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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Zitat Zitat von manou10 Beitrag anzeigen
    Psychisch kranke Menschen, sind es also nicht wert, geliebt und beachtet zu werden?

    Sie haben also keine "liebenswerten Seiten?"

    Sie sind also, von der Gesellschaft auszuschließen?
    Nein darum geht es hier nicht. Es geht um einen jungen Mann, den Strangeröffner, der mit den hanebüchenen Lügengeschichten seiner Freundin nicht umgehen kann. Das muss er auch nicht.

    Vor allem, weil diese akute Erkrankung seiner Freundin gleich am Beginn ihres Kennenlernens passiert. In der Phase des ersten Verliebtseins blickt man normalerweise nur durch eine rosarote Brille. Aber er blickt in Abgründe, die er nicht versteht und nicht einmal verstehen muss.

    Es ist zumindest in meinen Augen eine andere Geschichte, wenn man schon jahrelang zusammenlebt und einer der Partner psychisch krank wird. Der andere wird dann ebenso hilflos sein wie der Strangeröffner, aber zumindest liegt eine lange Liebesbeziehung vor, die ein paar Belastungen aushalten kann (aber keineswegs muss).
    Psychisch kranke Menschen, sind wegen der "Gesellschaft" psychisch krank.
    Ich gebe zu, dass in unserer modernen Welt, wo alles (auch Menschen) zu 100% effektiv zu funktionieren hat, psychische Erkrankungen zunehmen. Aber zu behaupten, dass nur unsere moderne Lebenswelt krank macht, ist falsch.
    Ich bin in einer Zeit groß geworden, wo sehr viele Menschen kriegsbedingt schwere traumatische Erlebnisse hatten. Sie waren entwurzelt, sie hatten viele Angehörige verloren und tiefe seelische Verletzungen. Die therapeutischen Möglichkeiten damals waren rar bis garnicht vorhanden. Die meisten haben aber ihr Leben so oder so gemeistert und wurden schlimmstenfalls als wunderlich eingestuft.

    Es ist immer schwer gewesen einen Menschen kennen zu lernen, der einen liebt und den man liebt. Einen Anspruch darauf hat niemand. Das muss man sich hart erarbeiten. Wer wie im Falle des Strangeröffners durch Tricks und Geschichtenerfinden gebunden werden soll, wird seines Lebens nicht mehr froh. Das ist keine Basis für eine Liebe. Und niemand darf sich in so einer Situation mit "ich bin krank" herausreden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Hallo,

    kurzer Zwischenstand. Die Ärzte sind sich noch nicht sicher, was Sie genau hat. Es ist auch die Krankheit bipolare Störung gefallen, wobei mir und ihr selbst jetzt nicht aufgefallen ist, dass Sie schon mal eine typische Manie hatte.

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Kurzer, prägnanter Rat: Renn um dein Leben!

    Du hast ja mitbekommen, was sie in kurzer Zeit aus dir gemacht hat. Das wird sich nicht ändern, sondern evtl. sogar noch schlimmer werden. Du wirst deine ganzen Energien dafür verbrauchen, um ihr genug Aufmerksamkeit zu schenken. Dann kannst du dir für dich auch gleich ein Zimmer in der Psychiatrie reservieren.

    Mit Depressionen oder PTBS hat das gar nichts zu tun, da wie bereits gesagt da der Rückzug das Thema ist und nicht der Schrei nach Aufmerksamkeit.
    Ich bin bereit,
    Das Leben ist ein Spiel
    mit dir Wege zu suchen,
    Du kannst gewinnen und verlieren.
    die wir gehen können.
    Willst du nur im Schatten stehen
    Nicht bereit bin ich,
    und nie etwas riskieren?
    deinen Weg mit Verständnis zu pflastern

    und damit so beschäftigt zu sein,

    dass ich von meinem Weg abkomme!

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    @Lion,
    aufmerksam habe ich, deine Schilderungen über deine Freundin gelesen.
    Zu erfahren, dass ihre Wahrnehmung der Geschehnisse nur wenig mit der anderer überein stimmt, ist sicher ein Schock für dich gewesen. Auch wenn ich und auch die anderen hier, uns nicht wirklich vorstellen können, wie es genau in dir aussehen mag.
    Ich finde es sehr mutig, dass du dich getraut hast, diese, deine Geschichte hier zu schreiben. Dies zeigt, dass du in der Lage bist für dich zu sorgen. Du kannst Verantwortung für Menschen übernehmen kannst, die in Not sind. Auch scheinst du ein gutes menschliches Umfeld zu haben, dass dich unterstützt, ist dies richtig?

