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  1. User Info Menu

    Therapie: nützlich für mich?

    Hört sich vielleicht blöd an, aber ich glaube, eine Therapie könnte mir richtig guttuen. Alte, fiese Ängste aufarbeiten, die das Jetzt belasten, neue Probleme vermeiden, zu-sich-finden. Heil werden. Stark werden. Alles besser einschätzen können.

    Ich finde, das ist kein Luxus. Warum soll man erst in Therapie, wenn nichts mehr geht?

    Auslöser ist die Therapie einer engen Freundin, die richtig auflebt mit ihrer Therapie und Kur.
    Ehrlich gesagt kommt da Neid auf. Mir gehts auch oft scheiße und ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich will auch Hilfe / Unterstützung / Beratung.

    Hört sich das doof an?

    Und wer zahlt das? Meine Krankenkasse schon mal nicht. Ich habe da unter komplizierten Umständen Therapie rausgenommen. Und jetzt? Leisten kann ich mir das - glaube ich - kaum.

    Macht das jemand kostenneutral / günstig? Sind die dann gut? Evtl. die Caritas?

    Moin

  2. Inaktiver User

    AW: Therapie

    Hallo Moin,

    nein, es ist nicht doof, was Du schreibst - Deine Überlegungen sind sehr wertvoll.

    Die Wohlfahrtsverbände bieten Beratungsstellen an, die auch mit Psychologen besetzt sind. Dies ist aber in der Regel kein "Therapie-Ersatz", sondern dient der Sondierung und dem Erarbeiten erster Handlungsansätze. Diese Beratungsangebote sind für Dich kostenfrei.

    Viele Therapeuten arbeiten auch mit anderen Refinanzierungen als die durch die Krankenkassen, sprich: Du zahlst einen vereinbarten Stundensatz. Das kannst Du im Vorfeld in Erfahrung bringen.

    Eine andere Überlegung wäre, möglicherweise doch über die Krankenkasse abzurechnen, indem Du vielleicht wechselst und die Therapieleistungen (bezahlt wird in der Regel Verhaltenstherapie und Psychoanalytische Therapie) nicht ausschließst.

    Vorüberlegen würde ich auch folgendes: Um was geht es Dir genau, was willst Du klären und verändern? Was Du andeutest, klingt danach, dass es nicht mit 10 Sitzungen abgetan ist. Das könnte schnell teuer werden, wenn Du das aus eigener Tasche finanzierst. Aber Krankenkassenleistungen schließen eben auch bestimmte Therapieformen aus.

    Vielleicht kannst Du Dich im Vorfeld in einer Beratungsstelle beraten lassen, dort kannst Du dann auch ein wenig "vorsortieren".

    Und nein, Theapie ist kein Luxus. Ich sehe das, was Du vorhast, als Übernahme der Verantwortung für Dich selbst und es freut mich, dass Deine Freundin gute Erfahrungen macht.

    Alles Gute!

  3. Inaktiver User

    AW: Therapie

    Hallo- MoinGemeinde-

    Selbstreflektion ist (in Maßen) sicher nicht schädlich.
    Du solltest nur darauf achten,

    - keinem "Mode-Trend" aufzusitzen ("mein Haus, mein Auto, mein Therapeut")

    - keine Super-Erwartung zu entwickeln ("Durch eine Therapie werde ich endlich glücklich" - so muss es nämlich bei weitem nicht laufen, und ich vermeine so eine Haltung bei Dir zu lesen, dass das Glück durch jemanden anderes in Dir bewirkt werden kann, so wie ich es in der Medizin oft erlebt habe: Jetzt leg ich mich auf die Bank, dann massiert mich wer ein bisschen oder gibt mir ne Spritze, und alles wird gut)

    - und vor allem ! : Dich niemals mit Deiner Freundin zu vergleichen!
    Das wäre ein ziemlcih sicherer Garant dafür, dass der Glücklich-Effekt ausbliebe.

    Aber das waren nur meine Assoziationen jetzt. Als quasi "Erfahrene"...

