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  1. Avatar von Akzent
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Zitat Zitat von aragorn-arwen Beitrag anzeigen
    ich würde es dir von Herzen wünschen, dass du keine Stimmen mehr hörst und/oder dies heilbar wäre, aber..., ich denke eher nicht. Aber man darf die Hoffnung nie aufgeben, und wenn du einen guten, dich in dieser Symptomatik behandelnden Arzt hast, wer weiß?
    Im Prinzip habe ich schon bestimmte Ablenkungs-Techniken um eine größere Kontrolle über die Beziehung zu den Stimmen zu erreichen. Es ist nun ml eine menschliche Erfahrung die eine gewisse Bedeutung für mich hat. ____________________Die ärztl. Unterstützung die ich in Anspruch nehme gibt mir eine bestimmte Sicherheit und meine Updates Erleichterung. Wie heißt es so schön:___Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind um so süsser....In diesem Sinne

    Gruß von Akzent

  2. Avatar von Akzent
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Zitat Zitat von GruenePapaya Beitrag anzeigen
    Weißt Du die genaue Ursache vielleicht?
    Nein da bin ich da noch nicht soweit...

    Gruß von Akzent

  3. Avatar von charly798
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Es wird schon lange diskutiert ob Stimmen hören zu dem psychotischen Formenkreis gehört oder isoliert betrachtet werden.
    sollte.

    Sind bei Dir noch weitere Symptome einer Psychose?
    Denkstörungen, Konzentrationsstörungen, Trugbilder, Wahnhaftes Denken..... Die Liste ist beliebig und sollte von einem Psychologen abgeklärt werden. Oft hilft es auch sich in eine Klinik oder Reha zu begeben um zu schauen wo man steht und wo man ansetzen könnte.

    Medikamente: Antipsychotika sind nicht ohne, auch hier ist eine stationäre Einstellung ratsam, auch um zu schauen ob und in welcher Dosierung sie helfen.

    Stimmen hören ist - wie alle Wahrnehmungsstörungen- nicht nur eine Störung der Botenstoffe des Hirns, sondern auch die Stimme des Unbewussten.
    Es ist sinnvoll hinzuhören was die Stimmen einem sagen, wie sie es einem sagen und wann sie einem etwas sagen. Sind es nur Stimmen oder auch Geräusche.Tagebuch führen kann helfen, es gibt auch Tagebücher die bereits vorgedruckt sind, wo man nur ankreuzen braucht

    Du siehst es ist nicht einfach - es gibt kein Rezept sondern es ist eine sehr individuelle Geschichte, so wie deine Lebensgeschichte individuell ist und mit Sicherheit seinen Anteil an Deinen Stimmen hat.

    Es gibt ganz gute Literatur, die Denkanstösse liefern kann, wo man vielleicht mal bei sich hinschaut.
    Und auch wie man lernt wegzuhören, ähnlich wie bei einem Tinnitus, wo man lernt ihn zu ignorieren
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

  4. gesperrt
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Sind bei Dir noch weitere Symptome einer Psychose?
    Denkstörungen, Konzentrationsstörungen, Trugbilder, Wahnhaftes Denken..... Die Liste ist beliebig und sollte von einem Psychologen abgeklärt werden. Oft hilft es auch sich in eine Klinik oder Reha zu begeben um zu schauen wo man steht und wo man ansetzen könnte.
    Der Facharzt für Psychiatrie ist in diesem Fall der richtige Ansprechpartner. Und danach eventuell der psychosekundige Psychotherapeut, wie hier schon erwähnt.

    Grüße
    Luftpost

  5. Avatar von Akzent
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Es wird schon lange diskutiert ob Stimmen hören zu dem psychotischen Formenkreis gehört oder isoliert betrachtet werden.


    Stimmen hören ist - wie alle Wahrnehmungsstörungen- nicht nur eine Störung der Botenstoffe des Hirns, sondern auch die Stimme des Unbewussten.
    Es ist sinnvoll hinzuhören was die Stimmen einem sagen, wie sie es einem sagen und wann sie einem etwas sagen. Sind es nur Stimmen oder auch Geräusche.Tagebuch führen kann helfen, es gibt auch Tagebücher die bereits vorgedruckt sind, wo man nur ankreuzen braucht

    Du siehst es ist nicht einfach - es gibt kein Rezept sondern es ist eine sehr individuelle Geschichte, so wie deine Lebensgeschichte individuell ist und mit Sicherheit seinen Anteil an Deinen Stimmen hat.

