Was wäre dein Rat?
Kann sie was unternehmen, sich in einer bestimmten Weise verhalten, so, dass es "hilft"?
Oder sollte sie gleich gehen, damit er auch vom "Ballast" befreit ist? Wäre ja demnach ein guter Weg für beide.
McT
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15.11.2006, 14:32
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
schlechte Technik
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schlechte Laune
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15.11.2006, 15:49Inaktiver User
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Hallo Felix. Deine Art zu diskutieren, zeigt mir, dass du persönlich nicht mit etwas fertig geworden bist und selbst noch Probleme hast.
Zitat von Inaktiver User
Ich wollte eigentlich hier nichts mehr schreiben, aber eine Antwort konnte ich mir doch nicht verkneifen.
Du hast eine schlimme Zeit gehabt, du hast gelitten ....
habe ich alles verstanden.
Vielleicht kannst du es auch einmal anderen Menschen abnehmen, dass sie helfen wollen, und nicht alles negativ sehen ?
Wenn es dir gut tut - du hast Recht und du hast alles intensiver erlebt. Ich streite mich hier nicht darum.
Eines solltest du aber wissen: Jeder lebt sein Leben und fühlt auf seine Art. Und es bringt gewiss nichts, hier die Strangeröffnerin so anzugreifen. So, und nu lass ich es.
Gruß Annette
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15.11.2006, 16:40Inaktiver User
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Wenn sie wirklich helfen wollte, würde sie sich an dieser Diskussion, auch wenn sie kontrovers geführt wird, beteiligen, auf meine Fragen antworten und jeden Strohhalm greifen. Leider ist die Wahrheit nicht immer angenehm und bequem.Eines solltest du aber wissen: Jeder lebt sein Leben und fühlt auf seine Art. Und es bringt gewiss nichts, hier die Strangeröffnerin so anzugreifen.
Mr_McTailer macht das, was sie tun sollte: FRAGEN STELLEN, ihrem Gatten und sich selber. Was sie tun/unternehmen sollte: Empathie entwickeln, erkennen was ihn all die Jahre genervt hat. Der Auslöser aber scheint doch eine berufliche/finanzielle Existenzangst zu sein.
1. Ruhig stellen (Psychopharmaka, Abstand zum Beruf)
2. Berufsperspektiven neu ordnen
3. zuerst kleine erreichbare persönliche Ziele stecken
4. ihn bei der Zielerreichung unterstützen/ aktiv helfen
5. seine tiefen inneren Wünsche ergründen
(wahrscheinlich hat er sie immer wieder mal genannt und sie hatte kein Interesse daran, sie mit ihm zu verwirklichen)
6. eher eine Eheberatung aufsuchen, wen er nicht schon dazu zu verschlossen ist.
Das ist der härteste Weg und zeigt, dass sie sich nur für "Gute Zeiten" das Ja-Wort gegeben haben. Diese ganze Formel: "in Guten und in Schlechten Zeiten" sollte m.E. abgewandelt werden.Oder sollte sie gleich gehen, damit er auch vom "Ballast" befreit ist? Wäre ja demnach ein guter Weg für beide.
Nach meiner Trennung, die aufgrund der unterschiedlichen persönlichen Entwicklung und Lebenszielen erfolgt ist, wo meine immer wiederkehrenden depressiven Phasen mitunter der Auslöser der Trennung waren, habe ich begonnen mein Leben zu leben.
Beruflich habe ich Verantwortung abgegeben und mir Zeit für's I-Net gegönnt. Ich habe Geschichten geschrieben, begonnen Golf zu spielen, Urlaube in der Karibik, St.Moritz, Litauen und sonstwo gemacht. Ein Fachwerkhaus, das jetzt im zweiten Jahr der Renovierung ist gekauft. Angefangen intensiver in Museen zu gehn und Gemälde zu kaufen. Eigene Gemäldeideen, malen zu lassen, von denen, die es handwerklich können. Viel Musik gehört und regelmäßig tanzen gegangen.
