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    WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    hallo,

    habe bisher kaum Erfahrung in der Arbeitswelt. Nach der Schule ist meine Mama erkrankt und ich musste sie lange pflegen, deswegen habe ich den Anschluß verpasst. War sehr lange arbeitslos. Leider habe ich keine Ahnung wie es im Jobleben wirklich läuft. Ich habe nun eine Stelle im Büro und gebe mein Bestes. Ich sehe aber daß z.b. Kollegen grad angekommen auf Kaffeeklatsch gehen bevor sie den Pc überhaupt mal hochfahren. Ich höre laaaangeee Privatgespräche, einkaufen während der Arbeitszeit, Telefonate und und und..

    ich habe so einen Streß oder mache ihn mir selber weil ich die Neue bin. Ich mache keine Bildschirmpause obwohl gesetzlich eigentlich geregelt, ich trinke meinen Kaffee 1 Tasse während ich arbeite. Ich fühle mich auch beobachtet ob ich auch schön fleissig bin. Ich übernehme vieles und werde manchmal gar nicht fertig während andere Däumchen drehen. Ich will nicht anecken und bemühe mich sehr 150% zu geben. Manchmal denke ich mir ich schaffe das ganze nicht mehr, die Arbeit macht auch keinen Spaß.

    dann sinniere ich(natürlich nach Feierabend):

    muß Arbeit Spaß machen und sinnvoll sein
    muß Arbeit abwechslungsreich sein
    welche "Freiheiten" darf man sich herausnehmen
    darf man sich an den Kollegen orientieren wenn man die Neue ist
    wird meine Arbeitsdichte nun zum neuen Maßstab für mich, so daß ich immer maximum geben muß
    kann man einfach mal Pause machen wenn die Konzentratrion drastisch nachlässt
    muss man dafür um erlaubnis bitten
    darf man wenn der Chef was sagt, sagen die anderen machen ja auch langsam/Pause/usw.

    danke
    müde Grüße

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Zitat Zitat von MiniMinT Beitrag anzeigen
    Ich habe nun eine Stelle im Büro und gebe mein Bestes.
    Hallo Mini, hast Du eine Ausbildung gemacht? Seit wann bist Du bei diesem Job und wer arbeitet Dich ein?

    muß Arbeit Spaß machen und sinnvoll sein
    Muss? Sie kann. Und sollte. Vielleicht ist das nicht der richtige Job für Dich?
    Für mich ist meine Arbeit wie ein Hobby. Macht mir seit Jahrzehnten Spaß. Klar gibt es arbeiten, die ich nicht mag, die gehören aber dazu.

    muß Arbeit abwechslungsreich sein
    Wenn Du abwechslungsreiche Arbeit brauchst, dann musst Du Dir den passenden Job suchen.

    welche "Freiheiten" darf man sich herausnehmen
    Ich weiß nicht was Du meinst. Arbeit ist Arbeit, keine Freizeit oder Hobby. Du hast Verpflichtungen und wirst dafür bezahlt.

    darf man sich an den Kollegen orientieren wenn man die Neue ist
    Ich weiß nicht was Du meinst.

    wird meine Arbeitsdichte nun zum neuen Maßstab für mich, so daß ich immer maximum geben muß
    Wenn Du Deine Arbeit nicht schaffst, solltest Du ein Gespräch mit Deinem Vorgesetzte führen. Bist Du noch in der Probezeit? Wer beurteilt Deine Arbeit?

    kann man einfach mal Pause machen wenn die Konzentratrion drastisch nachlässt
    muss man dafür um erlaubnis bitten
    Pausen sind dafür da, dass man sich dran hält? Was meinst Du mit Pausen? Oft hilft ja auch mal auf die Toilette zu gehen? Trinkst Du immer genug?

    darf man wenn der Chef was sagt, sagen die anderen machen ja auch langsam/Pause/usw.
    Nein, Du springst ja auch nicht von einer Brücke, nur weil vorher jemand runter gesprungen ist?

