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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    ...

    Im Moment geht es mir nicht so gut. Aus Sentimentalitaet heraus. Letztes Jahr Weihnachten war ich bei ihr und habe recht gute schoene Erinnerungen. Vielleicht bin ich auch dabei jetzt meinerseits zu idealisieren. Frei nach dem Motto: Ach, so schlimm war es doch gar nicht. Ging es euch nach einer Weile auch so? Ist das normal?
    Ich weiss aber, da muss ich fuer mich AUFPASSEN!

    ...
    Hallo Elsa!

    Ja! DAS kenne ich!
    Und auch nach zwei Jahren denke ich oft genug an ihn ...

    Aber: Es war nicht so schlimm ... nein: es war NOCH schlimmer !!!

    Ich wünsche Dir Tage mit schönen Erlebnissen nur für Dich ganz alleine.
    Situationen, in denen Du spürst: es geht mir gut MIT MIR.
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  2. Inaktiver User

    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Meine Therapeutin hat darauf nur mit folgendem Satz reagiert: "Sie haben ihre "Last" getragen!"
    Hallo Elsa,

    welch' weise Therapeutin, das hat ja schon fast methaphorische Züge und trifft es so gut im Kern. Mit einem sehr deutlichen Hinweis auf Deinen Anteil in der Beziehung.

    Zu diesem "Last tragen" könnte ich Dir jetzt aus dem Stehgreif zig Beispiele nennen, ob sie privater, joblicher oder oder Natur waren. Da muss ich mir an meine Nase fassen, stark ausgeprägtes Helfersyndrom. Ich kann mich heute viel besser, viel schneller abgrenzen. Das ist wirklich Übungssache, ich habe daran hart gearbeitet und übe weiter;-). Mit ersten - für mich erstaunlichen - Erfolgen.

    Diese Verklärtheit, die immer wieder auftritt. Ja, kann ich auch bestätigen, ich hatte einige dieser Situationen. Anfänglich sehr stark sogar, damals halfen mir die Hinweise darauf, dass ich das ganze rational verarbeiten wollte und mir die Trauer völlig verwehrte (wie sollte ich denn nach DIESEN Ereignissen einem Menschen überhaupt hinterherweinen, zumal ich ja selber den Cut gezogen hatte?!).

    Irgendwann bin ich dann IN den Schmerz gegangen und habe diese Trauer zugelassen. Für mich war dieser Mann einmal die große Liebe, wenn ich auch heute sehr anders darauf blicke, denn ich weiß heute, auch war er ein Gefäß für meine vielen Projektionen, wie ich dachte, er sei so und so. Irgendwo in diesen Anworten auf Deinen Beitrag taucht das auf. Idealisierte Liebe, und es konnte keiner so perfekt an mich andocken, wie er es konnte.
    Auch woher das kam, weiß ich heute.

    Ein Beispiel dazu. Hatte ich anfänglich den Eindruck, dieser Mann besitze ein Höchstmaß an Empathie, so wie es mir noch nie begegnete, musste ich viel später (ein)sehen, dass genau das Gegenteil der Fall war. Ein Meister der Manipulation, der einen das glauben ließ. Er hat Erwachsene, Kinder damit beeindruckt, allerdings diejenigen, denen das alles zu inszeniert war, die ihm Paroli boten, hat er gemieden, ignoriert (Diskussionen im Kern erstickt) bzw. auch alles dafür getan, dass ich diesen Kontakt nicht mehr so stark hatte, er wertete sie ab.
    Irgendwann fiel das alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen und ich war fassungslos, wie lange ich geblendet war, obwohl es doch sichtbar war, was da lief. Sobald die Symbiose aufhört und sich der Partner erlaubt, Kritik zu äußern, wahrnimmt, dass etwas ganz gewaltig schiefläuft, war von dieser anfänglichen Empathie nichts mehr vorhanden. Sie kehrte sich um. In psychische, verbale Verletzung, wie ich sie auch nie vorher erlebte.

    Wie dem auch sei. Die Trauer zuzulassen, DAS hat mir geholfen. Und, wenn so etwas nochmals vorgekommen ist, habe ich mir das dann auch zugestanden. Ich habe es dann besser annehmen können und diese Wellen sind weniger geworden und die Dauer dieser Schmerzphasen nahm ebenfalls ab.

    Es ist richtig, was Du andeutest. Wenn man um die eigenen Dinge weiß, kann man daran auch richtig arbeiten, es ist tough, aber lohnt sich alle Male.