Nach der Trennung habe ich ca. zwei Jahre gebraucht meine Stärke aus der Jugendzeit wiederzufinden. Ich bin emotional geblieben, aber soeinen Scheiss, wie manche hier im Forum oder als PN schreiben, Versuche mich mit Rechtschreibfehler, Antipathie oder sonstiges zu treffen, prallt an mir völlig ab.
Einer (Macho) fragte sich mal, wie man soviel Antipathieresistenz entwickeln kann. (weil ich viele reale, wirkliche Freunde und Freundinnen habe).
Felix
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15.11.2006, 17:24
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Hallo zusammen,
ich glaube, dass hier eine Chance vergeben wird – nämlich die, Felix als ehemaligen Betroffenen einer schweren Krankheit – zu zuhören.
Auch wenn ich seine Art, direkt von sich auf andere zu schließen als unglücklich gewählt empfinde, geht er aber das Risiko ein, eine volle Breitseite zu bekommen.
Ich lese auch, dass Felix Alles was in seinen Kräften lag, für seine Beziehung versucht hatte zu tun.
Zum einen lese ich, dass Lilalottchen auch dringend Unterstützung bräuchte, zum anderen, dass sie auch erfahren möchte, was die Krankheit ausmacht.
Euch Allen wünsche ich alles Gute und besonders Lottchen und ihrem Partner.
Kekole
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15.11.2006, 18:18Inaktiver User
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Noch einmal hallo. Mir ging es um Folgendes.Felixs Art am Anfang, mit dem Thema umzugehen, war mir doch etwas zu heftig.
Zitat von Kekole
So wie er jetzt schreibt, klingt es für mich anders und wesentlich differenzierter. Ich möchte hier bestimmt keine Chance vergeben, und habe mich deshalb wieder eingemischt.
Ich beschäftige mich auch wieder viel mit dem Thema Depression und lese auch ein Buch darüber. In diesem Buch wird Depression mit Überforderung erklärt. (im Zusammenhang mit Familie). Unter anderem sind dort auch die Symptome einer Depression angegeben, dazu gehören auch übertriebener Aktionismus, Aggressivität (wie hier beschrieben), Beschuldigungen, dass man Hilfe sucht, sich aber nicht helfen lassen will.
Leider kann man sich meistens mit dieser Krankheit beschäftigen, wennn man aus dieser halbwegs draußen ist, oder was meinst du dazu Felix?
Und was ist nun eigentlich mit dir Lottchen? Wie geht es dir?
Ganz liebe Grüße
Annette
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15.11.2006, 21:07
AW: Leben mit einem depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Hoppla,
so viele Antworten, das ist schön. Es hat übrigens weder etwas mit Desinteresse zu tun, noch damit, auf unangenehme Fragen nicht reagieren zu wollen: sorry- ich kann schlichtweg nicht täglich ins Internet- trotzdem brauchte ich zum Zeitpunkt des Postings einfach die Möglichkeit, mich mitzuteilen, weil ich in tiefer Verzeiflung war und es mir immer noch nicht bedeutend besser geht. Beginnen Sätze von mir mit "ich", bedeutet das nicht, dass sich in meiner Partnerschaft alles um mich drehen muss. Manchmal habe ich aber einfach das Gefühl, ich kann nicht ewig alles Unangenehme aus dem Weg räumen, ausgleichen wenn er Menschen masslos brüskiert, lächeln wenn ich selbst einen furchtbaren Arbeitstag hatte etc. Ich weiss, dass mein Mann über lange Jahre hinweg genau das Selbe getan hat, er ist nämlich immer für alle anderen dagewesen und stand selber immer an letzter Stelle, und die einzige gute Sache daran ist, dass er nicht dran gestorben ist, sondern "nur" krank geworden ist. Die Leute, die er immer als wichtiger als sich selbst und sein Wohlbefinden angesehen hat (Eltern, Geschwister, Chef, Arbeitskollegen) sind jetzt sogar z.T. "enttäuscht" von ihm oder reagieren mit Unverständnis (eine Depression ist halt "leider" kein gebrochenes Bein). Tragisch, dass er sich überhaupt rechtfertigen muss, aber so ist das wohl...