    Mini, wie alt bist Du?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  3. Moderation

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Ich finde es normal, dass man sich am Anfang solche Gedanken macht. Es ist auch bei jeder Firma anders. In der einen gilt es als positive Kultur, wenn man sich beim Kaffee trinken mit anderen austauscht, in der anderen wird man angemotzt, wenn anlässlich eines runden Geburtstags die Mittagspause um zehn Minuten überzogen wird. Beides schon erlebt.

    Als Neue ist es auch normal, erstmal etwas mehr Engagement zu zeigen. Schau dir die anderen an: Auf dieses Niveau kannst du dich langsam einpendeln.

    Die anderen Fragen nach Sinn und Spaß sind schwerer zu beantworten. Es wird keine Arbeit geben, die dir jeden Tag und jede Stunde Spaß macht. Aber wenn du verabscheust, was du tust, wirst du ziemlich sicher erfolglos bleiben.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Hallo!

    Erstmal kann es Dir egal sein, wie oft die Kolleginnen Pause machen, solange die ihre Arbeit schaffen. Was meinst Du damit, dass Du vieles übernimmst? Sind das Aufgaben, die die Kolleginnen liegenlassen?

  5. Moderation

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Hast du eine Ausbildung?
    Wie alt bist du?
    Was für eine Bürotätigkeit (ungefähr) machst du?


    Bei meiner ersten Berufstätigkeit (Ausbildung) und auch am Anfang meiner ersten Berufstätigkeit nach dem Studium war ich die ersten Wochen völlig fertig. Sowohl die Arbeit, das ungewohnte Umfeld, die ständige Geräuschkulisse, das fand ich alles maximal anstrengen und dachte, das schaffe ich nie.
    Ich war abends total fertig, fühlte mich als potentielle Totalversagerin und habe Abends weder Freunde getroffen noch telefoniert, sondern bin ins Bett und habe mir die Decke über den Kopf gezogen (nicht wirklich, aber gefühlt). Das wurde so nach drei Monaten aber besser und hat sich dann eingespielt und dann fing der Job auch an mir Spaß zu machen.

    Also vieles kommt mit einer gewissen Gewöhnung und Routine. Fast alles was man das erste Mal tut dauert viel länger und ist viel anstrengender als wenn man es ein paar Wochen jeden Tag tut.


    Daher nimm es im Moment so wie es ist.
    Je nach Job, mach dir Notizen, akzeptiere, dass du Anfangsschwierigkeiten hast und beiß dich durch.

    Und mach regelmäßige Pausen, trink genug, bewege ich zwischendurch immer mal, das hilft dir die Konzentration aufrecht zu erhalten und zB keine Rückenschmerzen von zu lange und verkrampften Sitzen zu entwickeln.



    Das Orientieren an den Kollegen kommt dann mit der Zeit. Nein im Moment kannst du noch nicht so viel Pause machen und schwatzen wie die anderen, vielleicht kannst du es wenn du Routine in deinem Job hast.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. User Info Menu

    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Deine Schilderung kommt mir bekannt vor, genauso ging es mir die ersten Tage im aktuellen Job vor 3 Jahren, bis eine Kollegin mich zur Pause gezwungen hat. Es war nämlich gar nicht so, wie angenommen, klar war ich als Neue im Fokus, aber auch als Neuer darf man Pause machen, vom Bildschirm muss man das sogar.
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  7. Moderation

