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  1. Avatar von elsa68
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    ......was ich vergessen habe: Bin deinem Literaturhinweisen nachgegangen und habe mir die Kundenrezensionen durchgelesen. Denke, fuer mich ist das Buch momentan ein absolutes MUSS.

    Danke fuer den Tip.

  2. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe nur bei mir die Bedenken, dass ich bei einer potentiellen Partnerschaft doppelt genau hingucken werde, und vielleicht kleine Zeichen falsch interpretiere. Also gesund
    hinschauen kann.

    Gruss

    Elsa

    DAS wird vermutlich auch bei mir so sein ... im Sinne von "gebranntes Kind" ...
    Wenn man's aber weiss, ist es schon deutlich weniger schlimm

    Und noch was: diese Jahreszeit (also der Monat Dezember mit seinen Feiertagen!) ist eine denkbar ungünstige Zeit.
    Auch nicht aus leicht sentimentalen Gründen sollte man dann einen solchen Kontakt ausgerechnet jetzt wieder aufnehmen oder pflegen.
    Es KANN nur schiefgehen!

    Alles Gute für Dich
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  3. Avatar von elsa68
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Du hast den gefährlichen Punkt genannt...
    Natürlich bin auch ich gerade in dieser Zeit sehr empfänglich für
    liebe Worte und Streicheleinheiten. Mein Herz schmilzt dann "wie Butter in der Sonne". Sie weiß das. Aber ich weiß, dass sie weiß usw.
    Und es ist so, sentimentale Gefühle sind absolut keine Basis für eine Kontaktpflege, bzw. Kontaktaufnahme!!!

    Ich möchte Dir noch sagen, dass es mir sehr geholfen hat, dass ich mich mit Dir über diese Problematik etwas austauschen konnte.

    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Adventszeit!!

  4. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo elsa,
    meine persönliche Erfahrung: Nein, es geht nicht.
    Es ist für einen Borderliner unendlich schwer bis unmöglich, die alten Strukturen aufzubrechen. Mach Dir keine allzu großen Hoffnungen, dass sie plötzlich anders sein wird als früher.

    Ich habe mich nach knapp drei Jahren von einer Borderlinerin getrennt. Ich habe lange gebraucht, um darüber hinweg zu kommen. Die Faszination, die von diesen Menschen ausgeht, ist wie Magnetismus. Und Du steckst noch so sehr drin, dass dieser Magnetismus bei Dir noch wirkt.

    Ich habe eine Weile versucht, mit meiner Ex eine Freundschaft zu leben. Aber das war schwierig bis unmöglich. Denn meine Toleranzschwelle, die während unserer Beziehung relativ hoch war (ich denke heute oft, Himmel, was habe ich mir damals alles gefallen lassen!), fiel nach unserer Trennung ab. Ich wollte diverse Verletzungen, Ungereimtheiten, extreme Reaktionen, Aggression, einfach nicht mehr hinnehmen.
    Wir haben heute einen losen Kontakt. Ich bin schon lange über sie hinweg, schätze viele positive Eigenschaften an ihr immer noch sehr (sie ist für mich ein ganz besonderer Mensch). Aber ich kann und will sie emotional nicht mehr an mich heranlassen. Und das ist gut so.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.

    Geändert von Mediterraneee (30.11.2009 um 10:28 Uhr)

  5. Avatar von elsa68
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo Mediterannee,

    du sprichst von der Faszination, die von diesen Menschen ausgeht...
    WIE WAHR!
    Diese Faszination habe ich mir, trotz allem, immer wieder zu erklären versucht. Die ewige Frage nach dem WARUM. Warum zieht mich sie so an, obwohl sie mir kurz zuvor wieder einen Tritt in die Seele gegeben hat? Eine Frage, die ich zur Zeit für mich nicht beantworten kann und auf die ich vielleicht auch nie eine Antwort finden werde.

