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    Geh grad durch die Hölle

    Hallo,

    ich muss mir was von der Seele schreiben. Auch wenn mir keiner helfen kann. Nur weg damit.

    Ich weiß nicht, was mit meinem Vater los ist. Er gängelt mich schon seit 13 Jahren immer wieder. Wenn ich nicht so sitze, wie er es gerade will, rügt er mich. Meine Art zu sprechen, mag er nicht. Dafür werde ich auch vor anderen Menschen bloß gestellt. Obwohl ich beruflich mich gewählt und niveauvoll ausdrücken muss. Egal welche Handlung ich tätige er gängelt. Es geht nun so weit, dass er auch in meinem Privatleben kräftig mit mischt. Was ihm nicht passt, dass will er erpressen, damit es so ist, wie er es will, obwohl es mein Leben ist!
    Mit meinem Ex war er schon nicht gut. Kein gutes Haar blieb an ihm hängen, mit meinem jetztigen Partner das selbe in grün. Mein Partner tut alles für uns und das ist ihm nicht genug. ER will alles fest legen. Wann mein Partner zu arbeiten hat. Er muss kürzer treten, damit seine Familie nicht drunter leidet, ansonsten DRUCK. Druck, Druck nochmals Druck!
    Er benutzt vor meinem Kind Fäkalsprache. Begriffe aus dem horizontalen Gewerbe. Ein Wort mit B für den sexuellen Akt. Wirft mir, vor meinem Kind an den Kopf, dass ich nur zum B gut bin und dass es der einzige Grund ist, warum er bei mir ist. Tut mir leid, das sagen zu müssen, dafür hab ich ihm eine runter gehauen. Jetzt will er mich anzeigen wegen Körperverletzung!
    Ich kann nichts mehr essen. Seh mich in einem völlig falschen Bild. Ich hab mir gestern Abend nicht nur den Arm geritzt, sondern geschnitten. Und das schlimme, ich spüre nichts. Es tut nicht weh. Das einzige was weh tut, das was mein Vater mit mir macht. Ich bin wieder voll drin in meinen Depressionen. Hab Angst auf die Straße zu gehen...

    Das schlimme ist, meine Mutter befürchtet, er sei krank. Nicht nur psychisch, sondern körperlich. Er wirft ihr an den Kopf, dass ihr Vater das letzte war. Er wüsste so einiges über ihn. Wie kann das sein? Meine Eltern sind gleichalt. Mein Vater in D geboren, meine Mutter in Ostpreußen und von dort mit 3 Jahren geflüchtet allein mit ihrer Mutter und noch 3 Geschwistern. Wie kann er meinen Opa kennen? Einen Mann, den noch nichtmal meine Mama kannte? Sowas wirft er meiner Mutter an den Kopf. Wenn sie nicht gleich spurt, ist sie ne blöde Kuh. Ich halt es nicht aus.
    Neujahr hatte er Blut im Urin, jetzt tut ihm der Unterleib weh. Er denkt nicht dran zum Arzt zu gehen, obwohl seine Cousine mit Leberkrebs behandelt wird und ein Cousin einen Nierentumor entfernt bekam, alles innerhalb der letzten 6 Monate. Ich hab Angst. So hart es für Euch klingen mag, nicht nur wegen der Gesundheit, sondern dass seine Aggressivität noch schlimmer wird. Dass er was hat und seine Schmerzen an uns auslässt.

    ich habe aber etwa für mich getan. Meinen Hausarzt angerufen und geh heut hin. Ich lass mir Medikamente verschreiben, weil ich wirklich am Ende bin...

    LG Dufti

  2. Inaktiver User

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Hallo Dufti,

    das ist eine ganz schreckliche Geschichte! Du hast da einiges durchgemacht!

    Gut, wenn du jetzt zum Arzt gehst. Lass dir bitte nicht "nur" Medikamente verschreiben, die dir ja nur dabei helfen würden, das Elend besser zu ertragen. Ziehe bitte auch psychotherapeutische Hilfe in betracht, denn du wirst noch viel Kraft und Unterstützung brauchen!

    Versuche, dein Umfeld zu verändern. Du musst unbedingt auf Distanz gehen zu deinem Vater. Warum auch immer er so ist: es ist nicht in Ornung, wie er dich und deine Familie behandelt, und du musst dich aus diesem unguten System schnellstmöglich selber heraus nehmen!

