

    Die kinder in der "Mitte" müssen "ihren Platz" in der Familie erst finden und eine Nische, um die Aufmerksamkeit (oder Liebe) der Eltern zu erwecken.
    du hattest deinen Vater, dessen Denken etc. dich interessierte und ihr wart dadurch sehr nahe. außerdem warst du die Älteste, die auch noch für die Familie stand. Ob dein Bruder eher Mama-Kind ist/war schreibst du nicht.
    Welche Möglichkeiten hatte deine Schwester?

    Es sieht für mich so aus, als wolle sie deine Position einnehmen und endlich dann diese Aufmerksamkeit bekommen, die du an sich hattest. Ob sie so zu deiner Familie tatsächlich jetzt steht wie du ist ein anderer Aspekt. Aber sie kämpft anscheinend immer noch -letztendlich wie ein Kind.

    Mein Mann ist so ein mittleres Kind. Seine Taktik war es sich aus der Familie etwas rauszuziehen, seiner Wege zu gehen, aber auch Mist zu bauen. Er bekam dann "negative" Aufmerksamkeit. Die Geschwister haben eher das Gefühl, dass sich alles um ihn drehte. Er hatte das Gefühl immer der Geächtete zu sein.
    Das führte dazu, dass er sich in der Familie als der Gute zeigt, verantwortlich fühlt, gleichzeitig seiner älteren Schwester beweisen muss, dass er besser ist, was intellektuelle Debatten anbetrifft (sie hatte so ein ähnliches Verhältnis wie du zum Vater) und der kleine Bruder darf unmöglich einen Fehler machen, der wird ihm vor der Mutter geahndet mit dem Vermerk: "schau das ist dein Lieblingssohn".
    Und, ich als Außenstehende, sehe, dass sein jüngerer Bruder immer noch der vorgezogene, "bessere" ist.
    Mit Abstand sieht er das auch. Aber er kämpft immer noch wenn wir in seiner Familie sind.

    Vielleicht solltest du wirklich noch ein Mal den Kontakt zu deiner Schwester aufnehmen und ihr sagen, dass du vermutest, dass sie sich unterlegen fühlte, dass sie aber als erwachsene Frau andere Möglichkeiten hat eine Position in der Familie einzunehmen, als auf kindliche Art die Schwester rauszumobben und in Konkurrenz zu treten.
    Ansonsten wird dir nichts übrig bleiben als den Kontakt abzubrechen, aber deine Familie darüber aufzuklären und deine Gründe offen zu nennen.


  4. Registriert seit
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    1.419

    AW: Mobbing in der Familie

    Was Familienaufstellungen betrifft, so ist Hellinger ziemlich umstritten. es gibt aber auch andere Ansätze.
    Im Rahmen einer systemischen Therapie kann sie ein Instrument sein, sich Familienstrukturen und die eigenen Positionen und die damit verbundenen Gefühle klar zu machen. Das bedarf dann aber auch einer begleitenden Therapie.

  5. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Familie

    Liebe Inge,

    ich habe etwas Ähnliches hinter mir: bin die Älteste, wurde über Jahrzehnte von meiner Mutter und meiner Schwester gemobbt, meine Schwester hat gegen mich intrigiert und meine Mutter hat alles gerne geglaubt, mein Bruder, der Jüngste, redet nicht mehr mit uns, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe nie verstanden, was an mir so schlecht sein soll, aber natürlich ist es so, dass mein Selbstbewusstsein in mancher Hinsicht völlig daniederliegt, wenn man es so lange eingeredet bekommt, dass man schlecht ist.
    Folgende Lösungsansätze haben mir weitergeholfen:
    ich bin vor ca 1 Jahr auf das Phänomen Narzissmus/narzisstische Persönlichkeit gestossen und das war ein Paukenschlag in meinem Erkenntnisprozess. Es gibt Listen von Merkmalen, woran man eine solche Persönlichkeit erkennt, und ich konnte für meine Schwester fast alle ankreuzen. Recherchier das bitte mal!

    Ich war letzten Sommer verzweifelt und wollte dringend mit Jemandem reden, verifizieren, ob meine Wahrnehmung wirklich stimmt und so habe ich mich meinem Ex-Schwager anvertraut, der mit ihr verheiratet war für 4 Jahre. Das war das Beste, was ich machen konnte, denn er hat mir alles bestätigt, was ich an Verhaltensweisen von ihr genannt hatte, und er hat sogar gesagt dass er sich deshalb von ihr getrennt hat, weil er genau das nämlich nicht mehr ausgehalten hat (sie hatte natürlich immer behauptet, SIE habe sich getrennt...)

