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    Männer - verhängnisvolle Exemplare

    Ich habe ein unsagbar großes Talent mir aus einer Menschenmasse zielsicher DEN Mann rauszusuchen, der mit Sicherheit entweder in einer Beziehung steckt, oder zumindest derzeitig keine Beziehung eingehen kann/will. Während am Anfang noch alle "Alarmglocken" schrillen, verstricke ich mich wider besseren Wissens mehr und mehr in diese abweisende, ausnutzende und kränkende Allianz, in die ich unermüdlich Energie investiere. Ich bin eine moderne und willensstarke Frau - dennoch beobachte ich mich erschreckend oft in Situationen, in denen ich mich unterordne und mir Dinge gefallen lasse, die mir weder gut tun, und die ich meist auch gar nicht will.
    Nun würden Sie vielleicht nach meinem Vater fragen - ja, ich wiederhole ein stetiges Muster und ich weiß auch, dass meine Männerauswahl nicht meinen Idealvorstellungen von Mann entspricht. Insofern ist es "eigentlich" eine gefahrlose Auswahl, an der ich mich ausprobiere. Soweit ja auch spannend und unterhaltsam. Würde ich mich eben nur nicht emotional nach kurzer Zeit jeweils so in die Angelegenheit verstricken, dass ich es nicht mehr schaffe, einem Arschloch zu sagen, dass er ein Arschloch ist. Im Gegenteil - viel zu oft versuche ich den liebenswerten Kern hinter der mir nicht guttuenden Fassade herauszustellen und zu pflegen.
    Egal wie groß die Verletzungen dann am Ende waren - ich schaffe es nicht, mich ausreichend zu distanzieren und selbst wenn keine Treffen mehr stattfinden, sondern nur noch zufällige Begegnungen, so bleibe ich den Menschen in emotionaler Hinsicht (ein Lebenlang klingt pathetisch, aber eben sehr lange) verbunden.
    Ich unterwerfe mich und natürlich poliert es mein Ego auf, wenn ich mir sagen kann, dass wieder einer, der keine Mann/Frau Beziehung wollte, zumindest in (Pseudo)freundschaftlicher Natur mit mir zusammensein mag und die Unverbindlichkeit genießt und ich es für ihn genau richtig machen konnte.
    Selbstaufgabe - ein großes Thema.
    So - nun endlich meine Frage:
    Wie ist es möglich, dass ich trotz Erkennens der Aussichtslosigkeiten und wider besseren Wissens immer wieder in solche Situationen gerate UND wie ist es möglich, dass ich davon ablassen kann und mich endlich für die Männer interessiere, die sich mir mit Zugewandheit und Interesse annähern (mir aber oft zu brav und bedürftig erscheinen...).
    Ein Verwirrspiel, dessen Muster mir häufig klar erscheinen, aus denen ich aber keinen Ausweg finde.
    Natürlich sind die Männer, die ich auf diese Weise kennenlerne allesamt sehr interessant - aber mittlerweile kenne ich genügend interessante Männer, die sich bei mir ausruhen, ein wenig pflegen lassen und dann zu ihrer Freundin zurückkehren, sich in eine andere verlieben oder auf andere Weise aus meinem Alltag verschwinden.
    Nun muss ich vielleicht noch ergänzend hinzufügen, dass ich mich erst im vergangenen Dezember aus einer 13jahre währenden Beziehung gelöst habe. Es gab vermutlich nichts mehr für mich zu pflegen und zu "bezwingen"...
    Ist es überhaupt möglich, aus so einer festgefahrenen Verhaltensweise herauszufinden???
    Und wenn es um den Preis ist, dass ich dann nur noch langweilige Männer kennenlerne, möchte ich das sicher auch gar nicht!
    Liegt darin der Fehler begraben??
    *seufz*
    Nun ja - ich bin gespannt auf Eure Antwort!

    P.S. Durchhalteparolen sind lieb gemeint, zeigen aber keinerlei Wirkung. So funktionieren Tips wie Lösch-seine-Telefonnummer oder Triff-ihn-nicht-mehr einfach nicht. Mein Unterbewusstsein hat Schlupflöcher...