    Noch etwas. Vielleicht hast Du die Tage ein wenig Ruhe und kannst das auch mal machen (aufschreiben! nicht nur denken!). Stelle Dir das vor, was DU in einer Beziehung leben möchtest, welches die Dinge sind, die Dir wichtig sind und schreibe auf, wie es mit ihr war (steht das nicht sogar in "borderline brach herz"?).
    Ich habe das dann irgendwann mal gemacht, eben, als ich Zeit hatte und dachte, das hätte sich in ein/zwei Stunden erledigt. Ich habe daran zwei Tage gesessen und war ziemlich fassungslos, als mir nochmals klar war, was WIRKLICH ALLES passierte in der Beziehung und was ich NIE WIEDER erleben will. Das war ein heilsames Erlebnis.
    Ebenso habe ich die Dinge aufgehoben, die schriftlichen, die alles das beinhalten, was hier ablief, und, wenn mir danach war, habe ich nochmals nachgelesen.. es hat mich immer wieder auf den Boden gebracht, die Eiseskälte, die haltlosen Unterstellungen, Verdrehungen, ebenso wie die großmundigen Versprechungen, Beteuerungen etc. pp. Genug Material für eine Filmvorlage!

    Insgesamt kann ich immer wieder nur auf die Zeit verweisen. Gib' sie Dir, lass sie Dir und nutze sie für Dich.

    Ein lieber Gruß in den Abend,
    narrare.
    Geändert von Inaktiver User (18.12.2009 um 20:29 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo Ihr, narrare und kleiner Tiger,

    ja, ein Drehbuchautor koennte einen Mehrteiler drehen (mindestens)...
    Und zweitens: Mein Anteil, das alles so "funktionieren" konnte, ist riesengross.

    Narrare, ich habe mir den zweiten, der von dir genannten Links zu einem Teil durchgelesen. Speziell die Abhandlungen ueber Gehirn und Biochemie, Liebe und Hass, Trennung und Borderline, auch die Trauerphasen.

    Ich war ehrlich gesagt, geschockt, welche koerperlichen Auswirkungen, gesteuert vom Gehirn, so eine Beziehung ausloest!! Ich war so naiv zu glauben, es wuerde sich alles "nur" auf psychischer Ebene abspielen. Wie gross dieses Ineinandergreifen von Psyche und Koerperlichkeit ist, wusste ich nicht.

    Zur Zeit befinde ich mich nunmehr seit vier Monaten im Trennungsprozess.
    Als sie mich nach drei Monaten anrief, mich wiederhaben wollte, habe ich den wahrscheinlich groessten Fehler gemacht, indem ich sagte: "Es geht mir gut ohne dich, aber wir koennen ja mal sporadisch telefonieren."
    Ich weiss nicht, ob ich das in meinen Beitraegen jemals erwaehnt habe, aber zu dem Zeitpunkt waren meine Faehigkeiten noch nicht so gross, dass ich mir diesen Satz haette verkneifen koennen. Sie hat natuerlich dankbar angenommen, sich bisher jedoch (und das ist gut so) nicht gemeldet.
    ICH werde es nicht tun!!! Muss ich damit rechnen, dass sie getreu der alten Schiene wieder loslegt??

    In der Abhandlung ueber Trennung und Borderline habe ich nun erfahren,
    wie fatal (wenn ich Pech habe) dieses war. Naiv, wie ich denn wohl bin, denke ich mittlerweile, dann hat sie es ja begriffen, und wir telefonieren alle paar Monate mal. Ich weiss nun, dass ich mir damit selbst etwas vormache. Der Beitrag ueber Trennung und B. hat mich gefesselt. Die Gespraechsbeispiele zwischen B. und Partner haben mir tatsaechlich Traenen in die Augen treiben lassen. Als waere eins unserer damaligen Gespraeche aufgezeichnet worden sein. Daher habe ich erkannt, wie gross mein Anteil gewesen ist. Und vor allem, was fuer einen immensen Naehrboden ICH fuer den Verlauf dieser Beziehung geboten habe!!
    Ich glaube, was mich am meisten traurig macht, ist meine eigene Unfaehigkeit, seinerzeit nicht anders handeln zu koennen!

    Wie du geschrieben hast, narrare, wir sind austauschbar. Wenn die eine Kuh gemolken ist, gibt es eine naechste. So empfinde ich es.

    Ich fuer meinen Teil bin tatsaechlich froh und dankbar, dass ich lieben kann, Menschen mit Respekt und Achtung begegnen kann. Und mit Menschen ohne Manipulationen auf gleicher Augenhoehe leben kann.

    Die Idee mit dem Auschreiben werde ich ausprobieren. Und ich befuerchte jetzt schon, hinterher werde ich wie kleiner Tiger sagen: Es war noch schlimmer!

    Das ANNEHMEN faellt mir noch schwer, auch die Tatsache zu akzeptieren, dass ich noch lange an sie denken werde. Ich hoffe nur fuer mich, dass ich nie wieder in so eine Falle, sprich bei einem neuen Partner (irgendwann), reintappe.

    Was ich ferner ansatzweise erkenne (mehr als ansatzweise geht noch nicht) ist, dass sie ein Mensch mit einer immens grossen Erkrankung ist.
    Und ich es nicht schaffe und nicht gewillt bin, mich auf diese Stoerung, vor allem wenn sie unbehandelt bleibt, einzulassen. Fraglich ist, wie sind
    die Erfolgschancen mithilfe einer Therapie? Kann sich ein B. ueberhaupt auf eine solche Therapie innerlich einlassen? Erkennt er ueberhaupt, dass er sie braucht? Will er sich wirklich helfen lassen? Ist das ganze auf ein Level zu bringen, mit dem der Erkrankte sowie die Angehoerigen (Partner) leben und umgehen koennen?