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Hi MiniMinT

    Wie die Arbeit ist hängt davon ab.
    Zu gucken, wie es die Kolleg/inn/en machen, ist ein gute Anfang. Wenn du neu bist, mach es etwas besser:
    - Hol dir einen Kaffee (oder Tee oder ein Glas Wasser), grüße die Leute, die in der Kaffeeküche rumhängen, freundlich, mach Smalltalk, wenn du angesprochen wirst, aber nicht mehr als Smalltalk und nicht mehr als wenige Minuten. Mache dich freundlich und nicht verstohlen oder genervt davon.
    - Wenn du während der Arbeitszeit einkaufen *mußt*, frage deinen direkten Chef oder die respektierteste Kollegin, ob das OK geht, und stempel aus.
    - Mache die Pausen, die dir gesetzlich zustehen. Erlaube dir, mal kurz ins Leere zu gucken und zu denken, oder dir noch ein Glas Wasser zu holen: Du bist neu, du must lernen, das Hirn speichert in Arbeitspausen. Ununterbrochen durchzuackern macht dumm.
    - Melde dich nicht freiwillig für alles. Insbesondere nicht für Sachen, die a) nicht zu deinem Job gehören, b) unterhalb deines Jobniveaus sind, c) nie fertig werden und unabsehbarer Aufwand sind, d) für die du keine Zeit hast. Melde dich freiwillig für Sachen die a) zu deinem Job gehören könnten oder sollten, b) interessant sind, c) dich gut aussehen lassen, d) denen du gerecht werden kannst ohne daß etwas anderes liegenbleibt.
    - Stell Fragen. Finde heraus, wer die richtigen Leute sind, um ihnen Fragen zu stellen.

    Wenn du jetzt schon 150% arbeitest (60 Stunden? Oder 150% von dem, was von jemandem in deiner Position erwartet wird?), was willst du machen, wenn es mal eine kleine Krise gibt und alle einen Schritt zulegen müssen? Das Arbeitsleben dauert Jahrzehnte und es gibt keine Medaille dafür, schon im ersten Jahr einen Zusammenbruch abzuliefern.

    Wobei: Das erste Jahr ist oft schwer. Man hat keinen Kopf mehr frei für irgendwas, die Arbeit scheint das Leben zu fressen, man kommmt halbtot heim und guckt die Wand an, man heult auf dem Klo -- hab ich alles schon von Leuten gehört, die mit Diplom oder Doktor nach der Uni (oder sogar nach einer schulischen Ausbildung) auf einmal einer geregelten Arbeit nachgehen mußten. Man lernt so viel Neues, man ist mit dem Tagesablauf nicht vertraut und nicht mit den Sitten und Gebräuchen, alles ist anstrengender, als es sein müßte, weil die Routine fehlt. Nach einem Jahr wird das für gewöhnlich besser. Man muß aber das Jahr schaffen, ohne wahnsinnig zu werden. Paß auf dich auf, zu Streß muß immer Entspannung kommen, ob es Schlaf ist, spazierengehen, Katzen streicheln, tanzen gehen, oder sonst was.

    Arbeit braucht keinen Spaß zu machen, sonst wär's ein Hobby und man müßte dafür bezahlen. Sie braucht auch nicht total sinnvoll zu sein. Manche Jobs sind sinnlos oder böse, und die kleinen Häppchen von Abläufen, die man oft macht, erscheinen oft komplett sinnlos. Aber die Arbeit sollte nicht permanent ätzend, absurd, enttäuschend, grausig, oder peinlich sein, und sie sollte Erfolgserlebnisse mit sich bringen, auch wenn sie klein sind. (Wenn du merkst, daß du an etwas Bösem mitarbeitest, versuche, etwas anderes zu finden. So was frißt die Seele.)

    Arbeit kann darin bestehen, immer wieder die gleichen Abläufe so schnell wie möglich durchzuschieben, ohne daß es zu großer Abwechslung kommt. Dafür kommt es dann zu Routine. Das ist erst mal gut, weil man sich weniger anstrengt und besser wird. Wenn die Routine ihrerseits zur Last wird, muß man gucken, ob man sich ein bißchen verändern kann. (Das ist der Moment, sich freiwillig für neue Aufgaben zu melden.)

    An den Kolleginnen orientieren: Siehe oben. Je mehr Status und soziales Kapital du an deiner Arbeitsstätte erwirbst, desto mehr Freiheiten kannst du dir nehmen. Deswegen, als die Neue keine Ausgaben für Luxus tätigen.

    Du mußt Pause machen, wenn die Konzentration den Bach runtergeht, sonst baust du Mist. Die Frage ist, ob du dabei gesehen werden darfst. Du solltest nicht mehr dabei gesehen werden als die Kolleginnen.