    Ferner erzählst du, ihr beide habt einen losen Kontakt, da das ganze
    auf freundschaftlicher Basis nicht funktionierte.
    Wie sieht das in der Praxis aus und akzeptiert sie das so oder musst
    du dich nach wie vor immer wieder abgrenzen?

    Ich komme mir irgendwie blöd vor, dass ich mich da so mit beschäftige, nachfrage etc. Ich habe ja auch schon Trennungen hinter mir, aber so beschäftigt, aufgewühlt, schmerzvoll und traurig wie diese war noch keine!!!


    Herzliche Grüße

    Elsa

  6. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Ich weiss auch nicht "die Antwort" auf, die Frage, warum? - aber einige Gedanken habe ich mir dazu gemacht.

    Zur Zeit habe ich therapeutische Gespräche mit einer Mutter, die sich vom Vater des Kindes, der eine BL-Størung hat, nur schwer wirklich abgrenzen und trennen kann, bzw wieder zurückdriftet, wenn sie gerade Land gewonnen hat. Was sie zum Beispiel erzählt, ist, dass ihr dieser Mann auf eine innere Frage/ein inneres Bedürfnis einen Widerhall gibt, wie sie ihn sonst von keinem erfahren hat. Es geht um uneingeschränkte Annahme, die er ihr punktuell geben kann, und zwar genau dann, wenn sie es nätig hat - denn dann ist er zur Stelle. Er ist so intensiv wie kein anderer, sie wird geliebt, wie von keinem andren (meine Gedanken dazu: idealisiert geliebt, also nicht "realistisch", aber unglaublich erfüllend gerade (aus biografischen Gründen) für sie).

    Das Schwarz-Weiss ist eben intensiver als das realistische Grau. So hassen wie im "Schwarz"-Modus, so lieben wie im "Weiss"-Modus kann vielleicht niemand, der keine BL-Störung hat. Das kann sehr anziehend/bindend sein.

    Dazu kommt die Vitalität, die Dramatik/Romantik des Alltags...das Leben wird ein Film, mit aufwühlenden Szenen, mit intensiver Versöhnung. Das ist evt für zurückhaltende oder auch eher depressive Partner sehr spannend/belebend.

    Dazu kommt ja, dass es sich um einen ganzen Menschen handelt, der eben in gefühlsmässig aktivierten Zuständen ausgeprägte Schwächen hat, aber ja doch mit seiner ganzen Persönlichkeit, in seiner ganzen Menschlichkeit, seiner wahrscheinlich schwierigen Lebensgeschichte vor einem steht.

    Ich persönlich (nein,ich habe keine private Erfahrung mit BL, aber berufliche, bin zudem mit einem persönlichkeitsgestörten Elternteil - nicht BL - aufgewachsen) würde mich nicht fragen, warum?, sondern vielleicht eher, wie ich meine eigenen Grenzen wieder wahnehmen und beschützen kann, wie ich Zugang zu meiner eigenen Lebendigkeit haben kann und daher nicht leihweise eines anderen Intensität benötige...kurzum Fragen für mich, nicht auf den andren bezogen.

    Denn ich glaube, wie gesagt nicht, dass ich eine Beziehung zu einem Borderline-Partner halten wollen würde, der nicht eine DBT- oder MBT-Behandlung schon weitgehend sinnvoll genutzt hat. Das hat sonst schon was Selbstzerstörerisches - mindestens Selbstgefährdendes.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  7. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Liebe Elsa,
    das war bei mir genauso. Keine andere Beziehung hat mich emotional so aus der Bahn geworfen.

