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    Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Wer ist ebenfalls mit einer Borderline-Mutter aufgewachsen und möchte sich darüber austauschen?
    Ich bin 43 Jahre alt, habe seit etlichen Jahren keinen Kontakt mehr mit meiner Mutter und mache selber seit zwei Jahren eine Psychotherapie - in der es viel aufzuarbeiten gibt...
    Ich würde mich freuen, Gesprächspartnerinnen zu finden!
    H.

  2. gesperrt

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    wurde deiner Mutter eine Diagnose gestellt?

    war sie nie in Therapie?

    und, warum hast du denn keinen Kontakt mehr zu ihr?

    lg
    manou

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Nein, sie selber erkennt nicht, dass sie krank ist - um sie herum sind alle böse, schlecht, ungerecht, etc. Ärzte, die auf eine mögliche psychische Erkrankung hinweisen, werden gewechselt, Menschen im Umfeld, die dies tun, ebenso. Es gibt nur böse und gut, schwarz oder weiß, und die Einordnung wechselt ständig.
    Eine Therapie hat sie also noch nie gemacht - und ich befürchte, dass das auch nie geschehen wird. Den Kontakt habe ich aus reinem Selbstschutz und zum Schutz meiner Familie abgebrochen, denn ihr Verhalten ist in weiten Teilen destruktiv, Umgang mit ihr tut keinem von uns gut. Ich glaube, man muss selber mit einem solchen Menschen eng verbunden gewesen sein, um tatsächlich verstehen zu können, wieviel manipulative Zerstörungskraft in einer solchen Persönlichkeit liegt.

    Gruß, H.

  4. gesperrt

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    ich bin sehr verbunden, das darfst du mir glauben.

    deine beschreibung ist für mich jedoch sehr oberflächlich und von laien-diagnosen, halte ich nun mal nicht viel!

    also ziehe ich mich an diesem punkt auch zurück.

    dir noch alles gute für deinen weiteren weg...

    liebe grüße
    Manou

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Ich bin mit einem Borderline-Vater aufgewachsen und finde die Beschreibung von hamelink nicht oberflächlich, auch wenn die Absicherung durch "Experten" fehlt. Aber muss das sein - oder genügen nicht eigene Beobachtungen und Erfahrungen? Auch Experten-Diagnosen sind bei dieser Symptomatik niemals sicher und inzwischen hat man sogar den Begriff "Borderline" aufgegeben. Es ist jetzt von "emotional instabilen Persönlichkeiten" die Rede.
    Ich kenne es gut, dass ich immer wieder den Kontakt zu diesem Vater in Frage gestellt habe und ich habe ihn nur aufrecht erhalten können, indem ich immer wieder unsachliche, aggressive und persönlich verletzende Äußerungen über mich in Kauf genommen habe. Es ist nicht möglich, mit einer solchen Persönlichkeit so zu kommunizieren, dass Gefühle zur Sprache kommen können, respektiert werden oder man als Person irgendwie Ernst genommen wird. "Borderliner" , besonders der extremen Art wie mein Vater, kennen nur ihr eigenes, wirres und auf zahlreichen Fehlannahmen beruhendes Weltbild. Was nicht hineinpasst, wird erbarmungslos angegriffen und fertig gemacht.
    Das klingt manchmal auch sehr erschütternd in seiner Irrationalität und wenn man bei einem solchen Konkakt nicht selber so übel angegangen würde, könnte einem der Betroffene einfach nur leid tun.
    Treffend finde ich auch hamelinks Beobachtung, dass eine solche Persönlichkeit wohl äußerst selten auf die Idee kommt, dass mit ihr etwas nicht stimmen könnte. Es sind die anderen, die "böse" sind und da gibt es keine Differenzierung oder irgendeine Form von Sich-selbst-in-Frage-stellen. Ein "Fachmann" hat mir dazu mal gesagt, dass "Borderline" deshalb auch als fast nicht therapierbar gilt, weil den Leidensdruck die anderen haben, und der Betroffene nur dann, wenn er sich z . B. selbst verletzt (mein Vater hat es geschafft, auch das auszublenden und etwa erlittene eigene Schmerzen rundweg zu leugnen...). Aber es gibt ja auch "leichtere" Formen dieser Charakterstörung, wo es nicht unbedingt zu Selbstverletzungen kommen muss. Die Diagnostik in diesem Bereich ist sehr schwierig und man kann letztlich nichts anderes tun, als sich auf seine Wahrnehmungen verlassen. Mir haben dabei sehr geholfen die Bücher von Manuela Rösel, "Wenn lieben weh tut" z. B. oder "Wie der Falter in das Licht". Beim Lesen merkt man sehr schnell, ob die Person, um die es geht, an dieser Störung leidet oder nicht - und auch, was man evtl. selber tun kann, wenn man sich dazu entschließt, den Kontakt weiter aufrecht zu erhalten (was sie als selber betroffene "Fachfrau" durchaus nicht immer nahe legt!
    Den Kontakt zu einer solchen Persönlichkeit - und sei es nur vorübergehend und aus Selbstschutz - abzubrechen, halte ich persönlich für durchaus legitim.

