Habe ein riesen Problem und eigentlich will ich nur mein Herz ausschütten: In letzter Zeit fühle mich mich so oft allein und einsam und so, als ob ich in meinem Leben absolut versagt hätte.
Ich weiß nicht, ob es Menschen gibt, die vom Pech verfolgt werden...aber manchmal denke ich einfach, dass ich dazu gehöre.
In letzter Zeit leide ich unter extremen Minderwertigkeitskomplexen, ich fühle mich häßlich und dick und nutzlos.
Während meines Studiums gings mir eigentlich sehr sehr gut, ich war eine gute Studentin und immer beliebt und bewundert.
Jetzt bin ich fast ein Jahr fertig, habe einen sehr guten Magister gemacht, aber ich hatte nur irgendwelche Aushilfsjobs (ich habe jetzt zwar etwas gefunden, aber das ist auch so bezahlt, dass man allein davon nicht leben kann). Gut, als Geisteswissenschaftlerin muss man Glück haben einen guten Job (wenn überhaupt einen zu bekommen), dazu kommt, dass ich keinen Freund habe, mein letzter hat mich vor über einem dreiviertel Jahrauf üble Art und Weise verlassen und somit mein Selbstwertgefühl ins Unterirdische katapultiert...all meine Freundinnen haben eine glückliche Partnerschaft, was es nicht gerade einfacher macht.
Ich hasse es einfach, ich musste mit meinen Mitte/Ende zwanzig wieder daheim einziehen, weil es nach dem Studium finanziell einfach nicht mehr anders ging, trotzdem bin ich chronisch pleite...all meine anderen Freundinnen haben tolle Jobs und eine tolle, weil sie eben keine Geisteswissenschaftlerinnen sind. Das frustet und langsam aber sicher fühle ich mich in der Gesellschaft wertlos und nutzlos und zweifle, ob ich nicht einen riesigen Fehler gemacht habe und mir mit diesem Studium nicht mein Leben verbaut habe. Auch wenn ich jetzt einen Job im Marketing einer IT Firma anfange, ich hätte mir immer mehr gewünscht in eine redaktionell kreative Richtung zu gehen, Mode, Journalismus...all das, aber alle Bewerbungen wurden auch dort abgeschmettert. "Wirtschaftswissenschafler bevorzugt", von den Volontariaten in meinem Fachbereich brauche ich gar nicht erst anfangen...gerade bei gefühlten 1000 Absagen bekomme ich auch immer mehr Angst, dass ich einfach nicht gut bin. Unqualifizierter als viele andere Absolventen um mich herum fühle ich mich sowieso.
Daheim wird immer so viel von mir erwartet, v.a. von meinem Vater. Ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu ihm, aber dennoch habe ich manchmal auch das Gefühl sein Erwartungsdruck erdrückt mich. Meinen Freundinnen kann ich nur allzu schwer sagen, dass ich mich klein, dick, häßlich und unscheinbar fühle. Die lachen mich dann nur aus.
Ich will nur einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis und wenn es nur ist, dass mir auf einer Party ein Mann mal wieder sagt, dass ich hübsch aussehe, dass hab ich bestimmt seit über einem halben Jahr auch nicht gehört.
Was meint ihr, sollte ich vielleicht mal einen Psychologen aufsuchen? Und wenn es nur zum reden ist, der Frust und die Einsamkeit und das Gefühl vor alldem so allein da zu stehen und gegen eine Wand zu rennen, das ist langsam einfach nicht mehr zu ertragen.
Mein Motto ist im Moment "Was soll man tun, wenn man sein komplettes Leben verpfuscht hat mit falschen Entscheidungen und niemand hat, der einen liebt!"
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Ergebnis 1 bis 3 von 3
Thema: Depressiv?
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26.01.2011, 23:31
Depressiv?
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26.01.2011, 23:36
AW: Depressiv?
hallo vannyhanny, das klingt traurig!
mal als gedankenanstoß: womöglich wäre ein business-coaching eher was für dich. psychotherapeuten sin meiner erfahrung nach schnell überfordert, wenn es ganz konkret um berufliche inhalte geht, das kann frustrierend sein.
so ein coaching bezahlt - im gegensatz zur therapie - keine krankenkasse.
geht es dir denn grundsätzlich eher um persönlichkeitsfragen oder eher um's berufliche?
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27.01.2011, 19:43Inaktiver User
AW: Depressiv?
Hallo,
du schreibst im Selbermachenforum von 2008, dass du für Größe 34 stricken möchtest. War das für dich selbst?
Wieso beschreibst du dich jetzt als dick?
Was ist seit dem passiert?


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