    Eins vorweg: Ich spekuliere nicht darauf, dass sie Therapie macht und vielleicht wird alles gut. Es sind Dinge, die mich einfach so interessieren.
    Ich weiss nicht wieso.

    Auf jeden Fall hilft mir der Austausch hier mit euch sehr. Es zeigt mir: Ich bin nicht allein.

    Dieses Weihnachten ohne sie sehe ich momentan als Herausforderung fuer mich. (Meine gesamte Familie ist tot und sie weiss, dass das mein wunder Punkt ist, gerade zu den Feiertagen). Aber das ist heute, morgen kann alles wieder anders sein!
    Aber wahrscheinlich gilt es auch das anzunehmen. Und trotzdem bin ich verdammt traurig...

    Entschuldigt, wenn ich mich selbst mal wieder in Widersprueche verstrickt habe, soweit ist es, ich merke es gar nicht. Aber ich arbeite dran.

    Ganz liebe Gruess an euch und erstmal einen schoenen 4. Advent!

    Elsa

  4. Inaktiver User

    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    ja, ein Drehbuchautor koennte einen Mehrteiler drehen (mindestens)...
    Und zweitens: Mein Anteil, das alles so "funktionieren" konnte, ist riesengross.
    Hallo liebe Elsa!

    Du bist noch sehr frisch in Deiner Abnabelungsphase. Es ist sehr wichtig, sich darum bewußt zu sein, dass man als Partner in irgendeiner Form "Gegenpart" war, oder, wie sagten wir damals beide verklärt, es passt wie ein Puzzle, aber genauso wichtig ist es, sich SELBER zu verzeihen. Ich selbst habe mir monatelang schwerste Vorwürfe gemacht und die flackerten auch immer wieder auf, gerade, weil auch meine Kinder involviert waren.
    Und doch auch hier. Ich habe dieses Jahr erlebt, wie sich einer meiner Söhne von einer ungesunden Freundschaft distanziert hat. Aus eigenen Kräften, weil er zunehmend merkte, wie sehr er unter dieser Beziehung litt. Das hat mich sehr getröstet, denn letzten Endes haben auch meine Kinder gelernt, DASS man sich aus einer ungesunden, destruktiven Beziehung befreien kann, muss... auch wenn es weh tut.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Ich war ehrlich gesagt, geschockt, welche koerperlichen Auswirkungen, gesteuert vom Gehirn, so eine Beziehung ausloest!! Ich war so naiv zu glauben, es wuerde sich alles "nur" auf psychischer Ebene abspielen. Wie gross dieses Ineinandergreifen von Psyche und Koerperlichkeit ist, wusste ich nicht.
    Ich wußte schon vieles über Trennungen, aber diese Punkte waren mir - vor allen Dingen in dem Ausmaß - auch vorher unbekannt. Ich fand es befreiend, weil ich mich selber manches Mal fragte, tickst Du eigentlich noch ganz sauber, das kann doch, darf doch nicht solche Auswirkungen haben. Das ist doch alles nicht mehr normal.
    Als die Schmerzen gingen, Elsa, und das kommt (!!!), war ich voller Dankbarkeit. In dieser Zeit fand ich es übrigens sehr schwierig, das Menschen zu erklären, die um mich herum waren, voller Besorgnis (und später auch dem latenten Vorwurf "jetzt muss doch mal gut sein, sie soll doch froh sein, den Mann nicht mehr in ihrem Leben zu haben"). Ich musste irgendwann erkennen, dass dies nicht erklärbar ist, für jemanden, der eine solche Beziehung noch nicht erlebt hat. Das verschwendet unnötige Energie, und man gerät (wieder) in eine Erklärungsspirale.
    Für Dich nochmals. Du durchgehst einen schmerzhaften Ablöseprozess, der völlig normal ist. Auch in dieser Intensität!

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Zur Zeit befinde ich mich nunmehr seit vier Monaten im Trennungsprozess.
    Als sie mich nach drei Monaten anrief, mich wiederhaben wollte, habe ich den wahrscheinlich groessten Fehler gemacht, indem ich sagte: "Es geht mir gut ohne dich, aber wir koennen ja mal sporadisch telefonieren."
    Ich weiss nicht, ob ich das in meinen Beitraegen jemals erwaehnt habe, aber zu dem Zeitpunkt waren meine Faehigkeiten noch nicht so gross, dass ich mir diesen Satz haette verkneifen koennen. Sie hat natuerlich dankbar angenommen, sich bisher jedoch (und das ist gut so) nicht gemeldet.
    ICH werde es nicht tun!!! Muss ich damit rechnen, dass sie getreu der alten Schiene wieder loslegt??
    Erstmal. Das ist doch total menschlich. Hier gab es ja auch einen Beitrag, in dem so ein loser Kontakt funktioniert.
    Die Menschen sind ja nicht per se DIE STÖRUNG, nein, dahinter ist ja oftmals ein Mensch, der selber seinen eigenen schweren Packen mit sich herumträgt. Und auch sie haben liebe und warme Anteile, sonst wären wir ja nicht mit ihnen zusammen gekommen.
    Dennoch, Kontaktabbruch ist m.E. das beste, zumal dann, wenn die eigenen Wunden noch offen sind.