    Und ich denke, genau das ist auch die Erklärung für die Faszination.
    Wenn Du mit einem Borderliner zusammen bist, ist alles außergewöhnlich. Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt.
    Es gibt keinen grauen Alltag, es gibt keine Langeweile, es gibt nur hohe Wellen.
    Mit meiner Freundin war es so, dass ganz banale Situationen schillernd und glitzernd wurden. Selbst eine profane Busfahrt durch die Stadt geriet zu einer Abenteuertour. Sie steckte mich mit ihrer Art, die Welt wie ein Kind wahrzunehmen (alles ist bunt, alles ist aufregend, alles ist absolut) geradezu an.
    Die schönen Momente waren nicht nur schön, sie waren grandios.
    Die schlimmen Momente waren dementsprechend abgrundtief.
    Das faszinierte mich sehr, da ich selbst ein Mensch bin, der intensiv lebt.
    Aber auf die Dauer kann ein Mensch, der nicht an Borderline leidet, das nicht ertragen.
    Man kann niemals Luft holen, niemals zur Ruhe kommen.
    Ich bin froh, dass es vorbei ist.

    Heute telefonieren wir alle zwei, drei Wochen und sehen uns vielleicht alle zwei Monate mal. Dann ist dieses "Besondere" auch sofort wieder da.
    Aber ich weiß, ich verfalle dem nicht mehr. Und ich schütze mich vor Verletzungen, indem ich sie nicht mehr so ernst nehme. Das ist zwar nicht ganz fair, denn sie verdient es, ernst genommen zu werden. Aber ich weiß, ich muss von allem, was sie sagt und tut, einen gehörigen Prozentsatz abziehen, um ein realistischeres Bild zu bekommen.
    Und: Ich diskutiere nicht mehr mit ihr. Wir haben stundenlange Gespräche geführt, die sich im Kreis drehten. Zuhören und die Argumente des anderen ernst nehmen, war ihr kaum möglich. Früher habe ich mir viel, viel Mühe gegeben, bis zu ihr durchzudringen. Das tu ich heute nicht mehr. Ich lasse sie reden udn denke mir meine Meinung, statt sie auszusprechen. Anders geht es nicht.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  8. Avatar von elsa68
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo ihr Zwei,

    zum einen, wenn ich drueber nachdenke, es ist so: Im Endeffekt ist die Frage nach dem WARUM voellig unerheblich. Es ist wie es ist! Ich persoenlich halte es mit dem Spruch:

    "Gott gebe mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann,
    den Mut, Dinge zu aendern, die ich aendern kann
    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden"

    Das gelingt mir mittlerweile recht gut, nur bei dieser Problematik klappt es noch nicht.
    Vielleicht ist es auch zu erklaeren mit dem wunderschoenen Gefuehl, wenn der BL gerade mal wieder im "Weiss-Bereich" ist. Ein uebermaechtiger Wunsch, fast eine Sucht, diesen Zustand wieder zu erleben, weil die Gefuehlswelt des anderen dann wirklich grandios liebevoll nur auf mich abgestellt ist...

    Wieder ein Erklaerungsversuch - Ich habe mich die letzten Monate mal ausprobiert, was kann ich, wo und wie gross sind meine Faehigkeiten, wenn ich mir den Raum nehme, diese zu erproben und zu erfahren.
    Fuer mein Selbstwertgefuehl eine feine Sache. Es macht Spass, macht zufrieden und parallel die Bemuehungen, mich dem magnetischen Umfeld meiner Ex-Freundin entziehen. Es ist ein seelischer Kraftakt sondergleichen.

    In der letzten Zeit unseres Zusammenseins habe ich, auch wie du Mediterannee, erstmal einen prozentualen Abstrich von dem gemacht, was sie mir erzaehlt hat. Kurzum: Ich habe schlicht fuer mich 50 % weggestrichen und fuer mich entschieden, wie gehe ich mit den anderen 50 % um. Ich habe mal einen Arztbesuch zusammen mit ihr erlebt, und war geschockt, wie sie die Aussagen dieses Arztes an ihr Umfeld weitergegeben hat. Demnach haette ich sofort den Notarzt rufen muessen. Dreimal hatte sie in den letzten anderthalb Jahren angeblich Krebs, von dem ich, wenn ein neues Leiden da war, nie wieder was gehoert habe... Sie hat mit meinen Aengsten "gespielt" und das war fuer mich kaum auszuhalten. Es ist schlichtweg unfair!!!

