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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein. Darf ich nochmal fragen, warum du da bleiben willst?
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich da bleiben möchte. Wenn man seit 2018 schon 2x den Arbeitsplatz gewechselt hat, macht man sich seine Gedanken.


    @brighid: Ich gehöre sicher nicht zum Typus Mitarbeiter, der seine Aufgaben vernachlässigt und lieber mit Kollegen lange Gespräche führt. Im Gegenteil, ich bin sehr pflichtbewusst und gewissenhaft. Trotzdem finde ich es seltsam, wenn ich eine Kollegin höflich frage, wie lange sie schon in der Behörde ist und der Chef mich dann ruppig anschnauzt "Haben Sie nichts zu tun?"

    Es ist sehr auffällig, dass fast alle Mitarbeiter bei uns fast ausschließlich über die Arbeit sprechen. Das ist meinem jungen Kollegen auch schon aufgefallen. Ich akzeptiere das natürlich, wenn jemand keine Lust auf Humor, Small-Talk und private Plaudereien hat und zwinge das niemandem auf. Trotzdem finde ich es ganz schön merkwürdig, wenn auf 9 Etagen fast alle Leute so ticken, in jedem Gespräch superkurz angebunden sind und einen sofort mit "Sorry, ich hab´ zu tun!" abwimmeln, sobald man mehr als 1-2 kurze Sätze sagen möchte. Ich arbeite fast 13 Monate in der Behörde und weiß mit Ausnahme des jüngeren Mannes über die ganzen Leute nichts Privates. Aber auch wenn ich was Berufliches zu besprechen habe, hören mir viele Kollegen nicht richtig zu und wimmeln mich nach 1-2 Sätzen mit "Frau X, ich hab´ noch zu tun!" schnell ab.

  2. Inaktiver User

    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    nun, mein ganz persönliches verhältnis zum thema: vorzimmer- ist: trägt alles zum chef.

    zu oft erlebt. deshalb bin ich da ein gebranntes kind.


    wer hatte die stelle vor dir? wo ist er/sie jetzt?

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    was mich interessiert:

    die arbeit beim ex-chef- ist es ein anderes feld, eine andere tätigkeit als jetzt?
    Nein, ich sitze seit meinem ersten Arbeitstag vor fast 13 Monaten durchgehend an derselben Stelle. Mein Aufgabengebiet hat sich auch nicht verändert.

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Dagegen spricht das viele Lob, das ich von meinem Ex-Chef bekommen habe. Er hat mir immer wieder in längeren E-Mails geschrieben, wie großartig ich meine Arbeit mache, dass er das sehr zu schätzen weiß und ohne mich wirklich schlecht dran wäre.
    Wie jetzt: Alle lassen dich auflaufen, niemand will mit dir reden, deine Vorgesetzte hat sehr viel an dir auszusetzen, aber dein Ex-Chef hat dir immer wieder in längeren Emails geschrieben, wie großartig er dich findet? Ich habe durchaus schon von Vorgesetzten positives Feed-back erhalten. Die haben dann eine Email geschrieben: "Danke. Super-Arbeit." Oder kurz auf dem Flur: "Ich fand Ihre Präsentation richtig gut." Aber längere Lobes-Emails? Merkwürdig ...

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Schon in meiner Probezeit habe ich mich nach 3 Monaten für 1 Woche krankschreiben lassen, weil ich psychisch völlig am Ende war. Vielleicht mache ich das im Herbst/Winter nochmal, falls sich die Lage bei uns nicht bessert.
    Wenn es dir wirklich schlecht geht, ist so eine Krankschreibung sicher gerechtfertigt. Aber du scheinst das zu planen wie eine Woche Urlaub.

    Ist es in Behörden der Normalfall, dass die Mitarbeiter über keine privaten Themen reden und während der Arbeitszeit ausschließlich Berufliches besprechen?
    Das ist ein heikles Thema, und es gibt auch unterschiedliche Kulturen. Zu redselige Kolleginnen werden manchmal als nervig empfunden. Und dann ist es auch eine Frage der Vertrautheit. Als Neue in einem Team würde ich mich mit privaten Themen auf jeden Fall zurückhalten. Hat man dir gesagt, dass du zu viel redest?

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Ich arbeite fast 13 Monate in der Behörde und weiß mit Ausnahme des jüngeren Mannes über die ganzen Leute nichts Privates. Aber auch wenn ich was Berufliches zu besprechen habe, hören mir viele Kollegen nicht richtig zu und wimmeln mich nach 1-2 Sätzen mit "Frau X, ich hab´ noch zu tun!" schnell ab.
    Im Vorzimmer sitzt du natürlich auf einem einsamen Posten, und ich halte es für durchaus denkbar, dass manche befürchten, du könntest Informationen aus privaten Gesprächen dem Chef / der Chefin stecken.