    Wie "sie" tickt, weiß ich nicht. Manche schneiden den Kontakt komplett ab, was für die Partner zwar auch nicht einfach ist, aber viel besser für die Verabeitung. Manche lassen ihre Partner nicht los (bis der/die neue Prinz/Prinzessin da ist), werden zu Stalkern, das ist dann ganz hart. Sei froh, wenn Du nichts hörst.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    In der Abhandlung ueber Trennung und Borderline habe ich nun erfahren,
    wie fatal (wenn ich Pech habe) dieses war. Naiv, wie ich denn wohl bin, denke ich mittlerweile, dann hat sie es ja begriffen, und wir telefonieren alle paar Monate mal. Ich weiss nun, dass ich mir damit selbst etwas vormache. Der Beitrag ueber Trennung und B. hat mich gefesselt. Die Gespraechsbeispiele zwischen B. und Partner haben mir tatsaechlich Traenen in die Augen treiben lassen. Als waere eins unserer damaligen Gespraeche aufgezeichnet worden sein. Daher habe ich erkannt, wie gross mein Anteil gewesen ist. Und vor allem, was fuer einen immensen Naehrboden ICH fuer den Verlauf dieser Beziehung geboten habe!!
    Ich glaube, was mich am meisten traurig macht, ist meine eigene Unfaehigkeit, seinerzeit nicht anders handeln zu koennen!
    Nochmals, Elsa. Fange an, Dir selber zu verzeihen. Du hast Dich in Liebe geöffnet und in Liebe gehandelt. Für Dein weiteres Leben behältst Du auch diese Fähigkeit, wirst aber bei eindeutigen Warnsignalen besser hinsehen und diese auch viel eher wahrnehmen und dann reagieren. Anders als in dieser Beziehung.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Wie du geschrieben hast, narrare, wir sind austauschbar. Wenn die eine Kuh gemolken ist, gibt es eine naechste. So empfinde ich es.
    Ja. Wenn man es auf einen nüchternen Nenner reduziert, läuft es so ab. Das tut erst sehr weh, hilft aber dann auch. Weil es die eigene Verklärtheit, den Blick auf diese Beziehung ebenfalls ernüchtert.
    Ich wage sogar zu behaupten, dass genau DAS der Punkt ist, an dem ich richtig begriffen habe. Was habe ich für hochgestelzte Liebesbriefe bekommen, bis zum Schluss, mit Superlativen noch und nöcher. Ich nehme an, die Frauen vor mir haben die ebenso stapelweise, genauso wie die Nachfolgerinnen. Und wie schnell, waren diese Worte verpufft und schon die nächste am Start.

    Erst letztlich überkam mich so ein befreites Gefühl. Wie GUT, dass ich raus da bin und unter den "abgehakten" Frauen nun rangiere.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Ich fuer meinen Teil bin tatsaechlich froh und dankbar, dass ich lieben kann, Menschen mit Respekt und Achtung begegnen kann. Und mit Menschen ohne Manipulationen auf gleicher Augenhoehe leben kann.
    Das ist auch gut so. Und das bleibt bei Dir und geht nicht weg durch diese Trennung.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Die Idee mit dem Auschreiben werde ich ausprobieren. Und ich befuerchte jetzt schon, hinterher werde ich wie kleiner Tiger sagen: Es war noch schlimmer!
    Man wird sich sehr bewußt um die Dinge. Eben dann hilfreich, wenn man sie anfängt zu "vergessen". Ich wußte schlagartig wieder, was passierte, viel wichtiger: wie es sich anfühlte und dass ich so etwas nicht wieder erleben will.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Das ANNEHMEN faellt mir noch schwer, auch die Tatsache zu akzeptieren, dass ich noch lange an sie denken werde. Ich hoffe nur fuer mich, dass ich nie wieder in so eine Falle, sprich bei einem neuen Partner (irgendwann), reintappe.
    Weißt Du, Elsa. Das ist Teil dieser Trauerarbeit. Und auch dies ist ein Indiz dafür, dass Du geliebt hast in dieser Beziehung Liebe.
    Mir sagte meine Therapeutin mal, da wir uns auch nicht sahen (jetzt 1 Jahr her), es ist, als ob ein Mensch stirbt, den man mal sehr geliebt hat. Die Trauerphasen sind sehr ähnlich. Mir hat das geholfen, inneren Frieden gegeben. Du kannst Dir vorstellen, wie ätzend das war, als hier immer noch Post für ihn ankam, weil er diverse Adressen nicht geändert hat und als er dann anfing, mich hier nachzulesen und sich daraufhin bei mir zu melden. Nun gut. Auch das ging wieder vorüber.