    Es gibt ganz gute Literatur, die Denkanstösse liefern kann, wo man vielleicht mal bei sich hinschaut.
    Und auch wie man lernt wegzuhören, ähnlich wie bei einem Tinnitus, wo man lernt ihn zu ignorieren
    Deine Ansichten gehen so in meine Richtung. Die Ursachen-Findung sozusagen. Es gab eine Zeit da hatte ich heftige Blockaden in Bezug zu irgendwelchen Vorhaben, auf der anderen Seite zeigte ich auch selbst schädigendes Verhalten - und das hatte mit der Gesellschaft der Stimmen zu tun. Aber keine Trugbilder und keine Gestalten habe ich damit in Verbindung gebracht...

    Liebe Grüße von Akzent

  6. Inaktiver User

    AW: Stimmen-Hören heilen

    akzent, wann warst du zuletzt beim psychiater?

  7. Avatar von charly798
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Der Facharzt für Psychiatrie ist in diesem Fall der richtige Ansprechpartner. Und danach eventuell der psychosekundige Psychotherapeut, wie hier schon erwähnt.

    Grüße
    Luftpost

    Naja, so einfach ist das nicht mit Psychose oder Psychose-ähnlichen Zuständen.
    Leider ist es in Deutschland immer noch so, das Psychotiker(und dazu werden Stimmen-Hörer gerne gezählt)nach wie vor eine schlechte Betreuung haben. Mittel der Wahl ist die Medikation und das wars dann. Es gibt kaum Niedergelassene - und die eher im Stadtbereich, als im Ländlichen Bereich, die mit Psychotikern arbeiten. Die meisten lehnen Psychotiker ab oder sind überfordert.
    Allenfalls finden Psychotiker dann Anschluß an eine PIA.
    Und leider ist die Therapie wie sie Depressive, Borderliner etc erfahren bei Psychotikern immer noch eine Ausnahme, auch wenn sich in D (sehr)langsam eine Bewegung entwickelt, die entgegensteuert.
    Wer seine Medis nicht nimmt und vielleicht andere Therapieformen sucht oder Ursachenforschung betriebt, bekommt schnell den Stempel der Non-Complince.

    Oft bleibt nur der Weg in eine Klinik, dort ist man gleich in der "Maschinerie" drin mit allen Konsequenzen wie Stigmatisierung, Arbeitsunfähigkeit, EU-Rente. Depressive Mitmenschen haben oft schon stark mit der Stigmatisierung zu kämpfen, obwohl die immer noch geringer ausfällt als bei einem Menschen "der Stimmen hört".

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Deine Ansichten gehen so in meine Richtung. Die Ursachen-Findung sozusagen. Es gab eine Zeit da hatte ich heftige Blockaden in Bezug zu irgendwelchen Vorhaben, auf der anderen Seite zeigte ich auch selbst schädigendes Verhalten - und das hatte mit der Gesellschaft der Stimmen zu tun. Aber keine Trugbilder und keine Gestalten habe ich damit in Verbindung gebracht...

    Liebe Grüße von Akzent

    Ein langer Weg, der Jahre dauern kann, selten gibt es den Klick der einem die Ursache zeigt.
    Wichtig ist ein guter Therapeut, der viel mit Patienten und dieser Problematik arbeitet.Vielleicht ist auch eine Gruppe gut für Dich, dort bekommt man oft eher Impulse/Ideen wo man in der Auslösersuche ansetzen könnte. Auch diese werden am ehesten Klinikgebunden ambulant angeboten.

    Blockaden/gelähmt sein- alles hat seinen Grund, Du wirst aber nicht durch ein Forum geheilt, sondern kannst Dir hier bestenfalls Ansätze suchen.