    Warum seid ihr denn so dicht aufeinander? Wohnt ihr im selben Haus?

  3. User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Ich stimme Launax zu, sofort räumliche Distanz schaffen. Die von dir beschrieben Form der Verbal-Agression klingt tatsächlich krank.

  4. Inaktiver User

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Dufti,

    ehrlich gesagt mache ich mir grosse Sorgen. Du, Ihr alle steckt ganz tief in einer extrem unguten Situation. Das, was Du über Deinen Vater berichtest, beschreibt eindeutig Verhalten, das traumatisierend wirken kann, wenn es nicht gelingt, sich zu distanzieren. Das, was Du über Dich selbst schreibst, legt nahe, dass Du ggf. schwer traumatisiert bist. Das kann es Dir, wie auch u.U. Deiner Mutter, erschweren, Dich von Deinem Vater zu lösen, auf Distanz zu gehen, und Dein eigenes Leben zu leben. Die Unfähigkeit, missbräuchliche Beziehungen zu verlassen, kann eine Auswirkung von traumatischen Erfahrungen sien.

    Es ist daher meines Erachtens nicht ausreichend, zu Deinem Hausarzt zu gehen. aber es ist immerhin ein Anfang.

    Was Du meinem Empfinden nach dringend brauchst, ist umgehende Distanz als ersten Schritt - Du musst aus dem Einflussbereich Deines Vaters heraus, wenn Du die Chance haben willst, langsam wieder zu Kräften zu kommen und zu gesunden. Dein Hausarzt könnte Dich dahingehend unterstützen, indem er Dir beispielsweise dabei hilft, in eine psychosomatische Klinik eingewiesen zu werden. Das wäre ein erster, distanzschaffender Schritt.

    Auf dieser Seite findest Du eine Suchmaske, um Therapeuten, die in Psychotraumatologie geschult sind, in Deiner Nähe finden zu können.

    Wenn Dein Hausarzt Dir nicht weiter helfen kann (Medikamente allein sind keine Hilfe), besteh bitte darauf, dass er Dir eine Überweisung zu einem Psychiater schreibt.

    Bitte zögere nicht, Dich jederzeit an Beratungsstellen oder Notrufe in Deiner Region zu wenden - Du kannst jede Hilfe, die Du bekommen kannst, brauchen!

    Alles Gute für Dich!

    Seawasp

  5. User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Hallo Ihr lieben,

    ich danke Euch.
    Ich komme gerade vom Arzt und bin etwas stolz auf mich. Dass ich das endlich durchgezogen habe. Er ist ein sehr guter HA. Die ganze Familie ist bei ihm. Kennen ihn auch persönlich.
    Er war erstaunt, als ich mein Problem an ihn herantrug. So kennt er meinen Vater nicht. Meinte ich dann, ja zu allen außen stehenden ist er sch... freundlich und zu Hause ein Tyrann. Er hat nur mit dem Kopf geschüttelt, war total fassungslos. Hat mir ein Medikament Opipramol verschrieben. Wenn es nicht besser wird, soll ich sofort wieder kommen.
    Ich war schon in therapeutischer Behandlung. Wegen Depressionen und auch wegen dem Erzeuger (mag den Begriff Vater nicht verwenden). Die Therapie hat nichts gebracht. Meine Thera und ich wir drehten uns im Kreis. Mir gings nicht besser. Hab ich dem Doc auch gesagt. Sobald ich daheim war, war alles wieder beim Alten.
    Ich habe dem Arzt auch genau meinen Vater vom Wesen beschrieben. Auch von seinen Beschwerden. Und er wird ihn sich demnächst vornehmen und Blutuntersuchungen veranlassen. Er will das irgendwie anstellen. Er sieht dringenden Handlungsbedarf.
    Hab ihn auch gesagt, wegen dem Ritzen. Er dachte erst ich kratz mich mit den Fingern... Und war dann über die Schnittwunde sehr erschrocken. Hat sie zusammengeklebt. Und mir gesagt, dass er mich damit normalerweise sofort einweisen müsste in die Psychiatrie. Aber ich hab nen kleines Kind... Ich geh nächste Woche nochmal hin und frag nach einer Überweisung zum Psychiater. Ich möchte mein Leben nicht kaputt machen. Ich hab so Kopfweh. Meine Augen sehen aus, als hätte ich eine drüber bekommen.
    Ich hab gezittert wie Espenlaub. Aber ich bin froh, dass ich dort war. Das fiel mir immer so schwer. Eben weil der Doc den Erzeuger kennt. Ja ich weiß ärztliche Schweigepflicht. Es ging mir auch um Glaubwürdigkeit und auch dass eine Einweisung in die Geschlossene alles noch schlimmer machen würde.

