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    Zusätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Hallo zusammen,

    seit ca. einem 3/4 Jahr bin ich nun in Therapie. Ich mache eine Tiefenpsychologische Therapie und bin mit meiner Therapeutin eigentlich sehr zufrieden. Richtige Fortschritte kann ich nur teilweise erkennen, was aber sicherlich daran liegt, das ich nachdem es mir im Frühling eigentlich wieder richtig gut ging, in ein altes (Beziehungs-/)Muster zurückgerutscht bin und jetzt quasi noch mal ein Stück weiter vorn wieder anfangen muss.

    Ich habe in der gesamten Therapie mittlerweile sehr viele Erkenntnisse gehabt, kann verstehen warum ich so bin ich bin und woher das alles kommt. Auch habe ich mir passende Literatur besorgt, die mir weitere Denkanstöße gibt. Nur irgendwie fehlt mir sowohl von meiner Therapeutin als auch in den Büchern die Antwort auf die Frage "Wie"? Ich weiß das ich viele Dinge ändern muss, an meinem Selbstwertgefühl arbeiten, mich selbst lieben, etc... aber ich weiß nicht wie!!!

    Dadurch bin ich irgendwie etwas mutlos geworden und fühle mich sogar derzeit noch schlechter als noch vor einiger Zeit.. weil ich das Gefühl habe, das ich so viel mache und reflektiere und es wird einfach nicht wirklich viel besser :-( Das habe ich meiner Therapeutin auch schon gesagt, aber sie meinte ich muss geduldiger sein. Wie gedulig denn noch? Seit zwei Jahren gehts mir mehr schlecht als recht!!

    Hmmm, vielleicht hat ja jemand noch einen Anstoß????
    LG
    Sunnwell
    Geändert von Lizzie64 (22.11.2010 um 18:07 Uhr) Grund: das überflüssige "t" im titel entfernt!
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

  2. gesperrt

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    hallo Sunnwell,

    der rote Faden deines Lebensweges sind deine Träume.

    Such dir einen Therapeuten, der/die Ahnung davon hat und du wirst spüren, dass sich deine persönliche Entwicklung genau dort weiter bewegt, wo Traumbilder deine persönliche Situation darstellen, so wie sie JETZT ist.

    Geduldig sein usw. ist Quatsch. Deine Therapeutin weiss nicht weiter. Such dir jemand anderes.


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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Hallo Schnarchstop,

    ja gut ich habe auch schon drüber nachgedacht zu wechseln, aber ich komme mit Ihr gut zurecht und ich kann mich gut öffnen, vielleicht gelingt mir das bei jemand anders ja nicht so gut und ich müsste ja wieder ganz von vorne Anfangen mit erzählen etc. Meine jetzige Therpeutin kennt mich und meine Geschichte ja nun schon eine ganze Zeit?

    Wie meinst Du das mit den Träumen? Das klingt sehr interessant?
    Kannst Du das bitte noch was ausführen?

    Danke Sunnwell
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  4. gesperrt

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Zitat Zitat von sunnwell Beitrag anzeigen
    Hallo Schnarchstop,

    ja gut ich habe auch schon drüber nachgedacht zu wechseln, aber ich komme mit Ihr gut zurecht und ich kann mich gut öffnen, vielleicht gelingt mir das bei jemand anders ja nicht so gut und ich müsste ja wieder ganz von vorne Anfangen mit erzählen etc. Meine jetzige Therpeutin kennt mich und meine Geschichte ja nun schon eine ganze Zeit?

    Wie meinst Du das mit den Träumen? Das klingt sehr interessant?
    Kannst Du das bitte noch was ausführen?

    Danke Sunnwell

    Ja. Deine Lebens-Geschichte wurde bisher von DIR erzählt, so wie DU alles erlebt hast.
    Dort müssen aber noch Geheimnisse enthalten sein, sonst gäbe es doch keinen Grund, weshalb du eine Veränderung deines Lebens anstrebst. Oder ?

    Diese Geheimnisse stecken noch in deinem Unbewussten.
    Und der Zugang zum Unbewussten liegt in den Träumen.

    Ja, ich weiss, das klingt zunächst etwas filigran und wenig belastbar.

    Es gibt verschiedene Schulen, die mit Träumen arbeiten.
    Lies dich ein und was dich besonders anspricht, dürfte zunächst mal für dich persönlich die richtige sein.

    Grüsse
    :-)

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Danke Schnarchstopp!
    Ich werde mich mal ein bisschen einlesen. Vielleicht kann ich meine Therapeutin auch fragen ob sie sich vielleicht auch mit dem Thema auskennt? Wir haben jetzt die ersten Stunden gehabt und stehen vor der von mir schon zugesagten Verlängerung.. Sie hat sowas erwähnt wie die ersten Stunden (25) waren und sind so eine Art bestandsaufnahme und nun gehts weiter.. ???????