    Worueber ich mir noch Gedanken gemacht habe, in welche Co-Abhaengigkeit ich mich begeben habe. Ich denke, wir alle waren die Co-Abhaengigen-Partner par excellence.., nun mache ich mal wieder eine Schleife zum wundervollen Erleben im "Weiss-Bereich". Co-Abhaengigkeit ist fuer mich hier verbunden mit der Hoffnung, dass alles besser wird. Wie sehr ich damit dabei war, mich Stueck fuer Stueck selbst zu zerstoeren, ich glaube das sehe ich noch gar nicht und kann es auch noch nicht sehen...

    Ich bin tieftraurig und zugleich wuetend! Auf wen?Auf mich, auf sie, auf uns beide? Ich weiss es nicht.

    Lieben Gruss

    Elsa

  9. Inaktiver User

    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo und guten Abend Elsa,

    Kann mich den "nein"-Berfürwortern nur anschließen. Irgendwo las ich dieser Tage etwas, das geht in die Richtung: es bleibt keine Feindschaft, keine Freundschaft, es bleibt Nichts. Und das ist auch gut so.

    Im Herbst letzten Jahres habe ich mich räumlich getrennt, ein paar Monate später ganz. Wiederum ein wenig später therapeutische Hilfe in Anspruch genommen, zur Verabeitung, Aufarbeitung und später dann um an meine Anteile zu gehen, warum ich in diese Beziehung gekommen bin und dort auch erst rauskam, als ich ein FastBurnOut hinter mir hatte und meine Kinder anfingen, in sein Abwertungsspiel mit hineinzugeraten. Ich habe 1,5 Jahre mit diesem Mann gelebt.

    Du darfst und musst Dir zugestehen, dass das Lösen aus einer solchen Beziehung wirklich andere Regeln hat als aus einer "normalen". Länger, schmerzhafter, oftmals mit Rückfällen, emotionalen, verbunden.
    Das ist ein unangenehmes Faktum und ja, es macht auch wütend und diese ambivalenten Zustände von Trauer und Wut sind auch schwer auszuhalten. Annehmen ist hier das Schlüsselwort.

    Mein Ex hat sich übrigens die Mühe gemacht, mich hier auch auszuspionieren und meine Therapeutin gab mir damals einen sehr wichtigen Satz mit: "sie haben eine immense Wichtigkeit für ihn, die aber nicht positiv besetzt ist". Es geht weiter um Kontrolle, Macht ausüben.

    Ebenso hat mein Ex eine Therapie angefangen (als ich ihn rauswarf), die allerdings, nach all dem, was ich weiß und von ihm hörte, überhaupt nicht in diese Richtung geht oder gar etwas bewegt hat. Im Gegenteil. Ich habe den Eindruck, sein System ist gestärkt worden, eher noch "therpeutisch" untermauert. Ich habe selber mal live erlebt, wie er eine Therapeutin beeindruckt hat, obwohl alle Fakten (wir waren gemeinsam dort) auf dem Tisch lagen. Es war erschreckend, wie sich selbst ein Profi hat blenden lassen.

    Im Übrigen lebt er sein Leben wie immer weiter. Hat komplett sein soziales Umfeld ausgetauscht und auch schon wieder ersetzt, das ging innerhalb von WOCHEN, leider sind auch wieder Kinder mit im Spiel (während ich vor einem Jahr noch die Liebe seines Lebens war und er alles mögliche dafür tun wollte, damit wir alt werden bla und blub und blä - ich habe noch nie einen Menschen erlebt, dessen Worte und Taten so sehr voneinander abwichen).

    Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich "Objekt" war. Austauschbar. In jeder Beziehung. So wie seine Exen auch. Es läuft immer wieder ab nach Schema F. Das war anfänglich sehr schwer anzunehmen, aber im Grunde das heilsamste Mittel.