    Hast du ne Idee, ne Fragestellung, wie wir dich hier weiterhin unterstützen könnten, wenn du dies wolltest?

    Wünsche dir und deiner Freundin alles Gute.

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Hallo Lion,

    auch ich würde eher auf eine Borderline Persönlichkeitsstörung tippen, als eine bipolare Störung. Diese Krankheitsbilder werden oft verwechselt, aber die Dramatik und die Selbstverletzungen sprechen eher dafür, dass es sich um eine Borderline Störung handelt. Trauma sind übrigens auch nicht unüblich als Teil dieser Störung.

    Unabhängig von der Diagnose, die wohl noch etwas mehr Zeit braucht und die ihre Therapeuten vor Ort vielleicht auch besser beurteilen können als wir aus dem Netz, stellt sich die Frage, was möchtest du jetzt tun?

    Ihr seid noch nicht so lange zusammen, ihr Genesungsprozess scheint aber noch sehr am Anfang zu sein. Ich würde nicht absolut von einer Beziehung abraten, weil ich auch weiß, dass sowas viel zu einfach gesagt ist.
    Wichtig ist nur, dass du dir im Klaren darüber bist, dass deine Freundin noch viele Jahre Therapie braucht, bevor es ihr wieder besser geht. Falls du mit ihr zusammen bleibst, wirst du unweigerlich auch Therapie brauchen, wenn es auch nur eine Selbsthilfegruppe ist, um mit der Krankheit deiner Freundin umgehen zu lernen.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück auf deinem Weg

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Hatte auch erst Borderline im Sinne. Die extremen Gefühlsschwankungen werden meiner Erfahrung nach noch kommen. Das kann schon mal ein paar Monate dauern bis die bei neuen Beziehungen durchkommen.
    Dazu kommen Teile einer Histrionische PS. (Gibt noch weitere Anteile anderer Störungen.)

    Die Geschichten werden von der Freundin nur erzählt um sich interessant zu machen. Denke bei den Eltern wird man un solchen Fällen nicht allzuweit auf Informationen hoffen können.


    Die Psychologin ist das eine Psychologin oder eine Psychotherapeutin. Einfache Psychologen sind mit diesen Krankheiten meist hoffnungslos überfordert, weil ihnen die klinische Ausbildung fehlt.

    Raten von solchen Menschen die Finger zu lassen ist meistens aussichtslos.
    Der TE sollte selber vorbeugend eine Therapie machen, um zu lernen, wie man mit psychisch labilen Menschen umgeht, ohne sich selber kaputt zu machen.

  7. Inaktiver User

    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Zitat Zitat von IULIUS Beitrag anzeigen


    Die Psychologin ist das eine Psychologin oder eine Psychotherapeutin. Einfache Psychologen sind mit diesen Krankheiten meist hoffnungslos überfordert, weil ihnen die klinische Ausbildung fehlt.
    Kleiner Einwand. Psychologen mit Kassenzulassung haben immer eine klinische Ausbildung, da das Vorraussetzung für die Zulassung ist. Viele arbeiten erstmal einige Jahre in der Psychatrie bevor sie sich selbständig machen.

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    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Leider nicht alle. Es gibt noch "Altlasten" von vor inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes, die keine hinreichende Qualifikation besitzen, trotzdem eine Kassenzulassung haben.

    Dann gibt es noch Psychologen, die über das Heilpraktikergesetz tätig werden.
    Geändert von IULIUS (10.06.2012 um 23:50 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Zitat Zitat von IULIUS Beitrag anzeigen
    Dann gibt es noch Psychologen, die über das Heilpraktikergesetz tätig werden.
    Du meinst Heilpraktiker Psychotherapie, die haben aber kein psychologisches Studium und dürfen sich somit auch nicht Psychologe oder Psychotherapeut nennen.
    Einen Psychologen der als Heilpraktiker Psychotherapie arbeitet kenne ich nicht und ich glaube auch nicht, dass sich jemand mit abgeschlossenem Psychologiestudium soweit herabläßt (Status), zumal es keine Vorteile bringt.