    Hast Du noch Tipps wo ich gut über Träume lesen kann?
    Es gibt so viel im Netz, woher weiß ich was Humbuk ist?
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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Hallo sunnwell!

    Du weißt - Dank der tiefenpsychologischen Therapie, die du gerade machst - bereits eine Menge über dich selbst, warum du so bist, wie du bist.

    Wenn es dir nun in erster Linie um das "Wie" geht, also wie du bestimmte Verhaltensweisen ändern sollst, wie du mehr Selbstbewusstsein bekommst etc., dann probiere es doch mal mit einer (kognitiven) Verhaltenstherapie. Die setzt nämlich im JETZT an.

    Liebe Grüße und alles Gute!
    chrissilein
    Hauptsache gemütlich.

  7. gesperrt

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Zitat Zitat von sunnwell Beitrag anzeigen
    Danke Schnarchstopp!
    Ich werde mich mal ein bisschen einlesen. Vielleicht kann ich meine Therapeutin auch fragen ob sie sich vielleicht auch mit dem Thema auskennt? Wir haben jetzt die ersten Stunden gehabt und stehen vor der von mir schon zugesagten Verlängerung.. Sie hat sowas erwähnt wie die ersten Stunden (25) waren und sind so eine Art bestandsaufnahme und nun gehts weiter.. ???????
    ... eine Art Bestandsaufnahme in 25 Stunden ...

    du beweist ein gesundes Empfinden, wenn du endlich spürbare Ergebnisse einforderst. Das ist nach 25 Stunden schon längst fällig.

    Deine Therapeutin meint, du solltest weiterhin Geduld haben. Geduld wofür ? Sie hat bisher gut verdient und will das weiterhin tun.
    Offensichtlich hat sie verpasst, an den wichtigen Punkten einzuhaken und nun hast du das Gefühl, nicht weiterzukommen. Damit liegst du m.E. völlig richtig und es spricht für dich, dass du nach weiteren Lösungen suchst.


    Hast Du noch Tipps wo ich gut über Träume lesen kann?
    Es gibt so viel im Netz, woher weiß ich was Humbuk ist?
    Ja, ich habe schon genauere Vorstellungen, wie man seinen persönlichen Horizont bearbeiten kann. Leider ist das alles nicht so einfach mit der Psyche. Es nützt nichts, wenn ich dir z.B. ein Buch nenne und du sagst dann "das spricht mich überhaupt nicht an".
    Besser ist es, wenn du selbst recherchierst und deinem Gespür folgst.

    Hier ist mal eine Übersicht

    Liste von Psychotherapie- und Selbsterfahrungsmethoden ? Wikipedia

    Schau dir das in Ruhe an. Es treibt dich ja keiner.

    Wenn du zum Beispiel eine Freudsche Analyse ansprechend findest, dann ist klar, dass du dein Leben eher einer sexuellen Deutung unterziehst.
    Du kannst aber auch andere Therapieformen auswählen.
    Die grossen Schulen sind Freud, c.g.Jung und Adler.

    Weitere Methoden, die nicht mit Traumdeutung arbeiten, findest du auch auf dieser Seite.

    Verhaltenstherapie ist geeignet, wenn du ein aktuelles Problem (Ängste z.B.) bearbeiten willst.

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    smirk AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Liebe Sunnwell,

    ich würde mir gut überlegen die Therapeutin zu wechseln, wenn du dich ansonsten mit ihr verstehst. Du könntest in der nächsten Therapie ähnliche Erfahrungen machen - und bloß kein Therapeutenhopping. Am Ende steht die Erkenntnis: Ich bin therapieresistent. Die Therapeutin und die Bücher helfen dir nicht weiter - liegt es dann zwingend an denen? Oder vielleicht (auch) an dir? Spürbare Ergebnisse einzufordern... Therapie ist keine Dienstleistung. Es geht eben nicht darum, dir zu sagen, was du tun sollst. Du musst es selbst erkennen, sonst ist es nicht deins.

    Auch in der VT wird dir nicht gesagt, was du zu tun hast.
    Normalerweise hat es einen Grund, warum man eine bestimmte Therapie macht, eine Diagnose. Wenn es die falsche Therapieart für dich ist wäre ein Wechsel zu überlegen, aber das glaube ich nicht, wenn es vor allem um Beziehungsmuster, um den "falschen" Partner geht.
    Eine Therapie ist Arbeit (an sich), das fluppt nicht so. Das Verhalten hat sich über viele Jahre eingeschliffen, es zu ändern ist zäh und du bist nicht mit Beginn der Therapie vor Fehlern geschützt. Du brauchst gerade hier Geduld, vor allem mit dir. Nicht alles gibt es jetzt, gleich, sofort und hier. So entsteht schon wieder Druck. Und mal nebenbei - du musst dich lieben? Wie wäre es für's erste, wenn du dich gut findest?