    Dein Ansatz den Stimmen zuzuhören ist gut, solange man den Stimmen nicht hörig ist.
    Alleine diesen Weg zu gehen - hinzuhören was die Stimmen sagen um herauszufinden was man sich selber sagen will- ist schwer und alleine riskant und kaum machbar.

    Du hast ein Ziel, plane den Weg:
    Vielleicht ist wirklich eine Überweisung in eine PIA eine guter Schritt, von da kannst Du Dir weitere Möglichkeiten aufzeigen lassen, wie es weitergehen könnte und dann entscheiden. Dort bekommst Du auch das nötige Handwerkzeugs wie Tagebücher,Trainings und Skills.
    Und vielleicht auch erstmal stationär, zur Medi-einstellung(falls nötig)oder es eben ohne auszuprobieren an einem sicheren Ort, um zur Ruhe zu kommen.
    Du hast freie Wahl, tu was für Dich und suche Dir GUTE Begleiter für diesen Weg, das ist nicht immer der Therapeut der gerade einen Termin frei hat.
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

  8. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Sorry, nur ganz kurz geantwortet: Stimmen hören kommt keineswegs nur bei Psychosen vor, sondern kann z.b. auch bei Zwang und vor allem dissoziativen Störungen auftreten. Es ist absolut behandelbar. In Skandinavien, wo ich arbeite, gibt es "stemme-mestrings" Kurse, also Kurse zum coping bei Stimmenhören. Wie es in Deutschland aussieht weiß ich nicht, aber eine gute Psychotherapie bei einem erfahrenen Behandler, der sich mit psychiatrischen Bildern gut auskennt, ist hier hilfreich.

  9. Avatar von charly798
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Ich glaube andere Länder vor allem die nördlichen sind in der Behandlung sowieso weiter als wir hier in D.

    Wie ich schon am Angang schrieb, hier wird diskutiert ob es zum psychotischen Formenkreis gehört oder isoliert betrachtet werden sollte.

    Leider hat dies die Konsequenz das Stimmen Hören bevorzugt mit Antipsychotika behandelt wird :(
    Medikamente mit schweren Nebenwirkungen bei mäßigen Erfolg

    Was ist dieses stemme-mestrings?
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

  10. Avatar von Akzent
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    AW: Stimmen-Hören heilen

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Naja, so einfach ist das nicht




    Ein langer Weg, der Jahre dauern kann, selten gibt es den Klick der einem die Ursache zeigt.
    Wichtig ist ein guter Therapeut, der viel mit Patienten und dieser Problematik arbeitet.

    Blockaden/gelähmt sein- alles hat seinen Grund, Du wirst aber nicht durch ein Forum geheilt, sondern kannst Dir hier bestenfalls Ansätze suchen.

    Dein Ansatz den Stimmen zuzuhören ist gut, solange man den Stimmen nicht hörig ist.
    Alleine diesen Weg zu gehen - hinzuhören was die Stimmen sagen um herauszufinden was man sich selber sagen will- ist schwer und alleine riskant und kaum machbar.

    Du hast ein Ziel, plane den Weg:
    Vielleicht ist wirklich eine Überweisung in eine PIA eine guter Schritt, von da kannst Du Dir weitere Möglichkeiten aufzeigen lassen, wie es weitergehen könnte und dann entscheiden. Dort bekommst Du auch das nötige Handwerkzeugs wie Tagebücher,Trainings und Skills.
    Und vielleicht auch erstmal stationär, zur Medi-einstellung(falls nötig)oder es eben ohne auszuprobieren an einem sicheren Ort, um zur Ruhe zu kommen.
    Du hast freie Wahl, tu was für Dich und suche Dir GUTE Begleiter für diesen Weg, das ist nicht immer der Therapeut der gerade einen Termin frei hat.
    Ich habe mir jetzt doch einiges an Literatur darüber besorgt, um u. a. diese Copingstrategien weiter anwenden zu können. Es gibt doch genügend Informationsmaterial von Selbsthilfe-Gruppe bis Intervoice-Organisation wie ich sehe. ________________ Schwierigkeiten und Gefahren z. B. der Stigmatisierung will ich doch weitgehend ausweichen und mich nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Auf jedenfall prima was ich hier für nützliche Infos erhalten habe.....danke.

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