Ich war 13 Jahre mit einem Mann, der NPS hat, verheiratet. Leider ist es immer ein auf und ab gewesen. Am Anfang hatte ich schon das Gefuel, das er mich liebt. Ueber die Jahre hat er sich selbst aufgebaut, indem er mich immer kleiner gemacht hat und staendig kritisiert hat. Ich konnte nichts mehr recht machen, egal was ich getan habe. Mein Selbstwertgefuehl hat reichlich gelitten und am Ende unserer Ehe war nur noch sehr wenig davon uebrig. Es hat mich 4 Jahre gekostet, mich wieder so vollwertig zu fuehlen, wie vorher. Das war ein harter und langer Weg. Was immer ich darueber gelesen habe, macht mir klar, das es nur zu einer Veraenderung kommen kann, wenn der Betroffene es selbst moechte. Die Einsicht ist in den wenigsten Faellen da. Nun habe ich als Nachbar einen Psychologen, der ausschliesslich mit NPS Personen arbeitet. Sehr schwierig bis fast nicht machbar. Alle anderen tragen die Schuld. Mit Kritik waere ich auch sehr vorsichtig. Das vertraegt ja schon der normale Mensch kaum, geschweige denn einer mit NPS. Kann mich gut in deine Situation versetzen. War dort und bin froh, das ich frei davon bin.
Sogar heute noch, nachdem wir nun 6 Jahre geschieden sind, versucht er mich zu manipulieren. Wir haben ein gemeinsames Kind udn aus diesem Grund leider noch miteinander zu tun. Wir waren auch bei einem Familientherapeut, der ihn rausgeschmissen hat und als nicht therapiefaehig eingestuft hat. Ein anderer Therapeut wollte nur noch mich sehen, da kein Einsehen von seiner Seite kam.
Seit einer Woche ist er verheiratet, sie lebt in Polen, er in den USA. Wenn sie dann kommt, wird es sehr interessant fuer mich zu beobachten, wie er es mit ihr dann auch machen wird. Diese Menschen veraendern sich nur und sehr schwer, wenn sie wirklich wollen. Dazu muss die Einsicht erst mal da sein, oder? Mit dieser NPS ist es eher weniger der Fall. alle anderen sind schuld. Trotzdem wuensche ich dir, das es dir gelingt. Sei vorsichtig, wie du es sagen wirst. Okay? Alles Gute.
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23.08.2013, 21:39
AW: Partner mit narzzistischer Persönlichkeitsstörung
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17.09.2013, 17:56
AW: Partner mit narzzistischer Persönlichkeitsstörung
Seit meinem letzten Beitrag sind einige Wochen vergangen;
eine Fernreise (mM und ich) war darin, und in dieser ein paar -zum Glück - wenige Stunden dauernde Auseinandersetzungen-Eifersucht, Gockelgehabe-die wir dann schnell in den Griff bekamen. Auch weil ich mir vorgenommen hatte, den Urlaub und die Reise mit allen Sinnen ungeachtet meiner Beziehung zu geniessen und aufzunehmen was ich sehe und erlebe-
Toll war, dass es mir recht gut gelang, die Beziehungsprobleme auszublenden. Maßgeblich war das fremde Land, mit diesen vielen Eindrücken, der ungewohnten Sprache und Kultur- ich war sozusagen anderweitig gut beschäftigt. Ich habe einiges alleine unternommen, konnte mich herausnehmen wenns unangenehm wurde und meinen Mann da stehen lassen wo er ist. Selbst grenzwertige Situation hab ich nicht kommentiert.
Ich habe das Gefühl, ein wenig "gewachsen " zu sein im Umgang mit der Art meines Mannes; ich sage (meist) was ich denke, ungeachtet seiner Reaktion oder Erwartung. Er kann dann selber entscheiden.
Seit der Rückkehr in den Alltag wissen wir und erleben, dass die Mutter meines Mannes im Endstadium eines (bzw zwischenzeitlich sind es viele weil Metastasen) Krebsleidens ist. Das hier näher auszuführen würde den Rahmen sprengen; die Mutter hat, wenn überhaupt, noch wenige Tage zu leben. Es ist grausam und traurig- viel zu schnell alles.