    Heute wird in der PA nicht mehr mit sexuellen Deutungen gearbeitet. Es wird frei assoziiert, d.h. man kommt hin und plappert los. Die Therapeutin hakt ein, wo es ihr interessant erscheint, oft dort, wo es dir unbeutend erscheint. Daraus entwickeln sich, wenn es klappt, umwerfende Erkenntnisse. Die Wurzeln der Verhaltens werden in der Kindheit gesucht, da Erfahrungen in dieser Zeit prägend sind.

    In der VT dreht es sich ums jetzt, aber auch nur um die Oberfläche. Es geht um Bewertungen von Situationen und dein resultierendes Verhalten. Z.B. sagst du, bis zum Wochenende möchte ich 100 Stück schaffen, du schaffst nur 75, shit. Hättest du dir 50 vorgenommen: gute Laune. Nichts ist anders, außer deinem Gefühl: ich hab's mal wieder nicht geschafft.

    Es ist nicht so, dass man das "Wie leben" auf dem Tablett serviert bekommt. Wenn du erkennst, dass du in eine altes Beziehungsmuster gerutscht bist, ist das schon mal besser als sich danach ahnungslos fragen: Was ist denn jetzt schon wieder falsch gelaufen? Der Übergang von der Erkenntnis zur Änderung ist - ich sag's noch mal - schwer und zäh. Was sehr hilft sind Gespräche mit Leuten sie ähnliches erleben, erlebt haben, nur sind die schwer zu finden.

    Einen lieben Gruß

  9. gesperrt

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Zitat Zitat von Susykuek Beitrag anzeigen
    Liebe Sunnwell,

    ich würde mir gut überlegen die Therapeutin zu wechseln, wenn du dich ansonsten mit ihr verstehst. Du könntest in der nächsten Therapie ähnliche Erfahrungen machen - und bloß kein Therapeutenhopping. Am Ende steht die Erkenntnis: Ich bin therapieresistent. Die Therapeutin und die Bücher helfen dir nicht weiter - liegt es dann zwingend an denen? Oder vielleicht (auch) an dir? Spürbare Ergebnisse einzufordern... Therapie ist keine Dienstleistung. Es geht eben nicht darum, dir zu sagen, was du tun sollst. Du musst es selbst erkennen, sonst ist es nicht deins.
    Ja, der "Patient" muss verstehen, was mit ihm passiert und das mit Hilfe eines Gegenübers und der eigenen Träume.

    Aussagen wie, du musst dies und das und jenes denken und fühlen hängen sonst in der Luft und haben mit dem "Patienten" nichts zu tun. Sie sind lediglich Wunschdenken, wie er zu sein habe.

    Therapiehopping ist nicht "Schuld" der "Patienten" sondern Ergebnis davon, dass es eine Vielzahl von Therapeuten gibt, die nicht wirklich was von Analyse verstehen, sondern ein bisschen Lebenshilfe leisten, ein bisschen zuhören und ein bisschen Mut machen. - Das reicht meist nicht.

    ...
    So entsteht schon wieder Druck. Und mal nebenbei - du musst dich lieben? Wie wäre es für's erste, wenn du dich gut findest?
    Das ist in meinen Augen ein typisches Beispiel dafür, wie heutzutage im Schnellverfahren und ohne substantielle Grundlage gearbeitet wird.
    Genausowenig kann man zu einem depressiven Menschen sagen "sei doch endlich lustig".


    Was auch von Beginn an bei einer Individual-Therapie wichtig ist: sie soll nicht bloss Nützlichkeitscharakter haben, also z.B. nicht darauf abzielen, die aktuelle Beziehung zu erhalten oder für mehr Selbstbewusstsein am Arbeitsplatz sorgen. Sondern es geht einzig und allein um den persönlichen Lebensweg des "Patienten". Dabei eröffnen sich neue Sichtweisen, es werden neue Zusammenhänge erkannt und in der Seele neue Türen geöffnet. Das passiert alles ausserplanmässig und liegt NICHT von vorherein fest, sondern wird vom Unbewussten des Patienten angeboten und muss auch so erkannt und angenommen werden.

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    AW: Zustätzliche Hilfsmittel und offene Fragen in der Therapie???

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Geduldig sein usw. ist Quatsch. Deine Therapeutin weiss nicht weiter. Such dir jemand anderes.

    so einen tipp als reaktion auf ein erstes posting finde ich völlig kontraproduktiv.

    sunnwell, es klingt ja grundsätzlich positiv, was du über deine therapeutin schreibst .

    ich glaube, es ist in jeder therapie so, dass so eine art "stillstand"-gefühl eintritt, wenn erste probleme bewältigt sind. logisch, dass man nach diesem erfolg (nenne ich mal so) dann die sehnsucht danach hat, dass es möglichst schneller damit weiter geht, weil man ja schon einen teil geschafft hat!

    diese gefühlten stagnationen oder auch gefühlte rückschritte wird es immer mal wiese geben, fürchte ich (ich kenn' das auch persönlich ).

    und, ja ... geduld ist in der tat wichtig.


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