    Sei Dir gewiss, Deine Antennen sind geschärft. Anfänglich sogar SEHR geschärft, vielleicht sogar übertrieben. Ich denke aber, das reguliert sich auch wieder, aber Du wirst fürs Leben gebrieft sein. So kommt es mir jedenfalls vor. Es wird sicher auch sehr davon abhängen, inwieweit Du Deine eigenen Anteile aufschlüsselst und damit arbeitest.
    Ich kenne Menschen, die das nicht tun. Und, sie laufen immer wieder gegen die gleichen Wände. Aber, das hat jede/r selber zu verantworten.
    Mein Ding ist es nicht und ich weiß auch, dass ich noch viele Dinge weiter in meinem Leben regeln muss, eine neue Beziehung ist insofern auch nicht das, was ich suche. Noch nicht. Momentan sind andere Dinge wichtiger und das Leben kann auch warm und gehaltvoll sein ohne einen Partner. Okay, der Sex fehlt mir , aber auch das kommt alles wieder.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Was ich ferner ansatzweise erkenne (mehr als ansatzweise geht noch nicht) ist, dass sie ein Mensch mit einer immens grossen Erkrankung ist.
    Und ich es nicht schaffe und nicht gewillt bin, mich auf diese Stoerung, vor allem wenn sie unbehandelt bleibt, einzulassen. Fraglich ist, wie sind
    die Erfolgschancen mithilfe einer Therapie? Kann sich ein B. ueberhaupt auf eine solche Therapie innerlich einlassen? Erkennt er ueberhaupt, dass er sie braucht? Will er sich wirklich helfen lassen? Ist das ganze auf ein Level zu bringen, mit dem der Erkrankte sowie die Angehoerigen (Partner) leben und umgehen koennen?
    Vorab. Ich habe angefangen, mich immer weniger mit diesem "er ist so krank" auseinanderzusetzen, für das Verstehen ist es anfänglich allerdings wichtig und eben auch für diese Frage, geht ein Neuanfang.
    Ich weiß übrigens auch nicht, "was" er hat, ich habe Vermutungen, wichtiger ist aber, was es MACHTE und vor allen Dingen mit MIR machte.

    Natürlich kann man so leben. Ich kenne Menschen, die mit diagnostizierten BL leben, die auch in Therapie sind. Die Frage ist, wie hoch ist der Preis, den man bezahlt. Das muss jede/r für sich selber entscheiden.

    Mein Ex hat eine Therapie angefangen. Nicht aus DEM Grund, das war, als ich ihn rausschmiss, er wollte seine Vergangenheit aufarbeiten.
    Nach meinem Wissensstand heute, wollen viele derer ihre "Kosten" reduzieren, sprich immer wieder Trennung, Verlust von Job, Freunden etc. und arbeiten durchaus hart mit sich selber. D.h. sie sind sich auch bewußt, dass irgendetwas im Leben - für sie - negative Konsequenzen hat und wollen das regulieren. Problematisch ist dabei, dass sie sich und ihr Verhalten - ähnlich auch bei anderen Störungen - selber niemals als das Problem wahrnehmen können. Es sind immer die anderen, die Umstände etc. pp., aber niemals sie selber, die das auslösen.
    Und damit fängt das ganze an schwierig zu werden. Konfrontiert ein Therapeut dann irgendwann seinen Klienten damit, dass ER das Problem ist, kann es gut sein, dass der Therapeut gewechselt wird, die Therapie ganz beendet wird, was auch immer.
    Oder sie sind derart begnadete Manipulateure, dass die Therapeuten zwar mit ihnen arbeiten, aber nicht darauf kommen, was wirklich abgeht und es zu dieser wichtigen Konfrontation gar nicht erst kommt. Wie gesagt, das habe ich selber live erlebt.

    Mein Ex kam nach sehr kurzer Zeit an und wollte erstmal seine Bedürfnisse durchsetzen (auch ich konnte mich nach seinem Auszug nicht sofort trennen, es gab noch ein paar Monate ein Hin und Her). Da war ich ganz schön platt, denn genau aufgrund dieser hatte ich zuvor ein FastBurnout. Denn es ging immer um seine Dinge.

    Erst später lernte ich, dass Therapeuten mitunter lange komplimentär zur Störung arbeiten müssen, um ein Vertrauen aufzubauen beim Klienten, d.h. die Störung kann sich gut verstärken in den Anfängen einer Therapie und/oder, und das ist für die Partner ganz übel, ich kenne das von einigen Betroffenen und leider auch von mir selber: es findet eine Umkehr statt. Der Mensch, der Dich so tief verletzt hat, mutiert plötzlich zum Opfer. ER wurde von DIR misshandelt, Du warst die Böse, ich habe meinen Ex später sogar nach seinen Aussagen "sexuell mißbraucht", kein Scherz, und das ist dann ganz hart, vor allen Dingen wenn dann kommt "mein/e Therapeutin hat gesagt, dass ich jetzt das und das tun muss, weil...".
    Mein Ex wollte immer, dass ich zu seiner Therapie mitgehe und ich wußte sehr schnell, dass ich das genau aus diesen Gründen nicht tun würde, final brüllte er mich sogar mal an "sei endlich Frau genug und komm' mit zu meiner Therapeutin, Du wirst schon sehen, was dann passiert". Die Worte hallen heute noch in meinen Ohren und an dieser Umkehr der "Schuldzuweisung" habe ich lange Zeit geknabbert, ohne meine Therapie wäre da wohl einiges übelst hängen geblieben.


