Hi Cornflake!
Wie gesagt, von einem Freund würde ich erwarten, dass er auch in ganz üblen Zeiten zu mir steht und mir, wenn er sich informiert hat, glaubt - oder es eben lässt (dann wäre er aber auch wie gesagt nicht mehr mein Freund und ich würde auch nicht wollen, dass er sich weiterhin als solcher bezeichnet). Ich versetze mich da halt einfach mal in MJs Situation. In diesem Fall kann ich absolut verstehen, dass er Shmuley von der Freundesliste gestrichen hat - würde ich genau so machen.Aber wer jetzt der bessere Freund ist, ist deshalb noch nicht klar.
(Nochmal ganz kurz zu Shmuley: Ich las noch, dass selbiger die Aufzeichnungsbänder niemandem vorgelegt hat, es war aber keine Quellenangabe dabei. WENN (!) es wirklich so ist, dass niemand die tatsächlichen Aufzeichnungen kennt, wäre das für mich ein Grund mehr, dieses Buch nicht zu kaufen.)
Ich weiß nicht, ob er das getan hat, ich kenne auch die Variante, dass die erwachsen gewordenen Kinder ihn nicht mehr so oft besucht haben, da sie einfach andere Interessen hatten. Vorstellen KÖNNTE ich mir diese Version genauso - aber ich weiß nicht, was stimmt, dazu habe ich zu wenig darüber gelesen.Man lässt seine Freunde auch nicht einfach fallen, wenn sie ein bestimmtes Alter überschreiten, oder?
(Jedenfalls war es ja beim Prozess so, dass sich etliche, mittlerweile erwachsen gewordene Kinder freiwillig und unaufgefordert meldeten, die für ihn aussagen wollten.)
Ich denke, er hat manchmal Menschen vieeeel zu schnell und zu weit in sein Privatleben eingelassen. Und hat dann manchmal eine Art Ohrfeige dafür kassiert, indem dies ausgenutzt wurde - und dann hat er kurzen Prozess gemacht und diese Leute aus seinem Leben geschubst. Da liegt m.E. der Fehler auf beiden Seiten: Einerseits MJs Naivität, Gutgläubigkeit und Großzügigkeit und zu spätes Reagieren auf Grenzüberschreitungen - andererseits wurde dies eben von anderen ausgenutzt.
Es äußerten sich ja zB damals einige Hausangestellte genervt darüber, wie viel die vielen Besuchskinder (MJ hat ja immer wieder gruppenweise Kinder, zB aus benachteiligten Familien, für einen Fun-Tag eingeladen) auf der Ranch durften; sie sagten, er zog bei seinen eigenen Kindern Grenzen und erzog sie wunderbar, die Besuchskinder aber durften so ziemlich alles, was manchmal sogar zu Zerstörung von Privatsachen führte, und er tat nichts dagegen. Da setzte er keine Grenzen, und das wurde natürlich ausgenutzt. (Das mal als Beispiel.)
Hm. Da fällt mir etwas auf. Ich kenne das auch von mir, von früher.Ich habe früher oft ganz arg lange alles mit mir machen lassen und habe dann ganz spät reagiert - und weil sich in der Zwischenzeit schon so viel angesammelt hatte, war das dann ein richtiger Knall, mit Kontaktabbruch etc. Die anderen waren dann verständlicherweise immer extrem überrascht über mein heftiges Verhalten damals.
Vielleicht ist es ihm ähnlich gegangen?Dass er immer ganz lange ganz viel geschluckt hat?
Wenn manche Freunde ihn tatsächlich ständig auf seine Medikamente angesprochen haben - da wäre ich ein Heuchler, wenn ich sagen würde, ich könne nicht verstehen, dass er sich dann zurückzog (auch wenn er natürlich besser manchen Ratschlag angenommen und versucht hätte, ohne Meds zu leben): Denn ich zB rauche sehr vielWie siehst du MJs Verhalten?, was ja auch eine üble Sucht ist, und es geht mir furchtbar auf die Nerven, wenn jemand mich ständig darauf anspricht. Ich hatte deswegen mit drei Verwandten auch schon einen, ähm, lauteren Wortwechsel
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. Letztlich geht es sie nichts an und wenn sie so weiter auf mich einreden würden, wie sie es taten, wäre bei mir irgendwann auch Schluss. Das muss ich ehrlich zugeben.