    Wenn die Arbeit nicht zu schaffen ist, oder nicht nachhaltig zu schaffen ist, mußt du einen Weg finden, so zu arbeiten, daß es nachhaltig zu schaffen ist. Keiner hat was von Karoshi (= mit den Füßen voran aus dem Büro getragen werden), außer vielleicht den Erben. Der erste Schritt dazu ist, "eines nach dem anderen". Wenn das nicht geht: Auflisten, was man tut und wieviel Aufwand es ist (einschließlich des Blödsinns wie, "mußte Rechner wegen Systemproblemen fünfzehn Mal booten"), und vom Chef priorisieren zu lassen, für welche Aufgaben eine andere liegenbleiben darf. Klar kommunizieren, was geht und vor allem, was nicht geht. Niemand wird gerne davon überrascht, daß etwas nicht erledigt wurde.

    Sag nie, "die anderen machen ja auch". Unter allen Gründen, anzuecken, und unter allen Formulierungen, um sich zu erklären oder zu rechtfertigen ist das die schlechteste.

    Es gibt immer Arbeitsstätten, die absurd sind. Daran zu erkennen, daß ein Benehmen herrscht, daß von einer halbwegs kompetenten Kindergärtnerin nicht bei Vierjährigen toleriert würde, und die Freunde zu einem sagen, man sei ein ganz schöner Armleuchter geworden. In dem Fall bleibt meist nur die Flucht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Danke euch. Habe mein Probemonat nun fertig. Es ist immer pain in the ass permanent Dauerstrom zu sein. Ich mache viel Dateneingabe und checke manchmal dreimal nach ob ich es richtig gemacht habe. Ich habe wirklich Angst angeschrien zu werden. Nun arbeiten ist wohl so was wie Hölle..entweder man ist fehlerlos oder bekommt Ärger.

    Wie viele Fehler sind wohl noch ok ab wann wird man gegangen. Mein Kopf ruht nicht mehr. Ich habe jeden Tag soviel input. Aber lamentieren wollt ich gar nicht.

    Das mit dem Einkaufen...natürlich gehe ICH nicht das machen die Kollegen schon. Im Moment beobachte ich wie alle drauf sind. Ich hoffe für mich wirklich dass es nur Anfangsschwierigkeiten sind.

    Achja die Kollegen können natürlich tratschen zeit ist ja da wenn der Neuen das Meiste aufgehalst wird. Einerseits ist es gut für mich ich lerne dadurch andererseits könnte das bald usus werden. Soll man sowas verhindern oder ist das normal und fair?

    Im Moment ist meine Haltung zum Team: ja gerne..natürlich mach ich das..kann ich irgendwie helfen..darf ich nun gehen(obwohl seit 20 min Feierabend)

  9. Moderation

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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Ich habe das Gefühl, du machst das im Moment richtig und die Arbeits wird dir mit der Zeit immer leichter fallen und einfacher von der Hand gehen. Es ist einfach Gewöhnungssache und gerade weil es für dich die erste Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt ist.

    In einem halben Jahr lachst du über deine Anfangsschwierigkeiten und hast dich eingewöhnt.
    Wichtig ist nur, dass du jetzt durchhältst und dazu gehört auch, dass du regelmäßige kurze Pausen machst um dich zu entspannung und zu erholen, das steht dir zu und das ist auch wichtig.


    Wurdest du dort denn schon angeschrieben oder ist das nur eine Sorge, die du hast?
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

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    Profilbild © edwardbgordon
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    AW: WIE arbeitet es sich? Arbeitsintensität

    Zitat Zitat von MiniMinT Beitrag anzeigen
    Nun arbeiten ist wohl so was wie Hölle..entweder man ist fehlerlos oder bekommt Ärger.
    Eine seltsame Sicht auf arbeit hast Du.

    Hast Du eine Ausbildung?

    Ein Monat ist ja nichts.
    Du wirst mit der Zeit sicherer und somit schneller.

    Hast Du Lust auf den Job?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


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