bin als 3/4 Kraft im Verkauf eingestellt, durch Schließungen einiger Filialen wurde ich versetzt, im Klartext: fahre nun zu meinem Einsatzort 100 km einfach. Im Moment sind dies für mich pro Monat zwischen 300 und 400 Euro Benzinkosten. Dadurch bleibt mir fast nichts mehr zum leben übrig. Meine Anfrage bei dem Arbeitgeber auf Benzinkostenzuschuss wurde abgelehnt. Meine Bitte die tägliche Arbeitszeit zu verlängern und mehr freie Tage zu geben ist abgeprallt. Nehme ich dies als Kündigungsgrund werde ich vom Arbeitsamt gesperrt. Was tun?
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Thema: Wie einigen?
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09.08.2008, 14:53
Wie einigen?
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09.08.2008, 15:05Inaktiver User
AW: Wie einigen?
Zitat von florales
Arbeitswege von 100 km und mehr sind heut kein Novum mehr. Mach dich selber schau, der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet dich zu unterstützen.
Wie wäre es mit Fahrgemeinschaften bilden oder suchen unter Mitfahrzentrale.de, ÖPNV (auch wenn man dabei nicht bis vor die Tür gebracht wird), Geltend machen in der Steurerklärung am Ende des Jahres (fährst du weiter mit dem Auto führe ein Fahrtenbuch und du kannst das komplette auto also nicht nur Benzinkosten geltend machen)......
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09.08.2008, 15:07
AW: Wie einigen?
Hallo florales,
ich würde in den sauren Apfel beißen und mich gleichzeitig intensiv um eine neue, günstiger gelegene Stelle bemühen.
Und in der Zwischenzeit würde ich die Ratschläge von Angorafrosch beherzigen.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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09.08.2008, 16:18
AW: Wie einigen?
Vorschläge sind schon okay. Mit ÖV wäre ich hin und zurück ungefähr 5 Stunden unterwegs. es fehlen offensichtlich auch noch ein paar Informationen. Bin 55 Jahre, habe in den letzten 4 Jahren so an die 120 Bewerbungen geschrieben. Bin auf Vollzeit angewiesen, da ich durch Scheidung finanziell ins abseits geraten bin. Kann mir keine Kapriolen leisten. Bin ansonsten tatkräftig und scheue mich vor keiner Arbeit, im Moment sehe ich nun mal gerade keinen Ausweg.
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09.08.2008, 18:03Inaktiver User
AW: Wie einigen?
wo wohnst du denn und wo musst du hin?
überleg doch mal ob du eine Teilstrecke mit dem auto und eine mit dem ÖPNV zurücklegen kannst. Mache ich zum Beispiel wohne auch über 100 km von meiner arbeit weg, alles mit bus und Bahn wär ich auch hin und rück 4 srtunden unterwegs, mit auto und bahn isses insgesamt nur 1/1/2 stunde...geht alles.
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10.08.2008, 13:26Inaktiver User
AW: Wie einigen?
Fahrtkosten von der Steuer absetzen ist natürlich ok, hilft aber wenig, wenn man (wie ich bei den Gehältern im Einzelhandel vermute) fast keine Steuern bezahlt .....
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10.08.2008, 22:30
AW: Wie einigen?
von Steuer absetzen ermöglicht mir im Moment halt kein Benzin zu kaufen oder Lebensmittel, nach Abzug der Miete und der Kosten für Sprit verbleiben mir noch knappe 200 Euro zum leben. Sollte etwas unvorgesehenes auf mich zukommen ist es für mich lebensbedrohend. Dazu noch die soziale Ausgrenzung: Kino, essen gehen usw. kann ich abhaken. Vom sinken des Selbstwertgefühles mal ganz abgesehen. Trotzdem Dank für das Interesse.
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11.08.2008, 19:20Inaktiver User
AW: Wie einigen?
Man kann sich schon im Vorfeld einen Freibetrag auf die Lohnsteuerkarte schreiben lassen so hast netto mehr raus, je nachdem wieviel Steuern du zahlen musst.
Aber abgesehen von den Steuern muss es lebenswert bleiben und wenn es das wie du es schilderst niht ist würde ich auch nicht um jedes Preises willen so weit fort von daheim arbeiten.
Ich wünsch dir viel Glück!
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12.09.2008, 22:02
AW: Wie einigen?
Nun ist einige Zeit vergangen, der AG hat mir zum 30.09. gekündigt, für mich in Ordnung, sollte unterschreiben: a) dass ich nicht rechtlich gegen die FA vorgehe, b) alle Ansprüche nichtig werden (hab noch ca. 100 Überstunden). Hab ich nicht getan, danach gab es normale Kündigung. Hab drauf bestanden wegen Fahrweg nur lange Dienste zu machen, jetzt hab ich 3 Tage in der Woche frei und 3 Tage Arbeit. Fahren is somit für mich ok.
Allerdings hab ich einige Vorstellungsgespräche schon hinter mir und ich hab so den Eindruck das kann nicht mehr realistisch sein. 1. der Stundenlohn teilweise, 2. die Ansprüche des AG für wenig Geld was er alles erwartet, 3. der Umgang mit den AN. Wo lebe ich denn: von was soll ich meine Miete zahlen, meinen Lebensunterhalt bestreiten.
Wieso erwartet der Handel dass ich als Privatperson noch Geld zum einkaufen habe. Frisör? Klamotten? geschweige denn Urlaub!
Hab in einem Möbelgeschäft 8 Stunden Schnuppertag gearbeitet, noch net mal ein Danke. Wenn ich dort arbeiten will Stundenlohn bei 9.00 €. Die Schulungswoche innerhalb der 1. 3 Monate muss ich selbst bezahlen? Wo bin ich denn hier?
Mein Gott Deutschland!
Mal sehn wie's weitergeht
lG
florales
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17.09.2008, 21:00
AW: Wie einigen?
Hallo Florales,
das ist wirklich bitter. Ich wünsche Dir, dass Du bald eine anständig bezahlte Stelle in der Nähe findest.
"Wieso erwartet der Handel dass ich als Privatperson noch Geld zum einkaufen habe. Frisör? Klamotten? geschweige denn Urlaub!"
Der Konsum allgemein geht zurück, die Konsumgüter- und Tourismusindustrie beklagt bereits Einbußen. Warum wohl?
Viele Grüße
MantaG'lebt is glei!


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