Ein Süchtiger (egal jetzt mal ob Nikotin, Alkohol, Tabletten, Essen oder anderes) weiß selbst genau, wie schädlich seine Sucht ist und dass man sich auf Dauer selbst zerstört. Hören mag man es aber nicht ständig. *zugeb*
Ganz generell: Natürlich hatte MJ in vielen Dingen eine ganz arg große Macke. Die habe ich aber auch, und ich denke, den meisten geht es so. Sie verstecken es nur zum einen besser - zum anderen stehen wir alle hier nicht im Licht der Öffentlichkeit, sondern können unsere Macken zu Hause im Privaten pflegen, wo es niemals in die Zeitung gelangt.
Ich habe kein Problem damit, Negatives über MJ zu hören. Ich habe aber ein Problem damit *mich wiederhol*, dass zum 384993. Mal die Missbrauchsvorwürfe ausgepackt werden in jedem 2. Artikel, von Menschen, die sich anscheinend nicht damit befasst haben. Oder die OPs (gähn).
Es gibt doch so viel Interessantes zu erfahren über diesen Menschen und Künstler.![]()
Antworten
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25.09.2009, 01:45
AW: michael jackson - sein letzter weg
Geändert von Atis (25.09.2009 um 01:53 Uhr) Grund: Wort ergänzt.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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25.09.2009, 01:50
AW: michael jackson - sein letzter weg
Sein Bruder Jermaine hat Thome ins Spiel gebracht.
Zitat von Inaktiver User
Ich glaube, "nur" ein Teil der Einnahmen geht an AEG. Irgendwo hatte ich etwas dazu gelesen *grübel* - wenn's mir wieder einfällt, poste ich es.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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25.09.2009, 08:34
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25.09.2009, 14:01
AW: michael jackson - sein letzter weg
Ja, das glaube ich ihr auch....allgemein wird von vielen Menschen, die ihm nahe waren, berichtet, dass er mit evasivem Verhalten auf Probleme reagiert hat, solche Menschen sind prädestiniert für Drogenmissbrauch....ich glaube schon, dass er vieles "zugedeckelt" hat, anstatt daran zu arbeiten. Aber hey, so war er halt, man kann keinen Menschen ändern, der nicht bereit ist, sich selbst ändern zu wollen....und ich schaue mir nur bei mir selbst an, wie schwierig es ist, Dinge zu ändern, nun stehe ich weder in der Öffentlichkeit noch bin ich der einzige Mensch auf Erden, der nicht einmal in der Nase bohren kann, ohne dass es morgen in der Zeitung steht!
Ich will damit sein Verhalten beileibe nicht für gut befinden, aber es ist wie es ist und genau diese narzisstischen/evasiven Teile seiner Person haben ihn zu dem gemacht was er war.....wäre er so nicht gewesen, würden wir ihn jetzt wahrscheinich nicht kennen!
Also? Welchen Schluß ziehe ich daraus? Ja, er hatte Macken und Meisen....ich und meine Freunde auch! Ja, er hatte Probleme...ich und meine Freunde auch! Ja, er hat trotz oder gerade wegen seiner Macken so viel erreicht....ich und meine Freunde auch! Ich möchte gerade oder trotz meiner Macken geliebt werden! Warum nicht auch er?
Ich bin derzeit irgendwie ein bißchen allergisch auf dieses Deuten auf Schwächen von Menschen (Cornflake ich meine nicht Dich persönlich nur weil ich von Dir zitiere!
)....ich bin seit 2 Jahren in einer extrem schwachen Phase und ich habe auch diese evasiven Strategien in mir...gleichzeitig habe ich auch dieses "explode on stage" an mir (und glaubt mir bitte, diese Ambivalenz zerreißt einen oft fast!), so daß Menschen, die mich nicht wirklich seeeehr gut kennen, von meinen Problemen, meinen wirklich sehr tiefen Tiefen nicht einmal etwas ahnen würden. Glücklicherweise bin ich kein bißchen gefährdet, bewußtseinsveränderne Drogen zu mir zu nehmen (nicht weil ich so stark wäre, nein, einfach nur weil ich viel zu viel Angst hätte, die Kontrolle zu verlieren!). Aber ich habe in den letzten 2 Jahren verstanden, wie Menschen dazu kommen, einen verhaßten Partner zu töten, wie man auf die Idee kommen kann, sich umbringen zu wollen (obwohl ich auch das nie versuchen würde, wieder aus Angst, nicht aus Stärke!), wie man nicht mal mehr die Kraft haben kann, morgens aufzustehen!