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    smile AW: Therapie

    Ich denke auch, dass ein Krankenkassenwechsel mit entsprechendem Tarif billiger würde, als den Therapeuten selbst zu bezahlen. Wer weiß im Voraus denn, wieviele Stunden man braucht/möchte?

    Du kannst dann beim Therapeuten allerdings auch nicht angeben, dass du dies-und-jenes schon seit Jahren hast. Denn dann schließt das die neue Kasse auch sicherlich wieder aus - aber so genau weiß ich das auch alles nicht. Am besten mal unverbindlich bei den KK erkundigen. Sie sind ja ganz wild auf neue Mitglieder.

    Die Überlegung, sich neu aufzustellen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, finde ich sehr klug.

    Ich glaube auch, dass du dich nicht wirklich mit deiner Freundin vergleichst. Sondern daß du von einer vertrauten Person positives Feedback bekommst. Sonst klingt "Therapie" ja immer so fremd.
    Und ich denke, dass eine Therapie dir Erkenntnisse bringen würde. Das ist mal sicher. Ob allerdings mehr "Glücklichsein", das ist eine ganz andere Sache/Frage.

    Heil werden und stark werden ist ein Prozeß. Manchmal ein lebenslanger.
    Aber klüger - das geht schneller.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Therapie

    moin moin gemeinde (das ist wirklich ne steilvorlage )

    ich verschieb' den thread mal direkt in's psychotherapieforum!


  6. Inaktiver User

    AW: Therapie

    Noch ein P.S.: Bei der Suche nach dem geeigneten Therapeuten solltest Du Zeit mitbringen. Zum Einen haben die meisten guten Therapeuten meistens Wartezeit, zum Anderen solltest Du Probesitzungen in Anspruch nehmen, um zu klären, ob Du zu dem Theapeuten Vertrauen entwickeln kannst. Die Krankenkassen stehen Dir dafür (ich glaube) 5 Sitzungen zu, bevor Du Dich festlegen musst.

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    AW: Therapie

    nancissima, krankenkasse kommt ja für moin nicht in betracht, weil sein kk-vertrag psychotherapie nicht mit einschließt!


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    AW: Therapie: nützlich für mich?

    Das wäre vielleicht ein Grund, die KK zu wechseln?
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Therapie: nützlich für mich?

    Moin!

    Bin inzwischen bei einer allgemeinen Beratung bei der Caritas. Und Urlaub habe ich mir genommen und der tut auch gut. (Ich hatte noch resturlaub.)

    Mein Mann hat mein Arbeitszimmer schnell fertiggemacht und es ist einfach wunderbar. Meine Wissenschafts-Insel, die ich sehr vermisst habe.

    Irgendwie war ich am Ende. Meine Eltern und Geschwister nur Probleme, die Umstellung hier und dann auch noch der Tod von 3 Menschen aus meinem nahen Umfeld, die ich sehr gern mochte. Als dann noch eine unsere beiden Katzen starb, hat mir das irgendwie den rest gegeben.

    Aber jetzt gehts wieder besser.

    Moin

  10. Inaktiver User

    AW: Therapie: nützlich für mich?

    Zitat Zitat von MoinGemeinde Beitrag anzeigen

    Irgendwie war ich am Ende. Meine Eltern und Geschwister nur Probleme, die Umstellung hier und dann auch noch der Tod von 3 Menschen aus meinem nahen Umfeld, die ich sehr gern mochte. Als dann noch eine unsere beiden Katzen starb, hat mir das irgendwie den rest gegeben.

    Aber jetzt gehts wieder besser.

    Moin
    Oh je - na das würde mich auch umhauen. Kein Wunder, dass es dir schlecht geht.

    Vielleicht muß es nicht mal eine Therapie sein? Vielleicht hilft es dir auch ein neues Hobby zu beginnen? Etwas zu machen, was du schon immer mal machen wolltest? Ein Bild malen, einen Roman schreiben what ever? Oder Sport? Tai Chi, Yoga...auch Meditation hilft beim Finden der Mitte.

    Und sowas wie Urlaub, und Fluchten im Alltag finde ich auch wichtig - nicht immer nur funktionieren für die Firma oder die Familie - auch mal nur etwas für sich machen ist wichtig.

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