Seither ist mein Mann wie umgewandelt. Er sorgt, empfindet Emphatie, und wenn er bei ihr ist dann ist er liebevoll und geduldig. Kommt er heim zu mir-am WE- , ist er unglaublich und ungewöhnlich sensibel, kümmert sich rührend um mich, ist aufmerksam, wertschätzend- darauf angesprochen ist er verwundert und meinte, er wäre wie immer...
aber er ist auch durch den Wind (paar kleine Unfälle, Unaufmerksamkeit die ich so an ihm nicht kenne). Er ist nach aussen stark und organisiert alles was nötig und möglich ist (Arzt, Schmerzmittel, Pflege- Nachfrage, Interesse an mir).
Es ist, als suche er Halt; Zuwendung, Trost, Kraft...und findet es bei mir (seine Aussage). Er kam und weinte erst mal...eine Gefühlsäusserung die er normalerweise nicht zeigt. Er sagte mir, dass er froh sei mich zu haben; dass ich ihm eine gute Frau sei.
Am "Ende" bleibt nicht viel, und es ist gut, dann auf ein erfülltes und reiches Leben zu blicken; Frieden zu haben und das Gefühl "fertig" zu sein. Am Ende ist nur die Liebe.
Wenn ich -auch mit meiner Th- reflektiere, dann erkenne ich, dass mein Gatte sich bisher darauf verliess, dass ich alles nachvollziehen kann, alles weiß, alles mittrage, alles applaudiere- so als wäre ich die/seine/eine Mutter.
Kleinkinder werden gelobt, wenn sie Fortschritte machen, wenn ihnen etwas gelingt; sie suchen die
Aufmerksamkeit und Beachtung der Mutter (Vater).
Ich wünschte jedenfalls, der Zustand des "Verstehens", dieser Nähe die wir zur Zeit erleben, würde anhalten; und wir würden es schaffen ihn (diesen Zustand) auszubauen. Beide merken wir dass etwas "anders " ist zwischen uns- ..und es fühlt sich schön an.
Mir wird klarer, welchen Part ich in der Beziehung habe; auch welche Kraft ich habe. Wie wichtig es ist - wissend dass ich es in der Hand habe- wie weit und was ich mit mir "geschehen " lasse...
Noch habe ich für mich die Frage, was echt, was gespielt und was manipuliert ist, nicht beantworten können. Ich kann es (noch) nicht erkennen. Ist es denn wichtig, es zu wissen? Vermutlich...
Ich liebe meinen Mann. Und ich wünsche mir, dass dies so erhalten bleibt und sich weder in Mitleid noch in Abhängigkeit wandelt. Ich liebe ihn; trotzdem/dennoch möchte ich mich nicht selber verlieren.
Ich möchte die Vergangenheit abhaken- sie war , muss aber hinten bleiben. Ich will von den Widrigkeiten nichts mehr wissen...jetzt- wo ich erlebe dass es auch ganz anders sein kann!?Die Situation im familiären Bereich kann eine Chance für uns -jeden einzeln und zusammen- sein...
diesanne
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17.09.2013, 19:19
AW: Partner mit narzzistischer Persönlichkeitsstörung
Ich würde deine eigenen Probleme vielleicht nicht auf deinen mann projizieren. Sprich es an und schau wie er reagiert. vielleicht begleitet er dich ja zur therapie. das ist dann aber schonmal ein zeichen dafür, dass er keine anrzistische störung hat
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17.09.2013, 19:50Inaktiver User
AW: Partner mit narzzistischer Persönlichkeitsstörung
???
OT
Dieser kausale Schluss ist nicht korrekt.
Auch Menschen mit Persönlichkeitsstörungen suchen therapeutische Hilfe, ebenso Menschen mit einer NPS. Gerade diese Menschen erfahren in ihren Beziehungen, in der Liebe, aber auch in anderen Bereichen aufgrund ihrer Störungsbilder, das etwas "nicht stimmt".
Häufige Trennungen, Jobverluste in der Historie sind keine Seltenheit, man spricht hier von "Kosten" aufgrund derer sie dann die Therapieangebote wahrnehmen.
Ob es dann allerdings, bei entsprechender Diagnose zur Krankheitseinsicht kommt, ist eine ganz andere Frage und oftmals passiert das auch nicht (was dann häufig zu beobachten ist: plötzlicher Therapieabbruch und darauffolgendes "Therapeuten-Hopping" oder zukünftige Therapieverweigerung), diese Störungsbilder sind ich-synton, d.h. die Betroffenen nehmen ihre eigenen Verhaltensweisen als zu sich zugehörig und nicht problematisch wahr.
Für die TE: alles Gute
und viel Kraft für die kommende Zeit!
Nette Grüße,
narrare.


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