Ja, sehr wahrscheinlich sogar, war MJ kein Mensch, mit dem man wirklich im Alltag zusammenleben kann (oder könnt Ihr Euch ihn da gut vorstellen?), lieben kann man ihn trotzdem! Denn er hatte so viele Eigenschaften an sich, die einfach nur liebenswert sind, wenn auch nicht alltagstauglich! Und ja, er hatte auf der anderen Seite sehr schädigendes Verhalten.....aber ich liebe allgemein jemanden für seinen Charakter (und den halte ich nach wie vor für sehr gut!) und nicht für sein Verhalten!
So, das war mein Wort zum Freitag!
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25.09.2009, 14:06
AW: michael jackson - sein letzter weg
Versteht Ihr Französisch? Ich habe ein altes Images du Rock Magazin von 95 ausgegraben, aus dem würde ich gerne was zitieren....das macht aber wenig Sinn, wenns keiner versteht! Und übersetzt....da ist es irgendwie
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25.09.2009, 17:33
AW: michael jackson - sein letzter weg
Hollywood Life.com - Awards, Buzz, Style, News,Videos, TV, Movies, Music
Ich lasse es völlig unkommentiert, urteilt selbst!
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25.09.2009, 17:56
AW: michael jackson - sein letzter weg
Thanks.
Nichts lebensbedrohliches jedenfalls.
Hier...
YouTube - Michael Jackson- How We Treated Him pt1
ich sag ja: der Mann hat unglaublich süße Fans.
Ich lasse es nicht unkommentiert, okay?
Zitat von Julchen12345

(dieses Video will meine Maschine mir nicht zeigen, warum auch immer)
Madonna Dissed, Hitler Praised? liest sich natürlich erstmal "gut".
Klasse! Er hat schlecht über Madonna und gut über HITLER geredet! *geifer*
Und dann liest man... und stellt fest, dass er über Madonna lediglich sagt, dass sie vermutlich neidisch war und über
Hitler... (wobei ich da schon wieder denke: Michael, du Naivling, über den sagt man nichts, da wird einem das Wort im Mund rumgedreht, das weiß doch jeder) sagt er, dass er ihn hätte therapieren können, dass er Hilfe gebraucht hätte... naja...
und da muss ich mal ganz hilflos den Kopf schütteln, denn MJ hätten viele auch gern therapiert...

ach, weiß der Geier.Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
Douglas Adams
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25.09.2009, 17:57Inaktiver User
AW: michael jackson - sein letzter weg
Hi Julchen,
Ist schon okay, was du sagst. Ich glaube, ich gehe mit derselben Sache einfach anders um. Zum einen gibt es bei MJ vieles, womit ich mich identifizieren kann; wenn ich also auf gewisse Dinge hindeute, dann nicht unbedingt deshalb, weil ich ihn damit schlechtmachen will, sondern weil es mir wahrscheinlich so wichtig ist, ihn so zu sehen, wie er wirklich ist. Es ist so, dass ich in manchen Dingen immer noch nicht genau weiß, wie ich ihn einschätzen soll, deshalb bin ich mit meinen Gefühlen für ihn auch oft noch am Ringen. Und deshalb halte ich wohl oft den Finger in die Wunde.
Viele Fans haben das Problem wohl nicht, für sie sind manche Dinge glasklar. Aber die Gründe für diese Sicherheit kann ich teilweise nicht anerkennen oder nachvollziehen.
Ich könnte jetzt noch so einiges dazu sagen, wieso diese Sache mich so beschäftigt, aber ich belasse es jetzt mal dabei.
LG,
cornflake
PS: Ich hatte vor langer Zeit fünf Jahre Schulfranzösisch, verstehe also praktisch kein Wort. Aber du kannst den Artikel ja trotzdem mal reinstellen, vielleicht schaffen wir es zusammen.
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25.09.2009, 18:34
AW: michael jackson - sein letzter weg
So ähnlich hätte ich auch geantwortet....wollte jedoch keine Meinung machen!

Hihi, am Ende ist die Story, dass Madonna nackt in seiner Küche rumgetanzt hat und er danach den Kontakt abgebrochen hat, doch wahr!