    Letztlich ist es so wie in jeder Berufssparte. Es gibt gute und schlechte Handwerker. Studium und klinischer Erfahrung zeigen das ein gewisser professioneller Hintergrund vorhanden ist, sagen aber nichts über die Fähigkeiten des Therapeuten aus.
    Geändert von Inaktiver User (12.06.2012 um 14:46 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Unglaubliche Geschichte...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jein.
    Nur: Ich zweifle ein bißle an der Diagnose, wie sie Dir genannt wurde.

    Warum ?

    Ganz einfach: Weil das ein Teil meiner eigenen Diagnose ist - PTBS und schwerste Depressionen - und für mein Verständnis ihr Verhalten nicht zu diesen Erkrankungen paßt...
    (Ich kenne keinen einzigen Depressiven, der Wert darauf legt, daß sich andere Menschen um ihn kümmern, ein Kennzeichen dieser Erkrankung ist eigentlich, daß man sich immer mehr in sich selbst zurückzieht und einem jeglicher Kontakt zu viel wird. )

    Du hast doch selber schon mit ihrer Psychologin gesprochen - ist da tatsächlich auch Dir gegenüber diese Diagnose gefallen ????
    (Wobei ich denke, daß die Psychologin eigentlich auch Dir gegenüber ihre Schweigepflicht nicht brechen darf. )
    Oder habt Ihr quasi "immer um den heißen Brei herum geredet", Euch zwar über Deine Freundin unterhalten, aber nicht wirklich ausgesprochen, was ihr fehlt..... ?!?

    Für mich klingt das, was Du beschreibst, nach einer Borderlinerin wie aus dem Lehrbuch.
    Die Aufmerksamkeit, die sie braucht, die Phantasie in ihren Geschichten und auch die Dramatik in den ganzen Abläufen....
    Oft haben Borderliner übrigens tatsächlich quasi als Begleiterkrankung Depressionen, weil sie sich selbst in den Akutphasen ihrer Erkrankung fast nicht ertragen können.

    Wenn meine Vermutung stimmt, so leid mir das jetzt für Dich tut, solltest Du Deine Beine unter den Arm klemmen und laufen, so schnell Du kannst.
    So, wie es jetzt gerade ist, wird es in Eurer Zukunft dann auch bleiben - unterbrochen von Wochen und vielleicht sogar Monaten, in denen es friedlich ist und Du Hoffnung auf ein normales Leben hast.
    Jau
    WOW; genau der Ansicht war ich auch als ich seinen Text zuende gelesen habe, nur muss ich dir ein wenig wiedersprechen. Ich selbst leide auch an Borderline.. War 3x in der Psychiatrie und fügte mir sehr oft imense Wunden selbst zu und habe auch gelogen, genau wie es seine Partnerin oder jetzt Ex getan hat, nur nicht in diesem Ausmass. Diese Krankheit war für mich die Hölle!! Hätte ich meinen heutigen Partner nicht kennengelernt, wäre ich wahrscheindlich immernoch am Tiefpunkt meines Lebens, jedoch hab ich es überstanden, oder besser gesagt, ich kann jetzt damit leben/umgehen, also find ich es nicht 100% richtig ihm zu raten er soll das mit ihr sofort bleiben lassen, denn wenn sie einen genug straken Willen hat, diese Krankheit in Angriff zu nehmen, gibt es ganz viele Möglichkeiten mit ihr klar zu kommen.

    Ich führe ein wunderbares Leben momentan. Habe mich seit 2 Jahren nicht mehr selbst verletzt und bin jetzt ein absoluter Gegner von Lügen, was mir manchmal aber sogar zum Verhängnis wird^^ Der Beitrag ist jetzt schon lange her, ich weiss nicht wie sich die Situation zwischen den beiden verändert hat, aber wenn er sie liebt und ihr helfen möchte, finde ich das eine super Idee, den nur dank meinem Partner kann ich endlich wieder ein normales Leben führen...
    Geändert von Leandra_82 (27.07.2012 um 15:14 Uhr)

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