    Meine Erfahrung, meine ganz persönliche zeigt aber dieses. Mein Ex ist sich nicht bewußt über das, was bei ihm schief läuft (nur in Anteilen, die er aber immer anderen zuschob "ich bin so ausgerastet, weil Du mich verletzt hast", "wir sind an den Umständen gescheitert", "Du bist hypersensibel", "das habe ich nie gesagt" - er vergaß in der Tat was er mir alles an den Kopf knallte) und selbst das Nachlesen hier wurde begründet mit, er hätte nachlesen müssen, weil ich ein Abschlussgespräch haben wollte (wollte ich, ja, im Frühling, er las mich nach bzw. rührte sich bei mir wegen meiner Beiträge hier... im Herbst). Last but not least hatte er sein altes Leben hier so schnell ausgetauscht, inkl. aller "Faktoren", das war schon unglaublich. Auch hier das alte Muster. Trümmerfelder hinterlassen, weiterziehen, gleiche Struktur aufbauen. Auch mit mir, inkl. meiner Familie, hat er das damals getan. Aber ich, unsere Liebe waren ja so besonders...


    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Eins vorweg: Ich spekuliere nicht darauf, dass sie Therapie macht und vielleicht wird alles gut. Es sind Dinge, die mich einfach so interessieren.
    Ich weiss nicht wieso.
    Weil die Hoffnung zuletzt stirbt. Vermute ich. Und ich kann das auch nachfühlen. Denn es ist ja eine ganz besondere Beziehung gewesen und man hat Dinge erlebt, die man so vorher wahrscheinlich auch noch nicht erlebte. Im Guten wie im Schlechten.
    Und Du liebst. Vielleicht in einer "Tiefe", die auch Dir nicht bekannt ist, wobei, das war ja auch schon Thema, befasse Dich auch damit irgendwann mal, mit dieser idealisierten Liebe.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall hilft mir der Austausch hier mit euch sehr. Es zeigt mir: Ich bin nicht allein.
    Dafür ist er ja auch da! Und auch mir hilft das heute noch!

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Dieses Weihnachten ohne sie sehe ich momentan als Herausforderung fuer mich. (Meine gesamte Familie ist tot und sie weiss, dass das mein wunder Punkt ist, gerade zu den Feiertagen). Aber das ist heute, morgen kann alles wieder anders sein!
    Aber wahrscheinlich gilt es auch das anzunehmen. Und trotzdem bin ich verdammt traurig...
    Das ist sehr traurig zu lesen... Gibt es gute Freunde, die Du hast? Und, wenn es nur eine/r ist, das ist so wichtig. Ich hoffe, Du bist nicht ganz alleine.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Entschuldigt, wenn ich mich selbst mal wieder in Widersprueche verstrickt habe, soweit ist es, ich merke es gar nicht. Aber ich arbeite dran.
    Hast Du gar nicht. Du bist sehr klar in Deiner Denke, wenn ich Dir das mal so sagen darf.

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Ganz liebe Gruess an euch und erstmal einen schoenen 4. Advent!
    Dito und ein lieber Gruß zu Dir. Hier schneit es wie wild!

    narrare.

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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Liebe narrare,

    ersteinmal moechte ich mich ganz herzlich bei dir fuer deine ausfuehrliche, hilfreiche Antwort bedanken!!! Dass du dir die Zeit genommen und die Muehe gemacht hast, meinen Beitrag in einzelne Bestandteile auseinanderzupfluecken. Das ist absolut positiv gemeint!

    Anhand deiner Antwort habe ich gemerkt, dass ich viele fuer sich eigenstaendig stehende Bereiche hintereinanderweg "abgegrast" habe. Es tauchen fuer mich immer neue Fragen auf, die ich mir nach Moeglichkeit sofort alle auf einmal beantworten moechte, bzw. mit Hilfe anderer beantwortet haben moechte.
    In meinem Schaedel wirbeln so viele Gedanken durcheinander. Kopfkino.

    Aber ich unterstelle mal, dass das bei jedem in dieser Situation so war/ist.

    Andere Menschen koennen es tatsaechlich nicht verstehen. Als ich das Buch "Borderline brach Herz" las, wurde ich gefragt, was das denn sei.
    Die Reaktionen reichten von "warum tust dir das an" ueber "sei froh, dass du sie los bist" bis hin zu "such dir schnellstmoeglich einen neuen gesunden Partner".
    Eine neue Partnerschaft ist fuer mich im Moment voellig ausgeschlossen!!
    Ich habe mit meiner Ex-Freundin innerlich noch lange nicht abgeschlossen. Bis ich mich so befreit fuehle, mich wieder auf einen Menschen einzulassen, wird noch viel Zeit vergehen. Wieviel, das weiss ich nicht. Es ist auch egal, wenn ich soweit bin, werde ich es merken.

