(Ich bin selbst Psychiater und versichere, ich bin gar nicht so ein schlimmer Mensch)
Der springende Punkt bei Bulimie ist, daß dabei zwar die Eßstörung oft sehr sichtbar ist, dahinter bzw. genau so wichtig für die Behandlung Gefühle, Spannungen, innere Überzeugungen und Streß sind. Nicht selten würde sich, bei genauer psychiatrischer Diagnostik, das Vorhandensein einer weiteren psychiatrischen Störung zeigen und die Behandlung müßte also weiter gefaßt bzw. auch dafür geeignet sein, nicht lediglich mit dem Fokus auf "wie ändere ich mein Eßverhalten" (mal grob gesagt).
Insofern finde ich die Idee, eine Psychiater zu Rate zu ziehen, gut. Es muß aber klar sein, wenn man nach vielen Jahren bulimischer Lebensweise eine Änderung möchte, geht es um einen umfassenden Änderungsprozeß, der geht nicht von jetzt auf gleich. Es geht um viele Monate regelmäßiger Therapie, die dir Durchhaltevermögen und Mut abverlangt.
Mein vorheriges Posting hat Therapieformen aufgelistet, die geeignet sind, sowohl Bulimie als auch dahinterliegende Störungen zu behandeln. Eine reine Verhaltenstherapie stößt da ganz schnell an ihre Grenzen, eine reine tiefenpsychologische oft auch unter Umständen sollte man stationäre mit ambulanten Phasen koppeln, je nachdem, wie genau sich dein Problembild gestaltet. Da wäre aber eine gute Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Behandlung wichtig.
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Thema: Therapie vs. NLP
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01.10.2012, 17:55
AW: Therapie vs. NLP
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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01.10.2012, 19:14
AW: Therapie vs. NLP
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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03.10.2012, 15:00Inaktiver User
AW: Therapie vs. NLP
Hallo Dia,
ich kann mich der allgemeinen Meinung nur anschließen. NLP ist sicherlich zu manipulativ und oberflächlich, eine reine Verhaltenstherapie vielleicht auch. Einen Klinikaufenthalt fände ich als Einstieg nicht schlecht und vielleicht findest Du anschliessend ja eine/n TherapeutIn, die auf Bulimie spezialisiert ist.
Ich habe mal eine Zeit lang in einem Institut gearbeitet, die NLP-Trainer ausgebildet hat und es war ziemlich gruselig zu sehen, wer da alles später Therapien anbieten kann oder bereits in dem Bereich tätig ist. Ich habe auch einige Fälle mitbekommen, bei denen das schiefgegangen ist. Bei schweren Problemen wie der Bulimie finde ich diese Methode nicht ratsam. Wenn Du eine/n Psychiater/in zu Rate ziehen möchtest, solltest Du schauen, dass da wirklich Verständnis für seelische Probleme vorhanden ist und auch der Wille sich damit auseinander zu setzen und nicht nur auf die Wirksamkeit von Medikamenten gesetzt wird.
Dir viel Glück, Mut und Kraft! Schön, dass Du Dir Hilfe suchst!
Lieben Gruß
Evelyn
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06.10.2012, 13:59
AW: Therapie vs. NLP
Hallo Dia,
ein mutiger Entschluss, den du gefasst hast, dich mit deiner Bulimie zu befassen.
Ich habe dir mal ne Site rausgesucht, auf welcher einige Therapieformen beschrieben werden, vielleicht hilft dir dies ein Stück weiter.
Therapienetz Essstörung: Familien- systemische Therapie
NLP, als reines Coaching würde ich auch nicht unbedingt empfehlen, da du so, deinen "guten Grund", "Dieses", als Lösung eines anderen Problems, eher nicht erfahren wirst.
Allerdings kann diese Methode und auch Hypnotherapie, eingebettet, in eine dich begleitende und unterstützende Psychotherapie, sehr hilfreich sein.
Eine, n PsychiatrIn aufzusuchen, wäre vielleicht eine gute Idee und mit dieser, nach geeigneter Therapieform zu suchen.
Mary.... hat dir ja schon einige Therapieformen genannt.
Ich möchte noch die Systemische Therapie ergänzen, die sich in den letzten Jahrzehnten, aus den verschiedensten Therapiensätzen gebildet hat und vor Allem für die Betroffenen und auch deren Familien Entlastung, zum Thema Essverhalten verschaffte.
Hierbei wird nicht das "Krankheitsbild" an sich betrachtet, sondern nach dessen Funktion im Familienverband (System) gesucht und nach neuen Lösungswegen.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der TherapeutInnennsuche.
Meine Sicht ist, dass ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und TherapeutIn die beste Grundlage für die Erhöhng von Lebensqualität ist.
Alles Gute und ein befreites Leben :)
Kekole
"Nur wer vom Wege abkommt, bleibt nicht auf der Strecke."
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07.10.2012, 15:55Inaktiver User
AW: Therapie vs. NLP
Ich habe im Gegensatz zu den anderen gute Erfahrungen mit NLP gemacht, aber nicht als Therapie sondern als Coaching.
Persönlich halte ich NLP für ungeeignet schwere psychosomatische Störungen zu heilen oder auf die Ursachen zu kommen.
Um aber jemandem Gesunden Impulse für einen positiven Lebensweg oder einen anderen Blickwinkel auf sich selbst, Stichwort Selbstwertgefühl, zu geben würde ich nicht abraten.
Wie weit man sich da in Scienetologynähe begibt, vermag ich nicht zu beurteilen, da mir das persönlich nicht aufgefallen ist.
Bei mir ist nach den Gesprächen und der EMDR - Therapie vieles aufgegangen und ich habe einiges verstehen, annehmen und umsetzen können.
Allerdings war ich bis auf depressive Phasen und einiger "Leichen im Familienkeller" gesund.



) helfen, die richtige Behandlungs- bzw. Therapieform zu finden.
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