    Ich wohne mit meinen Eltern in einem Mehrfamilienhaus. Habe dort eine eigene Wohnung, die ich selbst zahle. Selbst aus dieser wollte mich dieser kranke Mann schon raus werfen. Ich fühl mich meiner Mama gegenüber verantwortlich. Ich kann sie mit dem Mensch nicht allein lassen. Sie hat genug durch. So kann sie wenigstens mal eben zu mir kommen. Ich weiß, dass Distanz das beste wäre.

    LG Dufti

  6. User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    LiebeDufti,

    Schön, das du den wichtigsten Schritt gegangen bist und dich deinem Arzt offenbart hast. Dazu gehört sehr viel Mut.

    Räumliche Distanz ist wirklich das allerwichtigste in deiner jetzigen Situation. Ganz besonders, weil du ein kleines Kind und deine eigenen Familie hast.

    So hart wie es klingen mag: Deine Mutter ist für sich selber verantwortlich. Du bist in einer so schlechten Verfassung das du dich dringenst um dich selber kümmern mußt. Du kannst keine Verantwortung für deine Mutter übernehmen.

    Bitte achte gut auf dich.
    simplemind
    _____________________________________

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    AW: Geh grad durch die Hölle

    Simplemind, danke. Ich hab nur Angst um sie. Dass sie seinetwegen noch nen Infarkt bekommt. Hat eh schon Herzprobleme & Diabetes und der Mensch ist so hart zu ihr.

    Wie funktioniert das mit einer Kur? Mutter-Kind im optimalen Fall. Bin ich eine Indikation dafür? Wie lang muss man warten?
    Vielleicht ist das auch ein Weg. Hab mich lang um das Thema gedrückt. Mit der Angst, dass wenn ich geheilt oder gebessert wieder komme, durch den Erzeuger wieder in die alten Muster verfalle...

  8. User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Zitat Zitat von Dufti Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist das auch ein Weg. Hab mich lang um das Thema gedrückt. Mit der Angst, dass wenn ich geheilt oder gebessert wieder komme, durch den Erzeuger wieder in die alten Muster verfalle...
    Wenn ich mich recht erinnere, war das ja auch der Vorschlag Deiner Therapeutin, dass Du auch etwas mehr räumliche Distanz zu dem Leben Deiner Eltern gewinnst, und so die Chance wächst, dauerhaft aus den alten Mustern herauszukommen. So eine Kur könnte vielleicht ja auch der richtige Schritt in diese Richtung sein. Jedenfalls finde ich es gut, dass Du Dir weitere Hilfe gesucht hast und auch erstmal die Medikamente als solche annehmen kannst. Toitoitoi weiterhin.

  9. User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Dufti,

    auch wenn es hart klingen mag; deine Mutter muß für sich selber sorgen; du bist damit völlig überfordert. Ich könnte es noch drastischer formulieren, aber ich denke es geht dir schon schlecht genug.

    Eine Kur ist sicher eine gute , aber eine stationäre Behandlung ist sicherlich erst einmal eine bessere Idee.
    Allein um dein seelisches Gleichgewicht wieder zu stabilisieren und dich zu stärken. Eine Kur kann dann vom Krankenhaus aus organisiert werden.

    Hast du noch Geschwister oder gute Freunde?
    simplemind
    _____________________________________

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  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Geh grad durch die Hölle

    Zitat Zitat von Dufti Beitrag anzeigen
    Er ist ein sehr guter HA. Die ganze Familie ist bei ihm. Kennen ihn auch persönlich.
    Ist das ein Kriterium dafür, ob jemand ein guter HA ist ?




    Ich fühl mich meiner Mama gegenüber verantwortlich. Ich kann sie mit dem Mensch nicht allein lassen.
    Ich wusste schon in Beitrag 1, das dies kommen wird.



    Ich weiß, dass Distanz das beste wäre.

    LG Dufti

    aber ... ???

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