    Es waere momentan auch einem neuen Partner, den ich vielleicht im Unterbewusstsein nur aus Verdraengungs- und Ablenkungsgruenden suche, nicht fair. Meine Hoffnung wuerde nur darin bestehen, endlich jemanden zu haben, der mich um meiner selbst willen liebt. Nur um mir etwas zu beweisen. Aber tief im Inneren weiss ich, dass ich erst die sog. Trauerphasen durchlaufen muss.

    Wie heisst es im Buch:

    "Am Ende wird alles gut,
    und wenn's noch nicht gut ist,
    dann ist's noch nicht zu Ende."


    Narrare, ich habe deine Antwort sehr aufmerksam gelesen. Einmal, zweimal. Ich werde sie noch einige Male lesen, denn es steckt sehr viel darin.

    Lieben Dank nochmal!

    Ich will mir bewusst machen, dass es tagtaeglich schoene Dinge in meinem Leben gibt, die ich waehrend der Beziehung nicht gesehen habe oder auch nicht wahrnehmen konnte. Und daher freue ich mich, dass es auch hier schneit. Ich schaue in die Flocken und werde ruhiger...

    Herzlichen Gruss,

    Elsa

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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Ich habe mit meiner Ex-Freundin innerlich noch lange nicht abgeschlossen. Bis ich mich so befreit fuehle, mich wieder auf einen Menschen einzulassen, wird noch viel Zeit vergehen. Wieviel, das weiss ich nicht. Es ist auch egal, wenn ich soweit bin, werde ich es merken.
    Liebe Elsa,
    zu dem Borderline-Problem kann ich Dir leider nicht so viel sagen, das können hier narrare und die Anderen viel besser.
    Ich möchte Dir nur sagen, dass mich sehr berührt, wie Du um Deine Liebe in Dir kämpfst!

    Das finde ich sehr schön, und mehr, als ich es bei Anderen oft sehe, die so reagieren, wie Du es berichtest.

    Mein Eindruck ist, dass Du die Chance gut nutzt, Dich selbst besser kennen zu lernen, und es nicht nur als ein Problem Deiner Ex-Freundin siehst. Das sollte man eigentlich immer versuchen, wenn eine Beziehung scheitert, ganz gleich aus welchen Gründen, es hat ja immer auch mit einem Selbst zu tun. Genauso ist es wichtig zu verstehen, warum man überhaupt diese Beziehung eingegangen ist.

    Ich finde, Du bist sehr wach und fair!
    Und Dir ist die Notwendigkeit einer Trauer und ihrer Verarbeitung bewußt.

    Ich wünsche Dir ganz herzlich nicht zu traurige Feiertage, und dass Du Deine Liebesfähigkeit nicht in Zweifel ziehst. Für Dich ist wichtig, dass Du sie auch für Dich selbst hast!

    Alles Liebe,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Liebe E.,

    es freut mich, dass du mich so wahrnimmst.

    Ja, neben all der Traurigkeit, dem Schmerz und der mega-grossen Wut will ich aber auch hinschauen, WARUM ich all das habe mit mir machen lassen. Da stimmt ja auch was nicht.

    Klar, ich koennte es mir einfach machen und sagen: Sie ist krank. Das habe ich mit Sicherheit waehrend der Beziehung auch gedacht. Aber jetzt, seit der Trennung, merke ich, dass da auch bei mir was im Argen liegt und ich mich auf den Weg machen muss, um fuer mich was zu tun.

    In anderen Bereichen weiss ich, warum ich dieses oder jenes mit mir geschehen lasse. Denn wie jeder von uns, habe auch ich meine ganz persoenliche Geschichte. Aber diese Beziehung setzt dem ganzen noch eins obendrauf!

    Ich denke, ich habe den Vorteil (wenn man das so nennen kann), dass wir nicht in einer Stadt wohnen. Obwohl es kein Problem war, mich per Telefon oder SMS ueber 150 km hinweg fertigzumachen, zu manipulieren, zu erpressen etc. Nur laufe ich jetzt nicht Gefahr, ihr beim Einkaufen zu begegnen, geschweige denn eine Wohnung mit ihr geteilt zu haben. Vielleicht hilft mir das.

    Was sie kuenftig macht, darauf habe ich keinen Einfluss, aber ich habe nur dieses eine Leben und das moechte ich anders verbringen als die letzten 4 Jahre.

    Die Anteile in einer Beziehung sind immer 50/50, ich will da auch fair sein und bin froh, wenn es auch so rueberkommt.

    Ich liebe sie immer noch, habe Sehnsucht, aber jetzt geht es um MICH.

    Ich will und muss mich damit beschaeftigen, damit ich nicht auf der Strecke bleibe.

    Und doch immer wieder diese Zweifel.... Aber da muss ich durch...

    Fuer deine Rueckmeldung danke ich dir sehr!

