Hallo ihr Lieben!
Ich wollte mal nachfragen ob jemand von euch Erfahrungen mit einer Traumatherapie hat?
Ich kenne bis jetzt "nur" Gesprächs- und Verhaltenstherapie und kann mir unter der Traumatherapie irgendwie nix konkretes vorstellen.
Danke schonmal im Voraus!
:-)
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 279
Thema: Traumatherapie?
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30.11.2015, 10:58Inaktiver User
Traumatherapie?
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30.11.2015, 11:21
AW: Traumatherapie?
Hier ist ein Beispiel für eine stationäre Traumabehandlung.
Es gibt auch ambulante Konzepte und es gibt unterschiedliche Behandlungsformen.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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30.11.2015, 22:33
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02.12.2015, 12:18Inaktiver User
AW: Traumatherapie?
Danke für eure Antworten!💐
Hat vielleicht jemand noch persönliche Erfahrungen mit einer Traumatherapie?
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02.12.2015, 17:10Inaktiver User
AW: Traumatherapie?
Google spuckt für eine stationäre Behandlung z. B. dies aus:
http://www.traumhaus-bielefeld.de/wp...ndout-PITT.pdf
Sehr ausführlich, aber eben auch nur eine Variante einer Behandlung.
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02.12.2015, 22:46
AW: Traumatherapie?
Mein Psychotherapeut hat einige Sitzungen mit mir Traumatherapeutisch gearbeitet. Zuerst hat er dafür gesorgt, das ich mich dem Thema nur so weit nähere wie ich es verarbeiten kann. Er lies mich in Gedanken einen Hubschrauber über dem Traumatischen Geschehen fliegen. Erst dann kam meine Schilderung des Traumas.
Eine andere Psychotherapeutin hat mich wohl falsch eingeschätzt und meinte mit mir Tresorübungen und ähnliches machen zu müssen. Ich habe bisher noch nie eine Situation erlebt, in der ich die hätte anwenden können.
Wieder eine andere Therapeutin wollte mit mir Biographiearbeit machen. Sie hat meinem Trauma einen anderen Verlauf geben wollen. Das gefiel mir gar nicht!!!
Und mit der Arbeit am Inneren Kind, original Luise Reddemann konnte ich rein garnichts anfangen. Allein schon der Sprachstiel verhinderte jede Arbeitsmöglichkeit. Der Inhalt war für mich grotesk und sowas von an der Realität vorbei, das war einfach nicht akzeptabel.
Grüße
LuftpostGeändert von Luftpost (03.12.2015 um 17:50 Uhr)
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03.12.2015, 11:01
AW: Traumatherapie?
Ich hab eine Zeitlang Traumatherapie gemacht.
Hab die Methodenvielfalt meiner Therapeutin sehr angenehm gefunden - Körperübungen, Imaginationen etc. Auch Sachen, die ich alleine machen konnte, um mich zu stabilisieren.
Hab allerdings weder Erfahrung mit Gesprächstherapie noch mit klassischer Verhaltenstherapie (kenne ansonsten nur analytische Therapie und Schematherapie) insofern kann ich Dir schlecht sagen, was da anders ist. Vielleicht magst Du konkreter fragen?
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03.12.2015, 22:41Inaktiver User
AW: Traumatherapie?
Na ja, mich würde halt interessieren wie "hart" das evtl. wird. Bin eh relativ schwankend in meinen Stimmungen und eigentlich schon am Ende mit meinen Kräften und mach mir so ein bisschen Sorgen ob mir das "den Rest geben" wird bevor es mir dann hoffentlich irgendwann endlich mal wieder besser geht. Einfach die Sorge ob es Auswirkungen auf den normalen Alltag und die Arbeit haben wird.
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03.12.2015, 22:58
AW: Traumatherapie?
Traumatherapie kann sowohl stationär als auch beim niedergelassen Psychotherapeuten durchgeführt werden.
Die ersten Phasen der Traumatherapie dienen allein der Stabilisation.
Die Bearbeitung des Traumas nimmt die kürzste Zeit ein und kommt ziemlich zum Schluß. Und auch nur, wenn es denn noch notwendig ist.
Der Link von Waldbaronin ist ziemlich gut und erklärt viel.
Grüße
Luftpost
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03.12.2015, 23:06Inaktiver User
AW: Traumatherapie?
Meiner Meinung nach kann der Verlauf einer Trauma-Therapie schlecht pauschal vorhergesagt werden. Sicherlich ist damit zu rechnen, dass es Momente gibt, die vieles aufwerfen, vieles beruehren und moeglicherweise auch einmal dazufuehren, bei sich bleiben zu muessen, um zu verarbeiten. Aber es heisst nach meiner Erfahrung nicht, total zurueckgeworfen zu werden und quasi in den alten Ohnmachts-Status des Traumas zu kommen. Gerade das, sollte ein guter TherapeutIn doch vermeiden.
Persoenlich machte ich meine Trauma-Aufarbeitung mit einer Schema-Therapie und es war gut. Einfach nur gut. Und erloesend.
Ich meine, das Einlassen bestimmt den Verlauf. Und sich einzulassen bedeutet auch, ggf. einmal nicht zu funktionieren. Und sich selbst die Ruhe zu geben, die fuer die Integration noetig ist.


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