Die Idee, sich mit dem Hausarzt auszutauschen, ist gut, da wär ich gar nicht draufgekommen. Und auch das war ein Grund für mein Posting: manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, da ist es gut, wenn jemand einen auf das Offensichtliche aufmerksam macht. Sicher gibt es etliche Partnerschaften, in denen die Situation ähnlich ist wie bei uns. Mir helfen Eure Antworten jedenfalls sehr, und es tot SO gut, aus der Ferne in den Arm genommen zu werden. Und danke für die PN. Heute habe ich mir zum ersten Mal seit Monaten eine kleine Auszeit genommen und war nach der ARbeit ne halbe Stunde spazieren. Schön wars, aber schlechtes Gewissen hatte ich doch irgendwie...
Herzliche Grüße, Lottchen
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16.11.2006, 08:36Inaktiver User
AW: Leben mit einem depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Felix, Deinen Ansätzen 1 - 6 kann ich gut folgen. Ja, insofern finde ich die Unterstützung des Partners hilfreich und wichtig.
Lottchen, klar ist das Umfeld irritiert, wenn ein Mensch, den man immer als Helfer/Schultergeber für Jammereien etc. gesehen hat, nun diese Aufgaben nicht mehr übernimmt. Dein Mann hat sich endlich abgegrenzt (bzw. sein Körper/seine Seele hat das für ihn übernommen), das ist ein wichtiger Schritt.
Natürlich, der Hausarzt ist wichtig, lieber wäre mir allerdings, er ginge zu einem Psychiater (nee, da kommen nicht nur "Debile" oder sowas hin - ohne das als Schimpfwort gebrauchen zu wollen, aber einen Mann zum Arzt kriegen ist oft ein harter Kampf!). Ich selber war auch da, als ich nicht mehr weiter konnte. Die Powerfrau, die erfolgreiche Selbständige geht auch da hin! Und sie hat mich weder für irre erklärt noch zwangsweise wo eingewiesen, sondern mir zugehört und mir Medikamente mitgegeben, die mal einen Knoten gelöst und mir den Kopf ein wenig frei gemacht haben. Dann konnte ich wieder agieren.
Lottchen, solche halben Stündchen fürs Spazierengehen sind sehr wichtig. Deinem Mann hilfst Du nicht, wenn Du zusammenklappst, denk bitte dran. Der ist drauf angewiesen, daß Du aus Dir heraus zu Deiner Mitte findest (was im allgemeinen ohnehin immer das beste ist), und da sind solche Auszeiten wichtig. Denk dran!
Alles Liebe,
One
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16.11.2006, 08:58
AW: Leben mit einem depressiven, an burnout erkrankten Menschen
guten morgen,
eins muss ich noch ergänzen: er geht zur therapie, allerdings hat er nach langer wartezeit den erstbesten genommen, der endlich zeit hatte. leider fühlt er sich nicht gut aufgehoben, und nun ist zu allem überfluss die kur, auf die er so gehofft hatte, abgelehnt worden.
wie wechselt man in der therapie (einmal die woche eine stunde erzählen, was er so geträumt hat... er hat erhebliche zweifel, ob ihm das hilft.) den arzt, ohne dass einem fehlende mitwirkung oder ähnliches unterstellt wird? und wie findet man den richtigen therapeuten?
im moment fühle ich mich wie ein zombie. manchmal gehe ich durch die strassen oder sitze im büro und könnt schreien.
lg, lottchen
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16.11.2006, 09:29Inaktiver User
AW: Leben mit einem depressiven, an burnout erkrankten Menschen
@lottchen
alles was du beshreibtst habe ich selber erlebt. Die Spaziergänge habe ich gemeinsam mit meiner Ex gemacht. Wir haben uns zwischen meinen agressiven Ausbruchen gut verstanden. Die Ausbrüche kamen aber immer wieder, wenn ein Tropfen das angefüllte Fass zum Überlaufen brachte.