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    Re: Männer - verhängnisvolle Exemplare

    So - nun endlich meine Frage:
    Wie ist es möglich, dass ich trotz Erkennens der Aussichtslosigkeiten und wider besseren Wissens immer wieder in solche Situationen gerate UND wie ist es möglich, dass ich davon ablassen kann und mich endlich für die Männer interessiere, die sich mir mit Zugewandheit und Interesse annähern (mir aber oft zu brav und bedürftig erscheinen...).
    Vermittels einer Psychotherapie/ Analyse etc.? Du bist ja schon recht weitgekommen, was die Diagnostik Deiner "Symptome" anbelangt. Nach meiner Erfahrung reicht das aber manchmal nicht. Selbst wenn man alle Puzzlestücke zusammen hat, fehlt vielleicht der Überblick, wie sie zu einem Ganzen zusammenpassen. Mir geht das zumindest so, und ich profitiere sehr von meiner tiefenpsychologischen Therapie (auch wenn da leider auch nicht die sofortige Verhaltensänderung oder Problemlösung mitgeliefert wird)

    Übrigens: diese Online-Therapie aus Deinem anderen Thread würd ich nicht machen, das ist Ferndiagnostik und damit unseriös - meine 2 Cents

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    Re: Männer - verhängnisvolle Exemplare

    Hallo Stepphuhn,

    ich kenne das gut wenn auch nur mit einer einzigen Beziehung (26 Jahre lang gerade entgültig zu Ende).

    Buchtipps : Anne Wilson Schaef: Die Angst vor der Nähe (Thema Suchtbeziehungen)

    weiblicher Narzissmus von Bärbel Wardetzki

    Ausstieg aus der Abhängigkeit, Röhr


    um nur drei zu nennen.

    LG Shalima

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    Re: Männer - verhängnisvolle Exemplare

    Ich habe aus meiner eigenen Erfahrung gelernt, dass sich jeder ändern kann, wenn er nur will oder einen hinreichenden Grund geliefert bekommt.
    Aber auch wenn man so weit ist, wie du, Stichwort: Selbsterkenntnis, braucht man jemanden, der einem auf den Weg bringt.

    Niemand wird dir eine Anleitung geben können oder genau sagen, was man machen kann, aber helfen es durchzustehen, das geht. Un diese Hilfe brauchst du wahrscheinlich. Du musst objektiver werden. Das kannst du nur, wenn dir jemand externes einen neuen Blick auf die Dinge verschafft.

    Das erinnert mich an die Matrix, erster Teil:

    Ich will Deinen Geist befreien, Neo. Aber ich kann Dir nur die Tür zeigen, durchgehen mußt Du ganz allein.
    Die Sarah

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    Re: Männer - verhängnisvolle Exemplare

    Mädels - vielen Dank für Eure Tips!
    Ja - es braucht eine andere Sichtweise!
    Ja - es braucht externe Hilfe!
    Und da alle guten Dinge drei sind: nochmal ja - ich habe eine Antwort gefunden!
    Nicht allein - nein! Und auch nicht in Therapie!
    Und all das zu beherzigen, was ich in Kürze über mich lernen musste und noch muss, ist sehr "gehaltvoll"! Und es wird nicht leicht sein, meinen neuen Weg im Blick zu behalten ohne mich zu verzetteln! Aber ich bin zuversichtlich! Und unendlich erleichtert! Euch allen in Euren Wirrnissen des Beziehungsalltags viel Erfolg und frisch voran! ;o)

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    AW: Männer - verhängnisvolle Exemplare

    Liebes Stepphuhn,
    als erstes machst Du dir zu viel Sorgen. Versuche Deine Ängste
    wegen Deines Verhaltens und die Ängste keinen Mann zu finden los zulassen.
    Deine Beziehung mit deinem Exfreund dauerte 13 Jahre, also warst Du doch fähig eine Beziehung zu leben und zu halten. Vielleicht hast Du dich noch nicht richtig von Deinem Expartner gelöst. Vielleichst suchst du ja wieder so ein Typ wie Dein Ex war. Auch wenn es aus Gruenden nicht mehr ging du hattest bestimmt auch viele schoene Zeiten mit ihm, denen trauerst Du wahrscheinlich noch nach und hättest dies gern mit einem anderen Mann. Hattest Du und Dein Exfreund eine sehr enge Beziehung. Habt ihr vielliecht zu sehr aufeinerander gehockt ?

    Es ist auch nicht so einfach einen passenden oder neuen Partner zu finden, besonders dann wenn man älter wird. Ich habe einige Freundinnen, die diese Erfahrung machen oder gemacht haben
    und du bist erst 7 Monate solo.
    Versuche dieses Singledasein zu geniessen und treffe dich auch mit Freundinnen. Wenn man unbedingt einen Mann haben möchte, klappt es erst recht nicht.

    Lightness

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