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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Zitat Zitat von Marcia_Baila Beitrag anzeigen
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    Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Eindruck jetzt so falsch liege, aber ich glaube, auch weil mir eine Kollegin sagte, dass man den Personalrat eigentlich nicht wirklich hinzuziehen solle, und in der Probezeit schonmal gar nicht, das käme einfach nicht gut - dass hier alle extremst zusammen halten und sich auch gegen 'äußere Einflüsse' und alles, was ihr System auch mit besten Absichten neu betrachten will - abschotten. Existiert denn dann der Betriebsrat nur eher 'pro Forma'? Find ich das alleine auch wieder komisch?

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    Du hast jetzt nicht Personalabteilung mit Personalrat verwechselt? Ich frage jetzt nur, weil du erst von der Personalabteilung schreibst und dann gleich überwechselst zum Personalrat......

    Ich fände es auch reichlich seltsam, wenn man sich nicht vertrauensvoll an den PersonalRAT/Betriebsrat wenden kann. An wen denn sonst? Dazu ist er ja da! Und der ist auch imstande, dem Chef die Grenzen aufzuzeigen.

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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Ich fände es auch reichlich seltsam, wenn man sich nicht vertrauensvoll an den PersonalRAT/Betriebsrat wenden kann. An wen denn sonst? Dazu ist er ja da! Und der ist auch imstande, dem Chef die Grenzen aufzuzeigen.
    Naja- die Theorie ist gut, die Praxis kann anders sein.
    Der Betriebsrat wird immer aus den eigenen Reihen gewählt- insofern sind sie auch immer mit einem Anteil dem Betrieb "nah".
    Es gibt bestimmt genug Betriebsräte, die sich mehr für den Betrieb und weniger zum "Betriebsrat" ausrichten.

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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Ja, ich schrieb bewusst von Personalabteilung - wegen meiner Nachfrage nach der Stellenbeschreibung UND vom Personalrat (wegen Datenschutzverletzung und generell den beschriebenen Merkwürdigkeiten bei meiner Beurteilung in der Probezeit).

    Ich bin da ohne jegliche Bekannte zum Job gekommen, so dass ich auch niemanden fragen konnte. Beim Vorstellungsgespräch war zwar mein Vorgesetzter dabei, aber der sagte fast GAR nichts, ICH habe ihn mehrfach angesprochen, weil mir das auffiel - da war er recht einsilbig. Aber ein wirklich unmögliches Vorstellungsgespräch hatte ich nur zweimal in meinem ganzen Berufsleben, das kommt ja nun wirklich selten vor.

    Hauptsächlich war da der obere Chef mit drin und der Interimschef der anderen Abteilung, der inzwischen abgelöst wurde und DIE führten das Gespräch. DIESER Eindruck war positiv (oberer Chef) bis neutral freundlich (Interimschef). Mit dem neuen scheint es sehr gut zu werden, der kommt nämlich AUCH nicht aus dem ÖD, haha - mit dem hatte ich letzte Woche ein längeres Gespräch und wir waren in sehr vielem gleicher Auffassung und er meinte auch schon, dass er mich für ein Projekt gern 'abwerben' will aus der Abteilung, wenn Chef mich freigibt - hehe. Da spricht auch nix gegen, sagte mir der andere Chef bereits uninformell, es gibt noch eine offizielle Anfrage, dann darf ich einige Stunden in dem Projekt verbringen, was mir nur recht ist, dann hat auch mein Vorgesetzter mir da wenig zu sagen.
    Außerdem ist durch eine unerwartete Neubesetzungsnotwendigkeit der oberen Führung gerade sehr viel Bewegung intern in den Stellen und Verantwortlichkeiten - vielleicht wird ja mein Vorgesetzter DAHIN, andere Abteilung, in der er aber schon mehrere Jahre WAR - nach oben befördert? (Ich wünsche es ihm *hüstel)

    Schauen wir mal. Die AUFGABEN finde ich ja sehr interessant. Nur mehrere der Umstände nicht. UND ein so 'schwieriger' Vorgesetzter hätte das Gleichgewicht an Vor- und Nachteilen leider ins Wanken gebracht ...

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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Kurz vor Ende der Probezeit bin ich dann gekündigt worden. Ziemlicher Alleingang meines Vorgesetzten. Der obere Chef hat es mir gesagt, im Beisein des Vorgesetzten. Zwei Tage zuvor gab es ein Feedbackgespräch, was ohnehin sehr seltsam verlief, denn ich wurde ausschliesslich aufgefordert mich selber zu bewerten, meine Gegenüber sagten quasi nichts eigenes. Machten sich nur Notizen zu dem, was ich sagte.

    Mein Fazit und meine Selbstkritik ("Ich würde mir dann wohl in Schulnoten eine 3 geben und möchte dies und jenes verbessern, ich habe Freude und auch guten Input gegeben bei Projekt 1, 2 und bei Nummer 3 habe ich die Anfangsschwierigkeiten überwunden.") wurde auch nicht kommentiert und nur zur Kenntnis genommen.