Vordergründig war sie um meine Gesundheit besorgt, hintergründig wollte sie in den Arm genommen wissen, wollte sie keinen Ballast, wollte sie ihre Ruhe. Als ich merkte, das sie keine weitere Zukunft für uns sah, (sie wollte immer ein Haus am Meer, am liebsten auf Sylt. Durch Zufall, im letzten gemeinsamen Urlaub, hatten wir ein stark renovierungsbedürftiges Haus gefunden. Sie wollte finanziell nicht mehr investieren, sie hat vorsorglich das Geld beiseite geschafft) habe ich begonnen mich zu verwirklichen. Nachdem ich das erstemal, nach 17 Ehejahren alleine in Urlaub geflogen bin, eine wunderschöne entspannte Golfwoche in Marokko hatte, hat sie mich vor die Türe gesetzt.
Vergiss die Gesprächstherapie. Ich habe mich auch nicht gut aufgehoben gefühlt. Du siehst alle gegen dich (Familie, Freunde, etc.) und sollst gegenüber dem Therapeuten einsehen, dass DU selber alles falsch gemacht hast. Du gerätst in Rechtfertigungsdruck, den du immer wieder gegenüber Familie, Kollegen schon praktizieren musstest. Das ist Scheisse. Dem "Kranken" gegenüber wird wenig Verständnis aufgebracht, die vordergründig "Leidenden", also DU wirst von allen Seiten bedauert. Das treibt den "Kranken" weiter in die Verzweiflung. Irgendwann steht er vor der ultimativen letzten Entscheidung und viele treffen sie, wegen Unverständnis.
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16.11.2006, 11:08Inaktiver User
AW: Leben mit einen depressiven, an burnout erkrankten Menschen
Halt, Felix...jeder Fall ist anders.
Du kannst nicht von Deinem speziellen Fall auf andere schließen und mit Vorwürfen ihr Verhalten kritisieren, denn Du weißt nicht genau, was da läuft. Du ergehst Dich in Vorurteilen und urteilst hart - aber dafür ungerecht. Kennst Du Lottchen? Ihren Mann? Oder interpretierst Du etwas in ihr Posting, weil Du es selbst vermeintlich so erlebt hast? Bitte sei etwas vorsichtiger und behutsamer in Deinen Äußerungen.
Hier sich Lottchen was von der Seele geschrieben. Sie steckt in einer schweren Lage. Sie hat vielleicht ihren Anteil an dem Zustand ihrer Beziehung, aber welcher das ist, kannst Du auf die Entfernung nicht wissen, und ich auch nicht.
Kein Partner, kein Mensch der Welt hat das Recht, einen anderen verbal oder sonst wie niederzuknüppeln, ihm zu sagen, daß er nichts taugt, jeglichen Widerspruch unsachlich zurückzuweisen und sie regelrecht fertig zu machen.
Nicht sie ist schuld an seinem Verhalten, seinem derzeitigen psychischem Zustand, sondern er selbst - da er ein erwachsener Mann ist und selbst entscheiden und handeln kann - und muss.
Vielleicht macht er sie für sein Scheitern verantwortlich? Ich weiß es nicht, aber ich kann ihr nur raten, sich zu schützen und zu stärken, auch um seinetwillen.
Der Vorwurf Überfrau ect greift nicht - hier handelt es sich nicht um ein unmündiges Kind, sondern um einen erwachsenen Mann, der den Vorwurf der Unmündigkeit weit von sich weisen würde, wenn Du ihn fragen könntest.
Wir haben ALLE selbst Verantwortung für unser Leben und für unser Glück, und dürfen nicht den Partner dafür beschuldigen, wenn es uns nicht gelingt.
Wenn es gar nicht geht, bleibt leider nur die Trennung; aber das ist besser als Jahre mit jemand zu verbringen, der einen krank macht.
Wer anderen die Schuld für seinen Zustand gibt, lehnt Verantwortung für sich selbst ab, benimmt sich wie ein Kind. So einfach ist es nicht.
Gib anderen keine Tipps, welche Therapieform sich für sie empfiehlt.
Vielleicht ist für die beiden die Gesprächstherapie genau das richtige. Mach es Dir nicht so einfach im Beurteilen von anderen Menschen und Therapieformen. Geh nicht immer von Dir aus - andere ticken anders.
Ruby


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