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    Besuch beim Psychologen/Psychiater und Verbeamtung?

    Hallo ihr lieben, ich habe mal ein paar Fragen:

    Kann ein Besuch bei einem Psychologen oder bei einem Psychiater die Verbeamtung gefährden?
    Kann eine Psychotherapie eine Verbeamtung gefährden?
    Nach was genau wird bei der Verbeamtung gefragt? Nur nach Psychotherapien? Oder auch nach einzelnen Terminen?

    Ich habe einen Bekannten, der über eine psychologische/psychotherapeutische Behandlung begeben möchte, es aber sich nicht traut, weil er denkt, dass dadurch seine Verbeamtung (im Moment ist er Anwärter) gefährdet wird. Seine Probleme hängen v. a. auch mit Zukunftssorgen zusammen, so dass diese Angst auch berechtigt ist.

    Danke vielmals!!

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    AW: Besuch beim Psychologen/Psychiater und Verbeamtung?

    Diese Antwort habe ich im Internet gefunden:
    Sehr geehrte Fragestellerin,

    Ihre Frage kann pauschal nicht beantwortet werden.

    Grundsätzlich steht eine abgeschlossene Psychotherapie wie auch eine laufende Behandlung einer Verbeamtung, auch auf Lebenszeit, nicht entgegen.

    Bei der Verbeamtung wird letztlich im Rahmen der Gesundheitsprüfung geprüft, ob der oder die Betroffene erwartungsgemäß dauerhaft dienstfähig bleibt und nicht vorzeitig dienstunfähig wird. Dies ist naturgemäß eine Prognose, die vom zuständigen Amtsarzt bzw. Gesundheitsamt vorgenommen wird und in dessen Ermessen steht.

    Dabei unterscheidet sich die Untersuchung nicht von einer Untersuchung durch ein Krankenhaus oder einen Hausarzt.

    Bei der Untersuchung, die sowohl den körperlichen wie auch den seelischen Zustand erfasst, wird in der Regel auch nach dem seelischen Zustand wie auch etwaigen Therapien gefragt. Hier ist wahrheitsgemäß zu antworten. Sieht der Amtsarzt hier Aufklärungsbedarf, kann er mit dem Therapeuten Rücksprache halten. Ggf. kann auch eine Nachbehandlung angeregt werden.

    In ihrem Fall dürfte, die Bestätigung ihrer Schilderung durch den Therapeuten unterstellt, keine Gefahr einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit festgestellt werden.

    Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass Lehrkräfte besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Dies kann Anlass sein, genau hinzuschauen. Eine Garantie, verbeamtet zu werden gibt es daher nicht.

    Soweit der Lehrer eine Therapie gemacht hat und damit gezeigt hat, sich seinen Problemen zu stellen, kann dies auch sehr positiv verstanden werden. Denn nicht behandelte seelische Probleme können viel eher zu einer Zeitbombe werden. Da die Gesundheitsämter auch mit der Prüfung des Gesundheitszustandes in Fällen der vorzeitigen Zurruhesetzung in Krankheitsfällen befasst sind, ist dort gutbekannt, welche Belastungen Lehrer zu "Risikobeamten" machen können.

    Aber nur in seltenen Fällen wird die gesundheitliche Eignung für die Verbeamtung auf Dauer nicht gesehen.

    Im Ergebnis rate ich Ihnen also, sich mit Ihrer Energie in das Referendariat zu begeben. Sollte es dennoch Probleme mit der Verbeamtung geben, wenden sich Sie sich am besten an einen entsprechend tätigen Rechtsanwalt. Wir sind Ihnen in diesem Fall gerne behilflich.

    Ich hoffe, Ihnen insoweit Orientierung gegeben zu haben.


    Mit freundlichen Grüßen
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Besuch beim Psychologen/Psychiater und Verbeamtung?

    vielen dank.

    bei meinem bekannten handelt es sich jedoch nicht um den beruf des lehrers. nur zur klarstellung. Ein stinknormaler bürojob ist das, was ihn erwartet.

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    AW: Besuch beim Psychologen/Psychiater und Verbeamtung?

    das ist im Prinzip wurscht, für welchen Dienst junge Menschen verbeamtet werden. Der Arbeitgeber möchte nicht einen Vertrag auf lebenslange Alimentierung abschließen, wenn absehbar ist, dass dieser nicht sein Arbeitsleben lang dafür dient.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Besuch beim Psychologen/Psychiater und Verbeamtung?

    was wäre denn die alternative zur verbeamtung?
    ein angestelltenstatus? gar keine anstellung?

    wenn ich psychotherapeutische hilfe benötige, würde ich mir diese nicht versagen.
    aber für einen gewissen zeitraum und für eine überschaubare anzahl von sitzungen kann man diese vielleicht ja auch selbst zahlen, wenn nicht sicher ist, wie sich das auf eine erwünschte verbeamtung auswirkt.
    Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere.
    (Satre)

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