    Aus Deinen Erzählungen lese ich, dass Du noch tief in den Suchtmustern hängst. Würdest Du da wieder "aufmachen", sei gewarnt. U.U. fängst Du bei - fast - 0 wieder an.
    Vielleicht hilft Dir auch das Wissen, dass Therapien - wenn sie denn darüber hinausgehen, dass sie ihre "Kosten" reduzieren wollen - oftmals erst nach JAHREN Bewegung in die Dinge bringen.

    Die Literatur, die genannt wurde, kann ich Dir nur empfehlen, möchte Dir auch noch einen Link geben von einem Ort, der mir sehr geholfen hat. Dies per PN.

    Viel Kraft und verwende Deine neuen Energien weiter auf Dich!

    Liebe Grüße,
    narrare.

  10. Avatar von elsa68
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    AW: Neuanfang mit einem Borderliner- geht das?

    Hallo narrare,

    ersteinmal danke fuer deine Geschichte!

    In jeder Antwort derer, die mir schreiben, gibt es fuer mich neue Erkenntnisse. Dass es so viele Erkenntnisse werden wuerden, haette ich nicht gedacht (vielleicht wollte ich es auch nicht denken...).
    Wenn ich meine Beziehung jetzt mit Abstand von 4 Monaten betrachte, ist es fast beaengstigend. Viele neue Denkanstoesse, die hoffentlich auch bei mir Spuren hinterlassen und heilsam sind.

    Der Satz der Therapeutin, den du zitiert hast, dass die Wichtigkeit in der eigenen Person fuer den anderen nicht positiv besetzt ist, habe ich jetzt
    ueber den ganzen Tag in meinem Kopf rumkullern und wirken lassen.
    Es macht mir immer mehr deutlich, wie ausgepraegt diese Erkrankung ist und dass auch Macht und Kontrolle ueber mich immens wichtig war!

    Die Links, die du mir genannt hast, werde ich mir die Tage ganz in Ruhe anschauen. Danke dir. Mit Sicherheit warten dort viele neue Denkanstoesse auf mich.

    Das Buch zur Trennungsverarbeitung "Borderline brach Herz" habe ich mir gekauft und bin nun dabei, es zum zweitenmal zu lesen. Es gefaellt mir sehr gut. Es veranschaulicht mir vor allem, warum ich diese Spielchen mitgespielt habe, bzw. aus meiner Persoenlichkeitsstruktur auch mitspielen musste!
    Tja, aber zu dem Zeitpunkt ging es nicht anders. Fuer mich ist es immer wichtig zu erkennen, WARUM ich etwas getan habe. Dann kann ich es greifen und gezielter daran arbeiten.

    Im Moment geht es mir nicht so gut. Aus Sentimentalitaet heraus. Letztes Jahr Weihnachten war ich bei ihr und habe recht gute schoene Erinnerungen. Vielleicht bin ich auch dabei jetzt meinerseits zu idealisieren. Frei nach dem Motto: Ach, so schlimm war es doch gar nicht. Ging es euch nach einer Weile auch so? Ist das normal?
    Ich weiss aber, da muss ich fuer mich AUFPASSEN!

    Ich moechte nur hier mal ein kleines Erlebnis erzaehlen, dass mir absolut im Gedaechtnis geblieben ist.
    Sie war bei mir zu Besuch (wir fuehrten eine Fernbeziehun). Angeblich hatte sie niemanden, der sie mit Koffer in ihrer Stadt vom Bahnhof abholt.
    (Die anderen waren ja sowieso alle doof!) Sie hatte Rueckenprobleme und die Diskussionen und Vorschlaege meinerseits endeten damit, dass ich (!) sie mit dem Zug zur ihr in die Wohnung gebracht habe und sofort wieder nach Hause gefahren bin. Wir wohnen beide ausserhalb unserer Staedte. Es war eine Tagesreise!
    Meine Therapeutin hat darauf nur mit folgendem Satz reagiert: "Sie haben ihre "Last" getragen!"

    Narrare, ich wuensche auch dir alles erdenklich Gute!!

    Herzliche Gruesse

    Elsa

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