    Am Schluss faste ich mir ein Herz und ich sprach jene Datenschutzverletzung dann (sehr ruhig) an. KEINE Reaktion! GAR KEINE! Ich hätte jetzt keinen Kniefall erwartet, aber sowas wie "Ja, das war ein Fehler" oder wenigstens "Normalerweise darf sowas nicht vorkommen." und ganz vielleicht ein "Tut mir leid." wäre - ja, doch - das hätte ich erwartet, auch wenn man mir sagte, sowas darf man nicht erwarten. Ich hielt das Schweigen nur kurz aus, erklärte dann nochmal, warum ich so lange gewartet hatte: "Weil ich zunächst sehr geschockt war darüber und dann Zeit geben wollte bis man mir das sagt. Und ich hätte ja auch schon gerne gewusst, wer das alles gelesen hat." Erst DANN meldete sich der Vorgesetzte zu Wort, mit Pokerface. Dass es ja nur zwei viertel Tage online gewesen sei. Bis ihn jemand darauf hingewiesen habe. "Okay - also hat es neben der von mir eben erwähnten Kollegin auch noch mindestens ein anderer gelesen. Da würde ich schon ganz gerne erfahren, wer das war?" fragte ich nochmal nach. Erst sagte er, das spiele keine Rolle. Ich sagte dann "Für mich schon. Weisst du, ich bin neu. Und das erschüttert mein Vertrauen. Und auch die Loyalitäten im Team." Dann sagte er es mir. Wobei es ein Kollege war, den ich sehr wenig kannte. So dass mir da die Loyalität sehr klar erschien.
    Ob wir jetzt alles besprochen haben? kam dann sofort. Ich fragte zurück, wie es denn nun weitergänge.

    Man müsse sich nun zusammensetzen und ich bekäme bald Feedback zum Feedbackgespräch.

    Ich war zwar etwas verwirrt über diesen Vorgang, aber da ich mir ohnehin sehr, sehr oft vorkam wie ein Alien unter all diesen sehr seltsamen Regeln und Vorgehensweisen sagte ich nichts dazu.

    Zwei Tage später wurde mir gekündigt. Es läge nicht an meiner Fachkompetenz.
    Die Kollegen, mit denen ich gut zusammengearbeitet hatte waren überrascht, der neue Leiter in dessen Projekt ich kurz mitgearbeitet hatte und ich sehr froh war, da er auch aus der freien Wirtschaft kam - fiel aus allen Wolken.

    Mein Vorgesetzter hatte NIEMANDEN befragt wie ich arbeite.

    Ich bin dann zum Betriebsrat und hatte ein sehr langes und gutes Gespräch. Sie hörte mir genau zu und schrieb viel mit, konnte aber natürlich nichts mehr für mich tun. Hätte mich bereits doch schon an sie wenden sollen trotz Probezeit. Aber selbst DAS läuft da ja auch quasi 'unter dem Radar', weil selbst eine Mail an den Betriebsrat gelesen werden könnte und man das nur per Telefon macht alles.

    DAS ist jetzt leider finanziell für mich ein Desaster. Aber SO, SO kann und mag ich nicht arbeiten.

    Und diese bescheidene Situation, die geht mir auch noch nach: muss man also, wenn man einen Fehler des Chefs bemerkt, der einen auf DIESE WEISE auch noch im gesamten Team quasi diskreditiert verschweigen? Ich weiß wirklich nicht, ob es mir geholfen hätte das unmittelbar nach dem Fehler beim Betriebsrat zu besprechen. Ich weiß es nicht.

    Jetzt heißt es also: nochmal Job suchen.

    WAS mache ich damit nun im Lebenslauf? Bzw genauergesgt: WAS genau werden meine Worte sein, wenn ich - was ja sicher der Fall sein wird - danach gefragt werde?

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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Wie lange warst du nun konkret dort?

    Aus meiner Erfahrung, werden "kurze Arbeitseinsätze" nicht weiter kommentiert sondern nur aufgelistet.
    Gearbeitet bei XY, ausgeführte Tätigkeiten: XYZ.

    Eine Leistungsbeurteilung wird bei kuren Arbeitsverhältnissen gar nicht erwartet- wer sollte das auch gut beurteilen können und dass es offenbar nicht geklappt hat- ist sehr offensichtlich. Also warum sollte man das nun irgendwie noch erklären oder begründen. War nix und gut ist.
    Im Gespräch später kann man - sollte jemand fragen- immer noch sagen "es hat nicht gepasst". Nur einer, der tratschen will, würde bei sowas blöd weiterfragen (so jemanden brauch man dann auch nciht als neuen Chef).

    Alles Gute auf deinen Weg und viel Glück für deinen nächsten Job.
    lg kenzia

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    AW: Datenschutz/Privatheit von Mails und Feedback am Arbeitsplatz?

    Zitat Zitat von Marcia_Baila Beitrag anzeigen
    WAS mache ich damit nun im Lebenslauf? Bzw genauergesgt: WAS genau werden meine Worte sein, wenn ich - was ja sicher der Fall sein wird - danach gefragt werde?
    Was genau meinst Du denn, wie Du die kurze Beschäftigungszeit erklärst?

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