    Aber mal davon abgesehen: Wenn alle Kolleginnen so negativ auf dich reagieren, musst du dich schon fragen, ob mit deinem Kommunikationsstil etwas nicht stimmt.

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wer hatte die stelle vor dir? wo ist er/sie jetzt?
    Meine Vorgängerin habe ich nicht mehr kennengelernt. Sie hat in ihrer Probezeit gekündigt und war schon weg, als ich kam.

    Meine Vor-Vorgängerin war ca. 3 Jahre auf der Stelle. Sie arbeitet immer noch in der Behörde, aber in einem anderen Bereich. Sie wurde vom Chef (also nicht von meinem Ex-Chef, sondern von seinem Vorgänger) gemobbt. Irgendwann hat sie es nicht mehr ausgehalten und sich versetzen lassen.

    Meine Vor-Vor-Vorgängerin kenne ich sehr gut, weil sie mich eingearbeitet hat und ich täglich mit ihr zu tun habe. Sie saß lange auf meiner Stelle und ist vor einigen Jahren ins Vorzimmer der AL gewechselt. Freiwillig, auf eigenen Wunsch.
    Sie hat mich zwar gut eingearbeitet, aber menschlich geht die Frau für mich gar nicht. Vom ersten Tag an benimmt sie sich mir gegenüber wie eine Vorgesetzte, obwohl sie eine gleichgestellte Kollegin ist. Sie kontrolliert immer wieder meine Aufgaben und meldet jeden Fehler an die Vorgesetzten, selbst wenn es was Unwichtiges ist, was keine negativen Folgen hat. Wenn ich eine fachliche Frage stelle und sie gerade keinen Bock hat, wird sie laut, schnauzt mich an, fällt mir ins Wort und würgt mich ab. Wenn ich selbständig arbeite und keine Fragen stelle, beschwert sie sich, dass ich zu wenig frage. Ihre Ex-Chefin hat das Jahresgespräch mit mir geführt und natürlich auch ihre Vorzimmerdame zu meinen Leistungen befragt. Obwohl sie mich die letzten beiden Monate sehr gelobt hat, hat sie zu ihrer Chefin nur negative Dinge über meine Leistungen gesagt.

  7. gesperrt

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Meine Vorgängerin habe ich nicht mehr kennengelernt. Sie hat in ihrer Probezeit gekündigt und war schon weg, als ich kam.

    Meine Vor-Vorgängerin war ca. 3 Jahre auf der Stelle. Sie arbeitet immer noch in der Behörde, aber in einem anderen Bereich. Sie wurde vom Chef (also nicht von meinem Ex-Chef, sondern von seinem Vorgänger) gemobbt. Irgendwann hat sie es nicht mehr ausgehalten und sich versetzen lassen.
    Bitte lass dich hier nicht verunsichern. Du musst dich nicht rechtfertigen. Es bleibt dabei, du passt nicht dorthin. Suche dir schnellstens was neues und eine Krankschreibung unter solche Arbeitsbedingungen finde ich nicht "unanständig". Dieses Arbeitsklima ist krankmachend.

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    Ich habe durchaus schon von Vorgesetzten positives Feed-back erhalten. Die haben dann eine Email geschrieben: "Danke. Super-Arbeit." Oder kurz auf dem Flur: "Ich fand Ihre Präsentation richtig gut." Aber längere Lobes-Emails? Merkwürdig ...
    Mich hat das auch überrascht, weil ich so viel Lob gar nicht gewohnt war. In meinen früheren Jobs war das auch so wie bei dir.


    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    Hat man dir gesagt, dass du zu viel redest?
    Nein. Ich habe auch nicht über sehr private Themen gesprochen und finde es nur höflich, wenn ich an einem Montag ins Büro komme und jemanden frage "Na, wie war Dein/Ihr Wochenende?" Das heißt doch nicht, dass der-/diejenige mir von A bis Z erzählen muss, was er gemacht hat.

    Dass die Leute Angst haben, ich könnte sie beim Chef verpfeifen, glaube ich auch nicht.

    Mein Ex-Chef hat mir letztes Jahr im Herbst gesagt, dass ihn das am Anfang sehr irritiert hat, wie ich offen auf die Leute zugegangen bin, wenn ich irgendwelche Informationen von ihnen gebraucht habe. Später hat ihm das imponiert. Die Vorzimmerdamen bei uns sind von der Art sehr brav, zurückhaltend und unscheinbar. Ich bin zwar keine flippige Nudel, keine Quasselstrippe und auch nicht vorlaut. Aber man merkt schon, dass ich sicher keine "unscheinbare graue Maus" bin.

    Ich finde es auch sehr merkwürdig, dass in den Besprechungen hauptsächlich die Führungskräfte und höhergestellten Mitarbeiter reden. Die rangniedrigen Mitarbeiter sagen meistens nur was, wenn sie von den anderen was gefragt werden und halten sich ansonsten schweigend zurück. Das entspricht überhaupt nicht meiner Natur. Ich bin zwar kein Mensch, der unbedingt im Mittelpunkt stehen möchte, aber wenn ich mit anderen in einem Raum sitze, möchte ich mich auch am Gespräch beteiligen und nicht nur die ganze Zeit zuhören.