    Ich danke dir fuer deine Festtagswuensche und wuensche auch dir
    ein schoenes Weihnachtsfest.

    Herzliche Gruesse,

    Elsa

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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    ...ich lösche meinen beitrag wieder, weil er eh nichts bewirken wird.

    leckt eure wunden und tut euch gegenseitig gut, ist ja auch nix dagegen einzuwenden.

    hilfe für die bordies wird es so oder so nicht geben.

    trotzdem denke ich immer wieder über einen ausspruch nach... einer von ihnen sagte: wieso steht eigentlich so fest, daß WIR die kranken sind ??? sollen doch die meisten von "da draußen" sich mal in frage stellen!
    Geändert von Noname (21.12.2009 um 07:34 Uhr) Grund: ich leide doch lieber nicht öffentlich....

  9. User Info Menu

    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Da ich ein paar Stunden nicht ins Internet kam, etwas verspätet meine Antwort, liebe Elsa:

    Danke Dir für Deine Wünsche, liebe Elsa!

    Ja, die Liebe ist nicht einfach so schnell weg zu bekommen, wenn die Beziehung nicht mehr besteht.

    Aber bedenke, dass es Deine Liebe ist! Sie ist in Dir und ein Teil von Dir! Viel mehr, als von der geliebten Person. Dass Du sie nicht so schnell aufgeben kannst, glaube mir, kann ich nur zu gut nachvollziehen.

    Und bedenke auch, dass sie die Person meint, die diese Frau ist, ihr Kern, ihr Wesen. Natürlich hängt das auch mit ihrer Persönlichkeitsstruktur zusammen. Aber man verliebt sich doch auch immer in das Einzigartige einer Person, nicht wahr?

    Ist Dir klar, welche menschliche Qualität es ist, so tief lieben zu können? Wieviele Menschen hätten sich schnell abgewendet, weil die Beziehung ihnen nichts "einbringt". Du hast es nicht getan, und hättest Dich vielleicht jetzt noch nicht getrennt, wenn sie es nicht getan hätte.

    Nochmal, Elsa, ich finde Dich viel empfindsamer und beständiger als viele andere Menschen. Und dass gerade diese Eigenschaft so für sich ausgenutzt werden kann, das musstest Du jetzt leider fahren. Dennoch hast Du da einen Schatz in Dir, den Du hüten musst, auch vor der, der er im Moment noch gilt!

    Um Deinetwillen!

    Alles Liebe,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Liebe E.,

    man, meine Eigenwahrnehmung ist total gestört! Das merke ich hier im Forum deutlich anhand eurer Reaktionen.
    Es freut mich, so gesehen zu werden. Es bestärkt mich, anscheinend doch nicht ganz so so emotional verkorkst zu sein, wie ich es bereits glaubte.

    Ja, Liebe kann man nicht per Knopfdruck abstellen. Das ist natürlich gut so, aber es gibt zahlreiche Momente, da wünschte ich, ich könnte es mal eben so...

    Sicher habe ich mich auch in das Einzigartige an diesem Menschen verliebt. Nur, dass ich jetzt erkennen muss, dass dieses Einzigartige
    nicht nur positiv besetzt ist. Gut, dass ist es bei keinem Menschen. Jeder hat Fehler und Schwächen. Wenn ich jedoch festelle, dass dieses "Einzigartige" mir den Boden unter den Füßen wegzieht, dann muss ich Verantwortung für mich übernehmen.

    Im Endeffekt habe ich jetzt nur zwei Möglichkeiten. Ich stecke den Kopf in den Sand oder ich arbeite an mir.

    Ich kann es natürlich auch so machen wie Noname in ihrem vorigen Beitrag. Ich schieße einfach ein "sollen die sich da draußen doch mal in frage stellen" in den Raum und seile mich ab.

    Noname, ich verstehe deine Verzweiflung, deine tiefe Traurigkeit und die Hilflosigkeit. Bloß hilfst du damit niemandem. Weder dir noch deiner Tochter...
    Ich habe auf deinen ersten, mittlerweile wieder gelöschten Beitrag, lange überlegt, ob ich dir antworte. Ich selbst habe keine Kinder, nur eine gute Freundin, deren 35-jährige Tochter mit Kind, ebenfalls BL-erkrankt ist. Meine Freundin hat für sich einen Weg gefunden, damit umzugehen. Mein persönlicher Eindruck ist jedoch, dass du noch so in deiner Hilflosigkeit gefangen bist, dass ich dir die Schilderung dieses Weges nicht antun wollte.

    Wie du bemerkt haben solltest, stellen sich auch Partner in frage und gucken bei sich.Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
    Nimm's mir bitte nicht übel, aber dein letzter Beitrag wirkt auf mich
    etwas trotzig.

    Ich persönlich will den Weg gehen, mich meinen Macken und Schwächen zu stellen, aber ich will auch endlich mal meine liebenswerten Seiten und meine Stärken annehmen können.

    Einzelne, ich danke dir für dein Feedback!

    Liebe Grüße

    Elsa

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