Ja, dachte ich auch....oh je Michael, wie kann man so naiv sein!
Aber naiv sein, ist soweit ich weiß, immer noch nicht strafbar! 
Aber wollen wir wetten, dass jetzt wieder dieses "wir haben es doch immer gewußt, er war irre!"-Geschrei wieder losgeht! Puh, das ist aber auch echt anstrengend....immer und immer wieder sowas lesen zu müssen!
Geändert von Julchen12345 (25.09.2009 um 18:55 Uhr)
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25.09.2009, 18:55
AW: michael jackson - sein letzter weg
Nein, ich wollte Dir keineswegs damit unterstellen, dass Du ihn schlechtmachen wolltest, das Gefühl habe ich gar nicht!

Ich war auch nie Fan von ihm....habe ihn bis zu seinem Tod als Mensch nie wahrgenommen, sondern nur die Fassade des Superstars und das was die Medien über ihn brachten und eben die allerbekanntesten Lieder, die mir aber nicht wirklich etwas sagten. Damals verstand ich auch so vieles nicht...dachte auch oft nur "huch, was ist das denn wieder?"
In den letzten Jahren musste ich mich - zwangsweise - sehr viel mit mir beschäftigen und habe meine Struktur durchleuchten müssen....und als ich so ziemlich damit durch war, starb er...und ich fing an, mich mit dem Menschen und seinen Strukturen zu beschäftigen. Und ich finde vieles, was für andere sonderbar oder unerklärlich erscheint, einfach nur logisch und konsequent....denn je mehr ich mich mit ihm beschäftigt habe, umso mehr habe ich festgestellt, dass wir sehr ähnlich funktioneren! Und ich werde in meiner kleinen Welt ähnlich komisch angesehen und behandelt wie er in seiner ungleich größeren! Und über vieles, was andere so heftig an ihm kritisieren, muß ich unendlich schmunzeln und denke ständig "Haha, hätte von mir sein können!"
Mein Leben lang gehe ich arbeiten, sitze im Büro, habe mit sehr wichtigen Menschen der internationalen Wirtschaft zu tun und fühle mich heute immer noch so, als ob ich 5 Jahre alt wäre und mit meiner Kinderpost spielen würde! Wie oft sitze ich in riesigen Meetings und höre den ganzen Labersäcken und Wichtigschwätzern zu und denke so oft: "Das könnte ich in 2 Minuten lösen und dann könnte ich nach Hause gehen und mit meinem Hund durch die Landschaft toben!" Ich funktioniere auch in der "erwachsenen" Gesellschaft, aber ich fühle mich ständig als Kind dabei.... Und ich stelle mir vor, wie oft er in solchen Situationen war....und sich innerlich dabei kaputtgelacht hat über all die Leute, die so erwachsen sind/tun!
Ich sehe ihn auch so, wie er war, eben mit all den Wiedersprüchlichkeiten, aber da ich die auch habe, finde ich das eben völlig normal!
Der Grund für meine Sicherheit, dass er ein guter Mensch war, kommt einzig allein aus meinem Herzen. Ich bin ein Mensch, der unheimlich viel aus dem Bauch heraus entscheidet....so kaufe ich meine Autos, miete meine Wohnungen und auch bei Menschen verlasse ich mich ganz darauf....
Mittlerweile habe ich auch ganz viele Lieder (eben die unbekannteren) von ihm gehört, mir die Texte angesehen und so viel gefunden, wo ich mich frage, ob er von sich oder von mir spricht!
Ich sehe mich primär nicht als Fan, sondern als eine Seele, die sehr ähnliche Verletzungen ertragen musste und konsequenterweise sehr ähnliche Persönlichkeitsstörungen ausgeprägt hat.....vielleicht daher mein "unendliches" Verständnis!?Geändert von Julchen12345 (25.09.2009 um 18:59 Uhr)


Ich habe früher oft ganz arg lange alles mit mir machen lassen und habe dann ganz spät reagiert - und weil sich in der Zwischenzeit schon so viel angesammelt hatte, war das dann ein richtiger Knall, mit Kontaktabbruch etc. Die anderen waren dann verständlicherweise immer extrem überrascht über mein heftiges Verhalten damals.
Dass er immer ganz lange ganz viel geschluckt hat?
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