    Die Verhaltensweisen in Deiner Familie sind sehr fragwürdig. Es scheint so zu sein, dass es einen Buhmann geben muss, und der bist offenbar Du. Ich war das auch und ich habe meine Rolle auch gut gespielt: immer wieder wollte ich, dass die Anderen mich mögen, wertschätzen, ich wollte alles nur richtig machen, mich rechtfertigen etcpp, habe jeglichen Widerspruch vermieden.
    Überflüssig zu sagen, dass nichts gefruchtet hat. Ich war das Aschenbrödel, das keinen Satz zuende sprechen durfte und das, wenn es als einigermassen toughe, selbstbewusste Frau angereist war, garantiert im Ameisenformat wieder abreiste.
    Wenn ich meine Schwester besuche, ist es immer noch, denn es ist fast unmöglich, sich gegen einen Narzissten zu behaupten, und seit dem ich durchblicke, beschränke ich die Besuche auf ein absolutes Minimum. Aus bestimmten Sachzwängen heraus kann ich den Kontakt noch nicht abbrechen, aber danach wäre es mir eigentlich. Meine Wut ist immens :-(
    Wobei es auch schwer ist, gegen typische Narzissten sich zu behaupten, das schafft man kaum. Die bringen es fertig, selbst Therapeuten und Juristen auf ihre Seite zu ziehen und davon zu überzeugen, dass der jeweils Andere der Übeltäter sei, obwohl der eigentlich das Opfer ist.

    Du kannst mit garnix erreichen, dass Deine Familie Dich wertschätzt, es sei denn, Du hörst auf, zu signalisieren, dass Du sie brauchst.
    Es kann sein, dass alles verloren ist und Du ohne Deine Familie auskommen musst, die Wahrscheinlichkeit ist gross.
    Möchtest Du versuchen, mit denen Tacheles zu reden, kann es Sinn machen, einen Therapeuten zu suchen, der mit Dir z.B. Strategien bespricht und Dich stärkt, damit Du nicht allein auf weiter Flur kämpfen musst!
    Ein Therapeut ist sowieso keine schlechte Idee, aber das erfordert eine sorgfältige Auswahl. Trotzdem denke ich, es kann sich lohnen und Du würdest mit Dir selbst weiterkommen und somit fast automatisch auch mit Deiner Familie!

    Mein Ziel ist es, die Wut und den Ärger auch loszuwerden, denn ich bin überzeugt, es tut mir selbst nicht gut, mit solchen schlimmen Gefühlen rumzulaufen. Ich möchte auf Dauer ganz gelassen sein können und auch denken, ok, so ist es eben, die Beiden (Mutter und Schwester) sind halt so und sie sind auch Opfer (ja das sind sie, denn die Selbstwertkränkung ist über Generationen weitergegeben worden). Das muss mich aber nicht stören oder fertig machen. Ich bin einen Schritt weiter, ich blicke durch und deshalb steige ich aus dem Spiel aus.

    Alles Gute für Dich!


  6. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    7.127

    AW: Mobbing in der Familie

    Hier wurde von Familienaufstellungen geschrieben und dann wurde Hellinger verteufelt!

    Auch, wenn Hellinger ganz maßgeblich an der Entwicklung von Familienaufstellungen beteiligt ist, kann man nicht grundsätzlich Familienaufstellungen mit Hellinger gleichsetzen!
    Er ist kein Guru- mag von manchen so gehandelt werden- aber wer ihn erlebt wird ihn nicht so einordnen.

    Es ist auch keine Scharlatanerie- man sollte sich vielleicht mit allem genauer befassen um nicht nur so zu verurteilen.

    Was ganz sicher stimmt ist, dass sehr viele Anbieter Familienaufstellungen anbieten und darin absurde und abstruse Abläufe stattfinden- selbst schon erlebt!
    Im übrigen distanzieren sich - aufgrund von den heißen Hellinger-Diskussionen- viele von dem Hellinger-Ansatz............was nun gut sein könnte für Hellinger - wenn die Menschen drumrum das dann auch hören würden und nicht alles in einen Topf schmeißen.

    kenzia


  7. Registriert seit
    23.03.2019
    Beiträge
    1

    AW: Mobbing in der Familie

    Liebe ingeb99, ich bin zurzeit in einer ähnlichen Situation, habe ebenso eine intrigante Schwester die alle anderen Familienmitglieder aufgehetzt hat. Mich würde interessieren wie ist es Dir weiter ergangen bzw. wie hat sich die Situation entwickelt. LG sabmiau

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