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Ich habe auch nicht über sehr private Themen gesprochen und finde es nur höflich, wenn ich an einem Montag ins Büro komme und jemanden frage "Na, wie war Dein/Ihr Wochenende?"
    Kommt drauf an. Gegenüber einer Bürokollegin, die ich schon gut kenne, ist das ok. Vorgesetzte oder Kollegen, die ich nicht so gut kenne, würde ich das nicht fragen. Da wirkt das ein bisschen distanzlos.


    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Mein Ex-Chef hat mir letztes Jahr im Herbst gesagt, dass ihn das am Anfang sehr irritiert hat, wie ich offen auf die Leute zugegangen bin, wenn ich irgendwelche Informationen von ihnen gebraucht habe.
    Darin sehe ich schon eine nett verpackte Kritik. Wie sieht das denn aus wenn du auf Leute zugehst?

    Zitat Zitat von Traubenfrau Beitrag anzeigen
    Ich finde es auch sehr merkwürdig, dass in den Besprechungen hauptsächlich die Führungskräfte und höhergestellten Mitarbeiter reden. Die rangniedrigen Mitarbeiter sagen meistens nur was, wenn sie von den anderen was gefragt werden und halten sich ansonsten schweigend zurück. Das entspricht überhaupt nicht meiner Natur.
    So kenne ich das auch, und ich denke, so läuft das in den meisten Teams. Da gibt es einfach so ein paar ungeschriebene Regeln. Ob das deiner Natur entspricht, wird leider niemanden interessieren.

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    AW: Zu Unrecht schlechte Leistungsbeurteilung erhalten

    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an. Gegenüber einer Bürokollegin, die ich schon gut kenne, ist das ok. Vorgesetzte oder Kollegen, die ich nicht so gut kenne, würde ich das nicht fragen. Da wirkt das ein bisschen distanzlos.
    Das sehe ich ein wenig anders. Eine Frage im Stil von "Na, was haben Sie am Wochenende gemacht?" wäre sicher zu viel des Guten, wenn ich meinen Gegenüber kaum kenne. Aber auf ein "Na, wie war Dein/Ihr Wochenende" kann man doch höflich antworten: "Schön, und deines/Ihres?", ohne wirklich etwas Privates zu erzählen.


    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    Darin sehe ich schon eine nett verpackte Kritik. Wie sieht das denn aus wenn du auf Leute zugehst?
    Diese Kritik fand ich nicht unbedingt nett verpackt, sondern ziemlich direkt. Damit habe ich aber kein Problem.
    Wenn ich eine Info brauche und auf Menschen zugehe, wähle ich meistens erstmal den telefonischen Weg. Ich begrüße die Person am anderen Ende der Leitung, stelle mich mit meinem Namen und der Bezeichnung des Sachgebietes vor und sage dann: "Es geht um Termin XY am Freitag nächste Woche in Location XY. Sie wollten uns bis vorgestern noch eine Information zukommen lassen, die bislang noch nicht bei uns eingegangen ist. Könnten Sie mir bitte kurz mitteilen, bis wann ungefähr wir mit dieser Info rechnen können?"


    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    So kenne ich das auch, und ich denke, so läuft das in den meisten Teams. Da gibt es einfach so ein paar ungeschriebene Regeln. Ob das deiner Natur entspricht, wird leider niemanden interessieren.
    Obwohl es mir nicht gefällt, habe ich mich trotzdem immer daran gehalten. Auf der Arbeit muss man sich auch anpassen können. Nun hatten wir aber wenige Wochen nach meinem ersten Tag eine Firmenfeier. Ich hatte mich riesig darauf gefreut, ein paar Menschen etwas besser kennenzulernen. Wegen Corona gab es eine feste Sitzordnung, alle saßen in den eigenen Teams an den Tischen. Weil mich niemand von sich aus angesprochen hat und ich nicht die ganze Zeit nur stumm auf meinem Platz sitzen konnte, habe ich versucht, mit 2-3 Leuten ein lockeres Gespräch aufzubauen. Leider hat das nicht so richtig geklappt. Sie wirkten irritiert und waren sehr kurz angebunden.

    Ich gebe zu, dass mir die zurückhaltende distanzierte Art vieler Kollegen bei uns Probleme bereitet. Privat könnte ich mir gar nicht vorstellen, mit solchen Menschen Kontakt zu haben. Ich bin ein positiver, lebensfroher und kontaktfreudiger Mensch. Viele Leute bei uns auf der Arbeit fühlen sich unheimlich schnell wegen Kleinigkeiten auf den Schlips getreten. Man muss sehr aufpassen, was man sagt und macht. Das empfinde ich als sehr anstrengend.

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