    Viele Grüße von Piaf

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Hallo Hamelink,
    Ich wuerde mich sehr gerne mit dir austauschen! Meine Situation ist aehnlich - bin jetzt 40, war fast zwei Jahre in Therapie, habe so gut wie gar keinen Kontakt mehr mit meiner Mutter... wuerde mich sehr freuen, von Dir zu hoeren!
    Conny

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Ich kann mich deiner Antwort nur anschließen, Piaf! Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist, den eigene Wahrnehmungen und Gefühlen zu trauen, und dass es auf eine sogenannte Diagnose vom Experten doch gar nicht ankommt. Es stimmt, dass Borderliner selbst wahrscheinlich gar nicht auf die Idee kommen, mit ihnen stimmte was nicht; außerdem ist es auch eine Generationssache – meine Mutter ist jetzt über 70 und wird bestimmt nie einen Besuch beim Psychologen auch nur in Betracht ziehen. Bei euren Eltern, die ja wahrscheinlich auch schon älter sind, ist das wohl ähnlich.
    In der Therapie habe ich vieles verarbeitet – und ich habe vor allem gelernt, den eigenen Gefühlen und Wahrnehmungen ZU VERTRAUEN. Meine Mutter hat mir oft eingeredet, ich würde die Dinge falsch sehen und hat auch meine Gefühle in Frage gestellt (“stell dich nicht so bescheuert an”, “nun hab dich mal nicht so”, “du bist viel zu sensibel” usw.). Dazu kommt, dass die ganze Familie leider die Krankheit der Mutter quasi vertuscht und verheimlicht hat; d.h. auch wenn meine Mutter irgendwelche Tobsuchtsanfälle bekam und nur noch rumbrüllte, bis sie lila im Gesicht war, tat meistens die ganze Familie so am nächsten Tag, als sei nicht geschehen; sogar wenn sie gewalttätig wurde oder wenn sie sich selbst verletzt hat, wurde sowas halt nie besprochen – es hieß höchstens “Naja, die Mama ist halt schwierig, sag nur nichts, sonst regt sie sich wieder auf…” Ich kann diese Charade absolut nicht mehr mitmachen und habe deshalb fast gar keinen Kontakt mehr mit meiner Familie. Wie gesagt – den eigenen Wahrnehmungen trauen – das ist ein großer, schwerer Schritt. Aber dieser Schritt ist notwendig, um gesund zu werden!
    Ich wünsch euch viel Kraft und Zuversicht und auch Vertrauen in die eigenen Gefühle! Würde mich sehr freuen, von anderen zu hören, die mit Borderline Eltern aufgewachsen sind; hilft sehr, wenn man sieht, dass man damit nicht allein ist.
    LG, Conny

  8. gesperrt

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    verwirrt AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    hobbypsychologen...

  9. Inaktiver User

    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Zitat Zitat von manou10 Beitrag anzeigen
    hobbypsychologen...
    Hallo liebe manou10,

    tut mir wirklich für dich sehr leid, daß du so ein großes Problem mit dem Begriff Borderline hast.

    Im Prinzip ist es nur eine Wortschöpfung unter der die Psychologie ein Bündel typischer Symptome von anderen (typischen) Symptomkomplexen abgrenzt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und ja, das mag auf Betroffene oft stigmatisierend wirken.

    Aber ist dir auch bewußt, daß z.B dein letzter Beitrag eher Vorurteile erhärtet, als sie auszuräumen.

    Ich könnte mir vorstellen, daß betroffene Angehörige es als verletzend und abwertend empfinden, als Hobbypsychologen bezeichnet zu werden, zumal sie viele Fragen stellen und sich die Mühe machen sich mit dem evtl. Krankheitsbild des Elternteils auseinanderzusetzen. Und dazu gehört eben auch, daß wohl nie eine Diagnose gestellt werden kann, weil mißbrauchende Eltern wohl eher weniger zum Psychiater oder Psychologen gehen.

  10. Inaktiver User

    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Zitat Zitat von manou10 Beitrag anzeigen
    hobbypsychologen...
    Nein, nicht Hobbypsychologen, sondern Frauen, die seit Jahrzehnten einem großen Leidensdruck ausgesetzt waren und sich davon befreien möchten.
    Das ist ganz legitim, egal wie die Definition des Problems lautet.

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